Am Wochenende wurde bei uns mal wieder gegrillt. Das Essen war natürlich adäquat zum Genial-lecker-Geburtstag. Es gab eines unserer neuen Standard-Rezepte, das insbesondere meine Mädels absolut lieben. Für die Vorbereitung ist es extrem dankbar, da nur die Marinade aus Joghurt, Honig, Olivenöl, Salz, Knoblauch und Coriander angerührt werden muss. Im Originalrezept ist frischer Coriander vorgesehen. Das kam bei meiner Familie irgendwie nicht so gut an, dafür etwas gemahlene Coriandersamen zur Marinade gegeben. So lieben es meine Mädels sehr, nicht nur die. Denn die Hähnchenspieße sind unsere all-time genial leckeren gegrillte Hähnchenspieße. Die Hähnchenspieße sind so lecker, die brauchen gar keinen Dip. Da der bei uns doch benötigt wird, habe ich auch einfach schon mal die doppelte Menge Marinade angerührt, die Hälfte zum Marinieren verwendet, den Rest separat kühl gestellt und hinterher dazu serviert. Die Marinade schmeckt auch mit Chicken-Wings, einfach umwerfend! Wir empfehlen dazu den gegrillten grünen Spargel, harmoniert wunderbar dazu! Richtig lecker, also ein würdiger Beitrag zum DKduW.
Kategorie: Hauptgerichte
Bei uns gab es an Ostern eine klassische Lammkeule nach einem französischen Rezept, das unsere Freunde für uns kochten. Sie griffen dafür auf ein altes, französisches Rezept zurück. Das hatten sie zuletzt vor Jahren getestet und (zu Recht) in guter Erinnerung. Da ich zu den armen Menschen gehöre, die über die Feiertage arbeiten dürfen, konnte ich mich nach Feierabend an den Tisch setzen. Begeistert waren wir richtig von der Kombination, dazu dann einen Roten Barrique-Fass-gereift, ein würdiges Osterschlemmermahl! Vielen Dank fürs leckere Kochen!!
Ich hatte im Vorfeld eine Anfrage von neuseelandlamm.de bekommen, ob ich ihre Lammkeule einmal testen möchte. Eigentlich bin ich ja mehr ein regionaler Fan, aber ich hatte so viel Schwärmerei über neuseeländisches Lammfleisch gehört, dass ich gerne zustimmte. Das Fleisch kam prompt, eingeschweisst und gut gekühlt zu uns. Die Qualität ist super, aber ob es die Reise um die Welt wert ist? Ich werde auch in Zukunft wohl wieder das Fleisch möglichst regional und bei meinem Metzger kaufen. Der führt zwar kein Bio-Fleisch, aber Fleisch aus vernünftiger, regionaler Haltung. Es wurde übrigens auch bei Cucina casalinga und Anke getestet.
Bei uns wird nach wie vor gekocht, doch ich komme (arbeitsbedingt) nur noch zu wenig. Da meine Familie Vorrang hat, ist hier etwas Ebbe. Die Miesmuscheln hatte ich schon vor einiger Zeit für meinen Göttergatten gekocht, doch sie passen ganz wunderbar zum laufenden Kochevent, das dieses Mal von Edekaner ausgerichtet wird. Bei den Miesmuscheln habe ich auf die schon getestete Qualität zurückgegriffen. Wir haben es beide extrem genossen. Insgesamt sind 1,5 kg mit dem erwarteten Ausschuss von ca. 50% für 2 Personen als alleiniges Essen ziemlich üppig, würde auch für 3 reichen. Das zuerst getestete Rezept ist allerdings etwas würziger und für unser Empfinden etwas besser. Doch es passt ganz wunderbar ins laufende Thema und ist damit mein Beitrag zu diesem leckeren Thema!
Ich habe ja erst vor einigen Jahren die Schwarzwurzel kennen gelernt und am Anfang haben wir richtig gefremdelt. Denn ich brauchte etwas, bis ich das alles raushatte. Der Putzaufwand ist insbesondere im Vergleich mit anderen Gemüsen doch etwas erhöht und mit etwas mehr Sorgfalt verbunden, denn die Flecken sind gemein und hartnäckig. Als ich jetzt einige Schwarzwurzeln in der Biokiste hatte, habe ich mir auf dem Markt noch einige nachgekauft und die abends für den Göttergatten und mich gekocht. Ich hatte mir dafür ein Rezept von Tim Mälzer ausgesucht. Dort sind die cremigen Schwarzwurzeln als Beilage zu einem Hackbraten. Ich wollte es jedoch eigenständig essen, also habe ich das Rezept abgewandelt. Tim Mälzer macht sie in einer einfachen Mehlschwitze, das war mir etwas zu fad, insbesondere fehlte etwas Säure. Dazu gab es dann einfach Flusskrebsschwänze, richtig lecker, passte toll, einfach Pellkartoffeln dazu – genial lecker! Echt empfehlenswert, ein gutes Einstiegsrezept für Schwarzwurzeln.
Unser Valentinsessen wurde vorverlegt, da ich heute lange arbeiten muss. Also kann ich Euch das Essen schon heute früh vorstellen: Ich hatte für meinen Göttergatten mal wieder gekocht, in aller Ruhe, die Mädels schliefen schon nach einem wunderschönen und ereignisreichen Samstag. Als Vorspeise habe ich Putenleberstreifen auf Feldsalat serviert, während die Kaninchenkeulen schon im Ofen schmorten. Dafür hatte ich Rote Beten in Streifen geschnitten und mit Zwiebeln abgelöscht. Die Lavendleblüten harmonierten schön, die Sauce aus Rotwein und Sherry passte wunderbar zum Kaninchen. War mal wieder genial lecker, auch optisch richtig schön. Der Göttergatte war begeistert. Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Valentinstag mit Eurem Liebsten!
Bei meinem Metzger lag ein verführerisch aussehendes Stück Tafelspitz, diesen Klassiker der deutschen Küche hatte ich (weia) noch nie selber gekocht, wurde also mal Zeit. Ich nahm dann wieder eines meiner Standardbücher in die Hand. Die Zubereitung an sich ist einfach, frau braucht einfach nur etwas Geduld zu haben. Die wird mir nicht immer nachgesagt, aber ich bin ja lernfähig… Das Fleisch war auf jeden Fall butterzart, perfekt, ein genial leckeres Essen, zu dem es gar nicht so viel braucht! Allerdings ist bei einem so puristischen Braten die Qualität des Fleisches absolut entscheidend, es muss wirklich gut abgehangen sein. Macht es lieber ganz selten und dafür beim Metzger und nicht im Supermarkt holen, denn dann ist es auch richtig abgehangen, dort wird es auch küchenfertig vorbereitet. Für meine Mädels war es allerdings nichts, für Rindfleisch lassen sie sich nur in gehackter Form begeistern.
Wir wurden nach den guten Vorsätzen gefragt. Privat ist mein Leben mal wieder turbulent und der Jahreswechsel hat einige Veränderung mit sich gebracht. Kulinarisch möchte ich wieder mehr mit Fisch kochen. Schaut man in den aktuellen Fischratgeber vom WWF so hat man völlig unbedenklich eigentlich eine noch sehr gute Auswahl. Also habe ich mich mal an Karpfen versucht. An Karpfen blau habe ich aus meiner Kindheit keine sonderlich guten Erinnerungen, was auch am Fisch gelegen haben mag. Also sollte der gebraten werden und ich suchte mir ein recht altes Buch von Schuhbeck aus. Schon die Beschaffung der Zutaten stellte mich vor Probleme: Schweinenetz, unbestellbar bei meinem Metzger (entgegen der Ankündigung der Verkäuferin bei der Bestellung), der neuerdings nur noch seine Tiere an den Schlachthof liefern, aber nicht selber schlachten darf. Schweinenetz bekomme man nicht mehr. Da stand ich nun ich armer Tor, was tun? Weggelassen, Karpfen blau wollte ich nicht haben, für einen anderen Metzger reichte die Vorlaufzeit nicht mehr. So würde doch keiner mehr kochen *umpf* Nächstes Problem: die Gräte sollte von innen entfernt werden, das Ganze wäre also nur von dem nicht vorhandenen Schweinenetz zusammengehalten worden, ging also auch nicht. Also blieb die Gräte drin und der Fisch wurde selber ausgenommen, ganz klassisch. Das Rezept ist superlecker, aber ohne Schweinenetz klebte der Karpfen total in der Pfanne an, die Haut hing in Fetzen und das oben ist schon die schönere Seite… Wie auch immer, Fenchel und Fisch harmonieren prächtig, das Rezept selber ist sehr gut, aber irgendwie muss ich mir was einfallen lassen, wie das ohne Netz gehen kann. Hier also mein kulinarischer guter Vorsatz Nummer 1: mehr Fisch, bestands- und umweltverträglich in Form eines gebratenen Karpfens mit Fenchelkraut.
Unser Hauptgang im Weihnachtsmenu stand fest, als mein Nachbar mir einen wundervollen Rücken vom Rehkalb mitbrachte. Ich schmökerte ein wenig in meinen Büchern und stolperte über ein Rezept für einen Hirschkalbsrücken. Der sollte allerdings ausgelöst werden, die Knochen vermutlich für einen Wildfond verwendet werden. Ich habe also das Rezept etwas abgewandelt. Das Fleisch wurde wie geplant eingelegt und über 2 Tage mariniert, doch dann am Knochen gelassen und für längere Zeit im Ofen gegart. Dann habe ich von der Sudflüssigkeit etwas abgenommen und daraus die Sauce gezogen. Das Fleisch war zwar perfekt, aber für mitessende Kinder etwas zu blutig, daher habe ich es nochmal kurz in der Pfanne angebraten, bis es nur noch leicht rosa aber nicht mehr blutig war. Die Maronenpolenta harmoniert ganz wunderbar, ein kulinarischer Höhepunkt unseres diesjährigen Weinachtsmenus. Sogar unsere beiden Mädels waren begeistert, Fleisch, Sauce und Polenta kamen richtig gut an.
Ich liebe Brathähnchen, Hähnchen, die im ganzen zubereitet werden, sind einfach saftiger, als die ausgelösten Einzelteile. Wir wollten mal wieder mit Freunden kochen und ich schlug dieses Rezept vor. An Brathähnchen schätze ich einfach, dass sie so wunderbar vorbereitet werden können, so auch dieses hier. Bietet sich perfekt für die Feiertage an. Würzig, fruchtig, die Kinder liebten es sehr, war genial lecker!! Allerdings war es etwas trocken, es fehlte die Flüssigkeit, um die Kartoffeln zu garen, vielleicht auch, weil wir die geschält hatten. Wir haben einfach gegen Ende etwas Apfelsaft angegossen, auch Weißwein wäre eine gute Alternative. Für uns war das die einzige Änderung und wir würden es auch nur mit etwas Flüssigkeit wiederholen. Aber so dann perfekt lecker! Auf dem Teller sah es dann so aus:
Dieses Jahr darf ich auch wieder ein Türchen des Kulinarischen Adventskalenders öffnen. Auch dieses Jahr gibt es für fleißige Leser tolle Preise zu gewinnen. Ich wollte mir selber einen Gefallen tun, denn in Schwangerschaften und Stillzeiten sollte ich ja nicht so viel Innereien, insbesondere Leber essen. Ein Nachbar von uns ist Jäger und brachte uns eine Rehleber mit, die wollte ich in einer winterlichen Kombination genießen. Ich hatte gestöbert und ein Rezept gefunden, das eigentlich für Kalbsleber gedacht ist, aber auch mit der Rehleber ganz wunderbar harmoniert. Es lässt sich sehr gut vorbereiten. Die Kombination von Wildgeschmack und Leber hat uns echt verblüfft, hatte ich noch nie gegessen und kam bei allen gut an. Leider habe ich für das Foto etwas lange gebraucht, dadurch hat der Radicchio etwas von seiner Farbe verloren. Es kommt leider nicht so raus, aber es gibt auf dem Teller ein kleines Gemälde, wirklich wunderschön und genial lecker. Ein schönes Gericht für den 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag. Wer es im Original nachkochen möchte, nimmt Kalbsleber und Kalbsfond, das waren meine einzigen Änderungen.

