Ein Teil unserer Kirschernte wurde in ein süßes Mittagessen verwandelt. Da ich frische Kirschen benutzt habe, haben die noch recht viel Saft an den Milchreis abgegeben, daher ist die Optik nicht so umwerfend. Auch habe ich den Milchreis nicht komplett durchgekocht, sondern nur etwas vorgegart, der hat sich leider etwas am Boden der Auflaufform abgesetzt. Dafür war die Konsistenz des Milchreis perfekt! Die Kombination mit Kirschen ist ja schon klassisch und kommt in diesem Auflauf richtig gut!
Jahr: 2009
Unser Kirschbaum hat das beste Jahr, seit wir diesen Garten haben. Wir haben schon über 20 kg geerntet, damit gekocht und eingemacht. Wir konnten dieses Jahr mal eine neue Kirschmarmelade testen: Schwarzwälder Kirschmarmelade, sie ist superaromatisch. Sehr ausgewogen, nicht zu süß. Wir sind begeistert und haben sie gleich zweimal gekocht. Ganz davon zu schweigen, dass mein Mann von dem extra dafür gekauften Schokolikör sehr angetan ist.
Von den restlichen Kirschen haben wir unter anderem auch diese Marmeladen gekocht:
In der Biokiste waren weiße und schwarze Johannisbeeren. Die in einem sommerlichen Dessert kombinieren, das sollte doch irgendwie gehen. Gefunden habe ich ein weißes Johannisbeersorbet. Bei der Hitze gerade perfekt! Irgendwie war die Masse nur etwas zu viel für mein Eismaschinchen, daher musste sie im Tiefkühl etwas nachfrieren. Der Geschmack aber war gigantisch lecker, mit das beste, was wir dieses Jahr gegessen hatten! Der Sommer auf dem Löffel!! Auch die Testesser waren mehr als angetan! Konzentrierte Johannisbeeren, der Cassislikör rundet es perfekt ab! Zurücklehnen und genießen. Nachmachen empfohlen!
Meine beiden Stachelbeerhochstämmchen tragen dieses Jahr fast genauso üppig wie der Kirschbaum. Irgendwie kamen wir nicht zum ernten und so waren sie schon fast überreif, supersüß und saftig. Damit zu kochen wäre geradezu eine Verschwendung gewesen. So habe ich sie nur liebevoll auf Löffelbiskuits gebettet und mit Vanillecreme umschmeichelt. Schmeckte phantastisch, alles harmonierte ganz wunderbar. Wichtig ist, die Mandelblättchen erst ganz kurz vorm Servieren anzurösten und darüber zu streuen. So haben sie noch einen leichten Crunch, im Gegensatz zum sonst sehr weichen und süßen Dessert. Nach einem leckeren Sommeressen der perfekte Abschluss, da bis auf die Mandelblättchen alles vorbereitet werden kann.
Unser Kirschbaum trägt dieses Jahr wirklich extrem üppig. Neben verschiedenen Marmeladen werde ich daher auch mehrere Kuchen und Torten davon backen können. Nach dem ersten Clafoutis des Jahres hatte ich jetzt Lust auf eine etwas gehaltvollere Torte (ja ich kann die auch backen, nicht nur mein Bruder). Der Arbeitsaufwand hält sich auch in erfreulichen Grenzen und das Rezept ist für frische Sauerkirschen ausgelegt – einfach umwerfend lecker! Wurde von 6 Erwachsenen restlos vernichtet! Allerdings war die Frischkäse-Crème etwas instabil, also die Kirschen nicht ganz bis zum Rand auslegen, allerdings muss ich zugeben, dass ich die Kühlzeit am Ende nicht wirklich eingehalten hatte.
Da ich das Backbuch Jahre nicht mehr in der Hand hatte, noch ein gelungener Beitrag zum DKduW.
Der Broccoli wollte dringend gegessen werden. Aber ich war so kochunlustig, es sollte also richtig schnell gehen. Da kam dieses Rezept genau richtig: alles Gemüse schnippeln, danach alles kurz in den Wok, unter Wenden anbraten, ablöschen und schon so gut wie fertig. Ein knackiges Gemüsegericht, das auch noch richtig satt macht und mal wieder genial lecker schmeckt. Daher ist das ein guter Beitrag zum neuen Kochevent von Man kann´s essen.
Wir hatten Mangold in der Biokiste. Daraus haben wir dieses Omelette gezaubert. Der Originaltitel lautet Trouchia, eine Spezialität von der Côte d´Azur (wenn ich meinem Kochbuch glauben darf). Im Rezept ist ein würziger Hartkäse vorgesehen. Ich hatte nur Parmesan da, der passt zwar nicht ganz in die Region, aber geschmacklich toll zum Rezept. Wer einen Ziegenhartkäse bekommt, das könnte ich mir noch richtig gut vorstellen. Dieses Omelette gehört für mich zu den richtig guten Mangoldrezepten. Mit diesem Gemüse habe ich sonst schon folgendes ausprobiert:
Zu unserem Hausfest hatte ich einfach noch etwas Gemüse (hier: grüne und gelbe Zucchini, Paprika, Aubergine) mit etwas Meersalz, Pfeffer, Rosmarin und Thymian in Olivenöl eingelegt und etwas durchziehen lassen. Danach einfach in einer Grillschale auf dem Rost abgedeckt etwa 15 Minuten grillen lassen und wir hatten eine großartige mediterrane Grillbeilage, die wirklich zu fast allem passte. Der Rest schmeckt kalt wie Antipasti. Wunschlos glücklich ist, wer etwas Aioli dazu genießen kann.
Unser jährliches (wunderschönes) Hausfest wurde am Wochenende gefeiert. Wie mittlerweile üblich wurde dabei gegrillt und jedeR brachte etwas mit. Es war ein wirklich gelungenes Buffet. Ich steuerte neben dem Radieschensalat (einfach zu lecker!) und Grillgemüse diese Grillsauce bei, die Petra zu Spare Rips empfiehlt. Die habe ich nun nicht selber mariniert, da ich die Marinade unseres Metzgers total lecker finde. Vorbereitet habe ich die Sauce schon am Tag vorher und war schon beim Kochen sehr begeistert! Je länger die Sauce schmurgelte, desto intensiver wurde sie. Eindeutiges Urteil: schmeckte auch zu grober Bratwurst und Steaks. Superlecker!! Danke Chili und Ciabatta für das Rezept, die Sauce werde ich sicher wieder machen (noch gibt es einen kleinen Rest…)
Die Erdbeerzeit neigt sich leider dem Ende, dafür kommen die Johannisbeeren bei uns gerade richtig üppig. Ich habe beides in dieser tollen Erdbeer-Johannisbeer-Marmelade kombiniert. Wir waren alle begeistert!! Die Erdbeeren harmonieren ganz wunderbar mit den Johannisbeeren, sehr ausgewogen, nichts von beiden dominiert. Großartig! Werde ich sicher bei Gelegenheit mal wieder machen, denn das erste Glas ist schon fast leer.
