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Jahr: 2007

Rezept: Kirschsuppe

Kirschsuppe

Nachdem ich mit römischen Rezepten ja schon mehrfach experimentiert habe, wollte ich nun das Mittelalter testen. Da mein Baum noch immer reichlich Sauerkirschen trägt, bot sich diese Weichselsuppe (von 1598) geradezu an. Da man im Mittelalter weniger Gewürze hatte (teuer) ist diese Suppe recht puristisch, aber eben gerade dadurch interessant. Ich würde es eher als Grütze sehen, aber im Mittelalter galt es wohl als Suppe, serviert auf geröstetem Weißbrot. Das haben wir durch Quarkschmarrn ersetzt, was – wie wir fanden – besser harmonierte.

Kochbuch: Kochbuch des Mittelalters

Kochbuch des MittelaltersIch experimentiere gerne in der Küche und bin neugierig auf das, was unsere Vorfahren so kulinarisch genossen haben. Auch wenn die enthaltenen Rezepte sich wahrscheinlich hauptsächlich die Oberschicht leisten konnte, so gibt das Buch doch eine gute Übersicht. Viele Rezepte stammen auch aus den Klöstern, da diese ihr Wissen schriflich festhielten. Die Einleitung gibt eine gute Übersicht über das Essen sowie die Bräuche im Mittelalter, womit wurde gesüßt (Honig), etc. Die Rezepte selbst haben jeweils eine Einleitung (woher stammt das Rezept), dann das Rezept im Wortlaut mit dann Übersetzung in heutige Küchenverhältnisse (wer braucht schon ein Suppenrezept für 40 Personen?) mit den heutigen Kochmöglichkeiten. Die Arbeitsanleitung ist im Fließtext gehalten, ist aber gut nachvollziehbar.

Rezept: Pullum parthicum (Hähnchen auf parthische Art)

Pullum parthicum

Es gibt Leute, die sind genauso kochneugierig wie ich. Wir alle hatten Lust, mal wieder ein Rezept der alten Römer, in diesem Fall von Apicius nach diesem Kochbuch auszuprobieren. Der benötigte Römertopf wurde noch von den Eltern organisiert und dann losgeköchelt. Während der Vorbereitung tat uns das Hähnchen sehr leid, denn es wirkte alles sehr seltsam. Da mir das aber bis jetzt bei jedem römischen Rezept so erging, waren wir optimistisch. Das Ergebnis war genial lecker, das Hähnchen ganz zart und die Sauce herrlich aromatisch. Kochen konnten sie also doch die alten Römer!

Rezept: Kräuterschneckenbrot (Rolled Bread with herbs)

Kräuterschneckenbrot

breadbakingday #01 - bread with herbsIch bin ja kein großer Brotbäcker, aber anlässlich des ersten BreadBakingDay von Zorra bin ich über meinen Schatten gesprungen. Das Brot ist mit relativ wenig Aufwand (dafür Wartezeit!) gebacken und gelingt auch Anfängern wie mir. Die Mühe lohnt sich, denn man wird mit herrlich aromatischem Genuss belohnt! Nur die im Rezept vorgeschlagene Salami haben wir durch Chorizo ersetzt und in der Menge reduziert. Dadurch war es herrlich ausgewogen und nur die Würze der Chorizo kommt lecker durch!

I am not that good in Baking Bread, but I wanted to participate in the BreadBakingDay organized by Zorra. This bread is full of flour of herbs, not that difficult to make but you need time for waiting. This bread is for absolute beginners like me! I changed the proposed Salami into Chorizo and reduced the amount of it. Thereby it is very delicious, you just taste the relish of the chorizo in the herbs.

Rezept: Paprika-Schinken-Tarte

Paprika-Schinken-Tarte

Wir hatten Besuch eingeladen, ich vollmundig leckeres Essen versprochen und konnte mich dann nicht von der Arbeit losreißen. Also habe ich das Einkaufen gestrichen und auf den Inhalt meines Kühlschrankes zurückgegriffen. Eier, Schinken und Paprika gaben sich ein nettes Stelldichein mit etwas Frischkäse. Also habe ich eben Tartes daraus zubereitet, die ich in Portionsförmchen serviert habe. War lecker!

Kochbuch: Veronique Witzigmann – Meine Marmeladen, Chutneys und Co

Jetzt folgt eine Buchbesprechung, die als Werbung verstanden werden könnte:

Veronique Witzigmann - Meine Marmeladen, Chutneys und CoAuf dieses Buch bin ich selbst durch eine Kritik in einer Zeitschrift aufmerksam geworden, im Buchladen gestöbert und spontan zugegriffen: einfach super! Schon in der Einleitung gibt es nicht nur die auch sonst üblichen Saisonkalender, die wichtigsten Zutaten beim Einkochen inkl. Pektin-Gehalt bei den unterschiedlichen Obstsorten sind angegeben. Leider sind dann die Rezepte immer mit Fertig-Einmachzucker angegeben. Hier hätte ich mir noch Bezugsquellen für vernünftiges Pektin oder die entsprechende Mischungsverhältnisse zum selber mischen gewünscht. Das ist aber schon mein einziger Kritikpunkt. Mengen werden angegeben, was beim Einkochen wichtig ist und was falsch laufen kann. Die eigentlichen Rezepte folgen dann in Kapiteln:

  • Marmeladen & Konfitüren – Grundrezepte und Variationen für gekochte und kaltgerührte Köstlichkeiten
  • Gelees – elegant und innovativ
  • Chutneys – viel mit Obst, weniger Gemüsechutneys
  • Kompotte & Eingelegtes – mit und ohne Alkohol, Haltbarkeit mit 3-12 Monaten angegeben
  • Sirup & Säfte – sollte eher Getränke heißen, denn manches ist weder Sirup noch Saft (Lassi zB)

Die Rezepte haben alle eine übersichtliche Zutatenliste und eine gut nachvollziebare Beschreibung. Zu jedem Rezept gibt es noch einen Tipp zum sicheren Gelingen oder Abwandeln oder gerade bei den eingelegten Dingen, wozu es besonders gut schmeckt. Auch die Gläserangabe stimmt hier tatsächlich.