Meine Kindheitserinnerungen sind beim Kochen tatsächlich auch mit meiner Oma verknüpft: Eierkuchen, im Herbst Zwiebel- oder Kartoffelkuchen und ihr sagenhafter Rhabarberkuchen. Meine Mutter ging arbeiten und kochen lernte ich mit Tüte und Co.
Also stelle ich Euch einfach mal vor, was ich hoffe, was meine Mädels mal in Erinnerung behalten: eine unserer Belohnungen (für so was wie die ganze Woche lieb ins Bett gehen) ist es, dass die entsprechende mit mir auf den Markt darf. Sie darf dann das Essen aus den Angeboten auf dem Markt bestimmen und das gibt es, ohne Vetorecht eines anderen Familienmitgliedes. Der Favorit meiner Großen sind ganz klar die Hähnchenschenkel. Die nimmt sie eigentlich fast immer. Ihr ganz klarer Favorit ist diese Version Hähnchenschenkel indisch vom Grill, wo die indisch marinierten Hähnchenkeulen im geschlossenen Kugelgrill gemütlich vor sich hin schmurgeln. Das hatten wir diesen Sommer mindestens 1x/Monat. Irgendwie nie so richtig fotogen, aber ich habe mich jetzt durch das Event endlich dazu durchgerungen, denn genial lecker schmecken sie allen Familienmitgliedern diese indischen Hähnchenschenkel. Vielleicht denken meine Mädels ja irgendwann mal an unsere gemeinsamen Marktbummel und die daraus gemeinsamen Kochaktionen zurück. Wäre schön.
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Wir haben mal wieder Spargel gegrillt, dazu wurde in meinem neuen Buch dieser Dip empfohlen. Ich kenne dieses Dressing nicht, also musste ich es unbedingt ausprobieren, denn es klang so lecker! Leider wird im Buch nur zum Dressing gesagt, dass es aus Kalifornien stammt. Ich kann es nur empfehlen, wir waren alle sehr begeistert, genial lecker! Sehr würzig und wunderbar, um einige Kräuter jetzt zu genießen. Probiert es aus, passt auch zu gegrilltem Hähnchen.
Wenn ich aktuell auf Arbeit einen Kuchen mitbringe, brauche ich immer einen glutenfreien Kuchen. Dafür habe ich mir dieses Mal einen glutenfreien Apfelkuchen ausgesucht, der zum herbstlichen Wetter passt. Dabei lernte ich, dass Backpulver immer glutenhaltig ist (zumindest alle, die ich durchschauen konnte). Also ohne (oder Weinsteinpulver bzw Natron)… Das Rezept ist ohnehin eher für eine Apfeltarte ausgelegt, es wird ein recht flacher Kuchen, der sicherlich lauwarm am besten schmeckt. Beim nächsten Mal würde ich noch etwas Zimtpulver mit in den Teig geben, reiben würde ich die Äpfel nicht, es würde zu langweilig sein. Die Walnüsse geben dann noch einen leichten Crunch. Ist übrigens innerhalb von knapp 20 Minuten vorbereitet und damit echt speedtauglich.
Ich liebe Kapern, meistens landen die bei uns einfach so auf dem Tisch (dann als Stielkapern). Doch hier mal wieder einer der Klassiker der deutschen Küche, die Königsberger Klopse. Die werden eigentlich mit Kalbshack gemacht. Doch da ich an das bei mir daheim nur schwer herankomme, wollte ich es mal mit gemischtem Hack (je halb Schwein und Rind) versuchen. Mit der gehackten Sardelle darin ist es gar nicht so schlecht. Nicht ganz so fein und edel wie mit Kalbshack, aber kein schlechter Ersatz. Daher doch noch ein würdiger Eventteilnehmer.
Beim Grillen möchte ich auch gerne mal was vegetarisches essen. Hier gab es mal gegrillte Auberginenpäckchen, die mit Tomate und Mozzarella gefüllt werden. Ich habe mir die Vorbereitung mal wieder etwas vereinfacht, war trotzdem lecker und hat gut funktioniert. Es schmeckte allen genial lecker! Bei uns gab es die Päckchen schon als vegetarisches Grillgericht (dann 2-3 Päckchen je nach Hunger und Angebot planen), funktioniert genauso gut als gegrillte Beilage.
Meine beiden Mädels essen gerne Hähnchen, doch ich kaufe nicht immer die Hähnchenbrust, denn die Keulen sind superlecker und bleiben durch den Knochen beim Garen auch saftiger. Die Keulen hier bekommen eine superleckere Glasur, die die Haut ungemein aromatisch und knusprig werden lässt. Im Originalrezept wird dazu Dosenananas gereicht, ich habe frische verwendet. Reis passt unserer Meinung noch am besten dazu, einfach mal wieder genial lecker!
Ich hatte dieses Jahr ja schon Bärlauchbutter portioniert eingefroren. Dann wurden wir von den Patenonkeln der beiden Mädels zum Osteressen eingeladen, wozu es eine Bärlauchbutter à la Tim Mälzer gab. Die war richtig lecker, etwas runder, das Rezept (sprich das Kochbuch) hatte ich auch. Da ich dann letztes Wochenende zu viel Bärlauch eingekauft hatte (ein Bund wog 100g statt sonst 50) blieb nochmal was übrig, um nochmal Bärlauchbutter zu machen. Diese hier ist etwas milder, die Petersilie rundet es ab. Würzig und genial lecker, ebenfalls portioniert weggefroren für die Sommergrillabende, die hoffentlich kommen werden.
Eines meiner Essen, die ich nach einer langen Party immer gerne gegessen habe (ok, immer noch essen würde, sollte ich mal einen Babysitter finden, der auch bis mitten in der Nacht bleibt). Ich mag den Geschmack der leichten Säure und der Süße. Sogar meine Mädels lieben es sehr! Bei uns gibt es aus guter alter Traditition dazu Kartoffeln, wobei Bratkartoffeln auch wunderbar harmonieren. Ein perfektes Kateressen oder einfach nur so! Selbstgemacht jedes Mal ein Genuss, kein Verleich mit den gekauften Versionen. Wem der Matjes immer zu salzig ist, wässert ihn doch einfach vor, etwa 2 Stunden, dann ist er deutlich milder. Ich hoffe, ich habe hiermit das Thema von Fit und glücklich getroffen.
Wir wurden nach den guten Vorsätzen gefragt. Privat ist mein Leben mal wieder turbulent und der Jahreswechsel hat einige Veränderung mit sich gebracht. Kulinarisch möchte ich wieder mehr mit Fisch kochen. Schaut man in den aktuellen Fischratgeber vom WWF so hat man völlig unbedenklich eigentlich eine noch sehr gute Auswahl. Also habe ich mich mal an Karpfen versucht. An Karpfen blau habe ich aus meiner Kindheit keine sonderlich guten Erinnerungen, was auch am Fisch gelegen haben mag. Also sollte der gebraten werden und ich suchte mir ein recht altes Buch von Schuhbeck aus. Schon die Beschaffung der Zutaten stellte mich vor Probleme: Schweinenetz, unbestellbar bei meinem Metzger (entgegen der Ankündigung der Verkäuferin bei der Bestellung), der neuerdings nur noch seine Tiere an den Schlachthof liefern, aber nicht selber schlachten darf. Schweinenetz bekomme man nicht mehr. Da stand ich nun ich armer Tor, was tun? Weggelassen, Karpfen blau wollte ich nicht haben, für einen anderen Metzger reichte die Vorlaufzeit nicht mehr. So würde doch keiner mehr kochen *umpf* Nächstes Problem: die Gräte sollte von innen entfernt werden, das Ganze wäre also nur von dem nicht vorhandenen Schweinenetz zusammengehalten worden, ging also auch nicht. Also blieb die Gräte drin und der Fisch wurde selber ausgenommen, ganz klassisch. Das Rezept ist superlecker, aber ohne Schweinenetz klebte der Karpfen total in der Pfanne an, die Haut hing in Fetzen und das oben ist schon die schönere Seite… Wie auch immer, Fenchel und Fisch harmonieren prächtig, das Rezept selber ist sehr gut, aber irgendwie muss ich mir was einfallen lassen, wie das ohne Netz gehen kann. Hier also mein kulinarischer guter Vorsatz Nummer 1: mehr Fisch, bestands- und umweltverträglich in Form eines gebratenen Karpfens mit Fenchelkraut.
Das Thema des laufenden Gartenkochevents lachte mich total an, da ich Petersilienwurzeln echt schätze, ich mag diese leicht nussige, sehr aromatische Gemüse sehr. Ich würfele es gerne an das Gemüse von Brathähnchen oder Schmorgerichten, aber auch pur in verschiedenen Suppen, ich habe schon eine Version von Tim Mälzer und eine von Lea Linster getestet, wobei letztere mein absoluter Favorit war und geblieben ist. Die jetzt getestete klingt zwar gut, aber sie ist nicht so cremig, irgendwo zwischen Petersiliensuppe und Petersilienwurzelsuppe ohne die Vorteile der beiden zu verbinden. Ich habe schon mehr Petersilie rein, als im Rezept angegeben, aber es wurde lange nicht so grün wie auf dem Foto, obwohl ich echt lange püriert habe. Also: lecker, nicht schlecht, empfehle würde ich aber die ältere, leider nicht mehr Event-taugliche, weil schon lange im Archiv vorhandene Version von Lea Linster.

