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30.01.13

Stöckchen: 11 Fragen

Es gibt mal wieder Stöckchen. Auch da gibt es geteilte Meinungen, aber ich mag sie total gerne. Es zeigt einfach, wer der Mensch hinter dem Blog ist, warum er oder sie bestimmte Dinge tut, kocht oder macht. Barbara hat da gerade wieder ein Stöckchen zum selber fangen liegen lassen. Das greife ich mir eibnfach mal auf und beantworte ihre 11 Fragen:

  1. Schokolade oder Bratwurst?
    Ganz eindeutig Schokolade, da möglichst Zartbitter.
  2. Tortenstück oder Cupcake?
    Torte, ist aber beides nicht meine erste Wahl.
  3. Was war das beste Essen Deines Lebens?
    Oh, da gibt es nicht DAS Beste, sondern mehrere schöne Abende. Mal mit dem Göttergatten gemeinsam genial gekocht, mit Freunden hier in Potsdam oder damals mit Freunden die Gans.
  4. Mit welchem Essen oder Lebensmittel kann man Dich jagen?
    Ganz eindeutig: Kokosnuss. In einem Zeltlager in den 80iger Jahren von der Kirchengemeinde aus, gab es Kokosnuss. Die war verdorben, was aber keiner wusste. Damals haben alle es essen müssen. Danach kommen verkochte dicke Bohnen und matschige Linsen.
  5. Welche Länderküche magst Du am liebsten?
    italienisch, französisch und deutsche Küche. Meinen absoluten Favoriten habe ich nicht. Asiatisch kocht der Göttergatte lieber als ich.
  6. Was ist Dein liebstes Reiseziel?
    Mmh, für die weiter entfernten Ziele: Ich will unbedingt mal in den Grand Canyon, Neuseeland, Australien oder einfach mal ans Meer und Strand- und Schwimmurlaub machen. Vor den Kindern haben wir jedes Jahr eine europäische Großstadt besucht und für 4-5 Tage erkundet, das habe ich total geliebt und das vermisse ich auch. Am häufigsten fahren wir aktuell meine Eltern in Bayern besuchen, entspannend und wir haben Oma und Opa für die Kinder.
  7. Probierst Du auf Reisen oder anderswo gerne neue Sachen aus? Kulinarisch meine ich. Oder isst Du lieber, was Du schon kennst?
    Auf jeden Fall was neues. Das andere kann ich ja auch daheim essen.
  8. Was ist Dein wichtigstes Küchengerät?
    Meine Messer, s. 9. Dann wohl am ehesten meine Küchenmaschine, weil ich die sehr oft brauche. Ich habe eine MUM47, die schon lange brav und treu ihre Arbeit erledigt und fast alles kann.
  9. Legst Du Wert auf gute Messer?
    Auf jeden Fall. Stumpfe Messer sind gruselig. Ich habe einige von W*M*F sowie von Chroma, daher dann auch die Kindermesser (scharf und auch lang). Schon meine Kinder wissen, welche ihrer Messer besser sind als andere. Geschärft wird mit Wetzstahl, aber ich muss sie jetzt mal zum Nachschleifen bringen.
  10. Wie entspannst Du Dich am liebsten?
    Spielen mit meinen Mädels, Klavierspielen, ein gutes Buch (aber dann ohne Kinder um so richtig im Buch versinken zu können). Die ultimative Entspannung ist im Sommer am Ufer eines Sees in der Sonne auf einem Handtuch liegen, die Geräusche der Badenden, Wind auf der Haut und der Geruch von Sonnencrème in der Nase, die Wärme der Sonne und das Gefühl, sich nie wieder bewegen zu wollen.
  11. Warum hast Du mit Bloggen angefangen?
    Weil ich schon immer gerne koche. Mir es Spaß macht und ich mich immer geärgert habe, dass es nicht möglich ist, Kochbuchfotos auf dem Teller zu bekommen. Damals kamen die Foodblogs gerade auf, ich habe ja schon 2006 angefangen. Letztlich überredet hat mich dann Jan, der mir auch bei den ersten Schritten im WWW half. Einen html-Kurs hatte ich schon als Schülerin gemacht, damals von der Uni aus, um Mädels zum Informatik-Studium zu motivieren. Hat zwar nicht funktioniert, aber das half über einige Probleme hinweg.

Ich lasse das Stöckchen einfach mal bei Barbara liegen, weil ich zu müde bin, um eigene Fragen auszudenken.

29.01.13

Rezept: Kohlrabi-Kartoffel-Gratin

Kohlrabi-Kartoffel-Gratin

Jetzt im Winter bekommt man weiter Gemüse, so auch Kohlrabi, zwar nicht ganz so fein, dafür toll, um es mit anderen Gemüsen zu schmoren, Suppen oder eben in diesem Gratin, das perfekt zu beispielsweise Hackbraten oder auch Rindfleisch harmoniert. Geht relativ schnell und unkompliziert. Probiert es doch einfach mal aus.

Zutaten

Für 4 als Hauptgericht, für 6 als Beilage

  • 2 Kohlrabi, insgesamt etwa 400g
  • 500 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend oder festkochend (Cilena genommen)
  • 3 Zweige Thymian (alternativ 1 TL getrockneter)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 g Emmentaler
  • 250 g Sahne
  • 1 EL Butter
  • nach Belieben Kürbiskerne (weggelassen)

Zubereitung

  1. Die Kohlrabi und Kartoffeln schälen, in feine Scheiben schneiden oder hobeln. Knoblauch halbieren und eine flache Auflaufform damit ausreiben. Die Kartoffel- und Kohlrabischeiben abwechselnd in eine Auflaufform schichten.
  2. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Den Käse reiben und die Hälfte davon über die Kartoffeln streuen. Die Sahne mit Salz und Pfeffer pikant würzen und über die Masse geben. Den restlichen Käse darüber streuen.
  4. Auf der 2. Schiene von unten 30-40 Minuten backen. Evtl. Garprobe machen (mit Rouladennadel reinpieken und testen, wie weich ist es schon, hängt von der Dicke der Scheiben ab). Evtl mit Backpapier abdecken.
  5. Wer mag, röstet noch Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und darüer streuen.

Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten Arbeits- + 40 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: GU Küchenbibliothek Gemüse, S. 135

26.01.13

Rezept: Fischstäbchen selbstgemacht

fischstäbchen selbstgemacht

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.deGibt es ein Kind, das keine Fischstäbchen mag oder zumindest kennt? Meine lieben Fischstäbchen und ja - das ist eines der wenigen Convenianca-Produkte, die in meinem Haushalt verwendet werden. Aber jetzt mit meinen beiden kranken Hühnern, da konnte ich auch mal selber kochen bzw. kochen lassen. Panieren kennen sie beide schon, bietet sich für Kinder auch wirklich an. Wir haben uns dieses Mal für Victoriabarsch entschieden, ein Süßwsserfisch, sehr mild im Geschmack, sehr fest im Fleisch und lässt sich auch von Kinderhänden gut schneiden. Nicht nur, dass beide total begeistert davon waren, dass wir selber Fischstäbchen gemacht haben, die schmecken auch besser als gekaufte, zumindest nach eindeutiger Meinung meiner Mädels. Weil es auch echt schnell geht (auch mit Kindern unter 30 Minuten) ein Beitrag zur Cucina rapida.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 800 g Fischfilet (z.B. Victoriabarschfilet, klassisch ist Seelachs)
  • Salz, Pfeffer
  • Mehl, ca 200g
  • 2 Eier (M)
  • 2 EL Schlagsahne
  • 10 EL Paniermehl
  • Öl zum Ausbraten

Zubereitung

  1. Fisch abspülen, trockentupfen. Dann gründlich auf Gräten absuchen (am besten mit einer Pinzette entfernen), dann in wunschgemäße Streifen schneiden. Fischstäbchen schneiden
  2. Die Panierstraße vorbereiten: dafür Mehl auf einen Teller (oder Schale) geben, in einem tiefen Teller die Eier mit der Schlagsahne verquirlen und das Paniermehl auf einen 3. Teller geben.
  3. Die Pfanne schon mal auf mittlere Hitze heiß werden lassen (bei mir 6/9) und etwas neutrales Pflanzenöl zugeben.
  4. Die Fischstücke von allen Seiten salzen und pfeffern. Dann zuerst im Mehl wenden (abklopfen!), durch die Eier ziehen (überall muss Ei dran sein), zuletzt in den Semmelbröseln wenden und im heißen Fett braten, je Seite ca. 3-5 Minuten, hängt von der Dicke ab. Evtl. ein Fischstäbchen zerteilen und Garpunkt prüfen. Fischstäbchen panieren
  5. Auf einem Küchenkrepp etwas entfetten und servieren.

Zubereitungszeit: fertig in 30 Minuten (Kücheputzen nicht mitgerechnet)

Schwierigkeit: schaffen mit etwas Hilfe auch Kinder von 3 + 4 Jahren

Quelle: variiert nach GU einfach clever - Fisch und Meeresfrüchte, S. 71

Tipp: wer ungesüßte Cornflakes da hat: mit einem Nudelholz in einem Gefrierbeutel etwas zerbröseln und unter das Paniermehl mischen

Fischstäbchen Panierstraße

23.01.13

Food-o-grafie: Meine Kamera(s)

Kameras

food-o-grafie 2013 - #1 Kamera Ausrüstung (Einsendeschluss 28.02.2013)Zorra fragt wieder nach unseren Kameras. Seit damals hat sich zumindest bei der Kamera einiges getan. Meine kleine Kompakte wurde durch eine neue, eine Ricoh CX2 ersetzt. Vorteil war, dass sie auch bei schlechten Lichtverhältnissen (ich arbeite tagsüber und koche abends...) noch recht gute Bilder macht. Außerdem hat sie eine relativ kurze Auslöseverzögerung, was für Schnappschüsse meiner Mädels wichtig ist. Da ich auch nicht immer den Camcorder dabei habe, wollte ich auch eine Video-Funktion dabei haben. Außerdem schenkte mir der Göttergatte zu Weihnachten eine Canon EOS 1100D inklusive des Canon EF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 IS II Universalzoom-Objektiv, mit der ich aktuell fast alle Bilder für den Blog mache.

Ich habe allerdings weder einen Blitz zusätzlich noch anderes Equipment, daher werde ich wohl ähnlich wie Bushcook an den anderen Events nicht teilnehmen können. Ich habe keine Fotoecke, keine Hintergründe, die variabel sind. Ich hänge auch an meinem völlig unfotogenen gemusterten Geschirr, das wir zu unserer Hochzeit von meinen Eltern geschenkt bekommen hatten. Zwar versuche ich, die Bilder ansprechend zu gestalten. Aber ich möchte mein Essen gerne warm essen. Auch widerstrebt es mir, meine Mädels alleine essen zu lassen, während ich mein nach und nach erkaltendes Essen immer wieder aus anderen Blickwinkeln ablichte. Für mich macht auch gerade das den Unterschied eines Foodblogs zu einem Kochbuch oder Magazin aus: das ist die Optik des Gerichtes, so bekommt frau es auf den Teller und nicht irgendwelche Kunstwerke, für die im normalen Alltag ohnehin keine Zeit bleibt.

Ich möchte Kochen, um zu genießen oder zu verwöhnen, aber nicht primär, um es zu fotografieren. Der Blog ist ein Hobby, das aber mein Familienleben auch nicht dominieren darf. Außerdem brauche ich keinen Hauch von an einem Extrakt aus mit ... Bei mir soll es lecker sein, gesund, ja, auch ansprechend aussehen, aber nicht nur fotogen sein. Ein "Mmmh, lecker, kochen wir das mal wieder, Mama?" ist mir um so vieles wichtiger als ein Kommentar über das gelungene Foto, was ich sowieso nie schaffen werde. Also nehmt es mir nicht krumm, das meine Bilder hier nicht wie gemalt aussehen, sondern eben so, wie sie nach einem 9h-Tag abends noch schnell gezaubert werden, einfach, lecker und praktikabel, genußvoll (hoffentlich) zumindest genießbar, aber eben keine Kunstwerke.

22.01.13

Rezept: Vanillewaffeln

Vanillewaffeln

Ich habe den Namen mal so stehen lassen, treffender wären Butterwaffeln, zumindest im Originalrezept. Das ist allerdings viel zu fettig. Außerdem wird für Vanillewaffeln nur Vanillezucker verwendet. Da nehme ich lieber echte Vanille und weniger Butter. Dann aber lecker, schnell gemacht und die Mädels wie immer glücklich. Da das Heftlein nur im Urlaub zur Verfügung steht, bei uns unser Waffelrezept im Urlaub.

Zutaten

Reicht für ca. 10 Waffeln

  • 75 g Butter, zimmerwarm
  • 60 g Zucker
  • 2 EL Vanillezucker
  • 1 Vanillleschote
  • 3 Eier (M)
  • 200 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 250 ml Milch
  • Fett für das Waffeleisen (nur vor der 1. Waffel)

Zubereitung

  1. Butter zimmerwarm werden lassen, in Stücken in eine Schüssel geben und mit dem Zucker schaumig rühren. Dann den Vanillezucker unterrühren.
  2. Die Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark herauskratzen, das Vanillemark zur Butter geben.
  3. Die Eier einzeln unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unterrühren.
  4. Einzeln im Waffeleisen ausbacken.

Zubereitungszeit: Arbeitszeit etwa 15 Minuten + Zeit zum Waffeln ausbacken (hängt vom Eisen ab)

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Waffeln leicht gemacht, S. 4

Backbuch: Waffeln leicht gemacht

Waffeln leicht gemachtNicht nur ich, schon meine Eltern liebten Waffeln, daher haben sie in ihrem Ferienhaus auch ein kleines Heft mit verschiedenen Rezepten. Die sind zur Hälfte süß, die andere Hälfte pikant gehalten. Einige Rezepte braucht man in einem so dünnen Heft meiner Meinung nach nicht (Waffeltorte), doch andere sind ganz schön. Insgesamt sind 14 Rezepte, 1 allgemeine Anleitung für die Teigherstellung und eine kleine Kunde von Waffeleisen enthalten. Die Zutatenlisten sind übersichtlich, die Arbeitsanleitung gut nachvollziehbar und untergliedert beschieben.

Leider sind einige Rezepte nicht so ganz gelungen, die Rezepte sind mir persönlich eher zu fettig, aber ich bin da auch etwas anspruchsvoll. Das Heft ist nur noch gebraucht unter anderem bei Amazon erhältlich. Daraus schon vorgestellt:

19.01.13

Kinderspiel: Dragi Drache

Dragi DracheUnsere Mädels lieben spielen und etwas Mundgymnastik hat noch niemandem geschadet. Dieses Spiel hier bietet eine Menge spielerischen Spass. Die Idee dahinter: Drachenkinder machen Prüfung und müssen einen Ball in Felder pusten bzw. durch oder über Hindernisse, um alle Bälle einsammeln zu können. Das ist noch nicht mal für uns Erwachsene einfach. Wir spielen es derzeit, dass die Kinder wiederholen dürfen, wenn sie über die Schachtel hinaus pusten, die Erwachsenen dürfen nur 1x. Für Fortgeschrittene gilt dann es dann zusätzlich, ein Zeitlimit einzuhalten. Das spiel macht unseren Mädels eine Menge Spass, holen es gerne hervor. Allerdings haben wir das Spiel erst seit Weihnachten und können über die Haltbarkeit noch nicht so viel sagen.

Was mich ärgert, ist der Motor des kleinen Gebläses, der beim 3. Mal Spielen auch gerne mal aussteigt. Da der kleine Schaumstoffball so wichtig ist, und es ohne ihn wohl auch nicht mehr funktionieren wird, hätte ich da gerne einen 2. in der Schachtel bekommen und dann auch gerne 1-2€ mehr ausgegeben. Unsere Mädels zumindest lieben das Spiel und holen es gerne wieder hervor. Funktioniert für 2-4 Spieler, bei uns kann die 3-jährige gut mitspielen unter etwas vereinfachten Regeln. Das Spiel sit weiter im Handel oder bei Amazon erhältlich.

17.01.13

Drink: Toddy

ToddyIch wollte mal wieder mixen. Auf der Suche nach einem Rezept für den weißen Glühwein war ich über dieses Rezept gestolpert. Göttergatte liebt Whisky, am liebsten Single Malt. Doch für dieses Rezept braucht es keinen sonderlich guten. Denn ehrlich gesagt, es hatte was von heißer Zitrone, den Alkohol, insbesondere den Whisky schmeckt man nicht. Außerdem überwiegt die Nelke, die Zimtstange ist optisch nett, aber eine Verschwendung, wenn man eine gute genommen hat.

Zutaten

Für 2 Drinks

  • 1 Bio-Zitrone
  • 4 Nelken (ich würde nur 2 nehmen)
  • 8 cl Bourbon-Whisky
  • 2 Stück Würfelzucker (ich würde 4 nehmen)
  • 2 Zimtstangen
  • 100 ml Wasser (kochend; lt. Rezept 350 ml)

To Do

  1. Zitrone heiß waschen, abtrocknen, 2 Scheiben aus der Mitte schneiden und halbieren. Jedes Stück mit 1-2 Nelken spicken.
  2. In jedes Glas je 4 cl Whisky geben. Zitronenscheiben einlegen und den Würfelzucker drauf legen. Zimtstange in das Glas geben.
  3. Mit dem kochenden Wasser übergießen (je die Hälfte) dabei mit der Zimtstange umrühren.
  4. Rasch servieren.

Quelle: GU - Sommerdrinks und Winterdrinks, S. 79

Buch: GU - Sommerdrinks und Winterdrinks

Sommerdrinks und WinterdrinksAuch schon wieder eine kleine Ewigkeit steht dieses Buch in meinem Regal. Nach Schwangerschaften und Stillzeiten hatte ich mal wieder richtig Lust auf Cocktails. So richtig Zeit und Muße haben wir zwar weiter nicht dafür, aber wenigstens könnte ich jetzt, wenn ich wollte, mal wieder austesten. Schön fand ich im Laden die Vielfalt der Winterdrinks. denn die sommerlichen Rezepte ähneln sehr den in anderen Cocktail-Büchern. Hier aber finden sich neben einer Vielzahl von Rezepten für Glühwein, Punsch und Grog auch noch etliche Rezepte für heiße Getränke. Neben Teevarianten (selbst zusammengestellte) auch noch Kaffee-Variationen und vieles mit winterlichen Gewürzen.

Vorneweg noch einige Rezepte für selber gemachte Sirup-Variationen und süßen und pikanten Snacks zu den Drinks. Die sommerlichen Drinks punkten durch viele fruchtige Rezepte und Variationen bekannter Drinks. Dabei sind nicht nur Klassiker enthalten, so dass das Buch eine schöne Ergänzung zu einem klassischen Cocktail-Buch ist. Ich fände es lediglich noch schön, wenn alkoholfreie Rezepte gekennzeichnet wären, sonst wirklich schön. Das Buch ist nur noch gebraucht oder als Restexemplar im Handel oder bei Amazon erhältlich. Daraus habe ich schon vorgestellt:

16.01.13

Rezept: Kartoffelsotto

Kartoffelsotto

Ich schaue beim Bügeln gerne fern. Vor einiger Zeit habe ich dabei Tim Mälzer gesehen. Meine Mädels schauten mit zu. Da sie Risotto lieben, waren sie von der Version mit Kartoffeln begeistert und wollten es sofort zum Abendessen nachkochen. Scamorza wurde durch Speck ersetzt, Spinat konnte nicht ersetzt werden. Leider war es nicht so sehr ein Risotto, sondern eher eine Kartoffelsuppe, keine schlechte, aber eben eine Suppe. Ich würde folglich beim nächsten Mal Würstchen dazu servieren.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 600 g festkochende Kartoffeln
  • 3 El Olivenöl
  • 50 ml Weißwein
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 100 g Baby-Blattspinat (hatte ich nicht, weggelassen)
  • 40 g Scamorza (geräucherter italienischer Käse) - durch Speck ersetzt
  • 80 g fein geriebener Parmesan
  • 2 El Butter

Zubereitung

  1. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein hacken. Kartoffeln schälen, fein würfeln (ca 1/2 cm große Würfel). Speck auch würfeln.
  2. Topf aufsetzen, Olivenöl darin heiß werden lassen, Speck auslassen, Kartoffelwürfel anschwitzen, dann Zwiebel und Knoblauch zugeben.
  3. Mit dem Weißwein ablöschen, einkochen lassen. Die Brühe komplett zugeben und 15 Minuten köcheln lassen.
  4. In der Zwischenzeit den Spinat putzen, gründlich waschen. Kurz vor Ende der Garzeit zugeben (wenn vorhanden) und zusammenfallen lassen.
  5. Sobald die Kartoffeln gar sind (noch nicht verkocht), Parmesan reiben und Butter zugeben. Kurz ruhen lassen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und rasch servieren.

Zubereitungszeit: fertig in 30 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Tim Mälzer

15.01.13

Rezept: Wirsing-Schmarren

Wirsing-Schmarren

Ich mag Wirsing, doch das optimale Wirsing-Rezept habe ich für mich noch nicht gefunden. Dieses Mal testete ich einen pikanten Schmarren, der eigentlich für Spitzkohl gedacht ist. Leider habe ich den Wirsing nicht fein genug geschnitten und auch die etwas kräftigeren, äußeren Blätter verwendet, die wunderbar geschmackvoll sind, aber eben auch störrisch. Ich würde beim nächsten Mal den Wirsing zuerst anschwitzen, sehr fein hacken oder zumindest zur Hälfte pürieren. Im Rezept wird gekochter Schinken verwendet, aber geräucherten Schinken danach grob drüber zupfen, das hätte sicherlich nochmal etwas mehr. Ich habe das Rezept mal so angegeben, wie ich es gekocht habe, variiert also nach Belieben selber.

Zutaten

Für 2 Personen

  • 1 großer Bund Petersilie
  • 150 g Wirsing
  • 2 Eier (M)
  • 2 EL Milch
  • 50 g Mehl
  • 100 g Kräuterfrischkäse
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 2 EL Öl
  • 100 g gekochten Schinken

Zubereitung

  1. Petersilie waschen, trockenschütteln, Blätter abstreifen und fein hacken.
  2. Wirsing waschen, trockenschütteln und in feine Streifen schneiden (wirklich fein).
  3. Eines der Eier verquirlen, das andere trennen und das Eigelb zugeben, Die Hälfte der Petersilie untermischen. Milch und Mehl unterrühren, Kräuterfrischkäse unterziehen.
  4. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  5. Das Eiweiß zu steifen Eischnee schlagen und unter den Teig ziehen. Den Schinken in Streifen schneiden.
  6. Pfanne aufstellen, Öl hineingeben und den Wirsing anbraten, zum Teig geben, mischen und gemeinsam in die Pfanne geben. Den Schinken darüber streuen und bei mittlerer Hitze stocken lassen. Mit zwei Pfannenwendern oder oder 2 Gabeln zerreißen und stocken lassen.
  7. Mit der restlichen Petersilie bestreut servieren.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 30 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Essen und Trinken für jeden Tag - 365 Blitzrezepte, S. 190

14.01.13

Rezept: Flammkuchen mit Steinpilzen

Flammkuchen mit Steinpilzen

Blog-Event LXXXIII - Das Elsass (Einsendeschluss 15. Januar 2013)Einer der Vorteile, wenn die Festplatte von unveröffentlichten Geichten fast überquillt (aktuell: 243 Bilder, die noch auf Texte warten...): für (fast) jeden Event ist etwas passendes dabei, so auch für das Thema von Bonjouralsace. Diesen edlen Flammkuchen hatte ich im Herbst improvisiert, nachdem ich wunderbare Steinpilze auf dem Markt bekommen hatte. Die hatten so laut gerufen, die musste ich einfach mitnehmen. Nichts für meine Mädels, die mögen keine Pilze. Doch für den Göttergatten und mich, da war das mal wieder ein schönes Abendessen, als die Kinder so müde waren, dass sie nach einem Joghurt direkt ins Bett fielen. Ich habe dafür einfach einen Pizzateig genommen und den extra dünn ausgezogen, schmeckt wirklich gut! Leider ist meine Notiz dazu etwas kryptisch, die Mengenangaben sind also als circa-Angaben zu werten, nehmt es mir nicht krumm.

Zutaten

Reicht für 2 Flammkuchen

  • 200 g Mehl (Typ 550)
  • 1/2 Würfel Hefe (42 g)
  • 80-100 ml Wasser
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Olivenöl

Für den Belag:

  • 50 g Speck
  • 300 g Steinpilze
  • 3 Zweige Thymian
  • 250 g Saure Sahne (alternativ Crème fraîche)
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Für den Teig das Mehl in eine Schüssel sieben (am besten von der Küchenmaschine), Mulde reindrücken, Hefe reinbröseln, mit dem Wasser verquirlen, den Zucker zugeben und stehen lassen, bis es anfängt, zu gehen. Dann die restlichen Zutaten zugeben, kurz auf höchster, dann auf niedriger Stufe zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt stehen lassen.
  2. Für den Belag den Speck fein würfeln. Die Steinpilze gründlich putzen, ggf. madige Stellen entfernen, längs in Scheiben schneiden. Den Thymian waschen, trockenschütteln, Blättchen abstreifen.
  3. Den Speck in einer Pfanne auslassen und die Pilze kurz darin anschwitzen. Salzen, pfeffern und Thymian dazu geben.
  4. Für den Guss die Saure Sahne mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
  5. Den Teig halbieren und in dünne Fladen ausziehen, auf ein Backblech legen. Darauf die Hälfte der Sauren Sahne streichen, die Pilzmischung darüber verteilen.
  6. Den Ofen auf Pizzastufe (hat meiner Umluft mit Unterhitze, sonst auf Ober/Unterhitze 220°C) vorheizen. Auf der untersten Stufe 15 Minuten backen. In der Zwischenzeit den 2. Flammkuchen vorbereiten und danach genauso backen (Umluft ist keine gute Idee).

Zubereitungszeit: fertig in 90 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

13.01.13

Rezept: Hefegugelhupf

Hefegugelhupf

Als ich zu meinem letzten Geburtstag Kuchen mitbrachte, war unter anderem dieser Gugelhupf dabei. Meine Kolleginnen hatten alle noch nie Gugelhupf gegessen und waren alle irgendwie skeptisch, aber nur bis zum 1. Stückchen. Kam supergut an, ist aber auch ein tolles Rezept, fluffig, locker und richtig rund. Kann ich nur empfehlen, sicher auch gut für ein Kaffeekränzchen oder ein Frühstück. lohnt sich!

Zutaten

Für eine Gugelhupfform (24 cm Durchmesser)

  • 3 EL Rosinen
  • 2 EL Rum
  • 300 g Mehl (Typ 405)
  • 125 ml Milch lauwarm
  • 15 g Hefe (knapp 1/2 Würfel)
  • 50 g Zucker
  • 120 g Butter
  • 1 gestrichener TL Salz
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Biozitrone (nur die Schale)
  • 3 Eigelb (M)
  • 40 g gehackte Mandeln

Außerdem:

  • 120 g Butter für die Form
  • 70 g Mandelblättchen (statt dessen 16 Mandeln blanchiert genommen)

Zubereitung

  1. Rosinen mit Rum in ein Schälchen geben.
  2. Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde hineindrücken, Milch hineingießen und die Hefe hinein bröseln. 1 TL vom Zucker schon mal zugeben, den restlichen Zucker am Rand verteilen, die Milch mit der Hefe vorsichtig etwas verrühren.
  3. Den Vorteig stehen lassen, bis die Hefemilch anfängt Blasen zu bekommen. In der Zwischenzeit die Butter in einem kleinen Topf zerlassen und wieder vom Herd nehmen.
  4. Die Vanilleschote längs halbieren, das Mark heraus kratzen, zum Teig geben, die Zitrone heiß abspülen, abtrocknen und die Hälfte der Schale abreiben, zum Teig geben.
  5. Die restlichen Zutaten außer Rumrosinen und Mandelstiften zugeben und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten (Küchenmaschine 1 Minute auf höchster, dann 5 Minuten auf niedrigster Stufe). Während des Knetvorgangs Rumrosinen (abgetropft) und die Mandeln zugeben.
  6. Den Teig mit einem Handtuch abdecken und gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.In der Zwischenzeit die Butter für die Form zerlassen und die Gugelhupfform mit 2 EL davon auspinseln. In jede Mulde eine Mandel legen (alternativ mit Mandelstiften ausstreuen). Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  7. Den Teig zu einem Strang kneten und in die Form legen, nochmals gehen lassen.
  8. Auf der untersten Schiene 50 Minuten backen.
  9. Nur kurz abkühlen lassen,dann stürzen. Mit der restlichen Butter beträufeln und mit Puderzucker bestäuben.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 3 Stunden, davon 50 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: Geduld

Quelle: Alfons Schuhbeck - Meine bayerische Küche, S. 374

12.01.13

Kinderspiel: Max Mümmelmann

Max MümmelmannAuch Oma und Opa haben sich Kinderpiele zugelegt, um mit meinem Mädels spielen zu können. Der Renner dort ist Max Mümmelmann, ein Mitbringspiel, das relativ einfach funktioniert. Zunächst wird aus 2 Pappteilen ein Spielfeld mit einem Kreis mit 8 Feldern zusammengebaut. An jedes Spielfeld werden je 3 Karten von Hasen mit Zahlen von 1-6 ausgelegt (vorher gemischt und blind verteilt). Ziel des Spiels ist es, eine Hasenfamilie mit allen Zahlen von 1-6 zu sammeln.

Man würfelt (normaler Würfel) und zieht in eine beliebige Richtung die gewürfelte Zahl von Feldern. Dann darf man die oberste anliegende Karte aufdecken und diese behalten, wenn man die Zahl noch nicht hat. Kompliziert wird es durch die Max-Mümmelmann-Karte, die zuletzt ins Spiel kommt und erlaubt, bei einem Mitspieler eine Karte zu nehmen. Ein nettes Spiel, das offiziell ab 4 empfohlen wird, aber auch meine 3-jährige liebt es und versteht die Spielregeln. Echt empfehlenswert! Ein schönes Spiel für ca. 6,-€ das im Handel oder bei Amazon erhältlich ist.

11.01.13

Rezept: Leberknödel

Leberknödel

Bei uns daheim bekomme ich leider keine ordentliche Kalbsleber und noch viel weniger lecker gemachte Leberknödel. Also war mal wieder selber kochen angesagt. Ich habe hier ein klassisches Rezept verwendet. Zunächst habe ich mich komplett an das Rezept gehalten. Doch die Masse war viel zu weich, ließ sich kaum formen und fiel beim Garen komplett auseinander. Also habe ich noch Speisestärke zugegeben. Dann hatten die Knödel die Konsistenz, die ich kenne. Ließen sich allerdings immer noch nicht so wirklich gut formen, weswegen ich sie mit dem Löffel abgestochen habe. Optisch zwar nicht so das Highlight, dafür allerdings geschmacklich genial lecker, wir waren mal wieder begeistert. Da ich für die Knödel Geflügelleber verwendet hatte, habe ich sie auch in Geflügelbrühe serviert. Ich habe gleich mehr gemacht und auf Vorrat eingefroren, daher auch gleich so angegeben, wie ich es gekocht habe.

Zutaten

Für 8 Personen

  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Öl
  • 500 g Toastbrot (Buttertoast genommen)
  • 2 Eier (M)
  • 2 Eigelb (M)
  • 2 TL Senf (scharf lt. Rezept, mittelscharf genommen)
  • 250 ml Milch
  • 300 g Leber, Geflügelleber genommen, vom Kalb lt. Rezept
  • Majoran getrocknet
  • Salz, Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 1 Biozitrone (nur die Schale)
  • 2 EL gehackte Petersilie (1 Bund)
  • 3 gehäufte EL Speisestärke
  • 2 Lorbeerblätter

Zubereitung

  1. Die Zwiebel schälen, fein hacken, in dem Öl in einer beschichteten Pfanne glasig anschwitzen und abkühlen lassen.
  2. Toastbrot entrinden, in 1 cm große Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben. Eier, Eigelbe und Senf zugeben. Milch erwärmen, über das Toast geben.
  3. Die Leber im Blitzhacker oder im Fleischwolf fein pürieren (leber putzen, rasch verarbeiten, damit sie nicht zimmerwarm wird), zugeben. Mit Salz, Pfeffer, Majoranund Muskat würzen. Die Zitrone heiß abwaschen, trocken reiben, die Hälfte der Schale zum Toast reiben. Alles gut vermengen.
  4. Salzwasser mit 2 Lorbeerblättern und mit 2 Streifen Zitronenschale zum Sieden (nicht kochen!) bringen.
  5. Dann mit 2 Löffeln (wer es schafft: nasse Hände) Knödel oder Nocken formen und im siedenden Wasser ca. 10-15 MInuten ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche sind.
  6. In heißer Brühe servieren.

Zubereitungszeit: fertig in 45 Minuten

Schwierigkeit: etwas anspruchsvoller

Quelle: Alfons Schuhbeck - Meine bayerische Küche, S. 89

10.01.13

Rezept: Kürbiswaffeln

Kürbiswaffeln

Wir alle lieben pikante Waffeln, die wir gerne mit einem schönen Salat als Abendessen genießen. Dieses Mal habe ich Kürbis, den man noch wunderbar als Lagerware bekommt, verwendet. Ich habe ihn mit dem feinen Einsatz der Küchenmaschine gerieben, möglichst fein ist hier gut. Das Vollkornmehl konnte ich auch in den Teig mogeln und gemeckert wurde auch nicht. Also ein wunderbares, vollwertiges Rezept, dazu etwas Kräuterquark und Salat, ein tolles Essen!

Zutaten

Reicht für etwa 8 Waffeln, die satt machen

  • 250 g Kürbis, Muskat- oder Hokkaido, vorbereitet gewogen
  • 75 g Butter (zimmerwarm)
  • 50 g Parmesan
  • 4 Eier (M)
  • 150 g Weizenvollkornmehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • Mineralwasser
  • Salz, Cayennepfeffer, Muskat
  • Zitrone, nur die Schale
  • Fett für das Eisen

Zubereitung

  1. Zuerst die Butter aus dem Kühlschrank nehmen. Dann Kürbiskerne entfernen, Muskatkürbis noch schälen und abwiegen. Fein reiben (am besten mit der Küchenmaschine). Parmesan reiben.
  2. Butter mit Parmesan schaumig rühren, Kürbisfleisch untermischen, die Eier einzeln unterrühren. Dann Vollkornmehl und Backpulver zugeben, verrühren.
  3. Die Zitrone heiß waschen, ca. die Hälfte der Schale in den Teig reiben. So viel Mineralwasser unterrühren, dass der Teig zähflüssig wird (bei mir ca. 100 ml). Mit Salz, Cayennepfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.
  4. Das Waffeleisen fetten, dann portionsweise die Waffeln ausbacken, schmecken frisch und warm am besten.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 45 Minuten

Schwierigkeit: etwas aufwändiger als normale Waffeln, aber einfach

Quelle: GU - Waffeln, S. 50

7.01.13

Rezept: Steckrübencrème

Steckrübencreme

Wir lieben Steckrübe, leicht süßlich und wunderbar wandelbar. Ich kann ja immer Suppe essen und meine Mädels waren auch mal wieder zu begeistern. Also wurde spontan aus den noch vorhandenen Petersilienwurzeln und der immer vorhandenen Geflügelbrühe improvisiert. War mal wieder genial lecker, gut vorzubereiten und auch als sättigendes Abendessen wunderbar! Wer es vegetarisch mag, nimmt einfach Gemüsebrühe.

Zutaten

Für 4 als Abendessen

  • 1/2 Steckrübe à 500 g
  • 3 Petersilienwurzeln
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1000 ml Geflügelbrühe
  • 1 TL Fenchelsaat
  • 1 TL Kümmel
  • 200 g Sahne
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Steckrübe schälen, in ca. 2 cm dicke Würfel schneiden. Die Petersilienwurzeln schälen und ebenfalls würfeln.
  2. Einen großen Topf erhitzen, darin das Gemüse anschwitzen, mit der Brühe ablöschen. Deckel aufsetzen.
  3. Fenchel und Kümmel im Mörser etwas andrücken und in einen Teebeutel füllen, verschließen, zur Suppe geben und 30 Minuten köcheln lassen.
  4. Den Gewürzbeutel herausheben, mit einer Gabel testen, ob das Gemüse weich ist. Dann einige Würfel für die Deko herausheben und beiseite stellen.
  5. Sahne aufgießen, pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken (ohne Kinder noch ein Schuss Sherry). Mit einigen Würfeln garniert servieren.

Zubereitungszeit: fertig in 50 Minuten, davon 20 Minuten Arbeitszeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

5.01.13

Rezept: Wiener Schnitzel

Wiener Schnitzel

Wenn wir mal in Bayern sind, dann genießen wir es immer, beim hiesigen Metzger auch regionales Kalbfleisch zu bekommen. Mein Metzger selber hat kein Kalb und die anderen nur Fleisch von armen Viechern, die durch halb Europa gefahren wurden. Hier kann ich wenigstens ohne schlechtes Gewissen einkaufen und genießen. Nach Wunsch meiner Mädels gab es das heute als klassisches Wiener Schnitzel, wobei meine Große natürlich fleißig mithalf. Panierstraßen bieten sich für Kinder echt gut an. Auch wenn das Würzen noch sehr variabel war und das mit der Prise nicht bedeutet, die Kinderhand voller Salz über das Schnitzel zu streuen. Aber sie war stolz und der Kartoffelsalat wurde salzarm gehalten, dann war es ein genial leckeres Gericht.

Schnitzel klopfen

Schnitzel klopft man übrigens am einfachsten, indem Frischhaltefolie mit 1 TL Öl bestrichen wird, Schnitzel drauf, 2. Bogen Frischhaltefolie drüber und dann mit der Pfanne flach klopfen. Quatsch befand die Große, das geht ganz anders, hat sie schließlich im Kindergarten gelernt und klopfte ihr Schnitzel höchst selbst.

Zutaten

Für 6 Personen

  • 6 Kalbsschnitzel (vom Metzger dünn schneiden lassen)
  • Frischhaltefolie 2 Bögen
  • 1 TL Öl für die Frischhaltefolie
  • Salz, Pfeffer
  • 1 großen flachen Teller voller Mehl (ca. 100 g)
  • 2 Eier (M)
  • 3 EL Sahne
  • ca. 200 g Semmelbrösel
  • reichlich Fett für die Pfanne (ca. 200 ml)
  • Küchenkrepp

Zubereitung

  1. Die Schnitzel ggf. nochmal abspülen und trocken tupfen.
  2. Frischhaltefolie auf der Arbeitsplatte ausbreiten und mit etwas Öl bepinseln, dann einzeln jeweils 1 Schnitze drauf legen, 1 Bogen Frischhaltefolie drüber und mit der Pfanne flach klopfen.
  3. Dann für die Panierstraße alles vorbereiten: 1 großen flachen Teller mit Mehl füllen, die Eier mit der Sahne in einem tiefen Teller verquirlen, die Semmelbrösel wieder auf einen flachen Teller geben.
  4. Die Pfanne heiß werden lassen (6-7/9 je nach Herd).
  5. Die Schnitzel zunächst mit je 1 Prise Salz pro Seite und Pfeffer würzen. Dann im Mehl wenden, überschüssiges abklopfen. Dann durch die Eiermischung ziehen und zuletzt in den Semmelbröseln wenden. Panade etwas andrücken.
  6. Das Fett in die Pfanne geben, heiß werden lassen und die Schnitzel darin schwimmend ausbacken.
  7. Einen Teller mit Küchenkrepp auslegen, die Schnitzel darauf geben und im Ofen bei 50°C warm halten bis alle Schnitzel ausgebacken sind.

Zubereitungszeit: mit Kind fertig in ca. 40 Minuten

Schwierigkeit: geht gut mit einer 4-jährigen gemeinsam

Quelle: Alfons Schuhbeck - Meine bayerische Küche, S. 219

4.01.13

Rezept: Tafelspitz

Tafelspitz

Bei meinem Metzger lag ein verführerisch aussehendes Stück Tafelspitz, diesen Klassiker der deutschen Küche hatte ich (weia) noch nie selber gekocht, wurde also mal Zeit. Ich nahm dann wieder eines meiner Standardbücher in die Hand. Die Zubereitung an sich ist einfach, frau braucht einfach nur etwas Geduld zu haben. Die wird mir nicht immer nachgesagt, aber ich bin ja lernfähig... Das Fleisch war auf jeden Fall butterzart, perfekt, ein genial leckeres Essen, zu dem es gar nicht so viel braucht! Allerdings ist bei einem so puristischen Braten die Qualität des Fleisches absolut entscheidend, es muss wirklich gut abgehangen sein. Macht es lieber ganz selten und dafür beim Metzger und nicht im Supermarkt holen, denn dann ist es auch richtig abgehangen, dort wird es auch küchenfertig vorbereitet. Für meine Mädels war es allerdings nichts, für Rindfleisch lassen sie sich nur in gehackter Form begeistern.

Zutaten

Reicht für 4 Personen reichlich

  • 2 EL Öl
  • 1,2 kg Tafelspitz (beim Metzger, nicht im Supermarkt holen!)
  • 3 Liter Wasser
  • 3 Zwiebeln
  • 200 g Knollensellerie
  • 2 Karotten
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 3 Wacholderbeeren
  • 1 mittelscharfe Chilischote (weggelassen, ich hoffte ja, dass die Mädels mitessen)
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 1 Stück Meerrettischwurzel (geschält, frische)

Zubereitung

  1. Das Öl in einem großen Topf (habe den 5-Liter-Topf genommen) erhitzen, darin das Fleisch von allen Seiten rundherum anbraten. Mit dem Wasser ablöschen, bis das Fleisch bedeckt ist. Bei geringer Hitze für 3 Stunden nicht kochen, nur ziehen lassen (bei mir 2/9), immer mal wieder den Schaum abschöpfen.
  2. Nachdem die Siedetemperatur erreicht ist, eine der Zwiebeln schälen und die Zwiebelschalen (richtig gelesen!) ins Wasser geben.
  3. Das restliche Gemüse schälen, alles in ca. 1 cm große Würfel bzw. Scheiben schneiden. Nach 2,5 Stunden die Gemüsewürfel in die Brühe geben, Lorbeerblatt, Pfeffer und Wacholder zugeben. Knoblauch schälen, längs halbieren, zugeben, wer will gibt die Chilischote dazu, mit Salz abschmecken, weitere 30 Minuten ziehen lassen (bis die 3 Stunden voll sind).
  4. Das Fleisch aus der Brühe heben, quer zur Faser in Scheiben schneiden und servieren. Die Sauce durch ein Sieb passieren, eine perfekte Fleischbrühe für die nächste Gelegenheit!

Zubereitungszeit: reine Arbeitszeit etwa 30 Minuten + 2,5 Stunden Kochzeit

Schwierigkeit: einfach, bei guter Fleischqualität

Quelle: Alfons Schuhbeck - Meine bayerische Küche, S. 236

3.01.13

Rezept: Glasierte Teltower Rübchen

Glasierte Teltower Rübchen

Derzeit haben Teltower Rübchen noch Saison (zumindest bekomme ich sie noch auf dem Markt). Wir machen die immer wieder gerne. Auch wenn wir uns länger nicht an neue Rezepte gewagt haben bzw. ich sie immer nicht geschafft habe zu bloggen. Dieses hier allerdings lohnt sich. Eigentlich soll der Sud verworfen werden, der ist aber viel zu lecker und landete bei uns mit auf dem Teller. Im Originalrezept zu Fisch serviert gab es das bei uns zu gebratenen Schweinemedaillons, zu Fisch aber etwas harmonischer. Probiert es mal aus, wenn Ihr die bekommt, sie lohnen sich!

Zutaten

Für 4 als Beilage neben Kartoffeln (sonst nur für 2)

  • 450 g Teltower Rübchen (400 g geputzt)
  • 60 g Butter
  • 40 g Zucker
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Die Teltower Rübchen waschen, putzen, schälen. Je nach Größe halbieren, vierteln oder
  1. achteln.
  2. Butter mit Zucker in einer beschichteten Pfanne karamellisieren lassen, darin die Rübchen etwas anschwitzen. Dann mit der Brühe ablöschen, 10 Minuten köcheln lassen.
  3. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zubereitungszeit: fertig in 25 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Ein Jahr kochen mit Ronny Pietzner, S. 123

2.01.13

Rezept: Schwedischer Rollbraten

Schwedischer Rollbraten

Der backbegabte Bruder kann auch kochen, außerdem sind er und seine Freundin Schwedenliebhaber. Für ein Treffen mit Freunden sollte es etwas deftiger sein. Im Orginalrezept ist es nur für 4 Portionen, Bruderherz servierte es insgesamt 6 Personen und es hat gereicht. Dazu gab es Endiviensalat und Kartoffelklöße gefüllt mit angebratenem Speck. Ein würdiger kulinarischer Ausflug in den Norden Europas.

Zutaten

  • 1 kg Schweinerollbraten (evtl. beim Metzger schneiden lassen)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Apfel
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Preiselbeeren (Marmelade genommen)
  • Küchengarn (Ersatzweise Nähzwirn)
  • 4 EL Butterschmalz (bei mir Butter)
  • 2 EL Honig
  • 300 g Schmand
  • 200 ml Milch
  • 3 TL geriebener Meerrettich
  • 3 EL Preiselbeergelee (Marmelade genommen)
  • Etwas Zitronensaft

Zubereitung

  1. Apfel waschen, entkernen. Zwiebel schälen. Beides in dünne Scheiben schneiden. Fleisch von allen Seiten mit Salz und Pfeffer einreiben. Auf Innenseite des Rollbratens nacheinander Preiselbeeren, Zwiebelringe und Apfelscheiben einlegen, Fleisch zusammenrollen und zusammenbinden (geht am besten zu zweit).
  2. Backofen auf 180°C vorheizen. In Bräter Butterschmalz erhitzen, Braten von allen Seiten gut anbraten.
  3. Im Ofen 1h 30min garen lassen. Zweimal (nach je 30min) Braten mit Honig und Bratensaft einstreichen. Wir haben dazu den Honig in einer kleinen Schüssel mit etwas abgeschöpften Bratensaft vermischt und den Braten damit bestrichen.
  4. Im Orginalrezept wird die folgende Sauce in einem separaten Topf angerührt. Hier wird Schmand, Milch, Meerrettich und Preiselbeeren vermischt und erwärmt. Wir haben auf dem Geschmack aus dem Bräter nicht verzichten wollen, daher wurde der Bratensaft hinzugegossen. Abgeschmeckt wurde mit Salz und Pfeffer. Eigentlich sollte man noch etwas Zitronensaft zugeben. Die bereit gestellte Zitrone wurde etwas fahrlässig für den Nachtisch verbraucht, und fehlte deswegen bei uns.

Zubereitungszeit: ca 2,5h inkl Schmorzeit

Schwierigkeit: Fortgeschrittene

Quelle: Die Schwedische Küche

1.01.13

Rezept: Neujahrsbrezel

Neujahrsbrezel

Zum Neujahrstag gab es ganz klassisch eine Neujahrsbrezel. Dafür wurde der klassische Teig für den Hefezopf abgewandelt. Ich habe noch etwas Zitronenschale mit in den Teig gegeben, da er so etwas frischer wird. Ansonsten wie immer genial lecker, leider ist der Zopf etwas von der Brezel gerutscht, aber geschmacklich toll. Immer wieder lecker! Damit wünsche ich allen ein tolles 2013!!

Zutaten

Für einen großen Zopf, reicht für 6-8 beim gemütlichen Frühstück

  • 500 g Mehl
  • 30 g frische Hefe
  • 250 ml Milch
  • 100 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 1 Ei (M)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Bio-Zitrone, nur die Schale

Außerdem: 1 Eigelb (M)

Zubereitung<(/h4>
  1. Mehl in eine Schüssel sieben, dabei eine Mulde formen. Hefe hineinbröseln und die Milch langsam dazu gießen, dabei etwas mit der Hefe verrühren. Mit einem Handtuch abdecken.
  2. Die Butter zerlassen. Die Zitrone heiß abspülen, trocknen und die Schale zum Vorteig reiben.
  3. Sobald der Vorteig beginnt zu gehen, die restlichen Zutaten zugeben, dann mit der Küchenmaschine (Knethaken) etwas vermischen, dann für 3 Minuten auf höchster Stufe und für weitere 5 MInuten auf niedrigster zu einem glatten Teig verkneten lassen.
  4. Erneut mit einem Handtuch abdecken und ca. 20 Minuten gehen lassen.
  5. Dann den Teig halbieren. Aus der einen Hälfte eine Brezel formen, die andere in 3 gleich große Stücke teilen, jeweils zu einem langen Strang ausrollen. Aus diesen einen Zopf flechten. Die Brezel auf ein Backblech mit Backpapier legen, auf die breite Seite den geflochteten Zopf legen. Mit einem Handtuch abdecken und weitere 20 Minuten gehen lassen.
  6. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  7. Das Eigelb verquirlen, den Zopf damit bestreichen.
  8. Auf der 2. Schiene von unten 25-35 Minuten backen, dabei immer mal weider kontrollieren, wie die Brezel aussieht, ggf. mit Backpapier abdecken, wenn er zu dunkel aber noch klebrig ist, ggf. Stäbchenprobe machen.

Zubereitungszeit: Dauert insgesamt etwa 4 Stunden mit Ruhezeiten

Schwierigkeit: Geduld, sonst einfach

Quelle: Teubner - Das große Teubner Backbuch, S. 99

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