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30.06.12

Rezept: Frozen Yogurt mit Sauerkirschen

Frozen Joghurt Sauerkirschen

Heute war es superwarm, über 30°C. Meine Mädels ernährten sich von Obst und Eis. Aus den heute gepflückten Sauerkirschen wurde neben viel Kirschmarmelade mit Vanille auch ein Frozen Joghurt, nach einem Rezept von Küchenlatein. Das Rezept habe ich nur wenig adaptieren müssen. Bei Sauerkirschen war deutlich mehr Zucker nötig, als bei Süßkirschen, aber ansonsten absolut perfekt, supererfrischend, war in etwa so schnell gegessen wie der traurige Rest geschmolzen. Einfach genial lecker, beide halfen bei Pflücken und entsteinen und die Große hat dann auch nach Bild das Rezept ausgesucht.

Kirschenpflücken

Zutaten

Etwas mehr als 1 Liter Eis

  • 450 g Sauerkirschen (entsteint gewogen, waren wohl ca. 500 g)
  • 250 g Zucker
  • 500 g Griechischer Joghurt

Zubereitung

  1. Kirschen waschen, abtropfen lassen und entsteinen. mit dem Zucker in einen Topf geben, aufkochen. Etwa 5-10 Minuten köcheln lassen.
  2. Dann abkühlen lassen und grob durchpürieren. Unter die erkalteten Kirschen den Joghurt ziehen.
  3. In die Eismaschine geben und gefrieren lassen (bei uns ca. 60 Minuten, war aber auch nicht aus dem Kühlschrank).

Zubereitungszeit: Arbeitszeit ca. 20 Minuten (mit Entsteinen) + Kühlzeit (ca. 1 Stunde) + Frierzeit

Schwierigkeit: mit Kirschensteiner und Eismaschine einfach

Quelle: Küchenlatein - danke fürs Rezept, ist superlecker

29.06.12

Rezept: Geeiste Gurkensuppe

Geeiste Gurkensuppe

Hier sollen heute endlich mal sommerliche Temperaturen herrschen. Zeit also für leichte Küche. Absolut perfekt ist dann eine geeiste Gurkensuppe. Diese hier ist sehr leicht, sehr erfrischend. Kleine Gärtnergurken sind etwas aromatischer als normale Salatgurken, aber die gehen natürlich auch. Holt die Suppe erst unmittelbar vor dem Servieren aus dem Kühlschrank und mixt nochmal kurz auf, superlecker. Haben auch meine Kinder gegessen.

Zutaten

Für 4 als leichtes Mittagessen oder Vorspeise

  • 1 kg Gärtner- oder Salatgurken
  • 1 EL milder Weinessig
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 150 ml Wasser
  • Salz, Cayennepfeffer, Zucker
  • 2 TL Dillspitzen (etwa 1/2 Bund Dill)
  • 50 g Naturjoghurt (alternativ Sahne)

Zubereitung

  1. Gurke schälen, längs halbieren und die Kerne mit einem Löffel rauskratzen. Grob würfeln.
  2. Mit Essig in einen hohen Topf geben. Knoblauch schälen, fein hacken, zugeben.
  3. Alles mit dem Essig und dem Wasser fein pürieren. Mit Salz, Cayennepfeffer und Zucker abschmecken. Die Suppe bis zum Servieren kalt stellen.
  4. Unmittelbar vor dem Servieren den Joghurt unterrühren, Dill waschen, trockenschütteln, die Spitzen fein hacken.
  5. In Schüsseln anrichten und servieren. Wer mag, streut noch kleine Gurkenwürfel darüber.

Zubereitungszeit: fertig in 15 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Alfons Schuhbeck - Meine bayerische Küche, S. 101

Andere Rezepte für Gurkensuppen:

27.06.12

Rezept: Crème brulée nach Lea Linster

Crème brulée

Blog-Event LXXIX - Das erste Ma(h)l (Einsendeschluss 15. Juli 2012)Das Thema von Pastasciuttablog ist das erste Ma(h)l. Tja, die erlebe ich derzeit überwiegend mit meinem Kindern. Doch hier möchte ich die Geschichte von Göttergatte und der Crème brulée erzählen. Denn sie gehört mit zu den absoluten Lieblingsdesserts des Göttergatten. Doch diese Mini-Bunsenbrenner die waren entweder zu heiß, zu kalt, zu schnell leer, er bekam diese Kruste einfach nicht hin. Göttergatte kann nämlich nicht nur wunderbar grillen, er kocht (wenn ich ihn lasse) auch ganz wunderbar. Und die Kruste der Crème brulée, die ist im Hause genial lecker absolute Chefsache. Irgendwann fand er dann den perfekten Mini-Bunsenbrenner, nachfüllbar, einstellbar. Jetzt ist Göttergatte glücklich und wir können endlich die perfekte Kruste genießen, nicht mehr schwarz, kalt oder noch körnig, sondern knusprig und sanft geschmurgelt. Waren mehr Anläufe nötig, aber jetzt, neulich, als wir Besuch hatten, da war es zun ersten Mal absolut perfekt, die Kinder staunten mit offenem Mund, Showkochen mit Perfektion. Tja, das Rezept ist natürlich auch klasse und alles genial lecker.

Zutaten

Reicht für 6-8 Förmchen (je nach Größe)

  • 400 g Sahne
  • 140 ml Milch
  • 85 g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 4 Eigelb (M)
  • 3-4 EL brauner Zucker (wir nehmen 1/2 EL pro Förmchen)

Zubereitung

  1. Sahne mit Milch und Zucker in einer mittelgroßen Schüssel verrühren. Vanilleschote längs halbieren, Mark herauskratzen und gemeinsam mit der Schote in die Schüssel geben. Eigelbe unterrühren. Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
  2. Am nächsten Tag die Vanilleschote herausfischen. Den Ofen auf 150°C Umluft vorheizen.
  3. Die Förmchen auf ein tiefes Backblech stellen. Die Vanille-Eier-Sahne auf die Förmchen verteilen. Im Wasserkocher 1 Liter Wasser aufkochen.
  4. Sobald der Ofen 150°C erreicht hat, die Fettpfanne in den Ofen schieben und soviel kochendes Wasser angießen (vorsichtig! kein Wasser in die Förmchen!), dass die Förmchen halbtief im Wasser stehen (im Verhältnis zur Füllhöhe).
  5. Nach 40 Minuten das erste Mal nachschauen, die Crème muss gestockt sein, kann aber auch noch weitere 5-10 Minuten dauern. Braun sollte sie aber nicht werden!
  6. Sobald die Crème gestockt ist, aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Ggf. im Kühlschrank kalt stellen bis zum Servieren.
  7. Unmittelbar vorm Servieren jedes Förmchen mit 1/2 EL braunem Rohrzucker bestreuen und mit einem Mini-Bunsenbrenner karamellisieren. Rasch servieren.

Zubereitungszeit: reine Arbeitszeit etwa 5 + 10 Minuten + Ruhezeit über Nacht + Backzeit ca. 45 Minuten + Kühlzeit

Schwierigkeit: eigentlich überraschend einfach

Quelle: Lea Linster - einfach und genial, S. 138

25.06.12

Rezept: Mango-Minz-Chutney

Mango-Minz-Chutney

HighFoodality Blog-Event Cookbook of ColorsIch habe das Mango-Minz-Chutney jetzt schon zweimal gemacht und war jedes Mal total begeistert. Was wohl nicht zuletzt an den tollen Flugmangos lag, die ich im Angebot im Großmarkt bekommen hatte. Wir haben es einmal zum Fisch im Bananenblatt gegessen und auch zum Tandoori-Hähnchen, harmonierte beides Mal wunderbar, ich persönlich fand es zum Fisch fast noch ein Hauch besser. Auf jeden Fall superfruchtig und total ausgewogen. Hält sich leider nicht sehr lange, spätestens nach 2 Tagen im Kühlschrank (meine Erfahrung) sollten die Reste verbraucht werden. Aber keine Sorge, das kann man auch pur löffeln! Mal wieder eine genial leckere und schnelle Grillbeilage.

Zutaten

Reicht für 4 als Beilage zu gegrilltem

  • 2 Flug-Mangos (es braucht süße und reife dafür)
  • 1/2 EL Öl (Sonnenblumenöl genommen)
  • 2 EL Apfelessig
  • 1/2 TL Zucker (braunen Rohrzucker genommen)
  • 1/4 TL grobes Meersalz
  • 1/4 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 3 Stiele Minze

Zubereitung

  1. Mangos längs dritteln. Im mittleren Drittel ist der Kern, das Fruchtfleisch rautenförmig einschneiden und dann die Schale nach außen klappen, aus der Schale lösen. das mittlere Drittel schälen, dann das Fruchtfleisch um den Kern herum abschneiden und ebenfalls würfeln.
  2. Jetzt die restlichen Zutaten zur Mango geben, vorsichtig durchmischen.
  3. Kurz vorm Servieren die Minze waschen, trockenschütteln, die Blätter fein hacken und unterheben.

Zubereitungszeit: fertig in 15 Minuten

Schwierigkeit: gute Flugmangos finden, die auch bezahlbar sind

Quelle: wenig variiert nach Weber Grillbibel, S. 130

Schmeckt zu: Hähnchen oder asiatisch mariniertem Fisch

24.06.12

Rezept: Lachsfilet im Bananenblatt gegrillt

Lachsfilet im Bananenblatt gegrillt

Fremdkochen GrillenDieses Mal darf beim Fremdkochen auch Rezepte aus Kochbüchern teilnehmen. Daher möchte ich das im Bananenblatt gegrillte Lachsfilet mit einreichen. Ich hatte im Großmarkt Bananenblätter entdeckt. Gegrillt werden sollte auch und das Lachsfilet lag schon im Wagen. Daher konnte ich die gefundenen Rezepte nicht 1:1 umsetzen und habe selber ein wenig kombiniert. Den Fisch habe ich etwas asiatisch mariniert. Dafür habe ich einfach Sesamsamen kurz angeröstet und aus Sesamöl, Sojasauce, Honig und Zitronensaft eine Marinade gerührt. Außerdem habe ich noch die Tipps von meinem neuen Grillbuch berücksichtigt. Die Bananenblätter nur in Richtung der Fasern vorsichtig mit feuchtem Küchenkrepp abwischen, feucht halten und vor dem Grillen nochmals mit Wasser bepinseln. Das Ergebnis ist ein absolutes Gedicht: der Lachs perfekt, verzeiht auch, wenn er mal 2 Minuten zu lange auf dem Grill liegt, ganz zart und überhaupt nicht trocken. Dazu schmeckt ein Mango-Minz-Chutney, kam supergut an.

Zutaten

Für 4 zum Sattesssen, bei uns für 8 für jeden ein kleines Stück

  • 1 Lachsfilet à 900 g mit Haut
  • 4 Banenenblätter
  • Küchengarn oder Zahnstocher

Für die Marinade:

  • 2 EL Sesamsamen
  • 2 EL Sesamöl
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Honig
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Das Lachsfilet abspülen, trockentupfen und mit einer Grätenpinzette die evtl. noch vorhandenen Gräten entfernen. In Streifen à ca. 150 g schneiden.
  2. Die Bananenblätter vorsichtig mit Küchenkrepp feucht abwischen, dabei immer in Faserrichtung streichen, aufpassen, dass die Blätter nicht einreißen. Die harte Randfaser intakt lassen, daran hält das Blatt fest.
  3. Für die Marinade die Sesamsamen in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten. Mit den übrigen Zutaten in einer Schüssel verrühren.
  4. Jede Fischtranche mit der Hautseite auf das Banenenblatt legen. Jetzt mit einem Messer vorsichtig so das Blatt einritzen, dass jedes Filet komplett, aber nur 1x eingewickelt werden kann.
  5. Jedes Fischstück mit etwas von der Marinade beträufeln, ggf. noch mit dem Pinsel etwas in den Fisch massieren, damit nicht alles nur auf dem Bananenblatt liegt.
  6. Jetzt vorsichtig die Bananenblätter um den Fisch wickeln. Sollte das Bananenblatt einreißen ein weiteres darum wickeln. Vorsichtig arbeiten und nicht zu fest drücken.
  7. Die fertigen Päckchen auf eine Platte legen, ein Küchentuch anfeuchten, damit abdecken.
  8. Wir haben unmittelbar vor dem Grillen jedes Päckchen nochmals mit Wasser bepinselt und am Rand der Glut nur von der Hautseite jeweils gute 10 Minuten gegrillt.

Zubereitungszeit: etwa 40 Minuten Vorbereitungszeit (ich habe ewig für das Bananenblatt wickeln gebraucht) + Grillzeit

Schwierigkeit: Bananenblätter zu bekommen, das Einwickeln ist kniffelig

Quelle: Marinade eigenes Rezept, Tipps für Grillen im Bananenblatt aus Weber Grillbibel

Tipp: wer keine Bananenblätter bekommt, einfach Marinade genauso machen und in Alufolie wickeln, müsste auch funktionieren. Habe das gleiche Rezept nochmal aus dem Ofen gemacht, dabei bei 140°C Ober-/Unterhitze für 40 Minuten auf der 2. Schiene von unten gegart, schmeckte auch gut.

Lachsfilet im Bananenblatt

23.06.12

Rezept: Tomatensalat

Tomatensalat

Blog-Event LXXIX - Das erste Ma(h)l (Einsendeschluss 15. Juli 2012)"Mama, was kann ich essen, ohne dass ich dick und kugelrund werde?" Gute Frage, die meine Große da hatte. Wir haben dann gemeinsam überlegt, welche Dinge man essen kann, damit man groß und stark wird (Gemüse, Salat, Obst, Kartoffeln, etc) und was man nur wenig essen sollte, weil viel Zucker drin ist (Gummibärchen, Schokolade, Kuchen, Eis,...). Nicht, dass meine jetzt ein Hungerhaken ist, sie findet sich selber wunderschön und das will ich bestärken. Aber zu lernen, dass bestimmte Dinge jeden Tag auf den Tisch kommen und manche eben selten, das finde ich für 4-jährige durchaus in Ordnung. "Aber Euer Salat schmeckt mir nicht. Man soll doch keine Blätter essen." Tja, auch das war eine völlig korrekte Bemerkung. Blätter von Bäumen werden nicht gegessen und das Gras auch nur noch als Spiel-Salat verwendet. Auch von der Zufuhr von schippenweise Sand als Balaststoffe haben meine beiden sich mittlerweile gelöst. Die Lösung: Tomatensalat, natürlich von der 4-jährigen selber gemacht. Tomaten und Mozarella klein schneiden und aus Olivenöl, Balsamico-Creme und etwas Salz und Pfeffer auch das Dressing selber gerührt. Auf "Kräuterfusseln" wurde selbstverständlich verzichtet. Momentan gibt es diesen Salat mindestens jeden zweiten Tag, so stolz ist sie darauf. Also ein gutes erstes Ma(h)l hier als Salat, nach dem Pastasciutta gefragt hat.

Zutaten

Den essen meine Mädels zu zweit alleine

  • 8 Tomaten (kleine)
  • 1/2 Kugel Mozzarella (also ca. 60 g)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Crema di Balsamico (aus Rosewein genommen)
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Tomaten waschen, trocknen, halbieren. Strunk wurde mitgegessen, also nochmals die Hälften vierteln (auf die Schnittfläche legen und 2 Mal quer schneiden). In eine Schüssl geben.
  2. Den Mozzarella ebenfalls würfeln.
  3. Olivenöl und Balsamicocrème darüber geben, etwas salzen und pfeffern. Wenden, abschmecken und genießen.
  4. Falls die Abneigung gegen Kräuterfusseln nicht so ausgeprägt ist: etwas Basilikum passt wunderbar dazu.

Zubereitungszeit: abhängig von der Erfahrung des "Koches" bei uns etwa 15 Minuten

Schwierigkeit: schafft meine 4-jährige alleine

Quelle: eigenes Rezept

22.06.12

Rezept: Aprikosensorbet

aprikosensorbet

Garten-Koch-Event Juni 2012: Aprikosen [30.06.2012]Leider sind hier die Aprikosen noch nicht reif, doch auch zu diesem Event (wieder ausgerichtet von Sus) schlummerte ein passendes Rezept auf meiner Festplatte. Ich hatte letztes Jahr mehrfach eine Aprikosensorbet gerührt. Der absolute Hammer: cremig, schmelzig und soooo lecker! Auf dem Bild sieht man übrigens mal den Unterschied zwischen frisch aus der Maschine geholt versus schon zwei Tage im Tiefkühl, dafür aber eben ohne Emulgatoren und seltsamen E-Nummern. Geschmacklich ist es nach einigen Tagen noch genauso gut, nur nicht mehr so cremig wie am ersten Tag. Aber das Nachmachen kann ich nur empfehlen! Schmeckte einfach allen!

Zutaten

Ergibt ca. 1 Liter Sorbet

  • 1 Rezept Aprikosenröster, analog zum Pfirsichröster, gut ausgekühlt
  • 300 ml Wasser
  • 300 g Zucker (hängt von der Süße der Pfirsiche ab)
  • 2 cl Aprikosenlikör

Zubereitung

  1. Den Aprikosenröster in eine hohe Schüssel geben, dabei die evtl. noch vorhandenen Stücke der Vanilleschote und Zimtstange entfernen. Wasser und Zucker zugeben und fein pürieren. Ggf nochmals abschmecken, sollte etwas übersüßt sein, damit es im kalten Zustand dann die richtige Zuckermenge hat.
  2. In die Eismaschine geben und 60 Minuten gefrieren lassen. 10 Minuten vor Ende der Frierzeit den Aprikosenlikör zugeben.

Zubereitungszeit: Wenn Aprikosenröster fertig ist: noch etwa 10 Minuten Arbeits- + 60 Minuten Gefrierzeit

Schwierigkeit: einfach mit Eismaschine

Quelle: Alfons Schuhbeck - Meine bayerische Küche, S. 411

21.06.12

Rezept: Rinderhüftsteak gegrillt

Rinderhüftsteak

Jetzt zur Fußball-EM wurde bei uns auch gegrillt. Da in der Blogparade gerade sich alles ums Grillen dreht, möchte ich diesen Klassiker unter den Steaks mit auf den Grill legen. Ich hatte dafür wunderbaree Rinderhüfte bekommen, aus der ich ca. 2 cm dicke Steaks geschnitten habe (quer zur Faser natürlich). Die Marinade ist sehr schnell gerührt, wobei ich die Petersilienversion bevorzuge, Göttergatte hingegen war von der Version mit Koriander mehr als begeistert. Schmeckte auch unseren Mädels, die sonst Rindfleisch nicht so viel abgewinnen können. Einfach genial lecker und dabei auch echt fix vorbereitet, da braucht keiner Fertig-Steaks zu kaufen!

Zutaten

  • 4 Rinderhüftsteaks
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1/2 Bund Petersilie oder Koriander
  • 1 EL Meersalz
  • 1 Orange (nur der Saft)
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Steaks in Gefriertüten geben.
  2. Knoblauch schälen, andrücken. Petersilie oder Koriander waschen, trockenschütteln, Blättchen abstreifen und fein hacken. In eine kleine Schüssel geben. Salz zugeben.
  3. Die Orange halbieren und ausdrücken, den Saft zu den Kräutern geben.
  4. Zu den Steaks in die Tüte geben und etwas einmassieren. Im Kühlschrank 2-3 Stunden marinieren lassen. Dabei ggf. nochmals durchkneten.
  5. Auf dem sauberen Grillrost über der heißen Glut grillen, sobald das Steak bis ca. 2/3 (bei uns nach ca. 5-6 Minuten) gegart ist, wenden und an den Rand der Glut legen und dort bis zum gewünschten Garpunkt weitergrillen. Vor dem Servieren noch mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.

Zubereitungszeit: Arbeitszeit etwa 15 Minuten + 3 Stunden Marinierzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Unverfälscht grillen, S. 121

Weber Grill

Wir haben uns hier im Haus gemeinsam einen Weber One Touch Premium mit 57 cm gekauft haben. Dazu haben wir den Weber-Kamin zum Zünden der Glut, funktioniert wunderbar. Ich selber habe noch den Pizzastein dazu gekauft und auch schon mehrfach Pizza im Grill gemacht und waren immer sehr begeistert. Insgesamt mussten wir das Grillen etwas neu lernen, da die Temperaturen im Vergleich zu den Mittelpreismodellen, die wir früher hatten, viel schneller und höher kommen, wir weniger Kohle brauchen und das Grillergebnis nach erstem Ungewöhnen doch deutlich besser wird. Wir sind absolut begeistert!

19.06.12

Rezept: Käsekuchen glutenfrei

Käsekuchen glutenfrei

Ich habe zum Anfang des Monats die Abteilung gewechselt und natürlich wollte ich einen Einstandskuchen mitbringen. Gerade noch rechtzeitig erfuhr ich von einer Glutenunverträglichkeit. Jetzt war guter Rat teuer, abends einige Bücher konsultiert, doch auf die Schnelle nichts glutenfreies gefunden. Doch, halt - gottseidank gibt es ja auch andere Foodies und ich wusste dass Foodfreak ja auch glutenfrei lebt. Sie hat mir ihre Käsekuchenrezepte empfohlen, für die sie immer Klebreismehl verwendet. Geht gar nicht erst in den Supermarkt, gibt es dort nicht, aber in meinem Mini-Asia-Shop um die Ecke, da hatte es das. Da ich kein passendes Obst da hatte und ich auch kein Matcha mitgenommen hatte, verwendete ich einfach mein klassisches Rezept für Käsekuchen ohne Boden. Die Rohmasse schmeckte etwas nach Wan-Tans, aber nach dem Backen dann perfekt. Da bei mir auf Arbeit niemand von dem Blog weiss, ist das noch ein schnelles Foto vor dem Schlafengehen. Nicht sonderlich gut geworden, denn ich testete ja nicht nur das Klebreismehl, nein ich stellte auch gleich noch eine Schüssel mit Wasser in den Ofen. Weswegen auch immer, der Käsekuchen war erst nach 2 Stunden statt nach 60 Minuten fest, die Stunde Schlaf hätte ich gerne noch bekommen. Doch ich wurde entschädigt, denn der Kuchen schmeckt genauso fluffig und lecker wie mein geliebter Klassiker, alle waren begeistert und konnten gar nicht glauben, dass der Kuchen glutenfrei sei. Danke Foodfreak für die Tipps!!

Zutaten

Für eine 26-cm-Springform

  • 125 g Butter
  • 225 g Zucker
  • 2 TL Vanillezucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Biozitrone
  • 4 Eier (L)
  • 1000 g Magerquark
  • 125 g Klebreismehl
  • Fett für die Form

Zubereitung

  1. Den Boden der Springform einfetten.
  2. Butter in der Küchenmaschine schaumig rühren, Zucker und Vanillezucker unterrühren.
  3. Die Zitrone heiß abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben, zugeben, halbieren, eine Hälfte auspressen und den Saft auch zur Butter geben.
  4. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  5. Die Eier trennen, die Eigelbe einzeln unterrühren, die Eiweiße beiseite stellen. Den Quark zugeben, unterrühren, das Klebreismehl zugeben. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark ebenfalls unterrühren. Zuletzt die Eiweiße zu Eischnee schlagen und unterheben, in die gefettete Form füllen, glatt streichen.
  6. 1 feuerfeste Schüssel mit kochendem Wasser auf den Boden des Ofens stellen. Auf der 2. Schiene von unten etwa 120 Minuten (eigentlich 60-70 Minuten) backen.
  7. Dann die Springform auf ein Küchengitter stellen, nach etwa 10-20 Minuten den Kuchen vom Rand mit dem Messerrücken lösen und den Rand entfernen, für weitere 30 Minuten etwas auskühlen lassen.

Zubereitungszeit: Arbeitszeit etwa 20 Minuten + 120 Minuten Back- + Kühlzeit

Schwierigkeit: Klebreismehl im Asialaden finden

Quelle: Mein Klassiker aus Dr. Oetker - Käsekuchen, S. 8 glutenfrei variiert nach den Tipps von Foodfreak, insbesondere in diesem Rezept

18.06.12

Rezept: Sauerampferbutter

Sauerampferbutter

Fremdkochen Grillen Ein Fremdkochen mit Pingpong-Effekt: da rühre ich eine Bärlauchbutter, Sus macht daraus eine Sauerampferbutter, die mir wieder so gut gefällt, dass ich mir auf dem Markt auch gleich ein Bund Sauerampfer mitgenommen habe. Die Butter ist toll, etwas frischer als "normale" Kräuterbutterversionen. Zu Fleisch nicht so toll (allenfalls zu Hähnchen in Abhängigkeit von der Marinade), aber zu gegrilltem Fisch ein absolutes Gedicht! Kann ich nur absolut empfehlen!! Da ein Grillabend ohne Beilagen auch nichts ist, darf es gleich noch bei der Hüttengilfe fremdgekocht werden. Ich hoffe, das passt! Denn die Butter ist echt empfehlenswert!

Zutaten

Für 3 kleine Rollen Kräuterbutter

  • 125 g Butter
  • 1 kleines Bund Sauerampfer
  • 1 TL Zitronensaft
  • Meersalz

Zubereitung

  1. Die Butter aus dem Kühlschrank nehmen, in eine hohe Schüssel geben. Mit dem Knethaken und dem Zitronensaft etwas weich kneten.
  2. Sauerampfer waschen, trockenschütteln, putzen, fein hacken. Zur Butter geben, unterrühren, mit Salz abschmecken.
  3. Portionsweise in Frischhaltefolie wickeln, nach Bedarf im TK lagern.

Zubereitungszeit: fertig in 15 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Sus vom CorumBlog

17.06.12

Rezept: Erdbeertorte mit Holunderblütencreme

Erdbeertorte mit Holunderblütencreme

Ich bin kein Tortenbäcker, jetzt mal echt nicht. So auch hier, quasi Torte mit Hindernissen, auch wenn das Ergebnis genial lecker war (ok, für die Optik etwas mehr Gelatine dazu). Es fing alles damit an, dass ich den Biskuitteig fertig hatte und dann erst feststellte, dass es für eine 24-cm-Form war. Die habe ich nicht. Kurzerhand in eine 26-cm-Form gebacken und ... im Ofen vergessen. Als ich es nach 40 Minuten wieder herausholte, hatte ich Keks in Bergform. Ging nicht, also klein gebröselt, mit Butter zu Keksboden verarbeitet und im Kühlschrank fertig "gebacken". Dann wollten die Kinder mitarbeiten, also die Erdbeeren schon mal geputzt, alles eingekauft, dann wollten sie aber doch lieber noch im Sandkasten weiterbuddeln. Da hier das Wetter irgendwie nicht den Wetterbericht berücksichtigt, konnte ich es ihnen auch nicht verübeln. Dann auf die Schnelle (so was sollte ich mir abgewöhnen) mal wieder die Mengen überlesen und vergessen, dass ich es ohnehin schon kritisch fand mit der Gelatinemenge. Tja, fühlte sich fest an, als dann die Erdbeeren drauf kamen und ich den Ring abnahm leider nicht mehr. Dafür waren alle Gäste begeistert, es kommt eine superschöne feine Holundernote heraus, cremig, nicht zu schwer, einfach nur lecker! Den Biskuit unten braucht keiner, ich würde auch fürs nächste Mal direkt mit einem Keksboden starten, der passt wunderbar zum Belag. Habe ich deswegen schon im Rezept so angegeben.

Zutaten

Für den Keksboden:

  • 200 g Kekse
  • 100 g Butter

Für die Crème:

  • 6 (oder 7) Blatt weiße Gelatine
  • kaltes Wasser
  • 200 ml Holunderblütensirup, selbstgemacht nach diesem Rezept
  • 100 g Saure Sahne
  • 400 ml Sahne

Für den Belag:

  • 500 g Erdbeeren
  • 3 EL Erdbeermarmelade
  • 2 EL kochendes Wasser

Zubereitung

  1. Für den Boden die Kekse fein zerbröseln (in TK-Beutel legen und mit Nudelholz drüber) und mit der Butter verkneten. Springform mit Backpapier auslegen, Ring drum, Keksbrösel reindrücken und im Kühlschrank mind.30 Minuten fest werden lassen.
  2. Gelatine in einer kleinen Schüssel im kalten Wasser einweichen (ich immer mind. 15 Minuten). Vom Holunderblütensirup 2 EL abnehmen, die in einem kleinen Topf (oder der Mikrowelle) erhitzen. Den restlichen Sirup in einer mittelgroßen Schüssel mit der Sauren Sahne verrühren. Die Gelatine im heißen Sirup auflösen und unter die Saure Sahne-Masse ziehen. Im Kühlschrank 30 Minuten anziehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen. Unter die Sirupmasse ziehen und alles auf dem Boden verteilen und glatt streichen.
  4. Im Kühlschrank wieder kalt stellen (bei mir über Nacht, mind. 60 Minuten).
  5. Die Erdbeeren putzen, je nach Größe halbieren, auf der Crème verteilen.
  6. Zuletzt die Erdbeermarmelade in eine kleine Schüssel geben, mit kochendem Wasser verrühren und über die Erdbeeren träufeln.
  7. Bis zum Servieren kalt stellen.

Zubereitungszeit: reine Arbeitszeit ca. 60 Minuten + viel Ruhezeit

Schwierigkeit: überraschend einfach für eine Torte, macht viel her

Quelle: etwas abgewandelt von Dolci, S. 118

Kochbuch: Dolci

DolciEs gibt Bücher, die ich nicht so oft in die Hand nehme. Ich könnte zwar auf Anhieb extrem viele Rezepte nennen, die ich gerne ausprobieren würde, doch wir haben hier in letzter Zeit versucht, etwas figurfreundlicher zu kochen. Ich erwarte von mir keine Modelmaße, aber irgendwann muss man die Handbremse ziehen. Doch jetzt durfte ich mir mal wieder einen süßen Zahn gönnen und ich Euch endlich dieses Buch vorstellen, aus dem ich noch nicht so viel getestet habe. Der Titel verspricht italienische Leckereien, doch es ist ein insgesamt relativ allgemein gehaltenes Buch über Süßspeisen und Desserts.

Das Buch untergliedert sich in Crème und Eisrezepte, Desserts aus Pfanne und Ofen, kleine Naschereien sowie Kuchen und Torten. Überwiegend sind es im ersten Kapitel klassische Desserts wie Crema catalana, verschiedene Mousse-Rezepte, wenige Eisrezepte, die aber alle ohne Eismaschine auskommen. Bei den Desserts aus Pfanne und Ofen überwiegen die Backrezepte, die kleinen Naschereien sind ebenfalls überwiegen kleines Gebäck. Kuchen und Torten sprechen für sich.

Insgesamt ein Buch, das sicher eher die Kochanfänger anspricht. Die Rezepte sind alle gut nachvollziehbar beschrieben, ich würde mir lediglich eine auch optische Untergliederung der Zutatenliste nach den einzelnen Bestandteilen (Crème, Kuchenboden, Belag, etc.) wünschen, das würde es sicherlich nochmals erleichtern. Doch insgesamt alles sehr lecker klingende Rezepte mit sehr ansprechenden Bildern, das durch seine sehr faire Preis-Leistung ebenfalls punkten kann.

Das Buch ist aktuell im Handel oder bei Amazon erhältlich. Ich habe daraus schon vorgestellt:

16.06.12

Rezept: Erdbeer-Milch-Eis

Erdbeer-Milch-Eis

Nachdem ich es ja neulich schon ankündigte und das Feedback eher positiv war, möchte ich ab sofort hier versuchen, jeden Samstag etwas vorzustellen, was wir mit unseren Mädels machen. Entweder das, was wir gemeinsam kochen, aber auch die gemeinsamen Spiele oder die Bücher, die wir gemeinsam lesen oder auch die Kinderkochbücher, die wir benutzen.

Doch jetzt zu dem Erdbeereis, das ich letzte Woche mit meinen Mädels gerührt habe. Beide wünschten es sich sehr, wollten allerdings noch etwas Milch mit hineinrühren. Hier können die Kinder auch bei eigentlich allen Arbeitsschritten gut mithelfen, nur die Vanilleschote durfte ich alleine verarbeiten. Sie waren sehr begeistert und als sie aus der Badewanne kamen, was das Eis auch schon fertig. Schmeckte nicht nur meinen Mädels, sondern auch den Patenonkeln, die gleich noch eine Kugel abbekommen haben. Können wir nur empfehlen. Für alle, die keine Eismaschine besitzen: man kann das gleiche Rezept auch mit TK-Erdbeeren zubereiten, dann benötigt man allerdings einen recht guten Pürierstab, kurz antauen, wie oben beschrieben pürieren und gleich servieren oder rasch in den Froster.

Erdbeer-Milch-Eis abschmecken

Zutaten

Ergibt ca. 1 Liter Eiscrème

  • 500 g Erdbeeren (geputzt gewogen)
  • 100 ml Milch
  • Puderzucker, bei uns 6 EL
  • 1 Vanilleschote

Zubereitung

  1. Erdbeeren waschen, putzen, schlechte Stellen und das Grün abschneiden, in eine hohe Schüssel geben. Milch zugießen. Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen (das durfte dann ich machen), das Mark zu den Erdbeeren geben.
  2. Alles pürieren. Esslöffelweise den Puderzucker zugeben, jeweils unterrühren. Die Masse muss zu süß schmecken, dann ist sie perfekt.
  3. In die Maschine geben und gefrieren lassen.

Zubereitungszeit: alleine etwa 15 Minuten + Gefrierzeit

Schwierigkeit: bei Vanille hilft ein Erwachsener, den Rest haben mit wenig Hilfe die 2- und 4-jährige alleine hinbekommen

Quelle: eigene Version eines Grundrezeptes

15.06.12

Rezept: Spargelcurry mit Räuchertofu

Spargelcurry mit Räuchertofu

Zum Ende der Spargelzeit habe ich den Spargel dieses Mal im Wok zubereitet. Etwas besser würde wohl grüner Spargel passen, aber dafür war ich zu spät am Stand. Also habe ich einfach weißen Spargel mit etwas braunen Zucker im Wok karamellisiert, Currypaste eingerührt, mit Weißwein abgelöscht, den Reis untergerührt und mit etwas Sojasauce abgeschmeckt. Also einfach total schnell, perfekte Resteverwertung und einfach mal wieder genial lecker! Nix für meine Mädels, aber wir "Großen" haben es total genossen.

Zutaten

Für 2 Personen

  • 500 g weißen Spargel (grüner wäre besser)
  • 1 Päckchen Räuchertofu
  • 1 EL brauner Zucker
  • 2 EL Sesamöl
  • 1 Päckchen grüne Currypaste
  • 100 ml Weißwein (wer Reiswein da hat, es wäre etwas originaler)
  • gekochter Reis (etwa 8 gehäufte EL), bei uns vom Vortag
  • 1 Rispe Kirschtomaten (mit 10 Tomaten bei uns)
  • 1-2 EL Sojasauce
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Spargel schälen, in schräge Spalten schneiden. Tofu würfeln.
  2. Wok erhitzen, das Sesamöl darin erhitzen, Spargel hineingeben, mit dem Zucker bestreuen. Dabei öfters wenden. Den Räuchertofu zugeben, ebenfalls anschwitzen. Die Currypaste unterrühren, kurz Farbe nehmen lassen und mit Weißwein ablöschen. Den Reis zugeben, Hitze reduzieren und alles in 3-5 Minuten kurz durcherhitzen. In der Zeit die Tomaten waschen, trockentupfen und vierteln.
  3. Dann mit Sojasauce, Salz und Pfeffer abschmecken, Tomaten unterheben und rasch servieren.

Zubereitungszeit: fertig in 20 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

11.06.12

Genial lecker 6 Jahre nach dem Start - warum blogge ich überhaupt (noch)?

Vor 6 Jahren hat alles angefangen, zumindest offiziell mit einem Spargelrisotto. Im Vorfeld hatte Jan damals lange auf mich eingeredet, fast überredet, doch einen eigenen Blog ins Leben zu rufen. Von vorneherein war klar, dass ich einen Foodblog haben wollte und zwar ein reiner Foodblog. Warum? Mich ärgerte damals in vielen Kochbüchern, dass einfache neben schwierigen Rezepten waren, dass die Fotos überhaupt nicht mit dem übereinstimmten, was bzw. wie es hinterher bei mir aussah. Ich wollte unsere normale Alltagsküche darstellen, auch wie es bei uns auf dem Teller aussieht, realistische Zeiten der Zubereitung und eben auch die Schwierigkeiten bzw. die Schwierigkeitsstufen der Rezepte angeben. Außerdem liebe ich schon seit Jahren Kochbücher, auch wenn meine Sammlung im Vergleich zu vielen anderen relativ bescheiden ist. Also wollte ich auch die Bücher, in denen ich schmöker, aus denen ich meine Rezepte beziehe, mit vorstellen.

Was ist denn im Verlauf passiert? Nicht nur der Blog wuchs, Göttergatte und ich bekamen in der Zeit zwei wunderbare, tolle Töchter. Also veränderte sich meine Art zu kochen. Es muss eher schneller gehen, es muss kinderkompatibel sein, inzwischen auch immer öfter gemeinsam mit Kindern gekocht werden können. Weniger asiatisch, sonderen ab sofort eher europäisch. Außerdem arbeite ich wieder, Göttergatte und ich jeweils Vollzeit in tollen, schönen aber auch anspruchsvollen Jobs, den keiner von uns missen möchte, Familienzeit ist immer wichtiger geworden, der Blog ein Hobby geblieben. Ich möchte Euch allen danken, für die vielen konstruktiven Tipps, durch die ich mich weiter entwickeln konnte.

Doch auch die Bloggerszene hat sich verändert. Viele wunderschöne und tolle neue Foodblogs sind entstanden. Es sind so viele geworden, dass es absolut unmöglich ist, alle zu verfolgen. Doch gleichzeitig wurden die Blogs viel professioneller, viele Fotos sehen aus, wie dem Kochbuch entsprungen, natürlich immer selber gemacht. Wunderschön anzusehen. Doch mit einem enormen Aufwand. Eine Zeitlang schafte ich es auch, viele Blogs zu lesen, Kommentare zu hinterlassen.Dafür habe ich schlicht keine Zeit mehr, lese passiv mit, koche seltener nach, obwohl ich öfters einfach nur Wow sagen möchte!

Doch vieles störte mich, zwischendurch so sehr, dass ich mir überlegte, den Blog aufzugeben, trotz der Liebe und Zeit, die darin steckt. Bei mir kommen nach wie vor Schüsseln auf den Tisch, denn ich kann im Voraus selten abschätzen, wie viel die Kinder von was möchten. Also dürfen sie selber nehmen, ich versuche einfach weiterhin, meine Erfahrung mit dem Rezept, was klappt, was nicht aufzunehmen.

Gleichzeitig freue ich mich, dass mittlerweile viele Kommentare von Nicht-Bloggern kommen. Dass die Zugriffszahlen so sind, wie sie sind. Auch wenn das Ranking schon mal besser war, die Kommentarrate höher. Ich möchte für die vielen, treuen Leser hier weiter machen, die immer wieder vorbeischauen. Die auch meine normale Hausfrauenküche mögen, die auch mal lesen, was ich mit meinen Kindern mache bzw. koche.

Wie soll es weitergehen? Ich möchte so weitermachen, wenn ich noch etwas Zeit habe, werde ich eine Kategorie mit Rezepten für "Kinder kochen" einrichten, auch in welchem Alter meine Mädels das kochen konnten. Ich werde weiter eher einfache Rezepte kochen. Außerdem werde ich diesen Blog weiterhin werbefrei halten, keine subventionierten Artikel oder ähnliches. Allerdings werde ich weiterhin gelegentlich ergebnisoffene (!) Rezensionen schreiben. Denn was mir gefällt oder nicht, möchte und werde ich weiter hier schreiben. Doch es wird auch wieder etwas ruhiger werden, Familie und Job haben einfach Vorrang.

Ich möchte Euch allen danken, fürs Lesen, fürs Kommentieren, für konstruktive Kritik! Vielen Dank für die tollen 6 Jahre, in denen ich viel lernen durfte, ich freue mich auf die nächsten Jahre.

5.06.12

Rezept: Spinatwaffeln

Spinatwaffeln

HighFoodality Blog-Event Cookbook of ColorsDie Große ging mit Göttergatten mal wieder auf dem Markt einkaufen und verliebte sich in Blattspinat. Gleich ein Kilogramm davon haben sie mitgebracht. Das erste Rezept damit wurden diese Spinatwaffeln. Die sind superlecker, der Spinatgeschmack kommt schön durch, allerdings waren die Würzmengen viel zu wenig im Rezept, das habe ich unten geändert. Meine Mädels haben daraus einen "Burger" gebastelt mit Kräuterfrischkäse und Tomatenscheiben. Genial lecker, der Aufwand lohnt sich, wäre bei Babyspinat sicher deutlich geringer. Wird mit TK-Ware aber wohl eher nicht funktionieren, der würde zu sehr wässern. Weil die Waffeln so richtig schön tiefgrün sind, dürfen sie gleich noch in die grüne Sammlung eingereicht werden.

Zutaten

Reicht locker für 4 Personen

  • 300 g Blattspinat
  • 100 g weiche Butter (lt. Rezept 150 g)
  • 4 Eier (M)
  • 1 TL Salz
  • 250 g Mehl
  • 250 ml Milch
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Fett für das Waffeleisen

Zubereitung

  1. Spinat waschen, gründlich! Dabei ggf. grobe Stiele entfernen. In einem Sieb oder in der Salatschleuder gut trocken schleudern.
  2. In der Zwischenzeit die Butter mit den Eiern verrühren, dann Salz, Mehl und Milch unterrühren. Den Teig beiseite stellen und quellen lassen.
  3. Die Zwiebel schälen, fein hacken. Butter in einer großen Pfanne zerlassen, darin die Zwiebelwürfel glasig anschwitzen, den Spinat zugeben, Deckel drauf und den Spinat in 2 Minuten zusammenfallen lassen.
  4. Vom Herd nehmen, den Spinat ausdrücken, entweder fein hacken, oder im Teig mit dem Pürierstab fein pürieren.
  5. Das Waffeleisen ggf. einfetten und darin die Waffeln portionsweise ausbacken (dünn verteilen, fließt nicht gut), bei mir Stufe 3/5.

Zubereitungszeit: 35 Minuten Arbeits- + Backzeit

Schwierigkeit: einfach, nur Geduld

Quelle: Pfannkuchen, Waffeln und Co, S. 76

1.06.12

Rezept: Kräuter-Sour-Cream

Kräuter-Sour-Cream

Bei uns wird ja sehr regelmäßig gegrillt. Da bieten sich verschiedene Dips immer wieder an. Hier habe ich mal eine Variante der klassischen Sour Cream ausprobiert. Die passt perfekt insbesondere zu Kartoffeln, aber auch als Dip zu Rohkost wunderbar. Ich musste Zutaten etwas austauschen, da ich nicht alles da hatte, war aber auch lecker (bei mir 200 g Crème fraîche und 150 g Saure Sahne). Wurde durch Wartezeit etwas runder, ich empfehle also, den Dip mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

Zutaten

Für 1 kleine Schüssel voll

  • 1 Bund gemischte Kräuter (Dill, Petersilie und Schnittlauch genommen)
  • 1 Knoblauchzehe (weggelassen)
  • 100 g Crème fraîche
  • 150 g Saure Sahne
  • 100 g Quark
  • 1 EL Salatmayonnaise
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Weißweinessig

Zubereitung

  1. Die Kräuter waschen, trocken schütteln und fein hacken. In eine Schüssel geben. Wer mag schält noch eine Knoblauchzehe und hackt sie fein.
  2. Die Kräuter gemeinsam mit Crème fraîche, Saure Sahne und Quark (letzteren habe ich weggelassen und die anderen Zutaten mehr genommen) verrühren. Dann Salatmayonnaise und Senf unterrühren. Essig unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. In den Kühlschrank stellen, vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 15 Minuten + Wartezeit 30 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: GU einfach clever Saucen und Dips, S. 91