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30.10.13

Rezept: Ofaschlupfa

Ofaschlupfa

Blogparade: Regionale KücheDie schwäbische Küche ist zwar heute berühmt für viele fleischhaltige Gerichte, allerdings waren die schwäbischen Familien früher eher arm, so dass einfache, günstige, regionale und saisonale Produkte im Vordergrund standen. Naja, Weggeworfen wurde auch nichts. Also musste auch aus Resten gekocht werden. Einige davon wurden zu Klassikern, so wie der Ofaschlupfa, in dem wunderbar alte Brötchen oder (besonders lecker) altbackener Hefezopf eingeweicht werden kann. Es hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Armen Ritter, allerdings fruchtiger und unkomplizierter.
Da ich in Stuttgart geboren und aufgewachsen bin, habe ich natürlich schon sehr viele schwäbische Gerichte gekocht oder gebacken, die ihr gerne mal ausprobieren könnt:

Verschiedene, pikante Rezepte:

Variationen von Spätzle:

Variationen mit Maultaschen

Pikante Kuchen:

Süße schwäbische Rezepte:

Zutaten

Reicht für 4 zum Sattessen

  • 80 g Butter
  • 6 alte Brötchen (am besten süße Hefebrötchen oder 1/2 Hefezopf)
  • 6 Äpfel
  • Zimt
  • Rosinen (ca 50 g) nach Belieben
  • 3 Eier (M)
  • 500 ml Milch
  • 4 EL Zucker
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Den Ofen vorheizen auf 180°C Ober-/Unterhitze. Die Form mit ca. 20 g der Butter einfetten.
  2. Brötchen in Scheiben schneiden, die Äpfel schälen und entweder vierteln, Kerngehäuse entfernen und in Spalten schneiden oder (wer hat) mit Kernausstecher das Kerngehäuse entfernen und in Ringe schneiden (ca 1/2 cm dick).
  3. In der Auflaufform unten Brötchenscheiben, darauf Äpfel und mit etwas Zimt bestäuben. Wer mag, gibt bei jeder Schicht noch einige Rosinen dazu. Weiter einschichten.
  4. Die Eier mit Milch und Zucker verrühren und über die Schichten gießen.
  5. Die restliche Butter in Flocken daruaf verteilen.
  6. Auf der 2. Schiene von unten ca. 50-60 Minuten backen, bis die Eiermilch gestockt ist und die Äpfel oben noch nicht schwarz sind. Ggf nach der Hälfte der Zeit mit Backpapier abdecken.

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten Arbeits- + 50-60 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Schwäbische Küche, S. 112

24.10.13

Rezept: Kassler auf Quittenragout

Kassler auf Quitten-Ragout

Wenn ich Spätdienst habe, schaue ich gelegentlich gerne Morgenmagazin und bleibe dann bei der Kanne hängen. Ende letzten Jahres war dann eine Sendung mit Quitten und da mein Bäumchen ja fleißig getragen hatte, blieb ich dran. Ich habe das Rezept dann mit Kasslerrippchen nachgekocht, die ich auf dem Ragout habe ziehen lassen. War runder, allerdings braucht das Ragout mehr Gewürze und Pastinaken harmonieren besser als Kartoffeln, also habe ich es nochmal gekocht, dieses Mal mit normalem Kassler, das ich tatsächlich im Ofen warm habe werden lassen, wie im Rezept vorgesehen, das fand ich persönlich nicht so lecker, wie das Garen auf dem Ragout selber. Hier also mein Version, die dann aber wirklich genial lecker schmeckt.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 4 Nelken
  • 6 Wacholderbeeren
  • 3 Lorbeerblätter
  • 1 1/2 Sternanis
  • 300 g Quitten
  • 300 g Pastinaken
  • 2 EL Öl
  • 1 EL Honig
  • 300 ml Fleischbrühe
  • 500 g Kassler am Stück (ohne Knochen)
  • 2 EL Honig
  • 2 - 3 EL Obstessig
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronenthymian (hatte ich nicht, weggelassen)

Zubereitung

  1. Gewürze im Mörser grob andrücken, in ein Gewürzsäckchen (Teebeutel) füllen.
  2. Quitten abreiben, schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen, würfeln, Pastinaken ebenfalls schälen und würfeln.
  3. Öl in einem großen Topf erhitzen, den Honig darin karamellisieren, die Quitten- und Pastinakenwürfel darin anschwitzen, mit der Fleischbrühe ablöschen, das Gewürzsäckchen einlegen. Das Kassler auf das Ragout auflegen, Deckel drauf und 15-20 Minuten köcheln lassen (je nach Größe der Würfel).
  4. Das Ragout mit Salz und Pfeffer, Honig und etwas Essig abschmecken. Wer hat, hackt noch etwas Zitronenthymian darüber.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 45 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: variiert nach ZDF

22.10.13

Rezept: Quitten-Apfelmus

Quitten-Apfelmus

Mein Quittenbäumchen biegt sich vor lauter Pracht, die Quitten duften herrlich im ganzen Garten. Leider pricken die Vögel sie an und wir können die ersten abgefallenen Quitten einsammeln. Zeit also, einige leckere Quittenrezepte vorzustellen. Heute ein Quitten-Apfelmus, perfekt als Marmelade oder auch zu Grießbrei. Wer nicht genug Quitten bekommen hat oder etwas weniger intensives möchte, ist hier genau richtig. Es ist einfach etwas milder, dabei harmonisch und rund. Probiert es doch einfach einmal! Wir haben 2:1 Zucker genommen, Göttergatte mag es nicht so süß, sonst einfach mit 1 kg Zucker einkochen, süßer und ohne Zusätze.

Zutaten

Waren 6-8 Gläser à 200 ml

  • 600 g Quitten (500 g Fruchtfleisch)
  • 600 g Äpfel (Boskop genommen), 500 g Fruchtfleisch nötig
  • 500 g 2:1-Zucker
  • 1 Vanilleschote

Zubereitung

  1. Die Quitten abreiben, schälen, vierteln, Kerngehäuse und schlechte Stellen entfernen, ebenso mit den Äpfeln. Alles grob würfeln und in einem Topf mit dem Zucker mischen.
  2. Die Vanilleschote längs aufschlitzen und Mark und Schote zugeben.
  3. Alles für 3-4 Stunden, besser über Nacht Saft ziehen lassen.
  4. Dann aufkochen, Vanilleschote herausfischen und pürieren.
  5. Sprudelnd aufkochen und noch kochend in die vorbereiteten Gläser abfüllen, verschließen und ca. 5 Minuten auf den Deckel stellen. Dann umdrehen.

Zubereitungszeit: reine Arbeitszeit ca. 60 Minuten + Ruhezeit mehrere Stunden

Schwierigkeit: etwas anspruchsvoller als Apfelmus

Quelle: ein Werbeflyer für Gelierzucker, eigene Version

21.10.13

Rezept: Zwiebelkuchen mediterran

Zwiebelkuchen mediterran

Garten-Koch-Event Oktober 2013: Zwiebel [31.10.2013]Passend zum von Sus ausgerufenen Gartenkochevent über Zwiebeln hier ein mediterraner Zwiebelkuchen, den ich mal als Variante unseres sonst üblichen Schwäbischen Zwiebelkuchens gemacht habe. Es ist einfach mal etwas anderes, richtig genial lecker. Würzig und durch die vielen Gewürze richtig raffiniert. Besonders gut der Ersatz von Speck durch geräucherten Schinken, die Artischocken harmonieren richtig gut, Tomaten dann bringen etwas Süße und leichte Säure. Insgesamt deutlich raffinierter als der klassische Zwiebelkuchen. Wenn ihr mal was anderes servieren wollt, es ist etwas feiner. Insbesondere, wenn Besuch kommt, der den "normalen" Zwiebelkuchen nicht mag, dann könnt Ihr hiermit Eindruck machen, schmeckt auch zu Federweißem.

Zutaten

Für eine 28-cm-Tarteform

Für den Teig:

  • 70 ml Milch
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 150 g Mehl Typ 405
  • 1 Eigelb (M)
  • 1/2 TL Salz
  • Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Prise Kümmel gemahlen
  • 1 Prise Koriander gemahlen
  • 1/2 Bio-Zitrone (nur die Schale)
  • 25 g weiche Butter

Für den Belag:

  • 300 g Zwiebeln
  • 1 EL Olivenöl
  • 70 g roher Schinken, in dünnen Scheiben
  • 2 Tomaten
  • 150 g ARtischocken (Dose, abgetropft)
  • je 2 EL schwarze und grüne Oliven (entsteint

Für den Guss:

  • 150 g Crème fraîche
  • 100 g Saure Sahne
  • 2 EL fein geriebener Parmesan
  • 2 Eier (M)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise milder Chili
  • 1 Prise Oregano, getrocknet
  • Muskatnuss frisch gerieben

Zubereitung

  1. Für den Boden zunächst die Milch zimmerwarm werden lassen, Hefe reinbröseln und mit einer Gabel verrühren. Mit den restlichen Zutaten grob vermengen. Die Zitrone heiß abspülen, abtrocknen und ca. 1/2 TL abreiben, alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen.
  2. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Für den Belag die Ziwiebeln schälen, vierteln und in schmale Streifen schneiden.
  4. In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig anschwitzen, von der Hitze nehmen.
  5. Jetzt den Schinken in Streifen schneiden, den Strunk der Tomaten herausschneiden, die Haut über Kreu einritzen und mit kochendem Wasser übergießen und schälen. Dann vierteln, Kerne herauskratzen und würfeln.
  6. Artischocken in Spalten schneiden, alles mit den Oliven und Zwiebeln mischen.
  7. Die Form einfetten, den Teig hineindrücken und kurz gehen lassen.
  8. Für den Guss Crème fraîche mit Saurer Sahne, frisch geriebenem Parmesan und den Eiern verrühren, mit den Gewürzen pikant abschmecken.
  9. Jetzt den Belag auf dem Boden verteilen, den Guss darüber gießen.
  10. Auf der 2. Schiene von unten 40 Minuten goldbraun backen. Lauwarm servieren.

Zubereitungszeit: etwa 60 Minuten Arbeits- + 40 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: macht viel her, aber gut vorzubereiten

Quelle: Raffinierte Tartes - süß und pikant, S. 16

17.10.13

Bestanden

... die Prüfung, ewig (gefühlt) darauf hin gelebt und gearbeitet. Jetzt endlich das Zeugnis in den Händen. Ich kann es noch gar nicht fassen, habe wieder Zeit für meine Lieben, für mich und meine Hobbies. Gefeiert wurde schon und wird auch noch. Aber jetzt muss ich erst mal genießen!!

12.10.13

Rezept: Bananenkuchen nach Oskar

Bananenkuchen nach Oskar

Meine beiden Mädels sind absolute Fans vom Drache Kokosnuss und natürlich haben wir aus dem passenden Backbuch auch öfters Rezepte ausprobiert. Hier haben wir einen Bananenkuchen gebacken, der laut Buch besonders gerne vom Fressdrachen Oskar vernascht wird. Aber meine Neigung, Rezepte immer und jederzeit irgendwie abzuwandeln, scheint genetisch abefärbt zu haben. So legten sie größten Wert auf Schokostückchen im Teig. Auch wurde ein Schokoguss darüber gezogen und mit den Ausstechförmchen noch 2x den Oskar mit Zuckerstreuseln darauf verziert. War lecker, die Mädels stolz und wurde gleich mit den Freunden genossen. Wer so überreife, fast außen schon schwarze Bananen rumliegen hat, die können hier perfekt verarbeitet werden!

Zutaten

Für eine 30-cm-Kastenform

  • 200 g Zucker
  • 200 g Butter (Zimmertemperatur)
  • 4 Eier (M)
  • 1 EL Vanillezucker
  • 4 reife Bananen
  • 350 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 230 g gemahlene Nüsse (Mandeln genommen, Haselnüsse gehen auch)
  • 1 Päckchen Schokotropfen (wünschten meine Mädels)

Für die Verzierung:

  • Schokoguss (1 fertiges Päckchen)
  • bunte Zuckerstreusel

Außerdem:

  • Fett für die Form
  • Grieß 2 EL
  • evtl Alufolie

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Backform einfetten und mit etwas Grieß
  2. Den Zucker mit der Butter so lange verrühren, bis es nicht mehr knirscht. Die Eier einzeln unterrühren.
  3. Die Banen mit einer Gabel zu Brei zerquetschen und unterrühren.
  4. Mehl mit Backpulver und den Nüssen mischen und unterrühren. Wer mag, mischt noch Schokotropfen unter den Teig.
  5. In die gefettete Form füllen und auf der 2. Schiene von unten 45-55 Minuten backen. Wird der Teig zu dunkel mit etwas Alufolie abdecken. Der Kuchen ist fertig, wenn an einem Holzstäbchen, das man hineinsteckt kein Teig beim Rausziehen hängen bleibt.
  6. Abkühlen lassen und mit dem Schokoguss überziehen, wer mag verziert noch mit Zuckerstreuseln.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten Arbeits- + ca. 50 Minuten Backzeit (Arbeitszeit hängt vom Kind ab)

Schwierigkeit: geht gut mit Kindern zu backen

Quelle: Der kleine Drache Kokosnuss - Rezepte aus der Drachenbäckerei, S. 20

7.10.13

Rezept: Kürbis-Hack-Auflauf mit Spinat

Kürbis-Hack-Auflauf mit Spinat

Es war mal wieder Resteverwertung angesagt. Wir hatten aus dem ersten Kürbis aus dem Garten, Topinambur aus der Biokiste, Spinat (der sah so gut aus, den musste ich einkaufen). Eigentlich war mal wieder was anderes geplant, aber wir haben mal wieder nicht alles gehabt, das eigentliche Rezept ging nicht und ich habe mit dem Kühlschrankinhalt improvisiert. Dieses Mal war es so lecker, dass ich es unbedingt bloggen wollte, damit ich es nicht vergesse!

Kürbis-Hack-Auflauf mit Spinat

Zutaten

Reicht für 4 zum Sattessen

  • 400 g Kürbis, ungeputzt (Muskat genommen)
  • 300 g Topinambur
  • 125 g Babyblattspinat
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 EL Olivenöl
  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • Salz, Pfeffer
  • 125 ml Fleischbrühe
  • 100 g Frischkäse
  • 3 Eier (L)
  • 150 g Emmentaler

Zubereitung

  1. Kürbis putzen, ggf. schälen (nicht bei Hokkaido), Kerne entfernen, in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden, Topinambur ebenfalls schälen, in Spalten schneiden, Spinat waschen, verlesen, abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauch schälen, in dünne Ringe bzw. Spalten schneiden.
  2. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. In einer großen, ofenfesten Pfanne das Öl erhitzen, darin das Hack krümelig anbraten, mit Salz und Pfefer würzen. Jetzt das restliche Gemüse zugeben und anschwitzen.
  3. Mit der Brühe ablöschen, Frischkäse unterrühren, nochmals pikant abschmecken. Die Eier verquirlen, darüber geben, nochmla umrühren, glatt streichen. Vom Herd nehmen, mit Käse bestreuen.
  4. Auf der 2. Schiene von unten 30 Minuten goldbraun überbacken.

Zubereitungszeit: etwa 40 Minuten Arbeits- + 30 Minuten Garzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept aus Kühlschrankinhalt

6.10.13

Rezept: Schwarzwälder Kirschtorte - Glutenfrei

schwarzwaelderglutenfrei.jpg

Auch beim backbegabten Bruder standen einige Hochzeitseinladungen an. Nicht nur bei einer Hochzeit wurde mal wieder bei ihm die Torte geordert. Die besondere Schwierigkeit diesmal bestand darin, dass einige Gäste eine Glutenunverträglichkeit haben. Die Abwandlung der Rezepte wollte natürlich vorher ausprobiert sein. Daher wurde das Rezept für die Schwarzwälder Kirschtorte glutenfrei umgewandelt und bei einem runden Geburtstag getestet. Das Ergebnis war herrlich saftig und als erstes restlos vom Kuchenbuffet verschwunden.
Das im Originalrezept vorgesehene Mehl wurde durch gemahlene Mandeln und einer fertigen Mischung glutenfreies Mehl (Mix aus Reisvollkornmehl, Maisstärke, Hirsevollkornmehl, Guarkernmehl) aus dem Supermarkt ersetzt. Bei der Speisestärke sollte man auch auf Glutenfreiheit achten (Symbol auf Packung bzw. auf Kartoffelstärke achten).

Zutaten

Für eine 26-cm Springform

Für den Biskuit:

  • 7 Eier (L genommen)
  • 250 g Zucker
  • 60 g Butter
  • 100 g glutenfreies Mehl (fertige Mehlmischung)
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 1 kleine Messerspitze gemahlenen Zimt (nach Wunsch)
  • 50 g Speisestärke
  • 50 g Kakaopulver

Für die Füllung:

  • 1 Gas eingelegte Sauerkirschen oder Schattenmorellen (450 g Einwaage)
  • 40 g Zucker
  • 1 Zimtstange
  • 2 Nelken (nach Wunsch)
  • 2 gehäufte TL Speisestärke
  • 750-800 ml Sahne
  • 60 g Zucker

Außerdem nötig:

  • 6 cl Kirschwasser
  • 4 cl Läuterzucker
  • ca. 50-100 g Zartbitter-Raspelschokolade
  • Backpapier

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen.
  2. Butter schmelzen. Die Eier in einer großen Schüssel (am Besten große Salatschüssel) im lauwarmen Wasserbad (Spülbecken) schaumig (dauert ca. 5-10min mit dem Handrührgerät) schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Danach die Schüssel in kaltes Wasserbad setzen (z.B. warmes Wasser ablassen, kaltes in Spülbecken einlassen) und dort die Eier weiter rühren (mind. 8 min), bis eine Creme entstanden ist.
  3. Mehlmischung mit Speisestärke, Zimt (nach Wunsch) und Kakaopulver mischen, zur Eiercreme sieben, gemahlene Mandeln zugeben und unterheben. Zuletzt die flüssige Butter vorsichtig unterheben (sollte nur noch handwarm sein, sonst fällt die Eicreme zusammen).
  4. Den Teig in die Springform füllen, glatt streichen und auf mittlerer Schiene 30-35 Minuten backen. Etwas auskühlen lassen, aus der Form lösen, auf ein Gitter stürzen und über Nacht komplett auskühlen lassen.
    Sollte man keinen Läuterzucker (purer Zuckersirup) im Haus haben, sollte man ihn am selben Abend noch herstellen. Dazu ca 100 ml Wasser mit 150 g Zucker aufkochen lassen, bis sich aller Zucker gelöst hat, und komplett abkühlen lassen.
  5. Für die Füllung die Kirschen in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen, den Saft dabei auffangen und 250 ml abmessen (soll die Torte besonders fruchtig werden, verwendet mein Bruder 1,5 Gläser Kirschen). Den abgemessenen Saft mit dem Zucker, der Zimtstange und (nach Wunsch) den Nelken aufkochen lassen. Die Zimtstange und Nelken wieder herausnehmen. Speisestärke mit 1 EL Wasser anrühren und den Kirschsaft damit binden. Erneut mehrfach kräftig aufkochen lassen.
  6. Einige schöne Kirschen für die Deko heraussuchen, die restlichen zum eingekochten Saft geben, vorsichtig untermischen, nochmals ganz kurz aufkochen und gut abkühlen lassen.
  7. Den Biskuit quer in 3 Böden schneiden. Kirschwasser mit Läuterzucker vermischen. Den untersten Boden mit Tortering umgeben und mit einem Drittel des Kirschwasser-Läuterzuckers tränken. Sahne mit Zucker steif schlagen (nach Wunsch 1-2 EL Kischwasser und ein Beutel Sahnesteif zugeben).
  8. Auf untersten Boden Kirschmasse verteilen. Zweiten Boden aufsetzen und ebenfalls mit einem Drittel der Kirchwasser-Mischung tränken. Circa ein Drittel der Sahne auf dem Boden verstreichen. Dann den letzten Boden aufsetzen und tränken. Torte ca. 30 min kalt stellen.
  9. Tortenring entfernen und die Torte oben und am Rand mit der restlichen Sahne bestreichen.
  10. Seiten und Decke der Torte mit Schokoraspeln garnieren.
    Die Dekoration der Seiten machen auch bei meinem Bruder immer etwas Dreck. Auf einer freien Arbeitsplatte hebt er die Tortenplatte mit einer Hand seitlich leicht an und wirft die Schokostreusel gegen die Tortenseite (braucht etwas Übung, aber auch dann geht einiges daneben).
  11. Mit der Spritztülle Sahnetupfer auf den Rand setzen und mit den beiseite gestellten Kirschen garnieren. Bis zum Servieren kalt stellen (am besten über Nacht durchziehen lassen).

Wer mag, kann den Kirschwassergeschmack in der Kirschmasse noch verstärken, indem man ein bis zwei Tage vor der Tortenherstellung, das Kirschenglas öffnet, ca. 2 EL Saft abnimmt, die Flüssigkeit mit Kirschwasser ersetzt, verschließt und im Kühlschrank aufbewahrt. Hier noch ein Bild der angeschnittenen Torte:

schwarzwaelderglutenfreianschnitt.jpg

Zubereitungszeit: etwa 2,5 Stunden Arbeitszeit (verteilt auf 2 Tage), 35 Minuten Backzeit + Kühlzeit über Nacht

Schwierigkeit: anspruchsvoller

Quelle: abgewandelt von Teubner - Das große Teubner Backbuch, S. 205

3.10.13

Rezept: Traubenkuchen

Traubenkuchen

Die Kleine hatte Geburtstag und die Große wollte ihrer Schwester unbedingt die Geburtstagskuchen (richtig - mehrere!) backen. Neben der klassischen Pfannkuchentorte wollte sie unbedingt was mit Weintrauben backen, die das Geburtstagskind so liebt, also einen Weintraubenkuchen. Das Kind hat schon gelernt, dass sich Rezepte auchch im www finden lassen und suchte nach Bild aus. War lecker, für die Optik würde ich allerdings zumindest für die Füllung geschälte Mandeln nehmen, dann perfekt! Genial lecker backen kann sie, meine Große!

Zutaten

Für eine 26-cm-Springform

Für den Boden:

  • 200 g Mehl
  • 60 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 1 Ei
  • 2 Tl Zitronensaft
  • 100 g weiche Butter oder Margarine

Für die Füllung:

  • 500 g grüne, kernlose Weintrauben
  • 4 Eier
  • 100 g weiche Butter oder Margarine
  • 50 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • Saft und abgeriebene Zitronenschale von einer Zitrone
  • 75 g gemahlene Mandeln
  • 2 EL Speisestärke

Zubereitung

  1. Für den Boden alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten und in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank 30 Minuten kalt stellen.
  2. In der Zwischenzeit die Weintrauben gründlich waschen, in einem Sieb abtropfen lassen.
  3. Die Eier trennen, die Eigelbe mit Butter, Puderzucker, Vanillezucker und dem Salz schaumig schlagen. Die Zitrone heiß abwaschen, trocknen, die Schale abreiben und zugeben. Die Zitrone halbieren und auspressen, davon 2 EL zugeben und unterrühren. Die Eiweiße zu steifen Eischnee schlagen, abwechselnd mit Mandeln und Speisestärke vorsichtig unterheben.
  4. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kuchenform einfetten, den Teig gleichmäßig hineindrücken oder extra ausrollen und in die Form legen. Dabei einen ca. 3 cm hohen Rand formen, mit einer Gabel überall etwas einstechen. Alles mit Backpapier abdecken, mit Backlinsen beschweren und 10 Minuten blind backen.
  5. Die Hitze auf 180°C Ober-/Unterhitze reduzieren. Backpapier samt Linsen entfernen. Die Füllung auf dem Boden verteilen, die Trauben darauf legen.
  6. Auf der 2. Schiene von unten 45 Minuten backen. Ggf. gegen Ende mit Alufolie oder etwas Backpapier abdecken.

Zubereitungszeit: mit Kind ca. 1 Stunde Arbeits- + 55 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: noch relativ einfach

Quelle: Mamas Rezepte

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