Einer der Nachbarn geht selber jagen. Von ihm bekommem ich ab und an ein schönes Stück Fleisch. Noch im alten Jahr habe ich mal wieder aus meinem Mittelalter-Buch ein Rehragout daraus gekocht. Eines der wichtigsten Gewürze in diesem Rezept ist der Ingwer, was aber gut passt. Zum einen geschmacklich, zum anderen war das Jagdrecht damals dem Adel vorbehalten, auch Ingwer stand als teures Gewürz nur in reichen Haushalten zur Verfügung. Gebunden wird ganz bodenständig mit Roggenbrot. Insgesamt genial lecker!
Kategorie: Fleisch
Wir hatten mal wieder Lust auf Hähnchen, brauchten aber eine Version für zwei. Da kam dieses Rezept gerade recht: eine westfälische Version des Coq au vin von Rüdiger Hoffmann. Der Göttergatte ist begeisterter Biertrinker, ich koche ja nur damit. Er hatte ein recht malziges, tschechisches Bier geschenkt bekommen. Aber das war schon nicht malzig genug. Das Bier wurde sehr bitter beim Braten. Ich empfehle ein Schwarz- oder gleicfh Malzbier. Es muss sehr süffig, auf keinen Fall zu bitter sein. Ansonsten echt superlecker, schnell vorbereitet erledigt der Ofen die Hauptarbeit. Gibt es irgendwann bestimmt wieder!
Dieses Jahr gab es bei uns an Heiligabend diesen Rehbraten. Ich hatte von unserem jagenden Nachbarn 2 Rehblätter bekommen, die zusammen etwa 2 kg hatten. Passte wunderbar für unsere Weihnachtsrunde. Das Essen am Heiligen Abend selber konnte etwas opulenter ausfallen, als an den Festtagen, da ich während des Mittagsschlafes der beiden Mädels wunderbar vorbereiten konnte. Mittags muss das Essen schon gegen 11.30 auf dem Tisch stehen, dasd hätte ich hier nicht geschafft, da der Braten 4 Stunden (bei 140°C) schmoren durfte. Er war noch wunderbar saftig, aber nicht mehr rosa, daher beim nächsten Mal lieber bei 120°C in den Ofen. Ansonsten echt ein Gedicht, saftig und zart!
Kennt Ihr das? Beim Gang über den Markt kauft man plötzlich ein, was gar nicht geplant war, danach wird dann überlegt: was mache ich damit. Nun, wir konnten einem Brathähnchen nicht widerstehen. Ich wollte das etwas winterlich machen. Ich hatte noch Äpfel da, daraus wurde ein rustikales Apfelgemüse gemacht, das ich nur mit gemahlenem Anis und Fenchelsamen (und einem Hauch Rosmarin) aromatisiert habe. Sehr einfach, schnell vorbereitet und genial lecker! Das Brathähnchen blieb total saftig, war richtig gut.
Wir haben dieses Jahr unser Martinsgansessen auf den Samstag verlegt, da alle arbeiten mussten. Also wurde gestern Abend gemütlich diese Gans verzehrt. Wie jedes Jahr durften auch heuer die Gäste für die Beilagen sorgen. So wurden neben Kartoffelklößen auch Rotkohl mitgebracht und zum Dessert gab es Rote Grütze mit Haselnusssahne. Doch zurück zur Gans: bei der Zubereitung hatte ich netterweise tatkräftige Unterstützung, denn ich hatte mir leider die Knochen nicht beim Geflügelhändler klein machen lassen. Alleine die Flügel irgendwie zu teilen, forderte schon sehr viel Einsatz… Denn ich verfüge leider nicht über ein Beil in meiner Küche. Die Füllung haben wir etwas abgewandelt, denn was hätte ich mit den Innereien der Gans machen sollen? So wurden sie kurzerhand mit in die Füllmasse gegeben. Die Füllung ist überhaupt der Knüller: superlecker!! Wir haben alle sehr geschlemmt und fielen abends pappsatt ins Bett.
Wir haben noch Reisnudeln übrig gehabt, fertig gekocht. Außerdem fand sich noch etwas Hackfleisch im Tiefkühl. Daraus wurde spontan ein Abendessen für Überraschungsgäste gezaubert. Leider nur war der Gemüsevorrat im Kühlschrank ziemlich geplündert, nur eine einzige Gärtnergurke war noch übrig. Gut wäre noch Paprika, Frühlingszwiebeln oder knackige Möhren, das hätte alles deutlich aufgepeppt.
Die Wildsaison hat wieder begonnen und wir genießen schon sehr. Insbesondere, weil es jetzt noch einfacher ist, an Wild zu kommen – schön, wenn frau fast an der Quelle wohnt 😉 Cranberries sind ja mittlerweile bei uns sehr beliebt, weil mein Mann es gerne nicht ganz so süß hat, die Cranberries bringen eine schöne herbe, dabei fruchtige Note mit. Die Sauce harmoniert ganz wunderbar mit dem Wild, echt lecker und sehr zu empfehlen.
Auf dem Markt bekommt man öfters Hähnchenkeulen. Davon wurden jetzt 2 auf ein Bett aus geschälten Tomaten gebettet. Aromatisiert wurde mit Rosmarin und schwarzen Oliven. So hatten wir noch mal ein richtig schönes, mediteranes und obendrein figurfreundliches Gericht, was erfreulich wenig Arbeitszeit benötigte. Hat uns richtig gut geschmeckt, wird es so oder so ähnlich sicher wieder geben!
Eine Bekannte war vorbeigekommen (noch vor Babys Ankunft), eigentlich wollten wir gemeinsam essen gehen. Doch mit ihrem Eintreffen begann es derartig zu regnen, dass uns die Lust auf einen Ausflug redlich verging. Also wurde mal eben Kühlschrank und Tiefkühl inspiziert, um daraus ein leckeres, schnelles und irgendwie halbwegs gesundes Essen zu zaubern. Es fanden sich: eine Schmorgurke, im Tiefkühl ein Hähnchenbrustfilet – einfach kombinieren. War superlecker, innerhalb von 20 Minuten auf dem Teller, was will frau mehr?
Hier noch ein Rezept aus den aktuellen Ferien. Denn die Sauce bolognese ist für uns ein echtes Feriengericht. Im Alltag bleibt oft einfach nicht die Zeit, über Stunden die Sauce schmurgeln zu lassen, immer mal wieder umzurühren und in steigender Vorfreude den Duft von Italien und Sommer durch die Wohnung ziehen zu lassen. Im „normalen Leben“ greifen wir oft auf diese Variante zurück. Die ist zwar nicht schlecht, kommt aber an die gemütliche Version nicht heran. Wir genießen es im Urlaub, uns so richtig zu verwöhnen, auch wenn wir nicht immer wegfahren können. Doch auch so war es herrlich und das Planschbecken für das Kind neben Sandkasten, Schaukel, Wippe und Co ohnehin das Schönste.
Noch eine Bemerkung zu den Nudeln: wir hatten im italienischen Feinkostladen mal diese Fusilli longhi mitgenommen. Sehen total schick aus, auch auf dem Teller ein Hingucker, aber extrem schlecht zu essen. Das nächste Mal wieder mit Spaghetti.
