Bei uns gab es passend zum laufenden Garten-Koch-Event einen tollen, fruchtigen Salat. Die Idee bekam ich hustend irgendwo im Morgenmagazin. Das Rezept selber habe ich dann nicht wieder gesucht, sondern einfach die Kombi übernommen. Ich habe eine relativ süße Vinaigrette gemischt, reifer Pfirsich, dazu würziger Rucola aus der Biokiste und Ziegengouda harmonieren wunderbar. Was ich am Ziegengouda so schätze: er schmeckt auch den Mitessern, die eher keinen Ziegenkäse mögen. Er ist etwas milder, insbesondere wenn man jüngeren einkauft. Den bekommt man dann auch im gut sortierten Supermarkt und muss noch nicht mal in den Käseladen gehen. Ein schöner, fruchtiger Sommersalat, der allen gut schmeckte. Kann ich allen nur empfehlen, lohnt sich auf jeden Fall! Nur meine Kinder fanden ihn nicht so toll, den „Blättern“ können sie noch nicht so viel abgewinnen, sie nehmen dann lieber Gurke oder Tomaten pur.
Jahr: 2011
Was an den Waffeln jetzt genau dänisch sein soll, kann ich gar nicht sagen, aber lecker sind sie wirklich. Denn der im Teig versteckte Kardamom und Ingwer machen es etwas frischer und würziger. Kind Nr. 1 hat Naturfrischkäse dazu gegessen, Kind Nr. 2 bevorzugte Kirschmarmelade. War beides richtig gut. Die Konsistenz des Teiges ist für ein Herzwaffeleisen optimal, nur leider ist meines derzeit kaputt, immerhin habe ich mir schon den Nachfolger ausgesucht, jetzt muss ich nur noch irgendwann einkaufen gehen, wenn die blöde Husterei irgendwann aufhört.
Ich habe für unsere Hühnerbrühe noch Eierstich als Einlage gemacht. Die Große wollte dabei allerdings „eckiges Ei“, wie im Kindergarten. Dort wird statt Rührei auch gerne mal hartgekochte Eier gewürfelt. Aber hartgekochte Eier in meine Suppe – nein! Aber da war doch mal was? In der schwäbischen Hochzeitssuppe ist oft auch Eierstich (neben kleinen Maultäschle, Markklöschen und meist noch Flädle) enthalten. Im Schulkochbuch fand ich das etwas antiquierte Rezept. Allerdings funktionierte es nicht so richtig gut. Denn es wurde vorgeschlagen, noch etwas Kräuter und/oder Käse unter die Masse zu mischen. Diese setzten sich allerdings alle oben ab. Die Menge stockte dann auch in der geplanten Zeit, stürzen war kein Problem. Kind wollte dann aber doch lieber die Backerbsen essen, so wurde der meiste Eierstich dann eingefroren, hoffe, dass er mir das nicht übelnimmt. Nicht schlecht zumindest, relativ simpel. Nicht die modernste Küche, dafür klassisch und lecker! Das nächste Mal würde ich nur ganz wenig Parmesan unterrühren und die Petersilie weglassen.
Ich bin Euch noch schuldig, was aus dem Suppenhuhn wurde, aus dem ich die Hühnerbrühe gemacht hatte. Denn ich bin viel zu schwäbisch, um das dann zu verwerfen. Da die Mädels keine Fleischeinlage mochten, habe ich das Huhn auskühlen lassen und dann ausgelöst. Neben einem klassischen Geflügelsalat (Rezept folgt) gab es dann bei >30°C diesen Hähnchensalat mit Gurke (also dieses Rezept reloaded), ich finde ihn etwas asiatisch inspiriert. Meine Große war total begeistert, ich habe extra für sie noch etwas Mais dazugegeben, das passt wunderbar, ohne ist es etwas unrund. „Mmmh, das schmeckt, Mama!“, war der Kommentar, die komplette Schüssel war leer. Ein schönes, schnelles Gericht und die ideale Resteverwertung.
Schon vor einiger Zeit habe ich zum Grillen mit Freunden diese Bananen im Speckmantel vorbereitet und dort mit auf den Grill gelegt. Die waren schneller weg, als ich Fotos machen konnte. Das will echt was heißen, weil jedeR in meinem Freundeskreis meinen Spleen kennt, immer erst alle Teller knipsen zu müssen. Kurz gesagt: umwerfend genial lecker!! Richtig gut! Wir haben sie auf der Aluschale vorgegerillt, bis der Speck etwas geschrumpft war, sich nicht mehr löste und dann auf dem Rost nochmal knusprig von allen Seiten Farbe nehmen lassen. Dann im Mund: knuspriger, würziger Speck, weiche, süße Banane und dazwischen dann der eingelegte grüne Pfeffer, der schöne Akzente setzt. Passt zu Fisch und besonders zu Steak richtig gut! Kann ich nur allerwärmstens empfehlen. Ist genauso schnell vorbereitet wie Datteln im Speckmantel, dabei etwas neues und mindestens genauso lecker, ist ab sofort unsere Lieblingsbeilage vom Grill! Passend also zum laufenden Event!
Wir grillen im Sommer ja gerne. Dabei nutze ich das Büchlein wirklich gerne, was insbesondere durch sein tollles Preis-Leistungs-Verhältnis punkten kann. Hier findet sich für JedeN etwas. Dabei steht alles unter der Idee der Jungen Küche. Unterteilt ist es in 6 Kapitel: Gemüse, Fleisch, Seafood, Früchte jeweils vom Grill, Salate & Beilagen. Das Kapitel Extras unterteilt sich in Dips, Marinaden und Bowlen & Drinks, es ist über das Ganze Buch zwischen den anderen Kapiteln verteilt. Schön finde ich, dass das Cover ein eigenständiges Rezept ist, was auf Seite 3 erstmal vorgestellt wird. Eine Dopplseite enthält meist ein großformatiges Foto und 2-4 Rezepte, von denen aber meist nur eines mit Foto abgebildet ist. Dafür hat jedes Rezept noch ein Schlagwort wir fruchtig, pikant oder eben Abb, wenn Foto vorhanden. Das Kapiteln mit den Salaten finde ich persönlich überflüssig, die Ideen hole ich mir in einem Salat-Kochbuch, doch für Kochanfänger sind hier nette Ideen zusammengestellt.
Auch hier wurde es richtig heiss, krankes Kind Nr. 1 wünschte sich was süßes zum Mittagessen, krankes Kind Nr. 2 mag keine Süßspeisen als Mittagessen (außer Waffeln). Also süß, ohne zu süß zu sein. Da fielen mir die restlichen Sauerkirschen am Baum ein. Die wurden dann passend zum heißen Wetter vom Baum gepflückt und in einem Auflauf veredelt. Die Große war ganz begeistert, denn ihr Lieblingsgewürz Vanille war dabei, eine Biozitrone wurde auch verarbeitet. Das Rezept eignet sich hervorragend, um es mit Kindern zu kochen, auch Krischen entsteinen kommt bei meinen Kindern gut an. Der Auflauf kommt dann weiß und fluffig mit roten Punkten aus dem Ofen. So schmeckten sogar die Sauerkirschen meinen Kindern, die sie sonst nur in Form von Marmelade mochten, „mjam“ der Kommentar der Tochter Nr. 2 (lecker kann sie noch nicht sagen). Da er so schön und bunt aus dem Ofen kommt, passt er noch hervorragend in das Thema des laufenden Kochevents.
Uns hat es richtig erwischt, mich eine Lungenentzündung, die Große eine Angina, die Kleine Mitleidserkältung. Wir bemitleiden uns gegenseitig und machen kollektiven Mittagsschlaf. Ich wusste gar nicht mehr, wie mies und krank man sich fühlen kann. Da helfen neben Antibiotika, tonnenweise Taschentüchern, Lutschbonbons und Kräutertee nur noch weitere Hausmittel, so auch die selbstgemachte Hühnerbrühe, die einfach immer hilft, wenn es einen so richtig erwischt hat. Wurde also bei 25°C bei uns heute zu Mittag gegessen. Die Kleine wollte Backerbsen dazu, gleich 3 Schüsseln wurden genossen. Schmeckte nicht nur richtig lecker, der Mittagsschlaf war gleich wieder richtig ausgedehnt. Hoffen wir, dass es auch hilft… Die Idee mit den getrockneten Pilzen habe ich beim Schmökern bei Meister Schuhbeck entdeckt, hatte ich bisher nicht an Hühnerbrühe gegeben, passt aber richtig gut! Kann ich echt empfehlen.
Ich stolperte bei Küchenlatein über das Rezept für Erdbeer-Rhabarbereis, das wurde dann im Juni gleich mehrmals nachgemacht, nur mit dem bloggen hänge ich mal wieder. Die Kinder waren mehr als begeistert, richtig lecker, nicht zu süß, erfrischend durch den Rhabarber. Die ergatterten Erdbeeren, bzw. die von meinen Kindern übrig gelassenen Erdbeeren waren leider nicht ganz so süß, daher habe ich die Zuckermenge verdoppelt. Aber richtig lecker! Rechtzeitig zum Ende der Rhabarberzeit entdeckten meine Kinder ihre Vorliebe, hoffentlich erinnern sie sich nächstes Jahr noch daran!
Das Rezept klang farbenfroh, insbesondere aber spannend. Es war außerdem eine perfekte Resteverwertung für den mit viel Ziegenkäse selbstgemachten Rahmspinat. Im Originalrezept ist TK-Rahmspinat vorgesehen, der wäre aber wohl etwas zu lack. Denn der Ziegenkäse im Rahmspinat macht das Ganze erst so richtig interessant. Ich würde es beim nächsten Mal mit einem kleinen bunten Salat als Vorspeise servieren. Alle Mitesser waren erst sehr skeptisch, aber sie wurden rasch überzeugt. Es ist mal etwas anderes, weil man Eis ja eher süß erwartet, aber es ist mehr, als einfach nur TK-Rahmspinat essen. Ich kann echt eine Eismaschine empfehlen, ob es im normalen TK ebenso schön und cremig wird, bezweifle ich jetzt einfach mal. Nicht so bunt, wie erhofft, aber eine ech leckere, spannende und überraschende Vorspeise für ein Sommermenu.
