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24.08.11

Rezept: Forelle auf Schmorgurke

Forelle auf Schmorgurke

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.deIch liebe es, wenn ich im Urlaub bin, morgens zum Fischer gehe, dort aus den fangfrischen Fischen in aller Ruhe aussuchen kann. Die Zeit bis zum Kochtopf ist da nicht weit. Allerdings durften diese Forellen im Ofen schmurgeln. Dieses Mal kombinierte ich mit den mitgebrachten Schmorgurken aus dem eigenen Garten. Im Feriendomizil ist die Kräuterauswahl etwas eingeschränkt, denn viele der in der Kiste gepflanzten Kräuter waren leider eingegangen. Unsere Große durfte mit Kräuter auswählen. Dill hatte ich im Gemüseladen besorgt, für den Fisch wollte sie unbedingt noch Salbei. Ansonsten: perfekt vorzubereiten, ganz einfach, genial lecker, die Große alleine hat fast einen halben Fisch gegessen. Kann ich echt nur empfehlen. Die urlaubenden Mitesser wünschten das Rezept - aber gerne doch!

Zutaten

Für 5 Personen

Für das Gemüse:

  • 2 Schmorgurken
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 100 ml Weißwein
  • 1 Bund Dill

Für die Forellen:

  • 1 Biozitrone
  • 10 Salbeiblätter (alternativ noch Dill oder Petersilie)
  • 5 Forellen (möglichst frisch gefangen)
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Die Gurken schälen, längs halbieren und die Kerne herauskratzen, dann in etwa 1-1,5 cm dicke Würfel schneiden. Zwiebeln schälen, fein hacken. Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen, darin das Gemüse kurz unter Wenden etwas anschwitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit dem Weißwein ablöschen. Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Gemüse auf ein tiefes Backblech geben. Für die Forellen die Zitrone sehr heiß abspülen, trockentupfen, in 10 Scheiben schneiden. Den Salbei (andere Kräuter gehen natürlich auch) waschen. Forellen von innen und außen salzen und pfeffern. Jeweils 2 Salbeiblätter und 2 Scheiben Zitrone einlegen. Die Forellen auf das Gemüse legen, das Backblech auf der 2. Schiene von unten 1 Stunde garen. In der Zwischenzeit den Dill waschen, trockenschütteln, Dillspitzen abzupfen, hacken. Die Teller möglichst vorwärmen (Platten wären besser, wenn die Fische so groß sind :D), die Fische darauf anrichten. Gemüse mit Dill mischen, nochmal abschmecken, mit den Fischen servieren.

Zubereitungszeit: reine Arbeitszeit etwa 30 Minuten + 60 Minuten Garzeit

Schwierigkeit: einfach, lebt von der Qualität der Zutaten, da nur feine Aromen

Quelle: eigenes Rezept

22.08.11

Rezept: Sommerhuhn

Sommerhuhn

Endlich ist der Sommer wieder eingetroffen, pünktlich zu unserer Ferienzeit. Wir wollten mit 6 Erwachsenen + 2 Kindern essen, dabei wie immer schnell vorzubereiten, lecker, einfach und doch passend zur Jahreszeit. Brathähnchen, schlug der Göttergatte vor, erweitert um Hähnchenkeulen, da es sonst zu wenig gewesen wäre. Dazu dann noch schön fruchtiges Gemüse in einer leichten Sauce. Denn die Kinder wollen mittags warm essen, wenn meinereiner am liebsten faul im Liegestuhl lesen oder dösen würde. Kam supergut an, die Große fand es genial lecker und hat alleine fast 1 ganze Brust verputzt.

Zutaten

Für 6 Personen

  • 3 Karotten
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Äpfel
  • 4 Aprikosen
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 150 ml Weißwein
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Brathähnchen
  • 2 Hähnchenkeulen mit Rückenstück
  • 1 Biozitrone

Zubereitung

  1. Karotten schälen, würfeln. Zwiebeln schälen, fein hacken. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, vierteln, dann achteln. Aprikosen waschen, ggf. Haut abziehen, vierteln und achteln.
  2. Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. In einem Bräter das Öl zerlassen, darin das Gemüse kurz anschwitzen, dabei öfters wenden. Dann mit dem Weißwein ablöschen. Vom Herd nehmen, Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Das Brathähnchen waschen, trockentupfen, innen und außen salzen und pfeffern. Die Zitrone heiß abspülen, trockentupfen, in Achtel schneiden. Die Zitrone in das Hähnchen füllen. Die Keulen (die am Hähnchen noch dran sind) mit Küchengarn am Hähnchen fixieren, die beiden anderen Hähnchenkeulen waschen, trockentupfen, salzen pfeffern.
  5. Das Geflügel gemeinsam auf das Gemüse setzen. Im vorgeheizten Ofen auf der 2. Schiene von unten 1,5 Stunden garen lassen.
  6. Dann mit einer Rouladennadel das Hähnchen und die Keulen mehrfach einstechen. Die Hitze auf 220°C Ober-/Unterhitze hochstellen und für weitere 15 Minuten Farbe nehmen lassen.

Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten Arbeits- + fast 2 Stunden Garzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

20.08.11

Rezept: Kürbis-Auberginen-Gemüse

Kürbis-Auberginen-Gemüse

Es war mal wieder ein schnelles, dennoch leckeres, kindgerechtes und vegetarisches Essen gefragt. Wofür gibt es die endlose "was-ich.immer-schon-mal-kochen-wollte"-Liste? Außerdem sollten die letzten Kürbisreste, die im Tiefkühl schlummern endlich verarbeitet werden, da wir bald die ersten eigenen Kürbisse ernten können. Hier fand sich auch dieses Wok-Gemüse. Leider zerfiel mein eingefrorener Kürbis (vom letzten Jahr) ziemlich, aber sonst sehr lecker!

Zutaten

Für 3 Personen

  • 1 Aubergine (etwa 250 g)
  • 500 g Kürbis (Muskat genommen)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Erdnussöl
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Zucker
  • Salz, Pfeffer, Sesamöl

Zubereitung

  1. Aubergine waschen und würfeln, Kürbis schälen, entkernen und würfeln, Knoblauch schälen und fein hacken.
  2. Wok erhitzen, Erdnussöl zugeben, darin den Knoblauch anbraten. Unter häufigem Wenden erst die Aubergine und dann die Kürbiswürfel anbraten. Mit Gemüsebrühe ablöschen.
  3. Deckel aufsetzen und bei niedriger Hitze (3/9) für 20 Minuten garen.
  4. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. nochmals aufkochen, um die Flüssigkeit zu reduzieren. Vor dem Servieren mit etwas Sesamöl beträufeln.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 40 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Dr. Oekter - Wok, S. 76

17.08.11

Rezept: Schwäbischer Sauerbraten

Schwäbischer Sauerbraten


Hier dauert das Herbstwetter an und so hatten wir einfach mal wieder richtig Lust auf einen guten Rinderschmorbraten. Göttergatte brachte vom Metzger ein wunderschönes Stück mit, 2 kg, reichte locker für 8 Personen. Die Marinade ist sehr einfach, wunderbar würzig, sehr einfach herzustellen. Ich habe das Fleisch 2 Tage mariniert. Das Rezept an sich liest sich auch wieder sehr einfach, Fleisch herausnehmen, trockentupfen, mit frischem Gemüse anbraten und mit der durchpassierten Marinade abgießen. Doch im Gegensatz zu meinem Rezept, das ich sonst verwende, soll nur so viel Marinade verwendet werden, dass die Flüssigkeit nur 1 cm hoch im Topf steht. Tja, bei geschlossenem Deckel hielt sich bei mir die Flüssigkeit, ich musste gar nichts nachgießen. Nach 3 Stunden Schmorzeit habe ich das Fleisch im Ofen ruhen lassen, die Sauce wie gewünscht fein püriert, abgeschmeckt. Nun ja, nicht schlecht, aber so richtig lecker war sie nicht. Also habe ich die restliche (fast die ganze) Marinade zum Kochen gebracht, die Sauce an sich einkochen lassen und dabei 3x mit der Marinade aufgegossen. Das Ergebnis: der Hammer, umwerfend lecker, würzig, fein, tolle Weinnote. Dazu haben wir Petersilienspätzle gemacht, analog zu Bärlauchspätzle nur mit Petersilie, war genial lecker; mürbe ohne trocken zu sein, würzig, ab sofort unser Sauerbratenlieblinsrezept! Tja, da das Buch schon seit etlicher Zeit unbenutzt nur geschmökert in meinem Bücherregal steht, gleich noch ein passender Kandidat für DKduW.

Zutaten

Für 8 Personen

Für die Marinade:

  • 2 Zwiebeln
  • 2 Gewürznelken
  • 2 TL Pimentkörner
  • 2 TL Wacholderbeeren
  • 2 TL Pfefferkörner (schwarz)
  • 4 Lorbeerblätter
  • 2 l Rotwein
  • 250 ml Rotweinessig
  • 2 kg Rindfleisch (aus der Schulter)

Zum Schmoren braucht es dann noch:

  • 2 Zwiebeln
  • 2 Karotten
  • mariniertes Rindfleisch
  • Marinade, durch ein Sieb passiert, aufgefangen
  • Salz, Pfeffer
  • Mehlbutter wer mag

Zubereitung

  1. Für die Marinade die Zwiebeln schälen, in Streifen schneiden. Im Mörser die Nelken, Piment, Wacholder und Pfefferkörner etwas andrücken, in eine große Schüssel geben. Lorbeerblätter mit Rotweinessig, Rotwein zugeben, kurz durchrühren, das Fleisch einlegen.
  2. Alles so mit Frischhaltefolie abdichte, dass keine Luft mehr zwischen Fleisch bzw. Marinade und Folie ist. Im Kühlschrank für 1-2 Tage marinieren lassen.
  3. Am Tag das Fleisch aus der Marinade herausnehmen, trockentupfen. Marinade durch ein Sieb passieren, dabei die Flüssigkeit auffangen. Zwiebeln und Karotten schälen, grob in Scheiben schneiden.
  4. Butterschmalz in einem großen Schmortopf erhitzen, darin das Fleisch von allen Seiten anbraten, dann das Gemüse zugeben und ebenfalls mit anschwitzen.
  5. Mit so viel Marinade ablöschen, dass das Fleisch ca. 1 cm hoch in der Flüssigkeit liegt. Dann die Hitze reduzieren (2/9) und bei geschlosenem Decke 3 Stunden schmoren lassen.
  6. Dabei immer mal wieder schauen, ob noch ausreichend Flüssigkeit im Topf ist, ggf. nochmals Marinade angießen. Den Ofen auf 60°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  7. Nach Ende der Schmorzeit mit einem Fleischthermometer prüfen, ob das Fleisch die nötige Kerntemperatur erreicht hat. Das Fleisch aus der Marinade heben, in Alufolie wickeln und im Ofen ruhen lassen.
  8. Die Sauce fein pürieren, abschmecken. Ich habe jetzt die gleiche Menge Marinade zugegeben, einkochen lassen, wieder aufgegossen, erneut einkochen lassen und nochmal aufgegossen, ein letztes Mal einkochen lassen. Dann abschmecken.

Zubereitungszeit: Arbeitszeit etwa 15 Minuten + 1-2 Tage Marinierzeit + 3 Stunden Schmorzeit, für die Sauce nochmal 20-30 Minuten rechnen

Schwierigkeit: erstaunlich einfach, nur langwierig

Quelle: Vinent Klink - Meine Küche, S. 128

Dazu schmeckt: Spätzle

Kochbuch: Vincent Klink - Meine Küche

Vincent Klink - Meine KücheIch darf Euch hier eines der Bücher des wohl bekanntesten stuttgarter Kochs vorstellen. Hier stellt er typische, überwiegend schwäbische Küche in neuer, frischer Version vor. Sortiert sind die Rezepte nach Jahreszeiten. Zunächst einmal zur Optik: Hardcover, Schutzumschlag. Beim Blättern viele, großformatige Fotos, die zum Schmökern direkt einladen. Die Zutatenliste ist übersichtlich, allerdings schwankt die Personenzahl (überwiegend 2 oder 4 Personen), hier muss etwas geachtet werden. Dafür ist die Zutatenliste sehr übersichtlich, die Arbeitsanweisung sehr übersichtlich gegliedert, auch für Anfänger nachvollziehbar. Abgerundet häufig noch mit einem Kommentar zur Zubereitung oder zur Zutat. Bei einigen Rezepten außerdem noch kleine Bilder zu Zwischenschritten.

Schön finde ich, dass wirklich Zutaten verwendet werden, die regional und saisonal erhältlich sind. Leider gibt es die nicht überall in Deutschland, so wie Ochsenmaul, dafür braucht man einfach einen schwäbischen Metzger. Auch sind die Zutatenlisten nicht ganz so aufwendig wie bei Lafer oder in den Gewürzen so komplex wie bei Schubeck, das meiste ist beim guten Metzger oder auf einem schönen Wochenmarkt erhältlich. Die Rezept selber sind raffiniert, fein abgeschmeckt und richtig lecker, dabei etwas leichter, würziger als ich es aus meinem Familien- und Freundeskreis in meiner schwäbischen Heimat kenne.

Insgesamt sind hier viele, wunderschöne Rezepte versammelt, von denen insbesondere fortgeschrittene Hobbyköche sicherlich profitieren. Schön finde ich auch, dass das Register so übersichtlich ist.

Das Buch ist aktuell noch im Handel oder bei Amazon erhältlich. Hieraus schon vorgestellt:

16.08.11

Rezept: Himbeertorte

Himbeertorte

Unsere Freunde kamen vorbei und meinten, sie hätten noch eine halbe Torte übrig, selbstgebacken und ob wir nicht ein Stücklein abhaben möchten, wir müssten nur den Kaffee dazu spendieren. Lässt man sich so eine Einladung entgehen? Natürlich nicht!! Weil auch Michl (der backende Freund) schon so oft nach dem Rezept gefragt wurde, hat auch er auf dieses Seite verwiesen und mir gerade das Rezept vorbeigebracht. Der Geschmack ist toll: superfruchtig, frisch und leicht (die 500 ml Sahne fallen kaum auf...) Zum Reinlegen! Total lecker!! Ich muss gar nicht mehr selber backen, wenn ich so hervorragend verköstigt werde ;-)

Zutaten

Für eine 26-cm-Springform

Für den Teig:

  • 150 g Mehl (Typ 405)
  • 100 g kalte Butter
  • 2 EL Zucker
  • 1 Prise Salz

Für die Creme:

  • 600 g Himbeeren (TK)
  • 3 Eier (M, ganz frisch!)
  • 150 g Zucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 500 g Quark
  • 10 Blatt Gelatine (wer kräftige Farben mag, nimmt rote oder noch rote Speisefarbe, da aber nur wenige Tropfen)
  • 500 g Sahne

Zubereitung

  1. Für den Belag die TK-Himbeeren in einem Sieb auftauen (etwa 4h). Den Saft dabei auffangen.
  2. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Für den Mürbeteig das Mehl in eine Schüssel sieben, Butter in Flocken darauf setzen, restliche Zutaten zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten, evtl. 3-4 EL Wasser zugeben.
  4. Den Boden einer Springform (ungefettet!!) mit dem Teig auslegen, mit dem Nudelholz ganz glatt rollen und mit einer Gabel mehrmals einstechen.
  5. Auf mittlerer Schiene 10 Minuten backen. Er sollte goldgelb sein. Gut auskühlen lassen.
  6. In der Zwischenzeit für den Belag die Eier trennen. Die Eigelbe mit dem Zucker schaumig rühren, Zitronensaft und Quark zugeben und gut verrrühren.
  7. Die Gelatine in kaltem Wasser etwa 10 Minuten einweichen. Himbeeren mit einer Gabel in einer Schüssel gut zerdrücken. (Tipp von Michel: Das geht nicht mit dem Pürierstab, sonst würden die Kerne auch zermatscht und das wäre bitter, Handarbeit ist gefragt!)
  8. Vom Himbeersaft 4 EL abmessen und in einem kleinen Topf erhitzen. Die Gelatine ausdrücken und im heißen Himbeersaft auslösen. Das Himbeerpüree unter die Quarkmassse ziehen, jetzt etwas von der Gelatinelösung zugeben, unterrühren, dann die restliche Gelatine unterziehen. Wer es kräftiger rot mag, kann mit einigen Tropfen Speisefarbe nachfärben, aber immer nur wenige Tropfen, rühren und dann evtl. mehr, sonst wird es zu künstlich! Die Quarkmasse jezt für etwa 5 Minuten im Kühlschrank kalt stellen, bis sie anfängt, fest zu werden.
  9. Die Sahne sehr steif schlagen. Aus den Eiweißen Eischnee schlagen.
  10. Jetzt um den Boden einen Tortenring oder den Rand der Springform schließen. Sahne und Eischnee portionsweise unter die Quarkmasse ziehen. Alles auf dem Boden verstreichen und ganz glatt streichen. Für mindestens 2 Stunden im Kühlschrak kalt stellen, damit die Creme ganz fest wird (gut auch über Nacht).
  11. Den Tortenring entfernen. Wer möchte, noch mit etwas Puderzucker bestäuben und mit frischen Himbeeren garnieren.

Zubereitungszeit: etwa 45 Minuten Arbeits- + 10 Minuten Back + zwischendurch etwa 1 Stunde Warte- + mind. 2 Stunden Kühlzeit

Schwierigkeit: etwas anspruchsvoller, aber einfacher als es aussieht

Quelle: Michel aus GU - Basic baking, S. 119

12.08.11

Rezept: Nudeln mit Spinat-Käse-Sauce

Nudeln mit Spinat-Käse-Sauce

Unsere beiden Mädels sind richtig große Pettersson und Findus-Fans. Daher kochen wir gerne aus dem passenden Kinderkochbuch. Unsere können noch nicht lesen, daher wird oft geschaut, was Findus in Büchern oder in den Filmen auf DVD so isst. Nudeln essen ja auch die eher zurückhaltenden Kinder in unserem Freundeskreis, aber wenn auch Findus das mag... Der große Vorteil an diesem Rezept: es kann komplett aus dem Vorrat gekocht werden, geht fix und schmeckt eigentlich (fast) allen Kindern. Spinat lieben meine ja ohnehin und der Appetit steckt dann an. Das Foto hat übrigens die Große gemacht, Mama hat nur den Ausschnitt noch festgelegt. Sie wird eindeutig mal ein Foodie ;-)

Zutaten

Reicht für 4-6 je nach Appetit

  • 500 g Nudeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Butter
  • 450 g Rahmspinat (TK)
  • 50 ml Schlagsahne
  • 150 g Speckwürfel
  • 100 g Kräuterschmelzkäse (Kräuterfrischkäse genommen)
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung

  1. Für die Nudeln das Salzwasser zum Kochen bringen und nach Packunsanleitung kochen.
  2. Während dessen für die Sauce Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.
  3. Butter in einem Topf zerlassen, darin die Zwiebel- und Knoblauchwürfel glasig anschwitzen. Den Rahmspinat zugeben, Hitze reduzieren und den Spinat auftauen lassen.
  4. Sahne und Speckwürfel zugeben, gemeinsam mit dem Frischkäse unterrühren.
  5. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  6. Gemeinsam mit den abgeschreckten Nudeln servieren.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 40 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Kochen mit Pettersson und Findus, S. 25

11.08.11

Rezept: Zitronenrisotto

Zitronenrisotto

Die Kinder fielen nach einem langen Tag erschöpft ins Bett. Da sie nur Joghurt zum Abendessen wollten, hatten wir zwei aber noch Hunger. Ich hatte noch Biozitronen, die wir unbedingt verarbeiten mussten. Ich habe für uns zwei dann noch ein leichtes, sommerliches Risotto gekocht. Das wurde mit Zitronenschale aromatisiert, Martini rundete alles ab. Der Göttergatte war begeistert, schmeckte ihm richtig gut! Kann ich nur empfehlen, auch als sommerliche Vorspeise in einem Dessert sicherlich nicht schlecht!

Zutaten

Für 2 Personen

  • 750 ml Geflügelfond
  • 1 Schalotte
  • 150 g Risotto-Reis (Arborio genommen)
  • 1 EL Olivenöl
  • 2x1 EL Butter
  • 100 ml Weißwein
  • 1 Biozitrone (nur die Schale)
  • 100 g Parmesan
  • 4 cl Martini
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Chili

Zubereitung

  1. Die Schalotte schälen und fein hacken. Fond in einem kleinen Topf zum Köcheln bringen.
  2. Olivenöl in einem großen mit der Hälfte der Butter zerlassen. Darin die Schalottenwürfel und den Reis glasig anschwitzen.
  3. Mit dem Weißwein ablöschen, einköcheln lassen. Die Zitrone heiß waschen, abtrocknen und fein reiben.
  4. Schöpfkellenweise den siedenden Fond zugeben und unter stetem Rühren einköcheln lassen. Parmesan reiben.
  5. Sobald der Reis al dente ist, den Parmesan, Zitronenabrieb mit Martini und Butter zugeben. Unterrühren und etwa 3 Minuten ruhen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.
  6. Mit 1 Prise Chili bestreut servieren.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 40 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

10.08.11

Rezept: Brathähnchen auf Wirsing-Aprikosen-Gemüse

Brathähnchen auf Wirsing-Aprikosen-Gemüse

Hier ist das Wetter einfach herbstlich, die Kiste lieferte mit Wirsing passendes Gemüse. Also habe ich das mal wieder kombiniert. Der Göttergatte hatte von seinem Marktbummel noch Aprikosen mitgebracht, die habe ich dann eben mit zum Brathähnchen gegeben. Es harmonierte ganz wunderbar! Es war perfekt, würzig, leicht süß, passte perfekt zu dem Hähnchen. Ich habe ordentlich Kümmel an das Wirsinggemüse gegeben, da eine der Mitesser gerade stillt und Juniorine Kohl nicht sonderlich gut verträgt. Insgesamt war es genial lecker, die Große, die eigentlich kein Hähnchen mag, hat sogar Fleisch nachgeordert, die Kleine fand die Sauce umwerfend gut und hat sich lieber an die Beilagen gehalten. Insgesamt ein genial leckeres Hähnchen, das superfix vorbereitet ist!

Zutaten

  • 1 kleiner Wirsing
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Öl
  • 150 ml Weißwein
  • 1 EL Kümmel
  • Salz, Pfeffer
  • 3 Aprikosen
  • 1 Brathähnchen
  • 1 Biozitrone

Zubereitung

  1. Den Wirsing waschen, ggf. welke Blätter entfernen, halbieren, Strunk herausschneiden und in Streifen schneiden. Wirsingstreifen gründlich waschen. Zwiebel schälen, in Ringe schneiden.
  2. Öl in dem großen Bräter erhitzen, darin die Gemüsestreifen kurz anschwitzen, mit dem Weißwein ablöschen. Den Kümmel anstoßen, mit Kümmel und Salz, Pfeffer abschmecken. Vom Herd nehmen.
  3. Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Aprikosen waschen, halbieren, Kerne entfernen, in Spalten schneiden. Beiseite stellen.
  5. Das Hähnchen abspülen, trocken tupfen. Die Zitrone vierteln, dann quer nochmals teilen. Das Hähnchen von innen und außen mit Salz und gemahlenem Pfeffer kräftig würzen. Die Zitronenachteln in das Brathähnchen füllen, die Keulen am Hähnchen mit Küchenschnur fixieren.
  6. Das Hähnchen auf der 2. Schiene von unten 80 Minuten garen. Dann die Aprikosenspalten zugeben und für weitere 20 Minuten garen.
  7. Das Hähnchen herausheben, das Gemüse nochmals abschmecken. Das Hähnchen tranchieren, gemeinsam mit dem Gemüse anrichten.

Zubereitungszeit: etwa 15 Minuten Arbeits- + 100 Minuten Garzeit

Schwierigkeit: Tranchieren

Quelle: eigenes Rezept

8.08.11

Rezept: Reissalat

Reissalat

Im schwäbisch geprägten Haushalt wie bei uns kommt natürlich nichts weg. Unsere Kinder essen sehr wechselnde Mengen. Also koche ich alles für 4 Personen und habe dann eben öfters mal Reste. Dieses Mal: eine große Portion gekochten Reis. Den habe ich mit selbstgemachtem Petersilienpesto, frischer Blattpetersilie, Papirka, Mais und Feta angemacht. So haben dann meine Kinder dann auch den restlichen Reis vom Mittagessen als Salat zum Abendbrot genossen. Schmeckte allen richtig gut, so gut, dass Göttergatte meinte, der müsse unbedingt online gehen - aber gerne doch!

Zutaten

Für 4 als Beilage zur Vesper

  • 150 g gekochter Reis
  • 1 Paprikaschote
  • 1/2 Dose Mais
  • 150 g Feta
  • 2 EL Petersilienpesto
  • Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 Bund Petersilie

Zubereitung

  1. Reis in eine große Schüssel geben.
  2. Paprika waschen, halbieren, entkernen, würfeln. Mais abtropfen, zugeben. Feta abtropfen lassen, würfeln.
  3. Mit dem Petersilienpesto durchmischen, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Petersilie waschen, trockenschütteln, die Blätter abzupfen und zugeben.
  5. Alles vorsichtig durchmischen, kurz durchziehen lassen.

Zubereitungszeit: fertig in 15 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

7.08.11

Rezept: Gegrillte zitronige Lachsforelle

Gegrillte zitronige Lachsforelle

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de Bei uns wird bei schönem Wetter weiterhin gerne mal gegrillt. Auch wenn die Gelegenheiten diesen Sommer doch recht rar sind. Ich hatte beim Fischhändler meines Vertrauens ein wunderschönes Lachsforellenfilet bekommen. Irgendwie ist hier alles in Urlaub und die Auswahl etwas kleiner als sonst. Ich wollte etwas leichteres haben, da ich momentan nicht so gerne schwer esse. Auch meine Kinder essen total gerne Fisch, daher greife ich gerne auf Filet zurück, das ich mit der Grätenpinzette komplett von Gräten befreie, dann ist es beim Essen entspannter. Dieses Fischrezept hier ist sehr einfach vorzubereiten, sehr saftig, dabei einfach mal wieder genial lecker!

Zutaten

Für 4 als 1 Gang vom Grill (gab bei uns noch Würstchen und Grillgemüse)

  • 1 Lachsforellenfilet mit Haut, gute 400 g
  • 1/2 Biozitrone
  • 1/2 Bund Dill
  • Salz, Pfeffer
  • 2x1 EL Olivenöl

Zubereitung

  1. Das Forellenfilet gut abspülen, trockentupfen, die Gräten mit einer Grätenpinzette entfernen.
  2. 1 Bogen Alufolie mit 1 EL Olivenöl bestreichen. Das Fischfilet darauf legen, mit einem scharfen Messer schräg Taschen einschneiden.
  3. Die Zitrone heiß abspülen, trocknen, in dünne Scheiben schneiden. Dill waschen, trockenschütteln, Spitzen abstreifen, grob durchhacken.
  4. Den Fisch salzen, pfeffern, Zitronenscheiben in die Taschen stecken, mit dem Dill bestreuen und mit Olivenöl beträufeln.
  5. Die Alufolie fest verschließen, über der nicht ganz heißen Glut ca. 10-15 Minuten grillen. Wir haben nicht gewendet, sondern nur von der Hautseite durchgrillen lassen.

Zubereitungszeit: reine Arbeitszeit etwa 15 Minuten (kommt auf die Gräten an) + Grillen

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

6.08.11

Rezept: Kartoffel-Bohnen-Salat mit Speck

Kartoffel-Bohnen-Salat

LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011)Bei uns können langsam die Bohnen geerntet werden (dieses Mal Buschbohnen, ich hatte keine Lust auf Gestell bauen). Klassisch ist ja die Kombination von Bohnen mit Speck, bei uns dann traditionell eigentlich mit Kartoffeln zu Hackbällchen. Doch ich möchte etwas weniger fleisch essen, nur Kartoffeln zu Bohnen mit Speck - nein. Also neu kombiniert und daraus einen Salat gemacht. Der allerdings sollte noch warm serviert werden, denn kalt verliert er an Aromen. Ich habe alles parallel gekocht, auch ein warmes Dressing zubereitet und dann nur in der Schüssel rasch durchgemischt - genial lecker! Kam hier richtig gut an! Da es ohne Speck einfach fad sein würde, ist das doch noch ein würdiger 2. Beitrag zum laufenden Kochevent, dieses Mal ausgerichtet von Chefhansen.

Zutaten

Reicht für 2 als Hauptessen

  • gute 300 g Bohnen
  • 3 Stiele Bohnenkraut
  • 400 g Kartoffeln
  • 100 g Speck
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Salatlöffel Apfelessig
  • 1 Salatlöffel Sonnenblumenöl
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Senf
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Bohnen putzen, in gabelgerechte Stücke schneiden. Ich habe es im Schnellkochtopf mit Bohnenkraut gekocht (2. Ring rauf, gleich ausmachen, langsam runterkommen lassen).
  2. Kartoffeln waschen, ebenfalls kochen (Schnellkochtopf 2. Ring, 15 Minuten).
  3. Speck würfeln. Zwiebel schälen und fein hacken.
  4. Speck in einer Pfanne auslassen, darin die Zwiebel glasig anschwitzen, mit Apfelessig ablöschen, Sonnenblumenöl, Honig und Senf einrühren.
  5. Kartoffeln abschrecken, wer will schälen (meine Kinder probieren leider mit Schalen gar nicht, daher hier geschält), mit den Bohnen und dem Dressing mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 30 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

5.08.11

Rezept: Schwedischer Johannisbeerkuchen

Johannisbeerkuchen

Vorsicht! Suchtgefahr! Meine Große wollte aus ihrem Kinderkochbuch von Pettersson und Findus mal wieder etwas backen. Sie entschied sich, passend zur Jahreseit für diese Johannisbeertorte, die allerdings mehr ein Kuchen ist. Dafür ist das Rezept wirklich kinderleicht zuzubereiten und es war nur wenig Hilfe meinerseits nötig. Die ganze Torte war in kürzester Zeit aufgegessen. Laut Rezept soll es mit Sahne oder Vanilleeis serviert werden, doch wir fanden es schon pur umwerfend lecker! Kann ich nur wärmstens empfehlen!

Zutaten

Für eine 26-cm-Springform

  • 250 g Johannisbeeren (hier rote, schwarze wären sicher auch lecker)
  • 75 g Butter
  • 2 Eier (M)
  • 220 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 150 g Weizenmehl Typ 550 genommen
  • 1 TL Backpulver
  • Fett für die Form
  • Weichweizengrieß oder Semmelbrösel zum Ausstreuen der Form

Zubereitung

  1. Die Johannisbeeren waschen, vorsichtig trocknen, von den Stielen streifen (geht gut mit einer Gabel). Die Butter in einem kleinen Topf zerlassen, wieder abkühlen lassen.
  2. Den Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Die Eier in einer Schüssel verquirlen. Dann den Zucker und Vanillezucker unter rühren einrieseln lassen.
  4. Mehl mit Backpulver mischen, in die Schüssel sieben, gemeinsam mit der Butter rasch unterheben.
  5. Die Form fetten, mit Weichweizengrieß ausstreuen, den Teig einfüllen, glatt streichen, die Johannisbeeren darauf verteilen.
  6. Auf der 2. Schiene von unten 30 Minuten backen.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten Arbeits- + 30 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: kinderleicht

Quelle: Kochen mit Pettersson und Findus, S. 29

Dazu schmeckt: Vanilleeis (gerne selbstgemacht) oder Schlagsahne

4.08.11

Rezept: Mangold-Risotto

Mangold-Risotto

Ich liebe Mangold und freue mich immer, wenn ich das farbenfrohe Gemüse auf dem Markt oder in der Biokiste bekomme. Meine Kinder sind relativ einfach, was das Essen von Gemüse betrifft, wir kochen einfach ein Risotto, dann essen sie eigentlich alles. Dieses hier heisst dann in Familiensprache "buntes Risotto" und wird meistens sehr genossen. Falls meine ihren etwas schwierigen Tag haben, püriere ich die Blätter und schneide die Stiele extra fein, dann essen sie es auch. Dazu passen die gebratenen Scampis ganz wunderbar, die ich in recht guter Qualität (leider immer noch TK) im Asia-Shop bekomme. Ein farbenfrohes, leckeres Gericht, das der ganzen Familie schmeckt!

Zutaten

Für 4 Portionen

  • 1 große Zwiebel
  • 1 kleines Stück Staudensellerie
  • 500 g Mangold
  • 1700 ml Hühnerbrühe (gerne nach diesem Rezept)
  • 75 g Butter
  • 400 g Risottoreis
  • 200 ml trockener Weißwein
  • Meersalz, Pfeffer
  • 100 g Parmesan
  • Scampis nach Belieben
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Sonnenblumenöl

Zubereitung

  1. Zwiebel schälen, fein hacken. Sellerie schälen, ebenfalls klein hacken. Mangold waschen, trockenschütteln, Stiele in feine Streifen schneiden, Blätter fein hacken, beides seperat lagern. Brühe in einem Topf zum Kochen bringen.
  2. Die Hälfte der Butter in einem großen Topf schmelzen lassen. Darin die Zwiebel-, Sellerie- und Mangoldstiele mit dem Reis glasig anschwitzen.
  3. Sobald alles glasig ist, mit dem Weißwein ablöschen, einkochen lassen. Die Hitze reduzieren auf 1/2 maximal.
  4. Schöpfkellenweise die Brühe zugeben, jeweils unter Rühren einköcheln lassen. Wenn etwa die Hälfte der Brühe zugegeben wurde, die fein gehackten Mangoldblätter mit zugeben.
  5. In der Zwischenzeit den Parmesan reiben. Weiter schöpfkellenweise unter Rühren die Brühe zugeben.
  6. Sobald der Reis weich aber noch bissfest ist, Risotto vom Herd nehmen, Parmesan mit der restlichen Butter unterrühren, Ruhen lassen.
  7. Pfann aufsetzen, darin Butter mit Öl erhitzen, die Scampis darin von beiden Seiten kurz anbraten. Salzen und pfeffern.
  8. Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Scampis anrichten.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 40 Minuten

Schwierigkeit: relativ einfach

Quelle: Risotto-Kochbuch, S. 69

3.08.11

Rezept: Schwäbischer Zwiebelkuchen

Schwäbischer Zwiebelkuchen

LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011)Einer unserer Klassiker ist dieser schwäbische Zwiebelkuchen, den ich nach einem Rezept von meiner Oma meistens zu unseren Geburtstagen im Herbst mache. Doch der passt so wunderbar zum laufenden Event, dass ich ihn Euch jetzt vorstelle. Das Rezept ist etwas saftiger als die meisten, die man so kaufen kann. Hier kann ich auch wieder nur empfehlen, Zwiebeln vom Bauern zu nehmen oder wenigstens Gemüsezwiebeln. Die normale Discounter-Massenware ist sehr scharf, wässert ungemein beim Backen, hier lohnt es sich, etwas mehr für die immer noch recht billige Hauptzutat auszugeben, schmeckt einfach besser. Im "Schwobeländle" ist es ein Must-eat auf den ganzen Zwiebel- und Krautfesten, die im Herbst immer auf den Fildern stattfinden. Dazu dann frischer Federweißer: ein echtes Gedicht! Können halt alles, außer hochdeutsch, die Schwaben.

Zutaten

Für 1 Blech

Für den Teig:

  • 400 g Mehl
  • 200 ml Wasser
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 80 g Butter
  • 1 Ei (M)
  • gemahlener Kümmel (wer mag)

Für den Belag:

  • 1,5 kg Zwiebeln
  • 400 g durchwachsener Speck
  • 800 g Saure Sahne
  • Salz, Pfeffer, Kümmel

Zubereitung

  1. Für den Boden Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde formen. Darin die Hefe in das Wasser bröseln, mit dem Zucker mit einer Gabel etwas verrühren ohne zuviel Mehl mit in den Vorteig zu rühren. Die restlichen Zutaten an den Schüsselrand geben. Sobald der Vorteig etwas gegangen ist, alles mit der Küchenmaschine ca. 1 Minute auf höchster Stufe, dann auf niedriger Stufe zu einem glatten Teig verkneten.
  2. Mit einem Handtuch abgedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  3. In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen, halbieren, in feine Streifen schneiden (wenn man direkt weiter arbeitet, geht das auch mit der Küchenmaschine).
  4. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  5. Speck würfeln und in einer großen Pfanne auslassen, darin die Zwiebeln glasig, aber nicht braun anschwitzen. Die Saure Sahne unterrühren. Kümmel im Mörser etwas anstoßen, mit reichlich Kümmel, wenig Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Backblech einfetten, den Teig glatt darauf geben, dabei einen ca. 2 cm hohen Rand formen. Die Zwiebelmasse darauf verteilen.
  7. Auf der 2. Schiene von unten ca. 30 Minuten backen.
  8. Schmeckt lauwarm am besten, dazu einen Federweißen oder einen Riesling.

Zubereitungszeit: reine Arbeitszeit etwa 50 Minuten + Ruhe- + Backzeit

Schwierigkeit: so weing wie möglich heule beim Zwiebel schneiden

Quelle: meine Oma, die den besten Zwiebelkuchen der Welt gemacht hat