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Rezept: Brathähnchen auf Bierdose

Brathähnchen auf Bierdose

Bei uns im Haus ist ein überraschend guter Zusammenhalt. Was auch dazu beitrug, dass wir uns jetzt alle zusammen einen neuen Kugelgrill von Weber gekauft haben. Der wurde extra groß gewählt, damit wir auch eben ein ganzes Brathähnchen darin grillen können. Und heute wurde entsprechene experimentiert. Die Marinade habe ich realtiv klassich frei zusammengerührt und dann 2 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen. Das größte Problem war eigentlich, eine passende Bierdose aufzutreiben. Meine Wohngegend hier ist ökologisch viel zu korrekt, es gibt nur Pfandflaschen :D ... Der Göttergatte hatte den Grill vorgeheizt, während unsere Mädels im Garten spielten. Im Deckel ist ja ein Thermometer enthalten und bei 160°C haben wir es in den Grill gestellt. Wir haben den Grill noch nie über längere Zeit auf einer Temperatur halten wollen und es etwas gedauert, bis der Göttergatte den Kniff raus hatte. Daher war die Grillzeit von in den unteschiedlichsten Internetrezepten zwischen 60-80 Minuten bei uns dann doch deutlich auf 120 Minuten verlängert. Doch das Fleisch ist total zart, absolut perfekt und für Bier-Verächter wie mich: es schmeckt sogar ein ganz klein wenig nach Bier. Aber es ist der Wahnsinn! Die Haut krass, das Fleisch zart! Können wir nur allerwärmstens empfehlen. Den Grill übrigens auch, es macht echt Spass, damit zu grillen!

Brathähnchen auf Bierdose auf dem Grill

Zutaten

Für die Marinade:

  • 1 EL Ananasmarmelade (oder andere Marmelade wie Aprikose alternativ)
  • 1 EL Ketchup (gehäuft)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1 EL Currypulver
  • 1 EL Salz

Außerdem:

  • 1 Brathähnchen à 1,4 kg (oder so in etwa)
  • 1 Bierdose à 0,33 l (größer oder kleiner geht nicht!)
  • 1 Kugelgrill

Zubereitung

  1. Für die Marinade alle Zutaten verrühren (ergibt etwa 6 EL Marinade).
  2. Das Brathähnchen von innen und außen abspülen und trocken tupfen.Den Bürzel ausschneiden. Dann vorsichtig die Schicht zwischen Haut und Fleisch lösen, 1 EL der Marinade zwischen Haut und Fleisch verreiben. Dann innen ebenfalls 1 EL Marinade verteilen. Von außen ebenfalls mit 1 EL Marinade einpinseln. Die restliche Marinade aufheben.
  3. Das Hähnchen im Kühlschrank 2-4 Stunden marinieren lassen.
  4. In der Zwischenzeit den Grill vorheizen. Wir haben die Kohlen vorgeglüht (praktisch der Kamin), außerdem haben wir uns gemeinsam noch die Holzkohlekörbe geholt, um gut indirekt grillen zu können. Die haben wir heute ebenfalls eingeweiht und die glühenden Kohlen darauf verteilt. Deckel drauf und warten bis die Temperatur passt, also das Deckelthermometer 160°C anzeigt. Bei uns waren es sogar 180°C.
  5. Von der Bierdose das obere Drittel abtrinken. Wir haben dann noch 1 TL der Marinade mit in die Bierdose gegeben.
  6. Die Bauchhöhle aufrecht über die Bierdose stülpen. Die Keulen vorne zusammen binden. Dann den Deckel wieder aufsetzen und dann versuchen, die Temperatur im Grill zwischen 120°C und 160°C zu halten. Wir hatten hier etwas Schwierigkeiten, daher war unsere Temperaturschwankungen gerade am Anfang sehr hoch. Es bewährte sich, immer eine Seite stark glühend zu haben und die andere Seite dann wieder aufzufüllen. Beim Nachlegen kann auch die restliche Marinade ans Hähnchen gepinselt werden). Außerdem haben wir den Kamin reguliert, aber damit fehlt uns noch zu sehr die Erfahrung, da müssen wir noch ein Gefühl für bekommen.
  7. Wir haben nach 90 Minuten das erste Mal die Kerntemperatur kontrolliert (praktisch hier ein Bratenthermometer), Kerntemperatur sollte 75°C sein (mein Thermometer kann nicht drin stecken bleiben, also zwischen den Kontrollen immer beiseite stellen), fertig war es bei uns nach 120 Minuten, saftig, nicht trocken, perfekt!

Zubereitungszeit: Arbitszeit ca. 30 Minuten, Marinierzeit 2-4 Stunden, Grillzeit 60-120 Minuten, beim Grillen doch regelmäßig Aufmerksamkeit nötig, je nachdem wie gut die Temperatur gehalten wird

Schwierigkeit: die Temperatur zu halten

Quelle: unzählige Internetrezepte

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Comments

Schöner Zusammenhalt, finde ich toll!

Tja, das mit den Bierdosen ist dafür echt das Hauptproblem! In Tankstellen findet man welche, ich hatte die für mein Bierdosenhähnchen auf dem Blog damals von einer Auslandsreise mitgebracht.

Hey !! Des mit der Dose ist ja mal nur noch ungesund!! der Lack der da drauf ist oder die Kunststoffbeschichtung drinnen die beim garen euer Hänchen schön bedampft !!Des schmeckt doch dann auch danach,oder ? Kann mir nicht vorstellen das das all zu gut ist !!

@ Alex: laut Internetforen sind die Dämpfe da keine Gefahr. Danach schmecken tut es auf keinen Fall, eher leicht nach Bier (nur für Nicht-Bier-Trinker). Was die potentiellen Schadstoffe betrifft: es ist wie immer wohl auch eine Frage der Dosis, das ist ja auch mal ein Gag, ganz zu schweigen von der Dosen-Rennerei, regelmäßig wird es das hier eh nicht gebenl...

Es gibt doch mittlerweile auch Halterungen fürs Händl. Da setzt man es dann drauf und gibt Wasser in den Halter. Muss ja nicht die Bierdose sein.
Soll Leute geben die mit ner Faxe-Dose auch nen Truthahn grillen *lach*

@ Lisa: stimmt, habe ich auch gesehen, aber ich wollte die Kult-Variante einfach mal testen. LG

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