Das dritte Kochbuch von Tim Mälzer ist schon vom Umfang so dick, wie die beiden Vorgänger zusammen. Auf über 300 Seiten stellt er wieder eltiche Rezepte vor, die seinen typischen Stil widerspiegeln. Die Rezepte sind in aller Regel recht schnell und einfach nachvollziehbar und auch von Anfängern gut nachkochbar. Viele Rezepte sind abgewandelte Klassiker, aber auch neue Ideen werden vorgestellt. Die Rezepte haben allesamt eine übersichtliche Zutatenliste, die Arbeitsanleitung ist untergliedert und gut nachvollziehbar beschrieben. Tipps für das gelingsichere Nachkochen sind farblich hervorgehoben. Abgerundet werden die Rezepte durch wunderschöne, überwiegend großfomratige Fotos, die Appetit machen. Die sind in aller Regel ohne Schnickschnack arrangiert, so ähnlich kommt es vermutlich auch auf so manchen Familientisch.
Jahr: 2009
Ich wollte eine weiße Mousse au chocolat auf das Buffet für Zorras Blog-Event-Jubiläum stellen. Allerdings störte mich daran, dass fast immer rohes Ei verwendet wird. Wenn man dann noch in eine Risiko-Gruppe für eine Salmonellen-Infektion fällt, dann bleibt die Köstlichkeit fast immer verwehrt. Doch ich fand ein Rezept, das ohne Ei auskommt. Allerdings ist die Monats-Ration überzähliger Kalorien in einem Schälchen versammelt. Doch einhellige Meinung meiner Kalorien-Opfer war, dass es die Sünde wert sei. Passend zur Saison gab es Erdbeeren dazu, die nur mit 1 EL Zucker etwas ziehen durften. Wer es nicht ganz so mächtig möchte, könnte noch etwas Gelatine oder Agar-Agar unterziehen und Nocken abstecken, die mit Obstsalat serviert werden können.
Mal wieder ein schnelles Gericht, das auch gut als Vorspeise dienen könnte. Der Spinat war aus der Biokiste und entsprach erst Baby-Elefantenohren, wohl das letzte Mal für längere Zeit. Der Spinat ist recht puristisch zubereitet, die Eier sind ja ein klassischer Begleiter. Darüber noch eine Handvoll frisch geriebenen Parmesan – sogar das Kind schätzte so das Gemüse samt Eiweißquelle mit Spinat-Eier.
Ich hatte Lust auf Küchenexperimente und dieses Rezept klang spannend, nur konnte ich es mir nicht im geringsten vorstellen. Also musste eine sensorische Begutachtung erfolgen und hierfür natürlich zuerst das Einkochen. Ergebnis: WOW!! Ein Versuch der Beschreibung: warm ein leicht dezentes Spargelaroma, das nach dem Abkühlen deutlich gewinnt, im Hintergrund leichte Zitrusnoten, umschmeichelt von Vanille. Verkostet wurde pur, auf Brötchen und zu Käse. Auf Brötchen nicht schlecht, allerdings war es zu Käse (junger Gouda, gut wäre auch Camembert) ein abolutes Highlight!! Wer also mal ein ungewöhnliches Spargelrezept testen möchte, das er auch gut als Geschenk aus der Küche weiterreichen kann, ein unbedingtes Nachkochen wird wärmstens empfohlen. Bislang konnte diese Konfitüre aus Spargel alle Skeptiker überzeugen.
Auch Michl und Andre, die ja auch gerne kochen, sahen bei mir das Banner für das Garten-Koch-Event Rosmarin und wollten auch unbedingt etwas beisteuern, da sie große Rosmarin-Fans sind. Da ich keinen der beiden bislang zur eigenen Seite überreden konnte, hier also ihr Beitrag.
Es harmonierte alles ganz großartig! Die Polenta wurde durch den Parmesan richtig schön würzig, ein absoluter Genuss! Von der Polenta war er total begeistert. Dazu dann die würzige Sauce mit Gorgonzola und der Rosmarin-Geschmack der Birne – einfach genial lecker. Allerdings schmeckte man den Parmesan in der Gesamtheit nicht mehr raus.
Dieses Buch steht schon so lange in meinem Regal, ich habe eine ewige Liste mit Rezepten, die ich unbedingt nachkochen will, aber irgendwie kommt immer was dazwischen. Damit tue ich Tim Mälzer und seinem ersten Kochbuch allerdings Unrecht. Denn hier sind Klassiker genauso zu finden wie neue Ideen. Er mixt und variiert fröhlich, genauso wie die Rezepte seiner damaligen Kochshow bei V.O.X. war. Dabei ist alles recht unkompliziert zuzubereiten. Die Rezepte sind fast durchweg bebildert, wobei weniger auf die Deko geachtet wird, es ist eher so angerichtet, wie es man oder frau daheim hinbekommt. Häufig sind Hauptgericht und Beilage nebeneinander gestellt, so das langes Blättern wie in vielen anderen Kochbüchern entfällt.
Rezepte für Kartoffelsalat kann frau ja gar nicht genug haben. Also bringe ich zum gemeinsamen Grillen gerne mal einen Kartoffelsalat mit. Ich habe hier diesen Klassiker ausprobiert, der ja eine typische Beilage zu Wiener Schnitzel ist. Aber auch zu Steak und Co schmeckt es hervorragend. Allerdings sollte er schnell serviert werden, da er lauwarm am besten schmeckt, kalt ist er zwar auch nicht schlecht, verliert aber deutlich. Nachmachen empfohlen! Wer es senfbetont mag, muss etwas mehr nehmen, er rundet hier nur das Dressing ab, dominiert nicht.
Wir hatten gestern Rhabarber in der Biokiste und auch der im Garten wächst und wuchert. Zeit also, den ersten Rhabarberkuchen des Jahres zu backen. Natürlich musste ein neues Rezept getestet werden, denn in der Kiste lag auch ein Flyer mit Rhabarber-Rezepten. Mich lachte neben einem Gemüserezept dieser Kuchen an. Ich habe nur den Zimt gegen Vanille eingetauscht und fand es genial lecker, sogar den Weißwein im Teig hat man durchgeschmeckt, den werde ich zu anderen Obstkuchen nochmal machen, der war großartig. Den Kuchen gab es gestern als Dessert nach dem Grillen. Alle waren so begeistert, dass kein Krümelchen übrig blieb, daher nur das Foto auf Serviette.
Mein letzter Rest des diesjährigen Bärlauchs durfte mit ganz frischem Spargel diese Creme-Suppe verfeinern. Eine sehr feine und leckere Frühlingssuppe. Der feine Spargelgeschmack harmoniert ganz wunderbar mit der leichten Bärlauchnote. Wenn ich nächstes Jahr wieder Bärlauch habe, werde ich die Spargel-Bärlauch-Suppe sicher wieder machen. Auch ein toller Auftakt für ein Frühlingsmenu. Sogar mein nicht wirklich suppenliebender Göttergatte war wirklich angetan.
Ein ganzes Jahr schlummerte dieses Rezept der Kochschlampe auf der unendlichen Nachkochliste. Ich sollte die mir tatsächlich etwas sortieren. Seis drum, ich habe es wiedergefunden. Allerdings haben wir es etwas modifiziert, ich habe den Spargel nicht untergemischt, sondern ausgelegt. Beim nächsten Mal würde ich es fürs Auge allerdings umdrehen: Masse unten, Spargel oben. Vielleicht würden Pinienkerne noch gut harmonieren, ein kleiner Gaumenkitzler würde zumindest noch passen. War übrigens kalt fast noch besser als warm. Hat allen extrem gut geschmeckt!! Hoffe ich also, dass es mal wieder Jahre gibt, in denen es hier gleichzeitig Bärlauch und Spargel gibt. Denn das Rezept ist genial lecker! Die Kombination von Spargel und Bärlauch passt richtig gut! Danke an die Kochschlampe, das Rezept war echt toll!
