Meine Große wollte wissen, wie denn so ganz früher die Marmelade immer eingekocht worden sei. Zucker und lange genug kochen, war meine Antwort. Meine Große wollte dann mithelfen und fühlte sich für die traditionelle Stachelbeer-Vanille-Konfitüre verantwortlich. Neben unseren Stachelbeeren wanderte noch 2 Vanilleschoten mit in den Topf. Rühren nicht vergessen. Das Foto im gewählten Buch hat mit dem Ergebnis nicht viel zu tun. Unsere ist mehr braun und in der Konsistenz sehr bei Honig. Dafür genial lecker, es geht definitiv auch ohne Chemie, sogar bei Stachelbeeren…
Kategorie: Rezepte
Wir haben mehrere schwarze Johannisbeer-Sträucher, weil ich schwarze Johannisbeeren so liebe. Doch dieses Jahr trugen sie fleißig, hier konnte gar nicht so schnell geerntet werden, wie alles reif wurde. Da meine Mädels und ich auf die alkoholfreien Cocktails gekommen sind, wollte ich noch einen alkoholfreien Crème de Cassis und nicht nur einen „langweiligen“ Johannisbeersirup machen. Hier kommt eine spannende geschmackliche Komponente durch mitgekochte Johannisbeerblätter (frisch vom Strauch) sowie Wacholderbeeren rein, die etwas von der Süße nehmen. Das mit dem dickflüssig einkochen habe ich wohl zu wörtlich genommen, es ist jetzt etwas dicklich. Auch war mit das mit dem trüb oder klar ziemlich egal und statt Mulltuch wurde die Flotte Lotte hervorgeholt. Schmeckt großartig, wenn es einfach mit alkoholfreiem Sekt aufgegossen wird.

Vermutlich schütteln die ersten Leser den Kopf, der Göttergatte sowieso. Aber ich hatte mir in den Kopf gesetzt, die Ernte eines unserer Schwarzen Johannisbeer-Stämmchen mal mit Pfirsichen einzukochen. Ich hatte das mal irgendwo gekostet und mir zum Nachbauen gemerkt. Ich hatte wunderbare Weinbergpfirsiche auf dem Markt bekommen, weil die nach einem Tag in der Hitze schon kleine Schönheitsfehler aufwiesen, bekam ich die günstiger. Ich habe dann die Johannisbeeren zu Pfirsich im Verhältnis 1:1 eingekocht. Dadurch gibt es eine wunderbar milden Johannisbeer-Pfirsich-Fruchtaufstrich. Viele mögen bei Johannisbeeren ja das leicht säuerliche nicht, das nimmt der Pfirsich hier komplett. Solltet Ihr den Pfirsich auch schmecken wollen empfehle ich 3 Teile Pfirsich auf 1 Teil Johannisbeeren. Wir fanden es genial lecker und wurde von meiner Familie zu einem der Favoriten des Jahres gekürt.
Weiter geht es mit den aktuell hergestellten sommerlichen Fruchtaufstrichen. Die Aprikosen sind sooo reif gewesen, etliches wurde vernascht und Aprikosenrahmkuchen wurde auch gebacken. Ein Teil der gekauften/ geretteten Schätze wandere in diesen Erdbeer-Aprikosen-Fruchtaufstrich. Erdbeeren und Aprikosen harmonieren perfekt. Da freut sich jedes Brötchen!
Diesen Fruchtaufstrich wünschten sich meine Mädels, da wir ihn schon vor Jahren gekocht hatten, damals schaffte er es aus unerfindlichen Gründen nicht auf den Blog, das wird hiermit nachgeholt. Ich habe 3:1-Zucker verwendet, meine Pektin-Versuche habe ich bei anhaltender Unzufriedenheit vorerst eingestellt. Der Erdbeer-Vanille-Fruchtaufstrich ist simpel, die Vanille unterstreicht ganz dezent die Erdbeere, einfach, schlicht und genial lecker!
Das große Kind brachte aus dem Schulacker Rote Bete mit nach Hause. Ein Rezept hatte es auch parat: Einen Rote-Bete-Salat mit Rucola und Krabben. Krabben waren da, Rucola auch, aber mit ganz roher Bete? Ich traue meinen Kindern ja viel zu, aber hier war ich skeptisch. Da meine Angewohnheit eigentlich jedes Rezept immer irgendwie zu (verschlimm)bessern, durften nach Rücksprache mit der Veranwortlichen, doch einige Änderungen vorgenommen werden. Die Roten Beten wurden wie vorgeschlagen dünn gehobelt, durften dann aber mit etwas Honig ganz kurz die Pfanne küssen, um leicht lauwarm und knackig aber eben doch etwas angegart zu sein. Enttäuscht war das Kind vom Dressing, wir Großen hingegen begeistert (Meerrettich gibt es bei uns sehr, sehr selten…). Die ersten extrem früh reifen Äpfel dieses Jahr bei der Hitze wanderten auch mit in den Salat, wurden auch kurz karamellisiert (wo die Pfanne schon warm und verwendet war…)
Ganz Deutschland stöhnt unter der Hitze. Da muss ich Euch einfach mal diesen wunderbar frischen Salat von Ottolenghi vorstellen. Denn alles, was wir im Sommer so brauchen, ist hier mit Wassermelone mit Feta vereint. Ok, ich musste wie immer improvisieren, weil meine Minze utopische Dimensionen annimmt. Schmeckt wunderbar erfrischend bei diesem heißen Wetter.
Dieses Jahr wollten die Bohnen trotz mehrfachem Stecken einfach nicht wachsen. Ob nun die Schnecken schneller waren oder ich ganze 3x (!) schlechtes Saatgut erwischt hatte, ich weiß es nicht. So freute sich die Kräuterfrau, dass ich auch mal Bohnen mitnahm. Superfood muss nicht immer exotisch sein. sie bringen Salze (Magnesium, Kalium, Kalzium), B-Vitamine und einen hohen Eiweißgehalt mit. Aber mit gesund alleine kann ich bei meiner Familie nicht punkten, also lecker sollte es auch schmecken. Ich habe mal wieder ein neues Rezept getestet. Die Bohnen mit Tomaten und Pinienkeren kamen bie beiden Mädels echt gut an, vor allem die Pinienkerne dazu geben allem noch eine feine Note und leckeren Kick. Da die eingekauften Tomaten von den Mädels einfach so gegssen wurden (dreist, Gemüse wurde gegessen, womit nur soll ich kochen?), griff ich am Sonntag auf Dosentomaten zurück.
Meine schlichten, unkomplizierten und vor allem schnelle Steak-Marinaden sind ja zu meinem Erstaunen noch gar nicht im Blog verewigt. Die Honig-Senf-Marinade rühre ich sehr gerne, denn sie passt eigentlich zu fast allem. Geradde auch zum Schweinenackensteak, das nicht nur wir gerne auf den Grill legen.
Ich hatte auf dem Markt den wunderbaren Erdbeeren nicht widerstehen können, der Göttergatte hatte unabhängig von mir auch Obst eingekauft und so war einfach zu viel im Haus. Die Mädels stimmten ab, Erdbeermarmelade, der Rest zum So-essen. Ich wollte mal was anderes und entschied mich für ein Erdbeer-Espesso-Fruchtaufstrich, einfach und lecker! Ich habe die Espresso-Bohnen nur mit Saft ziehen lassen. Es war vor dem Kochen schon sehr intensiv, was vielleicht auch an der Qualität der Espresso-Bohnen lag. Das könnt Ihr ja auch selber entscheiden. Es lohnt sich auf jeden Fall! Richtig gut und lecker!










