Kennt Ihr das? Ihr geht auf den Markt, habt noch keinen konkreten Essensplan. Dann entdeckt Ihr dieses und jenes, am Schluss ist der Korb randvoll (ok, 1-2 Tüten voll können noch dazu kommen). Dann daheim wird aus der „Beute“ Gerichte zusammen gestellt. Hier habe ich mich von einem Rezept für Pastinaken-Gratin improvisieren lassen und alles in der Küchenmaschine geraspelt. Wunderbares Rezept, auch wenn wir es ziemlich frei interpretiert haben. Alles Wurzelgemüse kann hier wunderbar verwendet werden. Wer mag, mischt noch Karotten unter, dann ist es etwas bunter. Ich gebe Euch mal meine Verhältnisse an, die aber absolut durch meine Markteinkäufe bedingt ist.
Kategorie: Rezepte
Unser Gemüsefach war voll, doch wir wollten in Urlaub fahren. Also wurde der ganze Vorrat an Gemüse in eine Lasagne gepackt. Hier lässt sich wunderbar ganz viel Gemüse verstecken. Ich brate immer das Hack vorab an, lege es beiseite, mache dann im gleichen Topf eine Tomatensauce, in die ich ganz viel Gemüse packe. Damit das meine Kinder nicht so mitbekommen (es darf beim Essen einfach nicht erkennbar sein, sie wissen, was alles drin ist, sie kochen ja schließlich mit). Danach wird dann wieder das Hack mit in die Sauce gegeben und daraus dann eine Lasagne geschichtet. Meine Mädels lieben es, unsere Gäste auch. Nur die Pilze durften erkennbar bleiben. Lasst Euch von der Zutatenliste nicht abschrecken, vieles ist immer da, ich habe es nur nach den Arbeitsschritten sortiert aufgeführt, dadurch wird es etwas länger.
Bei uns gibt es oft noch Gemüse, die am Ende der Woche unbedingt verkocht werden möchten. Da ich immer samstags auf den Markt gehe, sind die oft nicht mehr ganz taufrisch. Aber auch Paprikaschoten mit kleinen Dellen oder Lauch, der nicht mehr superfrisch ist, lässt sich leckeres kochen. Ich habe hier für uns beide ein schnelles Pasta-Gericht improvisiert. Hier könnt Ihr natürlich auch mit anderen Gemüsen oder Gewürzen variieren.
Bei uns gibt es regelmäßig Hähnchenkeulen, die wir immer auf Gemüse betten. So kommt gemütliches Essen auf den Tisch, das viel Gemüse für uns alle mitbringt. Außerdem lieben wir die Hähnchenkeulen, wir brauchen gar kein Hähnchenbrustfilet. Am Knochen gegart wird es viel saftiger.
Unsere Mädels lieben Aioli oder Knoblauchsauce, wie sie es immer nennen. Also zeige ich Euch gleich noch eine Abwandlung der Mayonnaise. Von der kann man ganz einfach mehr machen und ist dann ganz schnell bei einer Vielzahl von Dips. Ich habe Euch mal meine Version angegeben, für die klassische Version einfach auf die Kräuter verzichten.
Einige der am häufigsten mitgebrachten Grillsaucen bei uns ist immer die Cocktail Sauce. Doch die muss weder man noch frau einkaufen, die geht ganz schnell selbst gemacht. Vor allem, wenn man schon eine Mayonnaise angesetzt hat.
Wir essen ja ab und an gerne mal Mayonnaise. Leider ist es ein unfotogenes Rezept. Aber es gehört einfach auch mal auf meine Seite. Also so, wie ich es schnell selber rühren kann. Das Geheimnis: alle Zutaten etwa 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank räumen. Alles sollte gleichmäßig zimmerwarm sein. Dann gerinnt die Mayo auch nicht. Wenn Ihr dann noch einen Pürierstab Euer Eigen nennt, kann nichts mehr schief gehen. Schmeckt, auch wenn ich es Euch jetzt nicht superduper schicki darstelle. Einfach lecker – nachkochen.
Wenn die kleine Schwester mal nicht mitisst (weil sie mit Freunden unterwegs ist) und die Große zufällig daheim, wird im Winter regelhaft Miesmuscheln gewünscht. Da sie die auch beim Einkaufen höchst selbst in den Einkaufswagen legte, stand dem nichts entgegen. Sie wollte mal wieder eine Version mit Nudeln, da kam mir das Rezept für Spaghetti mit Miesmuscheln nach Eckart Witzigmann gerade recht. Schmeckte uns allen perfekt, nur leider war die Sauce viel zu flüssig, weil ich jahreszeitenbedingt lieber auf Dosentomaten zurück gegriffen habe (gelbe). Da wurde die Sauce eben noch etwas eingekocht, nachdem ich die Muscheln raus gefischt hatte. Alle glücklich, was kann Pasta mehr? Außerdem gibt es doch nichts schöneres, als gemeinsam Muscheln zu essen, Pasta dabei und ein leckerer Wein. Wer es feiner mag und beim Tisch nicht die Muscheln aus den Schalen klauben möchte, löst das Fleisch aus, ehe er es wieder unter die Sauce mischt.
Der Göttergatte liebt Aufläufe, die er aktuell recht wenig bekommt. Also habe ich ihn an einem Regensonntag glücklich gemacht und mit dem Gemüse, das ich am letzten Samstag auf dem Markt eingekauft hatte, einen winterlichen Rosenkohl-Hack-Auflauf mit Kartoffeln gezaubert. Im Prinzipg wird alles einfach klein geschnitten und dann in einer Pfanne angebraten. Zuletzt mit einem Eierguss übergossen und der Rest erledigt der Ofen. Entspanntes Kochen, da alles wunderbar vorbereitet werden kann. Hier können auch übrig gebliebener Rosenkohl und Kartoffeln vom Vortag verwendet werden, dann einfach beides zum krümeligen Hack geben und alles untemrischen. Wer rohes Gemüse verwendet, sollte alles lieber feiner würfeln, wenn er es nicht so knackig mag oder die Garzeit verlängern.
Wenn die Mädels Pasta möchten, ist die Sauce oft variabel. Sie lassen sich dann auch auf Dinge ein, die sie sonst nicht unbedingt probieren würden. So auch hier mit Räuchertofu und Chicorée in einer Weißwein-Sahne-Sauce. Die Vollkornspaghetti essen sie inzwischen richtig gerne. Meine Große war von den Vollkornspaghetti mit Chicorée und Räuchertofu richtig begeistert. Die Kleine ist hartnäckiger Tofu-Verächter. Die Schüssel war am Schluss trotzdem komplett leer…

