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30.11.13

Geschenkideen für die Küche

Kinderbrettchen

Passend zur Suche praktischer und ausgefallener Küchenhelfer, hier mal zwei Küchenhelfer, die ich sehr praktisch finde. Zum einen sind das diese Kinderbrettchen der Marke Sigikid. Die haben an der Unterseite Saugfüße und verrutschen daher nicht, auch wenn etwas unsauber gearbeitet wird. Da meine Kinder scharfe Messer verwenden dürfen, ist es mir wichtig, dass die Unterlage stabil und rutschfest ist. Nicht so teuer, hier mit Hexe passend zum Kindergartenrucksack, aber auch in anderen Designs erhältlich für Jungs und Mädels und auch für kleinere Geschenke (um die 5,- bis 8,- je nach Modell und Händler) erhältlich.

Dampfentsafter

Als zweites noch ein Dampfentsafter, den ich nicht nur beim Einkochen meiner Quitten sehr praktisch finde. Denn in den Schalen und in dem Kerngehäuse steckt so viel Aroma, viel zu schade für den Kompost. Also landet das Fruchtfleisch in verschiedenen Marmeladen oder Chutneys, der sogenannte "Abfall", der aber nicht (!) faulig ist, im Dampfentsafter. Daraus mache ich dann Quittengelee oder -sirup. Für Menschen, die gerne kochen und schon (fast) alles haben, eine schöne Idee. Mein Modell ist auch Induktionsherd geeignet. Zum Größenvergleich: der Topf daneben fasst 9 Liter, ist also auch etwas größer...

Rezept: Karotten-Süßkartoffelsuppe

Karotten-Süßkartoffelsuppe

Garten-Koch-Event November 2013: Süßkartoffel [30.11.2013]Passend zum laufenden Event, das wieder Sus ausgerichtet hat, gab es heute bei uns diese wunderbare warme Suppe. Verzeiht es mir, dass heute alles nur mit etwa-Angaben gemacht werden kann, das Kind half mit und ich weiß nur, wie viel Karotten ich vorher hatte, habe es aber im Topf nicht mehr nachgewogen. Ihr müsst also evtl. etwas Flüssigkeit anpassen, ich gebe jetzt lieber etwas zu viel Gemüse an. Schmeckt auf jeden Fall genial lecker und passt zum aktuellen Schmuddelwetter, das hier leider herrscht. Damit der Besuch auch satt wurde, gab es als Einlage klein gebratene Hackbällchen, bei denen ich mich an mein bewährtes Rezept gehalten habe.

Zutaten

Für 4 zum Sattessen

  • ca. 600 g Karotten
  • 400 g Süßkartoffeln (1 große)
  • 2 Petersilienwurzeln (ca. 300 g)
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Apfel
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 2 EL brauner Zucker
  • 2 EL Currypulver
  • 250 ml Apfelsaft
  • 3 cm Ingwerwurzel, frisch
  • 1 Bund Petersilie (nur die Stiele)
  • 1250 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 100 ml Sahne

Zubereitung

  1. Karotten, Süßkartoffel und Petersilienwurzeln schälen, grob würfeln. Zwiebeln und Knoblauch schälen, würfeln. Apfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und würfeln.
  2. In einem großen Topf das Öl erhitzen, darin den Zucker schmelzen und darin das Gemüse anschwitzen. Curry darüber stäuben, wenden und mit Apfelsaft ablöschen, einköcheln lassen.
  3. Ingwer schälen, fein hacken, zugeben. Mit Gemüsebrühe aufgießen. Wer hat, kann einfach von 1 Bund Petersilie die Stiele mit in die Suppe legen, die geben schön Geschmack (die Blätter können anderweitig verwendet werden).
  4. Bei mittlerer Hitze mit aufgelegtem Deckel 30 Minuten köcheln lassen. Sahne zugießen, pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten Arbeits- + 30 Minuten Kochzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: variiert nach Jahreszeitenküche für die Familie, S. 31

28.11.13

Rezept: Gänsekeule auf Orangenblaukraut

Gänsekeule auf Orangenblaukraut

Am Martinstag, den wir dieses Jahr wieder am 11.11. feierten, gehört neben dem vorherigen Basteln von Laternen auch ein Laternenumzug mit Martin hoch zu Roß und Martinsschauspiel auf dem Marktplatz und danach das gemeinsame Gansessen mit Freunden. Meistens habe ich dafür eine ganze Gans nach verschiedenen Rezepten zubereitet. Dieses Jahr wollte ich es etwas unkomplizierter und habe Gänsekeulen samt Beilage, hier Orangenblaukraut im Ofen gegart. Ich habe mich etwas an einem Rezept für Blaukraut orientiert und den Rest improvisiert, inklusive Garzeit, denn zeitweise musste der Ofen ohne Aufpasser arbeiten, da wollte ich nichts riskieren und schaltete auf niedrige Temperaturen. Einfach mal wieder genial lecker, alle waren begeistert und dank Fettreduzierkanne auch nicht zu mächtig. Außerdem ein gastgeberfreundliches Rezept (zumindest mehr als die Gänserezepte bislang), da es am Ende nicht ganz so viel Aufmerksamkeit braucht und das Blaukraut schon am Vortag gekocht werden kann, daher ein guter Beitrag für die entstaubten Klassiker von German Abendbrot.

Zutaten

Für 6 Erwachsene + 4 Kinder (oder 8 Erwachsene)

Für das Orangenblaukraut

  • 1 Kopf Rotkraut, ca. 1 kg ungeputzt
  • 1 EL Puderzucker
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 rote Zwiebel
  • 100 ml Portwein
  • 300 ml Rotwein (Bordeaux genommen)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 Pimentkörner
  • 1/2 TL Pfefferkörner schwarz
  • 1/2 Zimtstange
  • 1 Scheibe Ingwer
  • Salz
  • 1 EL Aceto balsamico
  • 3 Bio-Orangen

Für die Gänsekeulen:

  • 8 Gänsekeulen
  • 2 EL gemahlener Beifuß (alternativ 1 Bund getrocknet)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Speisestärke

Zubereitung

  1. Für das Blaukraut den Rotkohl putzen, vierteln, Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden (war bei mir knapp über 800 g gewogen). Die Zwiebel schälen, fein hacken.
  2. In einem großen Topf das Öl erhitzen, den Puderzucker hineinstäuben, Rotkohl zugeben und karamellisieren lassen, dabei regemäßig wenden. Zuletzt die Zwiebeln zugeben und glasig anschwitzen. Mit dem Portwein ablöschen und einkochen lassen.
  3. Mit dem Rotwein aufgießen, Lorbeer, Piment, Pfeffer, Zimtstange und 1 Scheibe Ingwer zugeben. Deckel drauf und bissfest dünsten (bei mir ca. 25 Minuten), bis es etwas zusammengefallen ist.
  4. Das Blaukraut mit Essig, Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Eine hohe Fettpfanne mit kaltem Wasser abspülen, das Blaukraut hineingeben. Die Orangen heiß abwaschen, trocknen und in Scheiben schneiden, gleichmäßig auf dem Blaukraut verteilen.
  6. Die Orangen mit Salz, Pfeffer und Beifuss bestäuben.
  7. Die Gänsekeulen waschen, trockentupfen, evtl. vorhandene Federkiele noch entfernen. Auf den Orangenscheiben verteilen, mit Salz von oben einreiben.
  8. Den Ofen auf 100°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Auf der 2. Schiene von unten 2 Stunden garen.
  9. Danach die Hitze auf 180°C Ober-/Unterhitze erhöhen, nach weiteren 30 Minuten die Haut mit einer Rouladennadel einstechen, damit das überschüssige Fett ablaufen kann. Wer es krosser mag, schaltet den Grill kurz dazu.
  10. Komplett aus dem Ofen nehmen, die Gänsekeulen auf eine Platte legen und im ausgeschalteten, leicht geöffneten Ofen auf einem Rost etwas ruhen lassen.
  11. In der Zwischenzeit das Blaukraut in ein Sieb abgießen, den Saft dabei auffangen. Gewürze und die meisten Orangenscheiben entfernen.
  12. Die Sauce mit Küchenkrepp oder wenn vorhanden mit Fettreduzierkanne entfetten. Blaukraut in eine Schüssel umfüllen, 3 EL der Sauce wieder zum Blaukraut geben.
  13. Die Sauce aufkochen, wer Zeit hat, lässt einreduzieren bis zur gewünschten Konsistenz. Wir hatten es bei 4 hungrigen, müden Kindern eiliger und haben 3 EL der Sauce mit 1 EL Speisestärke verrührt, in die kochende Sauce eingerührt. Dann nochmal mit Salz, Pfeffer abschmecken.
  14. Gemeinsam servieren.

Zubereitungszeit: etwa 90 Minuten unterbrochene Arbeits- + 2,5 Stunden Garzeit + Ruhezeit

Schwierigkeit: anspruchsvoller

Quelle: Blaukraut nach Alfons Schuhbeck - Meine bayerische Küche, S. 285, Gänsekeulen eigene Version

27.11.13

Rezept: Quitten-Chutney mit Äpfeln und getrockneten Aprikosen

Quitten-Chutney mit Äpfeln

DKduWIch darf Euch noch vorstellen, was alles dieses Jahr aus unserer Quittenernte wurde. Da ich von dem Buch, aus dem ich dieses Rezept habe, so begeistert bin, darf es gleich zum DkduW. Als erstes (nicht als letztes) gab es dieses Quitten-Chutney, das mit Äpfeln und getrockneten Aprikosen verfeinert wird. Ich habe schon in meinem alten Rezept für Chittenchutney getrocknete Früchte mit verwendet, damals Cranberries, jetzt getrocknete Aprikosen, die in Weißwein eingelegt werden und dadurch eine feine Säure bekommen. Das Schnippeln dauert relativ lange, da ich es sehr fein haben wollte, um es beispielsweise zu Fondue servieren zu können. Doch das Ergebnis ist genial lecker, fein, leicht scharf, perfekt. Ich habe allerdings 100 g Kandis mehr genommen, da mein Obst ruhig noch etwas süßer hätte sein können. Also einfach noch eine zweite Packung kaufen und nach Belieben abschmecken.

Zutaten

Reicht für 6 Gläser à 300 ml

  • 200 g getrocknete Aprikosen (1 Packung)
  • 200 ml Weißwein
  • 500 g Quitten (vorbereitet gewogen, ca. 600 g vorher)
  • 500 g Äpfel (Elstar genommen, vorbereitet gewogen, ca. 600 g vorher)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 kleine rote Chilischoten
  • 3 cm Ingwerwurzel, frisch
  • 4 TL Senfkörner
  • 1 TL Meersalz
  • 1 Messerspitze Cayennepfeffer
  • 500 ml Weißweinessig
  • 500 g weißen Krümelkandis, ggf. etwas mehr

Zubereitung

  1. Die Aprikosen fein würfeln (gewünschte spätere Größe) und in einer kleinen, hohen Schüssel mit dem Weißwein übergießen und abgedeckt beiseite stellen (kann auch über mehrere Stunden stehen bleiben).
  2. Quitten abreiben, schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und fein würfeln, in einen großen Topf geben. Äpfel ebenfalls schälen, fein würfeln, zu den Quitten geben.
  3. Zwiebeln und Knoblauch schälen, fein würfeln. Chilischoten waschen, längs halbieren, Kerne herauskratzen und sehr fein hacken. Ingwer schälen und sehr fein hacken.
  4. Alles in der Schüssel mit Senfkörnern, Salz und Cayennepfeffer mischen.
  5. Die Gläser vorbereiten.
  6. Weißweinessig zu dem Obst geben, und unter regelmäßigem Rühren aufkochen und auf mittlerer Stufe köcheln lassen. Nach ca. 15-20 Minuten den Kandis unterrühren. Für weitere 20 Minuten köcheln lassen, regelmäßig umrühren. Sobald die gewünschte Konsistenz erreicht ist und die Quitten weich gekocht sind (wer mag, kocht es sehr musig, dann länger) nochmals abschmecken.
  7. In die vorbereiteten Gläser füllen, verschließen, 5 Minuten auf den Deckel stellen, umdrehen und auskühlen lassen.

Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten Arbeits- + 40 Minuten Kochzeit

Schwierigkeit: langwierig, aber einfach

Quelle: Äpfel, Birnen und Quitten, S. 13

Kochbuch: Äpfel, Birnen und Quitten

Äpfel, Birnen und QuittenWahrscheinlich bin ich nicht die einzige mit einem Garten, bei der die Bäumchen manchmal mehr tragen, als man auf die Schnelle verwerten kann. Also soll mal was anderes als das immer gleiche Quittenkompott, Apfelmus oder Kuchen gebacken werden. Wer also Äpfel, Birnen oder Quitten (oder mehreres davon) in seinem Garten anbaut, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt! Hier findet man oder frau sehr viele tolle Inspirationen und Ideen, die nicht nur süße Rezepte oder Einmachideen beinhalten sondern auch pikante Rezepte, die immer wieder überraschen.

Das Buch ist flexibel gebunden, was es etwas stabiler macht, als die ähnlich teuren Hefte eines anderen Verlages. Auf 141 Seiten warten 87 Rezepte sowie ganz viele Tipps und Hinweise über Sorten, Lagerung, Einkauf sowie Tipps zum Verarbeiten. Die Rezepte selber sind nicht nach Sorten des Obstes sondern nach Verwendung sortiert, wobei ich mich bei der Vorstellung an das Register am Schluss halte, da die Rezepte selber in 3 Oberkapitel gegliedert sind (Vorrat, rasch fertig, Verwöhnen), in die jeweils die Vorstellungen der einzelnen Obstsorten eingebettet sind):

  • Eingelegt und eingemacht - hier finden sich neben den klassischen Marmelade & Co Rezepten auch einige Chutneys
  • Vorspeisen und kleine Gerichte - die 2 Croque-Rezepte klingen verlockend, recht klein mit 4 Rezepten
  • Suppen und Saucen - kleines Kapitel mit spannenden Rezepten
  • Süßspeisen und Desserts - hier punkten die verwendeten Sorten und jeds Süßmaul kommt auf seine Kosten
  • Kuchen und Gebäck - Kuchen in allen Variationen und außerdem einige Keksrezepte
  • Hauptgerichte mit Fleisch und Fisch - Beilage oder mal gefüllte Quitten, ein Versuch ist es sicher wert
  • Vegetarische Hauptgerichte - süß oder pikant mit Kartoffeln oder Kürbis

Abgerundet durch ein Rezeptregister nach Buchstaben des Rezeptes oder nach Kapitel, dann ebenfalls alphabetisch sortiert. Ich persönlich hätte jetzt nochmal eine Sortierung in Apfel-, Birnen und Quittenrezepte gewünscht, aber vielleicht bin ich inzwischen einfach zu kritisch. Insgesamt ein wunderschönes Buch, das ich guten Gewissens empfehlen kann für Hobbyköche und Gartenbesitzer, die Rezepte sind so gut beschrieben und mit so leckeren Fotos, dass auch kochunerfahrenere damit umgehen und das nachkochen können.

Das Buch ist aktuell noch im Handel oder bei Amazon erhältlich. Ich habe daraus schon vorgestellt:

24.11.13

Rezept: Teltower Rübchen in Senfsauce

Teltower Rübchen in Senfsauce

Wir lieben Teltower Rübchen und wenn immer es sie auf dem Markt gibt, kaufe ich welche ein. Dieses Mal habe ich sie in einer Senfsauce gekocht. Als Besonderheit hatte ich noch einen Senf von Teltower Rübchen der Senfelfen eingekauft, harmonierte wunderbar, insbesondere mit dem Schweinemedaillons. Sehr würzig und dabei fein. Kann ich nur empfehlen!

Zutataten

Für 4 als Beilage

  • 500 g Teltower Rübchen
  • 3 EL braunen Rohrzucker
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 EL milder Senf (hier Teltower Rübchen-Senf)
  • 100 ml Weißwein
  • 100 ml Sahne
  • 1/2 Bund glatte Petersilie (alternativ 2 EL grob gehackt aus TK)
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Teltower Rübchen schälen, in feine Scheiben schneiden.
  2. In einer beschichteten Pfanne den Zucker mit dem Öl karamellisieren, darin die Teltower Rübchen anschwitzen.
  3. Mit dem Weißwein ablöschen, einkochen lassen und mit der Sahne aufgießen. Etwas einreduzieren lassen und mit Salz, Pfeffer und Petersilie würzen.

Zubereitungszeit: fertig in 20 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

23.11.13

Kinderspiel: Obstgarten

ObstgartenUnsere Kinder haben schon seit Jahren dieses wunderbare Spiel. Hier spielen die Kinder gemeinsam gegen den Raben, es gewinnen also entweder alle oder keines der Kinder. Zunächst einmal muss das Spiel aufgebaut werden. Die vorhandenen Obstsorten (Kirschen, Pflaumen, Birnen und Äpfel) werden auf die Bäume verteilt (10 je Sorte). Außerdem werden der Farbwürfel und die Puzzle-Teile des Raben neben das Spielbrett gelegt. Jetzt wird reihum gewürfelt. Sobald das Kind eine entsprechende Farbe würfelt (rot für Kirsche, grün für Apfel, gelb für Birne und blau für Zwetschge), darf es sich eines der entsprechenden Obstsorten nehmen. Ein Ausnahmefall ist der gewürfelte Obstkorb, hier werden 2 beliebige Teile genommen.

Erschwerend kommt der gewürfelte Rabe ins Spiel. Hier wird eines der neun Rabenpuzzle-Stücke in den Puzzle-Rahmen gelegt. Ziel des Spieles ist es, alle Obstbäume abgeerntet zu haben, ehe der Rabe fertig gepuzzelt ist. Ist aber ein Baum abgeernet, verfällt der entsprechende Farbwurf, hier müssen die Kinder also miteinander reden.

Hier können die Kinder miteinander reden, es werden Farben geübt und auch verschiedene Laute wie "pf". Meine Mädels spiele es sehr gerne, wenn sie nicht in der Lage sind, eine Niederlage einzustecken. Ein wunderschönes, liebevoll gestaltetes Spiel, das in meinem Freundeskreis und ihren Kinder fast schon Kultstatus genießt. Probiert es doch einmal aus! Das Spiel ist im Handel oder bei Amazon erhältlich.

20.11.13

Rezept: Sauerkrautsuppe

Sauerkrautsuppe

Dieses Rezept für Sauerkrautsuppe ist wirklich fein, ich habe die Apfelmenge im Vergleich zum Originalrezept etwas erhöht, dadurch ist sie etwas milder. Leider war mein Schwarzwälder Schinken alle, aber der würde wunderbar dazu passen, einfach um Grissini wickeln und dazu servieren, das wäre dann perfekt. Ein wunderbares Winteressen, rustikal und überrraschend leicht. Nichts für Kinder (also zumindest meine waren nicht zu überzeugen), aber sonst genial lecker! Allerdings habe ich auch Sauerkraut vom Markt verwendet, das ist etwas milder, als das aus der Dose.

Zutaten

Für 4 Portionen

  • 1 Zwiebeln
  • 3 kleine Äpfel
  • 250 g Kartoffeln
  • 2 EL Butter
  • 520 g Sauerkraut
  • 1000 ml Geflügelbrühe
  • 250 ml Apfelsaft
  • 5 Wacholderbeeren
  • 2 Lorbeerblätter
  • 200 g Sahne
  • 2 EL Agavendicksaft (alternativ Akazienhonig)
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • optional: 100 g Schwarzwälder Schinken + 8 Grissini-Stangen

Zubereitung

  1. Zwiebel schälen, fein hacken. Apfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und würfeln. Kartoffeln ebenfalls schälen und würfeln.
  2. Butter in einem großen Topf zerlassen, darin das Gemüse mit dem Sauerkraut anschwitzen. Mit der Brühe und dem Apfelsaft ablöschen. Wacholder und Lorbeer einlegen und bei geschlossenem Deckel 45 Minuten köcheln lassen bei mittlerer Hitze.
  3. Die Gewürze wieder herausholen, Sahne zugießen, pürieren, je feiner desto samtiger die Suppe.
  4. Mit Agavendicksaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in feine Ringe streifen. Wer hat, serviert mit Schwarzwälder Schinken und Grissinis.

Zubereitungszeit: Arbeitszeit ca. 15 + Kochzeit 45 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Brigitte - Suppen und Eintöpfe, S. 85

18.11.13

Rezept: Zwetschgenröstertorte

Zwetschgenröstertorte

Diese herbstliche Neukreation des tortenbackenden Bruders zierte bereits zwei Hochzeitstorten. Aus dem Wunsch nach einer saisonalen, fruchtigen Torte wurde dieses Rezept kreiert. Der Boden wurde von der winterlichen Zimttorte übernommen. Dessen Anklang von Kaffee harmoniert wunderbar mit der frischen, leicht säuerlichen Fruchtnote. Als Rotwein für den Zwetschgenröster und dem Tränken der Böden wurde ein Lambrusco gewählt. Das Bild zeigt eine Testtorte, bei der nur 200ml Sahne benutzt wurde. Für die Hochzeitstorten wurde diese Menge verdoppelt, was so gut war, dass es unten schon entsprechend angegeben ist.

Zutaten

Für eine 26cm-Springform, ergibt 12 Stück

Für den Rührteig:

  • 50 g Kuvertüre (Zartbitter)
  • 125 ml heißer Kaffee
  • 50 g Mandeln (gehackt)
  • 300 g brauner Zucker
  • 200 g Butter
  • 1 EL Zimt
  • 4 Eier (M)
  • 300 g Mehl (Typ 405)
  • 2 TL Backpulver

Für die Füllung:

  • 1,2 kg Zwetschgen
  • ca. 150 g Zucker
  • Saft von 1 Zitrone
  • 1 Zimtrinde oder Zimtpulver
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • ca. 150 ml kräftiger Rotwein
  • 60 ml Portwein
  • 30g Speisestärke

Für die Sahne

  • 400 ml Sahne
  • 2 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung

  1. Die Kuvertüre in einem kleinen Topf im heißen Kaffee unter Rühren schmelzen lassen, ganz leicht abkühlen lassen. Die Mandeln in einer beschichteten Pfanne etwas anrösten (ohne Fett!). Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Backpapier in die Springform legen.
  2. Butter mit Zucker und Zimt cremig rühren, dann die Eier einzeln unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und abwechselnd mit dem (handwarmen) Kuvertüren-Kaffee unterrühren. Zuletzt die Mandeln unterziehen.
    Die Butter sollte Raumtemperatur haben, damit die Masse schnell cremig wird.
  3. Den Teig in die mit Backpapier ausgekleidete Springform füllen, glatt streichen. Auf mittlerer Schiene etwa 70 Minuten backen.
  4. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen, aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.
  5. Ofen auf 180°C belassen. VOn den Zwetschgen drei bis vier für Dekoration beiseite stellen. Restliche Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Zwetschgenhälften dritteln oder vierteln und in einer ofenfesten Form geben.
  6. 1 Zimtrinde oder 2 TL Zimtpulver zugeben. 1 Vanilleschote seitlich aufschlitzen und hinzufügen (alternativ 2 Beutel Vanillezucker). Mit 140g Zucker, Zitronensaft, 100ml Rotwein und 60ml Portwein zugeben und etwas durchmischen. Im Ofen auf mittlerer Schiene bei 180°C Ober/Unterhitze 20-30min garen lassen, dabei alle 5-10 min etwas durchmischen.
    WICHTIG: Nicht zu lange im Ofen lassen! Die Fruchtstücke sollten nicht zu weich werden und schon gar nicht zerfallen. Dann funktioniert das Folgende nicht, da zu viel Flüssigkeit da ist.
  7. Falls vorhanden, Zimtrinde und Vanilleschote entfernen. Ein Sieb in einen Kochtopf stellen, Zwetschgenröster hineingeben, dadurch Saft auffangen. Ergab hier ca. 3/8 l Flüssigkeit. Zwetschgen zur Seite stellen.
    Wer sicher gehen will, sollte abmessen.
  8. Zwetschgenflüssigkeit erwärmen, Speisestärke mit ca. 50 ml Rotwein glatt rühren. Sobald Zwetschgenrösterflüssigkeit kocht, angerührte Speisestärke hinzugeben und glatt rühren. Danach noch einmal aufwallen lassen.
    Diese Variante des Andickens des Fruchtsaftes wurde von der Schwarzwälder Kirschtorte abgeschaut. Sollte die Masse nicht andicken, erneut erwärmen und zusätzlich angerührte Speisestärke zugeben.
  9. Zwetschgen zur Flüssigkeit wieder hinzu geben, noch einmal kräftig aufwallen lassen. Zwetschgenmasse abkühlen lassen, bis sie nur noch handwarm ist.
  10. Tortenboden zweimal quer halbieren. Unteren Boden mit einem Tortenring umgeben. 3 EL Rotwein auf Boden träufeln. Hälfte der Zwetschgenmasse auf Boden verteilen. Mittleren Boden auflegen und ebenfalls mit 3 EL Rotwein beträufeln. Restliche Zwetschgenmasse darauf verteilen und obersten Boden auflegen. Torte für 1-2h kalt stellen, bis Zwetschgenmasse abgekühlt und fest geworden ist.
  11. Tortenring mit Messer lösen und entfernen. Sahne mit Vanillezucker steif schlagen und Torte damit rundrum einstreichen.
  12. Torte mit Zimtpulver und Zwetschgenspalten garnieren. Bis zum Servieren kalt stellen (am besten ein paar Stunden durchziehen lassen).

Zubereitungszeit: etwa 90 Minuten Arbeits- + 70 Minuten Backzeit, Auskühlzeit für den Boden (mind. 2 Stunden) + 3h Ruhezeit

Schwierigkeit: anspruchsvoller (vor allem die Füllung)

Quelle: Eigenes Rezept meines Bruders, Füllung variiert und inspiriert von Alfons Schuhbeck - Meine bayerische Küche, Boden nach GU - Tortenzauber einfach köstlich, S. 56

16.11.13

Kinderspiel: Sagaland

SagalandIch möchte endlich wieder den Kindersamstag etwas aufleben lassen und fange mit dem aktuellen Lieblingsspiel meiner Großen (aktuell 5 Jahre) an. Das Spiel gab es schon in meiner Kinderzeit und war auch Spiel des Jahres 1982. Die Spielidee: Die Spieler starten im Dorf und laufen auf verschiedenen Wegen durch einen Wald. Unter den 13 Bäumen sind Märchenmotive versteckt (z.B. Lebkuchen für Hänsel und Gretel oder Glasschuh für Aschenputtel). Sobald man auf einem Baumfeld landet, darf man sich geheim den entsprechenden Baum anschauen und merkt sich Motiv und Standort, denn von oben sehen alle Bäume gleich aus. Im Schloss liegen Motivkarten mit den entsprechenden Märchenmotiven aus. Hat man das entsprechende Bäumchen gefunden, versucht man als erstes zum Schloß zum Ratefeld zu kommen, dort angekommen schaut man geheim unter den Baum. Ist er richtig, zeigt man ihn offen, hat man den falschen Baum gewählt, stellt man ihn geheim zurück und startet wieder vom Dorf. Gewonnen hat, wer mehr Karten gesammelt hat. Wir spielen immer den Stapel durch, laut Spielanleitung endet das Spiel, sobald der erste 5 Karten hat.

Um durch den Wald zu laufen, darf man würfeln, dabei darf jeder Würfel getrennt gezogen werden, bei Pasch darf auf Sonderfeld (Baumfeld oder kurz vor dem Schloß) gesprungen werden. Wer auf dem Feld eines Mitspielers landet, wirft diesen raus, er muss ins Dorf zurück. Insgesamt bekommt es dadurch eine kleine taktische Komponente. Kinder sind insgesamt im Vorteil, da sie sich spielerisch die Standorte der einzelnen Symbole merken können.

Wir spielen das Spiel aktuell sehr gerne, unsere 5-jährige ist darin richtig gut, unsere 4-jährige versteht die Regeln schon, hält aber selten ein ganzes Spiel durch. Insgesamt ein wunderschönes Familienspiel, das ich guten Gewissens empfehlen kann. Ihr bekommt es im gut sortieren Fachhandel oder bei Amazon.

13.11.13

Rezept: Dorade in Sherry

Dorade in Sherry

Blog-Event XCIII - Spanien kulinarisch (Einsendeschluss 15. November 2013)Ich mag die spanische Küche, umso mehr freute ich mich über das Thema von Nele. Hier habe ich für den Göttergatten und mich 2 wunderbare Doraden geholt, die wir in Sherry im Ofen schmurgeln ließen. Schönes Aroma, saftig und genial lecker; schön auch hier, einfach unkompliziert. Ich habe im Vergleich zum Ursprungsrezept die Sherry-Menge etwas erhöht, was dem Fisch auch gut tat. Dazu einfach etwas Landbrot, um den Sud tunken zu können. Die Kinder liebten es auch, Dorade bietet sich gerade hier super an, da der Fisch relativ wenig Gräten hat, die auch noch sehr groß sind und gut entfernt werden können. Spanien und Sommer bei kaltem Wetter, schönes Thema, danke dafür!!

Zutaten

Reicht für 2 Personen + 2 Kinder mit wenig Hunger

  • 2 Doraden, küchenfertig, (à 400 g)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 große Bio-Zitrone
  • 4 EL Olivenöl
  • 4 EL trockener Sherry

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Doraden waschen, trockentupfen, von innen und außen mit Salz und Pfeffer würzen und in eine Auflaufform legen.
  3. Oben jede Dorade ca. 3x oberflächlich schräg einschneiden. Die Zitrone heiß abspülen, trocknen, die eine Hälfte in dünne Schieben schneiden und jeweils in die Schliitze stecken.
  4. Die andere Hälfte der Zitrone mit Olivenöl und Sherry verrühren und die Doraden mit der Hälfte des Sudes beträufeln.
  5. Auf der 2. Schiene von unten 20-25 Minuten garen, nach der Hälfte der Zeit mit dem restlichen Sud beträufeln.
  6. Mit Brot servieren.

Zubereitungszeit: etwa 10 Minuten Arbeits- + 25 Minuten Garzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Andalusien, S. 139

2.11.13

Rezept: Topinambursuppe mit Speck

Topinambursuppe mit Speck

Wir hatten wieder Topinambur in der Biokiste. Da die meine Mädels lange nicht gegessen hatten, begann ich wieder mit einer Suppe, um sie auf den Geschmack zu bringen (püriert, nicht erkennbar. Erst wenn es schmeckt, erzähle ich, was drin ist - funktioniert meistens). Ich hatte vor längerer Zeit schon mal ein anderes Rezept getestet. Dieses hier ist etwas weniger gehaltvoll, auch günstiger, da ein Teil durch Kartoffeln ersetzt wird. Meine Mädels waren wieder begeistert und sind von Topinambur echt angetan, darf es für sie mal wieder geben.

Zutaten

Für 4 Teller

  • 400 g Topinambur
  • 100 g Kartoffel
  • 2 Schalotten (100 g)
  • 2 EL Butter
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 125 g Sahne
  • 4 Scheiben Frühstücksspeck
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1 TL Chiliflocken

Zubereitung

  1. Topinambur und Kartoffeln schälen und grob würfeln, die Schalotten schälen, fein würfeln.
  2. Butter in einem Topf zerlasen, darin die Würfel anschwitzen, mit der Brühe ablöschen.
  3. Bei mittlerer Hitze abgedeckt 20 Minuten garen lassen.
  4. Dann die Sahne aufgießen und offen weitere 10 Minuten köcheln lassen.
  5. In der Zwischenzeit in einer Pfanne ohne Fett den Speck auslassen. Dann auf einem Küchenkrepp entfetten.
  6. Die Suppe fein pürieren, ggf. nochmal passieren. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Chili abschmecken.
  7. Mit Speck garniert servieren.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 50 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Jahreszeitenküche für die Familie, S. 145

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