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26.09.12

Rezept: Mangoldlasagne

Mangoldlasagne

Diese Mangoldlasagne habe ich inzwischen auch schon öfters gekocht. Hier kann ich ganz wunderbar verschiedene Gemüse, insbesondere Paprika verstecken, die - wie ich finde - wunderbar zum Mangold passt. Kommt jedes Mal gut an. Der Mangold wird einfach unterschätzt. Die Blätter püriere ich (mal mehr mal weniger fein) mit Saurer Sahne als Bechamel-Ersatz, aus allem anderen koche ich eine wunderbare Tomatensauce, wobei ich zu versteckendes Gemüse in der (pürierten) Tomatensauce verarbeite, den Rest mit dem Hack anbrate und danach alles mische. Wichtig natürlich eine dicke Käsekruste, auf die meine Mädels sehr wert legen. Hat bisher jeden positiv überrascht. Bei uns übrigens ein ideales Awafomu-Essen (alles was fort muss), um also nicht mehr taufrische Gemüse zu verarbeiten.

Zutaten

Reicht für 6 zum Sattessen

  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 rote Paprikaschoten
  • 3 Karotten
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Dosen geschälte Tomaten à 420 g
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • 500 g bunten Mangold
  • 2 gelbe Paprikaschoten
  • 500 g gemischtes Hack
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 cm Ingwer (frisch)
  • 300 g Saure Sahne
  • 1 TL Zitronensaft
  • Muskatnuss
  • 14 Lasagneblätter (bei meiner Form)
  • 100 g Emmentaler
  • 50 g Bergkäse

Zubereitung

  1. Zunächst für die Tomatensauce Zwiebeln und Knoblauch schälen, hacken (muss nicht so klein sein), rote Paprika putzen, würfeln, Karotten schälen, in Stücke schneiden.
  2. In einem großen Topf (5 Liter Inhalt) alles Gemüse in Olivenöl anschwitzen, die Dosentomaten zugeben, mit dem Löffel die Tomaten grob zerteilen, im offenen Topf bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
  3. Für das Hack den Mangol waschen, trockenschütteln, die Blätter abtrennen, beiseite legen, die Stiele in feine Streifen schneiden. Gelbe Paprika waschen, in Spalten und danach in Streifen schneiden.
  4. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, darin das Hack krümelig anbraten, Mangoldstiele zugeben und Paprikastreifen zugeben, anbraten. Den Ingwer schälen, fein dazu reiben. MIt Salz und Pfeffer pikant würzen.
  5. Die Tomatensauce fein pürieren. Das Hack mit dem Gemüse in die Tomatensauce geben, durchrühren und abschmecken.
  6. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  7. Die Mangoldblätter mit der Sauren Sahne in einen hohen Mixbecher geben und fein pürieren. Zitronensaft unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  8. Jetzt eine Lasagne schichten, mit der Hacksauce anfangen, dann die "Kräuter-Bechamel", 1 Schicht Lasagneblätter. So weitermachen, zuoberst Hacksauce mit Kräutersauce (bei uns 5 Schichten Sauce mit 4 Lagen Lasagneblättern). Den Käse darüber reiben.
  9. Auf der 2. Schiene von unten 30 Minuten backen.

Zubereitungszeit: Arbeitszeit etwa 60 Minuten + 30 MInuten Garzeit

Schwierigkeit: langwierig, aber einfach

Quelle: eigenes Rezept

25.09.12

Rezept: Basilikumpesto

basilikumpesto.jpg

8 Jahre kochtopf Geburtstags-Blog-Event - Rezepte für Sieger und mehr! (Einsendeschluss 6. Oktober 2012)Ich verwende meinen Stabmixer sehr häufig, insbesondere auch, um mit dem Zubehör ein Pesto zuzubereiten. Das geht mit dem zugehörigen Becher ganz gut. Klassischerweise wird es im Mörser zubereitet, im Mixer muss man nur das Olivenöl etwas langsamer zugeben, damit es nicht bitter wird. Mit Mixer bzw. Pürierstab ist es ein schnelles Rezept für Pesto alla genovese, immer wieder ein Klassiker. Fertig zubereitet in ein Schraubglas umfüllen und mit Olivenöl luftdicht aufgießen, so hält es länger (bei mir ca. 2 Wochen) im Kühlschrank. Schmeckt besser als gekauftes und dauert echt nicht lange! Auch ein schönes Geschenk aus der Küche, das ich Zorra zu ihrem 8. Blog-Geburtstag mit auf das Buffet stellen möchte.

Zutaten

Für 1 großes Schraubglas

  • 100 g Pinienkerne
  • 2-3 Bund Basilikum (etwa 150 g)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 120 g Parmesan
  • Grobes Meersalz
  • 150 ml Olivenöl

Zubereitung

  1. Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Öl anrösten, von dem Herd nehmen und abkühlen lassen.
  2. Basilikum waschen, trockenschütteln, die Blätter abzupfen. Basilikum in einen hohen Topf geben (oder einen Mixbehälter), die Pinienkerne dazu geben. Knoblauch schälen, grob hacken, dazu geben. Den Parmesan grob reiben, dazu geben. Wenig Olivenöl dazu geben (so 2-3 EL) und mixen. Dabei gelegentlich schütteln. Langsam das Olivenöl dazu geben.
  3. Alles gut durchmixen.
  4. Dann das restliche Olivenöl zugeben, durchrühren, mit dem Meersalz (und wer mag Pfeffer) abschmecken.
  5. In ein Glas umfüllen und mit noch etwas Olivenöl abdecken. Gut verschließen und im Kühlschrank lagern.

Zubereitungszeit: fertig in 30 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigene Version eines Klassikers

24.09.12

Pizza vom Pizzastein

Pizza vom Pizzastein

Nicht nur Küchenlatein Junior, auch ich durfte den Pizzastein von Perfetta testen. Im Gegensatz zu Frau Küchenlatein hatte ich bislang keinen Pizzastein für den Ofen, sondern lediglich eine Pizzastufe im Ofen, mit der ich bisher sehr zufrieden war. Neben dem recht schweren Stein war auch ein Pizzaschieber sowie ein Rezeptheft enthalten. Der Stein muss 40 Minuten bei 250°C Ober-/Unterhitze auf einem Rost vorheizen, hält die Temperatur dann aber gut über mind. 30 Minuten, die Backzeit auch bei dickerem Teigboden im amerikanischen Stil mit knapp 8 Minuten, bei dünn ausgerolltem Teig bei noch nicht mal 5 Minuten. Dabei wird der Teig superkross, bekommt einen tollen Steinofengeschmack, wird genau richtig, sehr kross, auf den Punkt perfekt, ohne dass der Belag trocken wird. Ich bin sehr begeistert! Meine Mädels waren es auch und fanden die Pizza genial lecker. Natürlich habe ich auch das Rezept von Sante de Santis getestet, das dem Pizzastein beilag. Der Pizzateig ist fluffig, nur für uns 4 zu viel, reicht bei uns für 6 Personen. Von der Backeigenschaft bin ich echt angetan, haben sich Nachbarn schon ausgeliehen, denn das Ergebnis überzeugte.

Zutaten für den Pizzateig

Reicht für 8 große Pizzen

  • 1/2 Würfel Hefe
  • 10 EL Olivenöl
  • 1 kg Mehl, Typ 405
  • 1 EL Salz
  • 500 ml Wasser

Zubereitung

  1. Die Hefe in eine Schüssel bröseln, in 200 ml des Wassers auflösen und das Olivenöl gemeinsam mit dem Salz und ca. 300 g des Mehls in einer Schüssel vermengen.
  2. Dann weitere 300 g des Mehls zugeben, kräftig kneten (geht mit den Händen am besten), das restliche Wasser zugeben bis ein eher flüssiger Teig erreicht ist. Das restliche Mehl nach und nach unterkneten, bis ein glatter, etwas zäher Teig entstanden ist.
  3. Mit einem Küchenhandtuch bedecken und mind. 30 Minuten gehen lassen. Ich habe es 2 Stunden stehen lassen und der Teig war gut aufgegangen.
  4. Dann in 8 Portionen teilen (wers größer mag, teilt nur in 4) und nach und nach ausrollen, dabei den Teig immer mal wieder ruhen lassen.

Tipp: als Basis für die Pizza nehme ich meine Tomatensauce, dazu dann Belag nach Belieben, hier ganz schlicht nur etwas Schinken und Zwiebeln.

21.09.12

Rezept: Spaghetti mit Mangold

Spaghetti mit Mangold

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de Wir hatten auf dem Markt wieder wunderbaren Mangold bekommen. Wir sind absolute Fans von diesem wunderbaren Gemüse und genießen es regelmäßig. Die Blätter koche ich für meine Mädels analog wie Spinat, da bleiben regelmäßig noch Mangoldstiele übrig. Hier habe ich die mit Hackfleisch angebraten und eine leckere Sauce zu Spaghetti daraus gekocht. Einfach mal wieder Soulfood nach langem Tag nötig gewesen. Können wir nur wärmstens empfehlen, gab es bei uns schon öfters.

Zutaten

Für 2 Personen

  • 250 g Mangold (hier überwiegend die Stiele)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 200 g Spaghetti
  • 1 EL Olivenöl
  • 200 g gemischtes Hack
  • 50 ml Weißwein
  • 200 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 Bund gemischte Kräuter (Schnittknoblauch, Schnittlauch, Petersilie)
  • Parmesan nach Belieben

Zubereitung

  1. Den Mangold gründlich waschen, trockenschütteln, ggf. vorandene Blätter abschneiden, beiseite legen, die Stiele in schmale Streifen schneiden. Zwiebel schälen, fein hacken.
  2. Einen Topf mit Wasser für die Spaghetti aufsetzn, Salz zugeben und die Spaghetti darin nach Packungsangabe kochen.
  3. In der Zwischenzeit eine Pfanne heiß werden lassen, darin das Hack krümelig anbraten, die Mangoldstiele mit der Zwiebel zugeben, glasig anschwitzen, gelegentlich wenden. Mit Salz, Pfeffer kräftig würzen. Mit dem Weißwein ablöschen, einkochen lassen. Mit der Sahne aufgießen, nochmal kurz aufkochen.
  4. Die Kräuter waschen, trockenschütteln, die Blättchen abstreifen, gemeinsam mit den Mangoldblättern fein hacken, in die Sahnesauce geben. Unterheben, abschmecken.
  5. Die Pasta abgeßen, unter die Mangoldsauce heben, mit Parmesan bestreut servieren.

Zubereitungszeit: fertig in 30 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

19.09.12

Rezept: Steirische Kürbissuppe

Steirische Kürbissuppe

Wir kamen aus dem Urlaub zurück, Ebbe im Kühlschrank (außer den Restbeständen im Kühlschrank, die eine Woche überlebten wie Sahne, Milch, etc.), sonst nix, insbesondere keine Zwiebeln, keine Kartoffeln. Kind war kalt und wollte Suppe, die andere auch. Im Garten war der erste Kürbis reif und konnte geerntet werden. Bei Vinzent Klink dann ein Rezept ohne Zwiebel, dennoch aromatisch und ein genial leckeres Rezept für Kürbissuppe. Dill, der eigentlich dazu gehört war leider auch nicht da, würde aber sicher gut harmonieren. Schmeckt wunderbar, perfekt in Herbst oder Winter, auch ein guter Auftakt für ein Menu!

Zutaten

Für 2 zum Sattessen

  • 500 g Kürbis (Hokkaido), vorbereitet gewogen
  • 1 EL Butter
  • 500 ml Hühnerbrühe, am besten selbstgemacht
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • Muskatnuss
  • 125 g Sahne
  • 1/2 TL gemahlener Kümmel

Zum Garnieren:

  • 1 EL Kürbiskerne
  • Dill für die Deko
  • Kürbiskernöl

Zubereitung

  1. Kürbis waschen, Kerne entfernen, (wer keinen Hokkaido hat muss schälen) und würfeln. 500 g abwiegen. Butter in einem Topf zerlassen, den Kürbis darin andünsten, mit der Brühe ablöschen und für 15-20 Minuten bei milder Hitze (4/9) und geschlossenem Deckel weich köcheln.
  2. In der Zwischenzeit für die Deko die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, beiseite stellen. Den Dill waschen, trockenschütteln, Spitzen abstreifen.
  3. Sparsam salzen und pfeffern, mit Thymian, Muskat, Kümmel würzen, Sahne zugießen und fein pürieren. Wer mag, passiert im Anschluss durch (habe ich nicht gemacht). Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Mit den Kürbiskernen, etwas Kürbiskernöl und Dill garniert servieren.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 40 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Vincent Klink - Meine Küche, S. 109

17.09.12

Rezept: Kräuterbutter

Kräuterbutter

Heute stelle ich mal ein ganz klassisches und schnelles Rezept für Kräuterbutter vor, das ich immer auf Vorrat vorbereite. Ich kenne viele Freunde, die genau wie ich irgendwann mit dem Problem der "Kräuterfusseln" kämpfen. Bis zu einem gewissen Punkt haben meine Mädels anstandslos Kräuter mitgegessen und dann von heute auf morgen abgelehnt. Mit der Kräuterbutter konnte ich Kräuter allgemein wieder einführen. So dürfen Kräuter nicht an Bratkartoffeln, ein Klacks Kräuterbutter hingegegen schon, so auch an viele Pfannengerichte. Das vereinfacht es für uns, die wir nicht mehr die Kräuter separat in Schüsseln anrichten und sie dann nur für unsere Teller verwenden. Außerdem kann gerade jetzt noch wunderbar für den Winter die Würze konserviert werden. Sie schmeckt außerdem etwas frischer als die zu kaufende. Die Kinder können ziemlich gut mithelfen (Kräuter waschen, Blättchen abzupfen, in Butter kneten...). Von daher eines meiner Lieblingsgerichte für Hunger Pipi Langeweile, da wir es immer wieder gerne nutzen. Als Beilage zum Grillen auch nicht wegzudenken!

Zutaten

Für ca. 8 Rollen Kräuterbutter

  • 500 g Butter (Zimmertemperatur)
  • 1 Bio-Zitrone (nur die Schale)
  • 3 Bund gemischte Kräuter, ich nehme gerne glatte Petersilie, Schnittlauch, Schnittknoblauch, Basilikum, Dill, Estragon (experimentiert doch mit Eurer Lieblingsmischung)
  • Meersalz

Zubereitung

  1. Die Butter in eine hohe Schüssel geben. Die Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen, die Schale zur Butter reiben.
  2. Die Kräuter waschen, trockenschütteln. Die Blätter bzw. Spitzen abstreifen, fein hacken.
  3. Die Kräuter unter die Butter kneten (Knethaken des Handrührers), mit Meersalz abschmecken.
  4. Frischhaltefolie in Bögen abtrennen, die Kräuterbutter darauf portionieren, aufrollen. Beide Enden zudrehen und verknoten. Im Tiefkühl länger haltbar (war bei mir nach 6 Monaten noch gut).

Zubereitungszeit: Insgesamt etwa 25 Minuten (mit wegfrieren) mit Kindern mehr Zeit einplanen

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigene Version eines Klassikers

15.09.12

Rezept: Gewürzkuchen mit Nougat und Nüssen

Gewürzkuchen mit Nougat und Nüssen


Unsere Kleine ist schon groß und 3 (!) Jahre alt geworden. Zum Geburtstag hatte sie sich diesen Nougat-Kuchen mit Haselnüssen und Gewürzen ausgesucht. Leider habe ich es mir ihren Geburtstagskuchen nicht so ganz. So auch hier, im Rezept wird explizit eine kleine Form erwähnt, doch die war zu klein, der Teig lief beim Backen über, dann habe ich ihn lauwarm gestürzt und dabei ist er mir auch noch zerbröselt (also merke: in 30-cm-Kastenform und erst nach länger Abkühlzeit stürzen oder mit Backpapier auslegen). Doch er kam bei allen gut an, die Gewürze halten sich schön zurück, im Vordergrund steht Schokolade, Nougat und die Haselnüsse, ohne so trocken zu sein, wie es Nusskuchen gerne sind. Wurde von der Geburtstagsgesellschaft komplett genossen, unsere Kleine war auf jeden Fall total stolz. Außerdem gab es wie immer bei uns noch die Pfannkuchentorte.

Zutaten

Reicht für eine 30 cm Kastenform

  • 4 Eier (M)
  • 1 Prise Salz
  • 125 g weiche Butter
  • 200 g brauner Zucker
  • 200 g gemahlene Haselnüsse
  • 50 g gehackte Haselnüsse
  • Gewürze: je 1/2 TL gemahlenen Zimt, Nelke, Piment, Anis
  • 2 EL Sahne
  • 125 g Mehl
  • 2 EL Backkakao
  • 2 TL Backpulver
  • 150 g Nougat

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Eier trennen, die Eiweiße beiseite stellen.
  3. Salz mit Butter und Zucker zu einem schaumigen Teig verrühren. Die Eigelbe unterrühren. Haselnüsse (gemahlen und gehackt) gemeinsam mit den Gewürzen unterrühren, die Sahne unterziehen.
  4. Mehl mit Backpulver mischen, unterziehen. Nougat klein hacken, gemeinsam mit Kakaopulver unterrühren.
  5. Die Eiweiße zu Eischnee schlagen, unter den Teig ziehen.
  6. Die Form fetten bzw. mit Backpapier auslegen (letzteres empfehle ich), den Teig einfüllen, glatt streichen und auf der 2. Schiene von unten 1 Stunde backen
  7. Den Kuchen fast komplett abkühlen lassen, ehe er gestürzt wird.

Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten Arbeits- + 1 Stunde Backzeit

Schwierigkeit: war zu warm beim Stürzen, bröselt leicht

Quelle: Kaffee und Schokolade, S. 86

Backbuch: Kaffee und Schokolade

Kaffee und SchokoladeHier mal ein Backbuch, das ich dem kaffeeliebenden Göttergatten vor einer kleinen langen Zeit schenkte. Das Buch verspricht vor allem süße Überraschungen. Nach einer kleinen Einleitung mit den unterschiedlichen Grundtechniken folgen die eigentlichen Rezepte. Unter Heißes & Kaltes verstecken sich die Rezepte für unterschiedliche Getränke für Kakao und Kaffee, hier wird überwiegend mit Gewürzen gearbeitet. Muffins & Co erklärt sich ebenso wie Kuchen und Torten. Allerdings sind hier nicht nur Rezepte, die Kaffee oder Schokolade enthalten sondern auch Rezepte wie Kirsch-Quark-Streusel, die als Beilage zu Kaffee oder einem heißen Kakao durchaus passen könnten. Bei Cookies dann etliche Keksrezepte, kleine Naschereien mit überwiegend Pralinen-Reezpten. Auch selbsterklärend die Cremes & Mousses. Snacks und Pikantes runden das Buch ab, enthalten aber auch nicht in jedem Fall Schokolade oder Kaffee.

Insgesamt ein schönes Buch. Allerdings hatten wir uns mehr Rezepte mit Schokoade erwartet, da unsere Mädels damit am liebsten Backen und dann immer die hellen Teige auf den schönen Fotos bemängeln. Doch die Rezepte zwischen Klassikern (wie Marmorkuchen) und neueren sind ausgewogen. Ganz gelungen sind mir nicht alle, die ich getestet habe. Ich finde die Zutatenliste wie meistens bei ZS etwas unübersichtlich, aber immer gut nachvollziehbar. Doch es rundet ein vorhandenes Backbuch schön ab, insbesondere für Hobbybäcker gut geeignet, die einen absoluten süßen Hang haben.

Das Buch ist nicht mehr im Handel erhältlich, nur gebraucht in Läden oder bei Amazon aufzustöbern. Ich habe daraus schon vorgestellt:

11.09.12

Lecker einkaufen am Tegernsee

Da schon meine Großeltern gerne am Tegernsee Urlaub machten, habe ich auch schon als Kind die Region lieben gelernt und mache jetzt selber mit meiner Familie hier Urlaub. Nicht nur, dass ich hier meine Familie treffen kann, hier kann man auch wunderbar schlemmen. Einige Einkaufstipps kenn ich noch aus Kindheitstagen, andere sind neu entstanden. Doch bei allen kaufen wir gerne ein.

Naturkäserei Tegernseer Land

Eines unserer neuen Ziele ist die Naturkäserei Tegernseer Land, bei der sich einige Bauern zusammengetan haben, um ihre Heumilch in Form von leckerem Käse selber zu vermarkten. Große Fenster an der Seite erlauben einen kleinen Einblick in die Produktion. Die Käsetheke ist toll, die Käse zum Teil schon prämiert. Angeschlossen ein kleines Bistro, wo Käse in allen Formen serviert wird. Neben Käsefrühstück, Käseplatte, Käsespätzle gibt es auch Käsekuchen. Gegessen haben wir dort nicht, nur eingekauft:

Naturkäserei Tegernsee Käsetheke

Alle Käsesorten waren toll, wobei die Rosemarie unser Favorit war. Genauso toll der selbst gemachte Topfen, die gekaufte Heumilch allerdings aus unserer Sicht lange nicht so gut wie der Käse.

Naturkäserei Tegernseer Land

Eine Tafel gibt an, welche Höfe ihre Milch liefern. Der Parkplatz ist übrigens fast zu klein :D
Für das Süße danach gehen wir immer zum Café Angermaier, die Kuchenauswahl dort ist einfach toll. Essen kann man dort auch, allerdings war ich schon länger nicht mehr dort, war vor Jahren aber gut (näher kann ich mich nicht festlegen - sorry). Das Café liegt etwas versteckt, nicht direkt am See in einem alten Hof des Klosters Tegernsee.

Café Angermaier

Wir nehmen uns die Kuchen fast immer mit, unsere Favoriten sind neben dem Kirschkuchen

Kirschkuchen Angermaier

der Heidelbeerkuchen fruchtig, lecker.

Heidelbeerkuchen Angermaier

und zuletzt der Favorit meines Vaters - der Mailänder Apfelkuchen

Mailänder Apfelkuchen Angermaier

Zu dem Kuchen braucht man natürlich noch Kaffee, hier hat (für uns neu) die Tegernseer Kaffeerösterei eröffnet.

Kaffeerösterei Tegernsee

Montag und Dienstag geschlossen, da wird geröstet. Außerdem frisch ausgezeichnet zum Röster des Jahres 2012. Innen habe ich keine Bilder gemacht, denn ich war zu gebannt von der tollen Beratung. Nicht ok, der Kaffee ist lecker. Nein, erst welche Maschine, was wird getrunken, welche Geschmacksrichtung und dann wird erst ein Kaffee empfohlen. Eingekauft wurde auch, getestet noch nicht.

10.09.12

Rezept: Kalbsrahmgulasch mit Apfel

Kalbsrahmgulasch mit Apfel

Wenn wir im Urlaub sind, gehen wir immer zum Metzger meiner Eltern. Dort hatte es ganz wunderbares Kalbsgulasch im Angebot. Das schöne dort ist, dass die Tiere nicht durch halb Europa gefahren wurden, sondern alles regional geschieht. Dafür haben wir uns natürlich ein Sonntagsessen ausgesucht und wurden mal wieder bei Schuhbeck fündig, denn obwohl er für das gelbe M Werbung macht, seine Rezepte sind halt nicht schlecht. Das Rezept wurde erst skeptisch aufgenommen, traf dann aber allerseits auf Zustimmung, wirklich genial lecker, dazu noch Spätzle und alle waren glücklich!

Zutaten

Reicht für 4 Erwachsene + 2 Kinder locker

  • 1 kg Kalbsgulasch (aus der Schulter geschnitten)
  • 1 kg Zwiebeln
  • 1 Apfel
  • 2 EL Öl (Rapsöl genommen)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 500 ml Kalbsfond oder Geflügelbrühe
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL gemahlener Majoran
  • 1 TL Kümmel gemahlen
  • 1/ Biozitrone (nur die Schale)
  • 1 EL Paprika edelsüß
  • 80 g Sahne
  • Salz, Cayennepfeffer

Zubereitung

  1. Gulasch trockentupfen, evtl. vorhandene Sehnen entfernen, wenn noch nicht geschnitten in ca. 3 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln schälen, in Würfel schneiden (muss nicht ganz fein sein, wird püriert). 1/4 des Apfels ausschneiden, Kerngehäuse entfernen, schälen und fein würfeln.
  2. In einem großen Topf (ich habe gleich den Bräter genommen) das Öl erhitzen, darin die Fleischwürfel von allen Seiten anbraten. Immer warten, bis sich das Fleisch "losgebraten" hat, also leicht wieder vom Boden löst. Sobald alle etwas Farbe angemommen haben, die Fleischstück herausheben. Im Bratensatz die Zwiebel- mit den Apfelwürfeln anbraten. Sobald die Zwiebeln glasig sind, das Tomatenmark kurz mit anschwitzen. Mit dem Fond ablöschen, Fleisch wieder einlegen.
  3. Den Deckel so aufsetzen, dass ein kleiner Schlitz bleibt und bei sehr niedriger Hitze mind. 2,5 bis 3 Stunden (bei mir 1/9) ziehen (nicht kochen!) für lassen.
  4. Kurz vor Ende der Garzeit den restlichen Apfel schälen, das Kerngehäuse herausschneiden und in ca. 1 cm große Würfel schneiden, beiseite legen. Knoblauch schälen, fein hacken. Die Zitrone heiß abwaschen, trocknen und die Hälfte der Schale abreiben (man bracht ca. 1 TL).
  5. Sobald das Fleisch weich ist, die Fleischstücke herausheben, warm stellen. Die restlichen Gewürze (ohne Apfel!) mit der Sahne zugeben und die Sauce fein pürieren. Mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken.
  6. Das Fleisch mit den Apfelwürfeln in die Sauce geben und nochmals 10 Minuten auf kleiner Flamme ziehen lassen.

Zubereitungszeit: etwa 40 Minuten Arbeitszeit unterbrochen von 3 Stunden Kochzeit

Schwierigkeit: gutes Kalbfleisch finden

Quelle: Alfons Schuhbeck - Meine bayerische Küche, S. 203

4.09.12

Rezept: Kräuterbutter nach Schuhbeck

Kräuterbutter nach Schuhbeck

Beim Grillen ist eine Beilage fast überall Pflicht: eine leckere Kräuterbutter, hier habe ich dafür mal ein Rezept von Schuhbeck getestet. Er bereitet die doch deutlich anders zu als ich, die Butter schmeckt etwas frischer als meine Version, ist mir allerdings für jeden Tag zu aufwendig. Doch wer mag, bereitet einfach gleich mehr zu, portioniert den Rest in Frischhaltefolie zu Kugeln oder Rollen und friert sie auf Vorrat ein.

Zutaten

Reicht für 4 Steaks als Dip

  • 1 Schalotte
  • 4 EL Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Scheibe Ingwer
  • 1 Streifen Bio-Zitronenschale
  • 1 Bund gemischte Kräuter (Petersilie, Dill, Basilikum, Kerbel, 1 Zwieg Estragon)

Zubereitung

  1. Die Schalotte schälen und in sehr feine Würfel schneiden, in einer Pfanne 1 EL der Butter zerlassen und die Schalotte darin bei wenig Hitze glasig andünsten.
  2. Den Knoblauch schälen, halbieren, die Zitrone heiß waschen, trocknen und mit dem Sparschäler 1 Streifen der Schale abziehen.
  3. Die restliche Butter mit Knoblauch, Ingwer und der Zitronenschale in die Pfanne geben, 4 Minuten ziehen lassen.
  4. In der Zwischenzeit die Kräuter waschen, trockenschütteln, Blättchen abstreifen, alles fein hacken.
  5. Aus der Butter den Knoblauch, Ingwer und Zitronenschale wieder entfernen, die restlichen Kräuter unter die Butter mischen, in eine Schüssel geben und bis zum Servieren kalt stellen.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 15 Minuten

Schwierigkeit: aufwendig für Kräuterbutter, geht schneller

Quelle: Alfons Schuhbeck - Meine bayerische Küche, S. 211

3.09.12

Rezept: Lachsforelle auf Gurken-Kohlrabi-Gemüse

Lachsforelle auf Gurken-Kohlrabi-Gemüse

Bei uns gab es Lachsforelle, die wir in der Fischzucht in Wildbad Kreuth gekauft hatten. Die habe ich auf einem Gemüsebett im Ofen geschmurgelt, in die Forellen hatte ich etwas Zitrone und vor allem Kräuter eingelegt. Ist mal wieder genial lecker, reicht für 6 Erwachsene + 2 Kinder, essen de luxe sehr schnell. Kohlrabi ist etwas ungewohnt in der Kombination (der musste weg), war aber nicht schlecht, Göttergatte, der sonst so kein Fan davon ist, fand es richtig gut. Wer es klassischer mag, nimmt entsprechend mehr Gurke, ist auf jeden Fall. Die Kombination hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Zutaten

Für 6 Erwachsene + 2 Kinder

  • 4 Gärtnergurken
  • 2 kleine Kohlrabi
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Bund Dill
  • 1 Biozitrone
  • 2 EL Öl (Maiskeimöl genommen) + 2 EL Öl
  • 200 g Schmand
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Lachsforellen (unsere waren klein, nicht ganz 1 kg je)

Zubereitung

  1. Gurken und Kohlrabi schälen. Gurken längs halbieren, Kerne herauskratzen und würfeln, Kohlrabi in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Zwiebel schälen, fein hacken. Dill waschen, trockenschütteln. Die Hälfte des Dills die Spitzen abstreifen und hacken. Zitrone heiß abspülen, trocknen, von einer Querseite die Schale fein abschälen und in kleine Streifen schneiden, dann die andere Hälfte in Scheiben schneiden (ca 4 Scheiben), die geschälte Seite auspressen.
  2. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Öl in einem Bräter erhitzen. Darin das Gemüse glasig anschwitzen, Zitronenschale und Zitronensaft zugeben, den Schmand unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den gehackten Dill zugeben.
  4. Die Forellen abspülen, salzen, pfeffern, jeweils die Hälfte des verbliebenen Dills sowie der Zitronenscheiben einlegen, beide auf das Gemüse legen. Die Forellen von oben mit Öl einpinseln (jeweils 1EL).
  5. Auf der 2. Schiene von unten 45 Minuten/strong> schmoren.

Zubereitungszeit: fertig in 60 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

2.09.12

Rezept: Hefezopf aus vier Strängen

Hefezopf vier Stränge

From-Snuggs-Kitchen / UrlaubsgerichteUrlaub ist für mich, wunderschön und gemütlich zu frühstücken. Bei Claudia gab es im Kreis geflochtetene Brote nach dieser Anleitung. Die Warnung, es würde im Großen nicht funktionieren wollte ich nicht wahrhaben, denn es war schon spät, der Hefeteig (nach meinem Rezept) schon fertig und ich wollte eigentlich ins Bett. Also dann doch im großen gebacken, denn ich wollte die Anleitung unbedingt testen. Es wurde nicht so hübsch rund und hoch, sondern eher ein schön geflochtener Fladen. Dennoch nett anzusehen und lecker wie immer. Wurde schneller gegessen als gebacken, so soll es ja auch sein...

Zutaten

Für einen großen runden Hefezopf

  • 500 g Mehl (Typ 405)
  • 200 ml Milch
  • 1/2 Würfel Hefe (20 g)
  • 50 g Zucker
  • 1 Biozitrone (nur die Schale)
  • 1 Ei (L), zimmerwarm
  • 40 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb (M)

Zubereitung

  1. Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, Milch hineingießen, die Hefe hineinbröseln. Den Zucker über den Teig streuen, mit einem Handtuch abdecken und den Teig etwa 15 Minuten vorgehen lassen.
  2. Die Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben, zum Hefeteig geben. Das Ei zugeben. Die Butter schmelzen.
  3. Den Teig mit dem Knethaken erst auf niedrigster Stufe grob vermischen, dabei die Butter zugeben. Dann für etwa 3 Minuten auf höchster Stufe kneten. Danach für weitere 5-10 Minuten kneten lasssen.
  4. Mit einem Tuch abdecken und gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat (je nach Frische der Hefe ca. 30-45 Minuten).
  5. Aus dem Teig 4 Stränge formen, möglichst lang, in der Mitte dicker, zu den Enden dünner auslaufend, dann nach dieser Anleitung flechten.
  6. Mit einem Handtuch abdecken, 10 Minuten gehen lassen, das Eigelb verquirlen, den Zopf damit bestreichen. Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen, sobald die Temperatur erreicht ist, auf der 2. Schiene von unten 30 Minuten backen.

Zubereitungszeit: fertig in 4,5 Stunden, davon ca. 40 Minuten Arbeitszeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Teig eigenes Rezept, Flechtanleitung von hier.

1.09.12

Kinderspiel: Diego Drachenzahn

Diego DrachenzahnUnsere Kinder spielen derzeit täglich stundenlang Brettspiele, so unter anderem dieses Kinderspiel des Jahres, das wirklich wunderschön gestaltet ist. Laut Altersempfehlung ab 5 Jahren, unsere Große kann es mit 4 Jahren schon gut bewältigen, die Kleine ist mit knapp 3 Jahren deutlich überfordert. Doch jetzt zum Spiel an sich:
Die 4 Drachen werden auf den Schachtelrand gesetzt, der eingezeichnete Zählmarken hat. In der Schachtel ist ein schräges Spielfeld enthalten, mit 3 Startpunkten für Murmeln. Jetzt wird aus einem Stapel ein Zielkärtchen gezogen (Pokal, Ritterhelm, Taler, Diamant, Schwert) und jetzt muss man versuchen, das Ziel durch Anschnipsen der Murmeln zu treffen. Dabei landen sie auch nicht immer da, wo sie sollen und zu offensichtlich soll es auch nicht sein... Alle Mitspieler tippen verdeckt, welches Ziel getroffen werden sollte.

Dann bekommt man für jede richtig getroffene Murmel einen Punkt und die Mitspieler jeweils einen Punkt, wenn sie richtig geraten haben. Bei uns noch durch eine "Kinderregel" erweitert, bei der die "Großen" für die beiden Außenbahnen jeweils einen Minuspunkt gewonnen um ein wenig die feinmotorischen Vorteile der Erwachsenen auszugleichen und Chancengleichheit zu erreichen.

Meine Große liebt das Spiel sehr und holt es immer wieder aus dem Regal. Auch für uns ist es ein schönes Spiel zwischendurch, das mit bis zu 20 Minuten auch nicht zu lange dauert. Wenn die Kinder es zu offensichtlich zielen, kann auch mit einer Schirmmütze abgeholfen werden (oder man darf nicht hinschauen). Ausgezeichnet wurde es mit dem Kinderspiel des Jahres 2010 und Spiel der Spiele Kinderspiel 2010 ausgezeichnet.

Das Spiel ist im gut sortierten Handel oder bei Amazon erhältlich.