Einer der Nachbarn geht selber jagen. Von ihm bekommem ich ab und an ein schönes Stück Fleisch. Noch im alten Jahr habe ich mal wieder aus meinem Mittelalter-Buch ein Rehragout daraus gekocht. Eines der wichtigsten Gewürze in diesem Rezept ist der Ingwer, was aber gut passt. Zum einen geschmacklich, zum anderen war das Jagdrecht damals dem Adel vorbehalten, auch Ingwer stand als teures Gewürz nur in reichen Haushalten zur Verfügung. Gebunden wird ganz bodenständig mit Roggenbrot. Insgesamt genial lecker!
Kategorie: Rezepte
Wir haben im Winter immer wieder Rote Bete in der Biokiste. Ich bin da richtig glücklich drüber, denn wir sind alle große Fans davon. Meistens wandern die in ein Risotto in verschiedenen leckeren Versionen. Doch wir wollten das mal variieren, schließlich waren die Knollen recht klein, die würfeln – nee! Das Rezept kam also richtig, nur leider stimmte die Garzeit nicht. Trotz kleiner Beten musste ich die Garzeit um 39 Minuten verlängern, wurde also hinterher gegessen, hätte zum Fleisch aber sicher toll gepasst. Kein schlechtes Rezept, auf guten Essig achten!
Noch im letzten Jahr gab es diese gebackenen Quitten vom eigenen Baum!! Ich selber liebe Quitten in jeder möglichen Form, alleine der Duft macht mich glücklich. Ich stieß beim Schmökern auf dieses Rezept und habe es bei nächster Gelegenheit gekocht. Allerdings waren die Testkandidaten selten schlecht gewählt: 1 Zimt-, 1 Quittenhasser, 1 mit schlechter Laune… Ich war echt angetan, allerdings hattte die Backzeit im Rezept so gar nicht hingehauen. Die 3-fache Zeit hatte ich letztlich benötigt, was auch meine Plagung und die der Testesser etwas durcheinander brachte. Fazit: lohnt sich, aber die Änderungen sind unten angegeben. Dazu passt übrigens eine Vanille-Sahne ganz vorzüglich!
Wir hatten mal wieder Lust auf Hähnchen, brauchten aber eine Version für zwei. Da kam dieses Rezept gerade recht: eine westfälische Version des Coq au vin von Rüdiger Hoffmann. Der Göttergatte ist begeisterter Biertrinker, ich koche ja nur damit. Er hatte ein recht malziges, tschechisches Bier geschenkt bekommen. Aber das war schon nicht malzig genug. Das Bier wurde sehr bitter beim Braten. Ich empfehle ein Schwarz- oder gleicfh Malzbier. Es muss sehr süffig, auf keinen Fall zu bitter sein. Ansonsten echt superlecker, schnell vorbereitet erledigt der Ofen die Hauptarbeit. Gibt es irgendwann bestimmt wieder!
Ich liebe Parmesan, kaufe mir auch immer besseren. Doch was nur soll man mit den Randstücken machen? Mitbezahlt wanderten sie meistens in die Tonne. Doch diese Suppe schafft leckere Abhilfe! Ideal bei diesem kalten Ekelwetter, denn leicht ist sie nicht gerade. Dafür richtig schön würzig, auch bei kaltem Herbstwetter ein schöner Seelentröster. Wir haben die Suppe schon letztes Jahr getestet und seither immer mal wieder gekocht. Nur zum Bloggen komme ich in letzter Zeit dank 2 wundervoller Töchter und einem weiteren wichtigen Projekt kaum noch – seht es mir also bitte nach. Doch Jans Thema war ein guter Anlass, sie jetzt endlich vorzustellen. Parmesanrandstücke werden sich bei etlichen ja ansammeln! Einfach im TK ein Tütchen anlegen, das Nachkochen lohnt sich wirklich!
Wir haben aus der Kiste ja immer wieder Rote Bete da. Unsere „Große“ liebt Risotto. Außerdem möchte sie jetzt immer gerne mitkochen. Da bietet sich das Risotto super an. Das Gemüse habe ich vorbereitet (mit 2 Jahren ist sie da echt noch zu klein für). Aber sie durfte komplett das Risotto rühren und hat auch die ganze Zeit durchgehalten. Sie war natürlich unsagbar stolz auf sich. Dass die Konsistenz nicht so perfekt war – stört das noch? Wir alle fanden es richtig lecker. Die Köchin genoss ganze 4 ihrer Kinderschüsseln, mehr als einen ganzen normalen Teller. Der Ziegenkäse passt toll zur Roten Bete, gibt nochmal eine schöne Cremigkeit. Nicht zu klein bröseln, es ist toll, wenn man einen größeren Krümel auf der Zunge zergehen lassen kann.
Wir hatten mal wieder richtig Lust auf eine Petersilienwurzelsuppe. Diese Variante habe ich vor Ewigkeiten schon vorgestellt. Beim Schmökern stieß ich auf dieses Rezept. Da konnte ich auch gleich den Piment d´Espelette vom DFssgF einsetzen. Schmeckt fantastisch, einfach umwerfend. Gab es inzwischen schon 2x in kurzer Zeit, muss ich mehr sagen? Das Petersilienöl finde ich solo nicht so umwerfend (wegen der Petersilienqualität derzeit?), aber gemeinsam mit dem Zitronensaft gibt es der Suppe – pardon, Crème den letzten Kick!
Ich bin ein echter Suppenfan, ich kann die eigentlich immer essen. Die Suppe ist leider recht unfotogen, dafür umso besser! Gab es bei uns immer Neujahr in der Brühe vom Silvesterfondue. Ich mache den Nockerlteig mittlerweile aus dem Handgelenk, hier mal mit Mengenangaben. Außerdem bin ich inzwischen dazu übergegangen, den Hartweizengrieß 2:1 mit Vollkorngrieß zu mischen, finde ich noch besser, reines Vollkorn passt hier einfach nicht. Also ein würdiger Beitrag zu Soulfood. Die Suppe war übrigens eines der ersten Rezepte, das ich selber kochen konnte, vielleicht kommt auch daher meine Liebe dazu. Im Studium gab es die auch öfters, da sie so schön den Geldbeutel schont und trotzdem satt und glücklich macht. Naja, unsere Große findet die Suppe auch schon toll, auch wenn die Brühe bei ihr immer noch eine „Sauce“ ist.
Ich bin ein echter Fan dieser Variante der Fischzubereitung! Ideal bei Festen wie Weihnachten, wo ich zwar gerne sehr gut esse (eigentlich möchte ich das immer), aber dabei auch viel Zeit haben möchte, um mich mit meiner Familie zu unterhalten, die ich selten genug sehe. Dabei ist es auch sehr dankbar, denn wenn – wie dieses Jahr – ein wenig dazwischen kommt, den Fisch mal 10 Minuten zu lange im Ofen lässt, wird er trotzdem nicht trocken – einfach perfekt und natürlich genial lecker!
Dieses Jahr gab es bei uns an Heiligabend diesen Rehbraten. Ich hatte von unserem jagenden Nachbarn 2 Rehblätter bekommen, die zusammen etwa 2 kg hatten. Passte wunderbar für unsere Weihnachtsrunde. Das Essen am Heiligen Abend selber konnte etwas opulenter ausfallen, als an den Festtagen, da ich während des Mittagsschlafes der beiden Mädels wunderbar vorbereiten konnte. Mittags muss das Essen schon gegen 11.30 auf dem Tisch stehen, dasd hätte ich hier nicht geschafft, da der Braten 4 Stunden (bei 140°C) schmoren durfte. Er war noch wunderbar saftig, aber nicht mehr rosa, daher beim nächsten Mal lieber bei 120°C in den Ofen. Ansonsten echt ein Gedicht, saftig und zart!
