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Kategorie: Bücher

Sommerlektüre

Die Genussmousse hat aufgerufen, einige „normale“ Bücher für die Sommerlektüre vorzustellen. Aber gerne doch!! Hier also einige meiner absoluten Favoriten:

Terry Pratchett - Total verhext, Einfach göttlich

Ich oute mich jetzt: ich bin ein absoluter Fan der Scheibenwelt! Geschaffen wurde sie von Terry Pratchett. In dieser Welt mit ihren ganz eigenen Gesetzen leben sehr viele eigenwillige, liebenswerte, leicht schrullige Personen und um sie herum ganz viel Magie. Die Scheibenwelt ist eine Scheibe, die auf dem Rücken von 4 Elefanten ruht, die wiederum auf dem Rücken von Groß A´-Tuin stehen. Er oder sie wandert durch das Universum. In diesem Doppelband sind zwei herrlich geschriebene Romane vereint. In „Total verhext“ retten 3 Hexen (unschlagbar: Oma Wetterwachs!) ein Mädchen vor der Macht von Geschichten. Denn vielleicht möchte Aschenputtel den Prinzen ja gar nicht heiraten? In „Einfach göttlich“ ist Gott Om eine Schildkröte statt wie früher ein imposanter Stier. Gar nicht so einfach, in dieser Figur seine Gläubigen zu überzeugen, insbesondere, wenn nur noch einer so recht an ihn glauben mag… Wem diese Geschichten gefallen, findet in Rincewind, der Zauberer, dem unfähigsten Zauberer, der je über den Rand der Scheibenwelt gestürzt ist, vier wunderbare weitere Geschichten. Hier warten weitere wunderbare Charaktere, beispielsweise Zweiblum, der erste Tourist der Scheibenwelt.

Cornelia Funke - Tintenherz

Zuletzt las ich die Tintenherz-Trilogie. Diese Bücher sind echt nicht nur für Kinder geeignet. Meggie lebt mit ihrem Vater Mo, einem Buchbinder, glücklich inmitten alter Bücher bis eines Tages ein Unbekannter auftaucht. Ab geht es in ein phantastisches Abenteuer rund um die Macht der Wörter und die Kunst des Vorlesens, in der auch Meggies Mutter wieder erscheint. Verändern Geschichten die Akteure oder Akteure die Geschichten? Wer den ersten Band gelesen hat, muss die beiden Folgebände auch gelesen haben! Hier besteht echte Suchtgefahr.

Kochbuch: Gabriele Kurz – Natürlich gut essen

Gabriele Kurz - Natürlich gut essen

Ich mag die vegetarische Küche sehr, auch wenn der Göttergatte nichts gegen ein Stücklein Fleisch auf dem Teller einzuwenden hat. Gabriele Kurz ist ja mit eine der Vorreiterinnen der vegetarischen Küche. In ihrem Buch beschreibt sie auch immer wieder ihren (kulinarischen) Lebensweg, der sie aktuell nach Dubai geführt hat. Dadurch bekommt es eine sehr persönliche Note. Das Buch an sich besticht schon äußerlich: Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändel. Pro Doppelseite sind 1-2 Rezepte aufgeführt, jeweils mit großem Foto, die wirklich wunderschön und abwechslungsreich gestaltet sind. Die Zutatenliste ist übersichtlich am Rand gehalten, die Arbeitsanleitung untergliedert und gut nachvollziehbar. Ofentemperaturen sind nicht hervorgehoben, aber auf das Vorheizen wird an entsprechender Stelle im Rezept hingewiesen. Auch die ungefähre Zubereitungszeit sowie Back-, Kühl- oder Marinierzeit wird angegeben, wodurch das Rezept recht gut abgeschätzt werden kann. Häufig ist noch ein Tipp oder verschiedene Anregungen für gelingsicheres Zubereiten, eigene Herstellung von z.B. Sauerkraut in einem kleinen Kasten angegeben. Bei schwierigeren Zwischenschritten sind diese bebildert dargestellt.

Kochbuch: Tim Mälzer – Kochbuch

Tim Mälzer - Kochbuch

Das dritte Kochbuch von Tim Mälzer ist schon vom Umfang so dick, wie die beiden Vorgänger zusammen. Auf über 300 Seiten stellt er wieder eltiche Rezepte vor, die seinen typischen Stil widerspiegeln. Die Rezepte sind in aller Regel recht schnell und einfach nachvollziehbar und auch von Anfängern gut nachkochbar. Viele Rezepte sind abgewandelte Klassiker, aber auch neue Ideen werden vorgestellt. Die Rezepte haben allesamt eine übersichtliche Zutatenliste, die Arbeitsanleitung ist untergliedert und gut nachvollziehbar beschrieben. Tipps für das gelingsichere Nachkochen sind farblich hervorgehoben. Abgerundet werden die Rezepte durch wunderschöne, überwiegend großfomratige Fotos, die Appetit machen. Die sind in aller Regel ohne Schnickschnack arrangiert, so ähnlich kommt es vermutlich auch auf so manchen Familientisch.

Kochbuch: Tim Mälzer – Born to Cook

Tim Mälzer - Born to cook

Dieses Buch steht schon so lange in meinem Regal, ich habe eine ewige Liste mit Rezepten, die ich unbedingt nachkochen will, aber irgendwie kommt immer was dazwischen. Damit tue ich Tim Mälzer und seinem ersten Kochbuch allerdings Unrecht. Denn hier sind Klassiker genauso zu finden wie neue Ideen. Er mixt und variiert fröhlich, genauso wie die Rezepte seiner damaligen Kochshow bei V.O.X. war. Dabei ist alles recht unkompliziert zuzubereiten. Die Rezepte sind fast durchweg bebildert, wobei weniger auf die Deko geachtet wird, es ist eher so angerichtet, wie es man oder frau daheim hinbekommt. Häufig sind Hauptgericht und Beilage nebeneinander gestellt, so das langes Blättern wie in vielen anderen Kochbüchern entfällt.

Kochbuch: Compact – Steaks und Co

Steaks und Co

Ich bin mit einem absoluten Fleischliebhaber verheiratet. Er isst zwar auch gerne vegetarisch, aber wenn er die Wahl hat, darf gerne ein Stück Fleisch mit auf den Teller. Daher kann es bei uns im Regal gerne auch einige Bücher für leckere Fleischrezepte haben. Hier werden ausschließlich Rezepte für Kurzgebratenes vorgestellt, Schmorgerichte fehlen, so dass sich die Zubereitungszeit insgesamt eher in überschaubaren Grenzen hält. Die Rezepte selbst sind geordnet nach Fleischsorte, also Rind und Kalb, Schwein, Lamm Geflügel und Wild. Zusätzlich gibt es noch einige Beilagentipps wie Chutneys oder Gemüsebeilagen.

Kochbuch: Besser Kochen mit Jamie Oliver

Besser kochen mit Jamie Oliver

Schon länger steht dieser Kochbuchschatz in meinem Regal und fristet ein völlig vernachlässigtes Dasein – komplett zu Unrecht!! Denn ich mag die unkomplizierte Art von Jamie Oliver. Er stellt die Produkte in den Mittelpunkt, kombiniert gerne ungewöhnlich, aber immer so, dass die Zutaten toll harmonieren. Dabei wenig Schnickschnack drumrum, zwar appetitlich anrichten, aber keine Gemälde erzeugen, ehe der Gaumen auf seine kosten kommt. In diesem Buch legt er seinen Schwerpunkt auf die Grundlagen des Kochens, viele Grundrezepte, meist mit simplen und überall erhältlichen Zutaten. Schon der Beginn des ersten Kapitels Salate verspricht viel. Zunächst werden verschiedene Salate vorgestellt, in Gruppen zusammengefasst, leider ohne Bild. Dann die Grundlagen des Dressings mit den Hauptzutaten und Tipps, wie man das Dressing immer nochmal retten kann. Es folgt eine Doppelseite mit verschiedenen Dressingvarianten, Mayonnaise-Herstellung mit Step-by-Step-Fotos gefolgt von verschiedenen Grundrezepten ehe unterschiedliche Varianten von Salaten vorgestellt werden. Ähnlich sind die anderen Kapitel (Pasta, Gnocchi und Risotto; Fleisch; Fisch und Meeresfrüchte; Gemüse; Desserts; Dies und Das) gegliedert. Bei Fleischrezepten werden diese nach den Tieren geordnet und z.B. den Rezepten mit Schweinefleisch eine Übersicht vorangestellt, wo welcher Teil im Tier liegt, wofür er geeignet ist. Auch bei den Gemüsen greift er sich einige heraus, die er vorstellt und unterschiedlich zubereitet.

Kochbuch: Christian Rach – Das Kochgesetzbuch

Christian Rach - Das Kochgesetzbuch

Es ist ja nicht so, dass frau sich keine neuen Kochbücher gönnt. Ich mag Christian Rach und seine Art zu kochen und als das Buch herauskam, landete es auch recht schnell in meinem Bücherregal. Doch irgendwie kam ich nicht zum Nachkochen. Doch erstmal zum Buch an sich: als studierter Mathematiker (und Philosoph) zeigt Christian Rach Gesetzmäßigkeiten des Kochens auf. In anderen Kochbüchern werden diese Gesetze als Tricks oder Tipps tituliert (Mathematiker lieben Gesetze…). Doch hier findet sich einfach ein schön strukturiertes Kochbuch. Anhand von 160 Rezepten werden verschiedene Grundregeln, Hintergründe und Kniffe erklärt. Tipps, warum etwas so gelingt und anders eben nicht. Mir zum Beispiel war völlig neu, dass die Konsistenz der Mousse au chocolat abhängig ist, vom Kakaoanteil der verwendeten Schokolade, daher weiße Mousse au chocolat auch Gelatine oder Agar Agar benötigt, um fest zu werden. Aber wo ist das zweite versprochene Mousse-Rezept, das im Vorspann dazu erwähnt wird? Oder bezieht es sich auf die Maracuja-Sauce, die er dazu empfiehlt?

Kochbuch: Essen und Trinken Für jeden Tag – 365 Rezepte

Jetzt folgt eine Buchbesprechung, die als Werbung verstanden werden könnte:

Essen und Trinken für jeden Tag - 365 Rezepte

Mal wieder ein Kochbuch, das schon ewig in meinem Regal steht. Hier finden sich etliche leckere Rezepte aus der gleichnamigen Zeitschrift. Die Rezepte sind nach Monaten sortiert und dadurch saisonal immer passend. Innerhalb der Monate sind die Rezepte leider nicht nach der Menufolge sortiert. Die Rezepte sind überwiegend nette Variationen bekannter Rezepte. Meistens jedoch sind diese recht schnell zubereitet, was jedoch auch durch den Einsatz von Convenience-Produkten erreicht wird (Flocken für Kartoffelpuree zum Binden von Suppen), doch das kann man ja verändern.

Kochbuch: Alfredissimo – Aus dem Ofen

Alfredissimo - Aus dem Ofen: Auflauf, Quiche & Co

Das Buch steht schon ewig in meinem Regal, irgendwie nehme ich doch momentan immer die gleichen Bücher in die Hand. Ich muss einfach die Regale umräumen, damit ich für die Kochbücher nicht immer aus der Küche in ein anderes Zimmer laufen muss. Doch jetzt zum Buch: Ich bin zwar kein Fan von Alfredissimo, aber das Buch überzeugt. Die Rezepte sind nach Vorspeisen, Quiche, Brot, etc, Hauptgerichte (unterteilt in Vegetarisch, Geflügel, Fleisch, Fisch) sowie Desserts untergliedert. Das Inhaltsverzeichnis listet die Rezepte nur nach Namen auf, wenn man eine bestimmte Zutat verwenden möchte, muss man das Buch durchblättern (wenn nicht gerade im Titel versteckt). Das Buch ist mit kleinen Zeichnungen von Zutaten versehen, aber leider fehlen Fotos vom Ergebnis völlig. Dafür ist die Zutatenliste übersichtlich am Rand und auch die Arbeitsanleitung ist übersichtlich und gut verständlich. Gut für Anfänger: das Vorheizen des Ofens wird explizit erwähnt.

Backbuch: Dr. Oetker – Pizza, Quiche, Tarte

Dr. Oetker - Pizza, Quiche, Tarte

Noch ein Buch über Quiches und Co. Dieses Büchlein mit Softcover ist in vier Kapitel unterteilt. Im ersten Kapitel werden die unterschiedlichsten Pizza-Rezepte vorgestellt. Das ist für mich etwas überflüsig, da die Böden der unterschiedlichen Rezepte immer gleich sind, Beläge kann ich auch alleine variieren. Die anderen drei Kapitel widmen sich zunächst den Gemüsekuchen, dann Quiches und Tartes und zuletzt Pies und Pasteten. Hier wird eine schöne Rezeptvielfalt vorgestellt mit wirklich leckeren und unterschiedlichen Rezepten.