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29.01.11

Besuch auf der Grünen Woche 2011

Sekt auf der Grünen Woche

Ich war zum ersten Mal seit längerer Zeit an einem meiner freien Tage Anfang der Woche auf der Grünen Woche 2011 in Berlin. Natürlich gibt es glückliche Tiere und nein, ich poste jetzt nicht die ganzen Hühner, Schafe, Ziegen und Schweine, sonder mein Mittagessen:

Grüne Woche 2011 Mittagessen

Das war lecker, es war schön, was aber überwiegend an meiner Begleitung lag. Ich fand es extrem schade, dass es entweder bei den Weinständen oder bei den Convenience-Vertretern gute Beratung vorfand. Doch gerade bei den Ausstellern, von denen ich etwas Engagement erwartet hätte wie z.B. Kartoffelbauern, meinten nur, das Kartoffeln eh aus dem Supermarkt kämen. Da klang bei vielen einfach nur Resignation durch, fand ich schade. Hier hätte ich mir mehr erhofft, vielleicht waren die guten Stände auch einfach nur überlaufen, denn lange anstehen an einigen Ständen wollte ich nicht.

Etwas überrascht war ich auch, dass man jetzt für fast jeden Probierhappen zahlen soll, ich verstehe ja, dass die Aussteller da etwas aufpassen müssen und man seine Ware nicht so unters Volk streut, aber immer und überall 1,- zu zahlen? Sicherlich Spass hätten Familien mit Kindern, denn da gab es einiges zu entdecken, insbesondere der Bauernhof wird inszeniert wie im Bilderbuch, niedliche Küken, glückliche Kühe und Schweine, kein Gestank, klinisch rein und tolle, funkelnde und riesige Maschinen. Die Informationsstände, die explizit für Kinder waren, sahen recht gut aus. Aber so für mich, es lohnt sich einfach nicht, vielleicht in 2-3 Jahren, wenn meine Mädels was davon haben, dann nochmal, vorher wohl nicht mehr.

28.01.11

Weinrallye 41: Sandwich-Wein

sandwichwein

weinralleyIch mache zum ersten Mal bei der Weinralley mit. Ich trinke total gerne Weine, doch durch meine 2 Kinder war ich einige Zeit abstinent. Doch nun zum ausgesuchten Wein: das Weingut Schneider hatte mein Göttergatte in dieser Zeit entdeckt. Die Rebstöcke des Portugiesers wurden zwischen 1950 und 1960 gepflanzt. Der Wein benötigt langes Atmen, doch dann ist er sehr ausgewogen. Dann führt ein leichter Erdbeer-Duft, führend beim ersten Schluck ist ein Himbeer-Aroma, sehr viel Frucht. Dabei hat der Wein weiter eine leichte Säure.

Wir trinken viele Weine in dieser Altersklasse, besonders Riesling-Weine finde ich in dieser Altersklasse vielschichtig und spannend. Allerdings sind wir meistens von den Roten enttäuscht, dieser hier bietet eine seltene Ausnahme, daher ist das mein Beitrag zur laufenden Weinrallye, deren Thema von Bernhard Fiedlers Weinblog"> stammt.

26.01.11

Rezept: Kürbistarte mit Mandeln und Curry

Kürbistarte mit Mandeln und Curry

HighFoodality Blog-Event Cookbook of ColorsWir hatten wunderbaren Muskatkürbis aus der Biokiste daheim, der konnte gar nicht lange warten, denn es war nur ein kleines Stück angeschnittener Kürbis. Ich hatte mal wieder richtig Lust auf eine Quiche oder Tarte. Der Aufwand alleine für den Boden ist schon recht groß, aber der lohnt sich auf jeden Fall, die Füllung ist im Verhältnis zu meinen schon getesteten Versionen (mit Kürbiskernen und Speck) etwas arbeitsintensiver aber echt lecker, auch optisch eindeutig ein Highlight. Servieren würde ich es beim nächsten Mal mit einer Blattgarnitur aus mariniertem Feldsalat, das würde richtig gut passen.

Zutaten

Für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser

Für den Boden aus Mandelmürbeteig:

  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 250 g Mehl Typ 405
  • 1 gestrichener TL Salz
  • 1/4 TL gemahlener Zimt
  • 100 g kalte Butter
  • 1 Ei (M)
  • 1 EL Essig
  • 1-2 EL kaltes Wasser
  • 1 Eiweiß (M)

Für die Füllung:

  • 650 g Muskatkürbis (benötigt: 500 g Kürbisfleisch)
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 1/2 Apfel
  • 150 g Sahne
  • 1 TL mildes Currypulver
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 cm Ingwerwurzel
  • 2 Eier (M)
  • 1 Eigelb (M)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise milder, gemahlener Chili
  • 40 g geschälte und gemahlene Mandeln
  • 40 g Parmesan

Zubereitung

  1. Für den Boden Mandeln in eine Schüssel geben, das Mehl dazusieben. Salz, Zimt zugeben, Butter in Flocken darauf verteilen, mit Ei, Essig und dem kalten Wasser rasch zu einem glatten Teig verkneten. In Klarsichtfolie wickeln und 1 Stunde ruhen lassen.
  2. Die Tarteform mit Butter auspinseln, den Teig darin dünn verteilen, dabei einen etwa 3 cm hohen Rand formen. Weitere 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen.
  3. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. In der Zwischenzeit für die Füllung den Kürbis schählen, entkernen und in knapp 1 cm breite Streifen schneiden. Apfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen, fein würfeln. Vom Kürbisfleisch nochmals 150 g etwas kleiner hacken.
  5. Gemüsebrühe in einem passenden Topf erhitzen. Kleingehackten Kürbis mit den Apfelwürfeln in der Gemüsebrühe in etwa 20 Minuten weich dünsten.
  6. In der Zwischenzeit den Boden auf der 2. Schiene von unten 10 Minuten blind backen. Hülsenfrüchte entfernen und weitere 15 Minuten backen. Das Eiweiß auf den Boden pinseln und weitere 2 Minuten backen.
  7. Knoblauch und Ingwer schälen, fein hacken. Den Kürbis vom Herd nehmen und mit Sahne aufgießen. Die Kürbis-Apfel-Masse mit dem Stabmixer pürieren, Eier und Eigelb zugeben, untermixen. Mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.
  8. Die Kürbisstreifen auf dem Boden verteilen, mit der Kürbismasse begießen. Parmesan reiben, mit den Mandeln mischen, auf die Tarte streuen.
  9. Auf der unteren Schiene 40 Minuten goldbraun backen.

Zubereitungszeit: etwa 60 Minuten Arbeits- + 90 Minuten Warte- + 40 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Raffinierte Tartes - Süß und pikant, S. 48

14.01.11

Rezept: Cranberry-Zimt-Süppchen

Cranberry-Zimt-Süppchen

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de Unser Weihnachtsmenu dieses Jahr war eine wunderbare kulinarische Reise, deren Höhepunkt dieses Dessert war. Es war toll, so ein lauwarmes Süppchen mit all den winterlichen Gewürzen, wie Glühwein zum Löffeln, dabei immer wieder die säuerlichen Cranberries, auf die man immer wieder beißt. Das Birnen-Schmand-Sorbet bietet einen tollen, harmonischen Gegensatz zu dem säuerlichen, lauwarmen Süppchen. Im Originalrezept ist ein Sorbet-Rezept mit einer "Zaubertüte" vorgesehen, das habe ich durch mein etabliertes Rezept ausgetauscht. Ein Birnen-Sorbet braucht man unbedingt, sonst ist es zu säuerlich. Einfach gigantisch lecker, unsere Freunde werden es wohl nochmal nachkochen. Weil es so schnell und lecker geht, ist es ein guter Beitrag zum laufenden Cucina Rapida.

Zutaten

Für 4 als Dessert

500 ml Birnensorbet, gerne nach diesem Rezept

  • 75 g Zucker
  • 200 ml Rotwein
  • 100 ml Johannisbeersaft (rot), nicht bekommen, Traubensaft genommen
  • 1/2 Bio-Orange (nur die Schale)
  • 1 Vanilleschote (nur die Schote)
  • 1-2 Zimtstangen
  • 3 Sternanis
  • 150 g frische Cranberries (oder TK)
  • etwas kaltes Wasser
  • 1 TL Speisestärke

Zubereitung

  1. Zucker in einem mittleren Topf schmelzen. Sobald der Zucker hellbraun karamellisiert ist, mit Rotwein und Saft ablöschen.
  2. Die Orange heiß abwaschen, trocknen und die Schale abreiben, zum Sud geben. Die Cranberries gemeinsam mit Vanilleschote, Zimtstangen und Sternanis zugeben, alles etwa 10 Minuten offen köcheln lassen.
  3. Speisestärke im Wasser anrühren, die Suppe damit binden bis zur gewünschten Konsistenz. Die Suppe lauwarm abkühlen lassen.
  4. Gemeinsam mit dem Sorbet servieren.

Zubereitungszeit: etwa 15 Minuten Arbeits- + 10 Minuten Kochzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Lust auf Genuss 12/2010, S. 75

12.01.11

Rezept: Vanilleeis - selbstgemacht

vanilleeis-selbstgemacht.jpg

Blog-Event LXIII - Gute Vorsätze für das Neue Jahr (Einsendeschluss 15. Januar 2011)Es geht um gute Vorsätze. Ich will kulinarisch nicht nur wieder mehr mit Fisch kochen. Mein anderer, ganz großer Vorsatz ist, selber öfters Basics und auch Klassiker selber zu kochen. Denn ich greife meistens auf in der Familie etablierte Rezepte zurück. Manches habe ich auch einfach nicht selber gekocht, sondern dann im Restaurant gegessen (wie Tafelspitz, den verblogge ich demnächst). Insbesondere Eis mache ich erst selbst, seit ich diese tolle Eismaschine habe. Ich bin ja eigentlich kein Fan von Vanilleeis, aber dieses selbstgemachte Vanilleeis, das hat mich umgehauen, sogar meine Große will jetzt lieber Vanille als Schokolade und das will echt was heißen (genauer: ich muss mein Schokoladeneis-Rezept verbessern). Ich bin echt nach wie vor total begeistert, super vanillig, obwohl ich nur 1 Vanilleschote dafür genommen habe. Das Volumen vom Rezept passt so gar nicht, denn es sollen 1,3 Liter bei der doppelten Menge herauskommen, das würde meine Eismaschine ja so gerade verkraften, ich habe nur die Hälfte gemacht und sie ist fast übergelaufen. Auch von der Süße, Cremigkeit, einfach perfekt, ich habe noch nie ein so gutes Vanilleeis gegessen, noch nicht mal in meiner Lieblingseisdiele. Außerdem war ich total begeistert, wie wenig Arbeitszeit in einem "aufwendigen" Eisrezept steckt.

Zutaten

Ergab bei mir etwas über 1 Liter Eiscrème

  • 1 Vanilleschote
  • 250 ml Milch
  • 250 ml Sahne
  • 90 g Zucker
  • 3 Eigelb (M)
  • 2 Eier (M)
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Vanilleschote längs aufritzen und das Mark herauskratzen. Das Vanillemark zur Milch und Sahne geben, die Vanilleschote einlegen und gemeinsam mit 45 g vom Zucker (also der Hälfte) aufkochen lassen.
  2. Wasser für ein Wasserbad erwärmen.
  3. Die Eigelbe mit den Eiern und dem restlichen Zucker in einer Metallschüssel (die auch über das Wasserbad passt) hell schaumig schlagen, die Prise Salz dabei einstreuen. Die heiße Vanillemilch unter Rühren dazu gießen.
  4. Die Milch-Eier-Mischung über dem Wasserbad 5-10 Minuten über dem Wasserbad herhitzen, dabei immer mit einem flexiblen Teigschaber von dem Schüsselrand in die Mitte rühren. Vorsicht: es darf nicht über 80°C erhitzt werden, sonst gerinnt es. Durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen (aktuell: 1 Stunde auf dem Balkon). Die abgekühlte Mischung in die Eismaschine geben und gefrieren lassen.

Zubereitungszeit: etwa 25 Minuten Arbeitszeit (unterbrochen) + 1 Stunde Wartezeit + 1 Stunde Gefrierzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Alfons Schuhbeck - Meine bayerische Küche, S. 414

10.01.11

Meine Kinder backen Pizza

Pizza mit Salami, Mais, Oliven

Viele Freunde wundern sich immer, wie und vor allem was meine Kinder so essen. Nicht wirklich typisch für kleine Kinder, aber guten Geschmack haben sie :D Unsere Mädels sind jetzt fast 3 und etwas über 1 Jahr alt. Sie durften unsere Pizza belegen, das Grundrezept findet man hier. Gewählt wurden für den Belag:

  • 100 g Salami
  • 1 Dose Mais
  • 100 g schwarze, entsteinte Oliven
  • 50 g grüne, entsteinte Oliven (in Scheiben, Rest vom mitgebrachten für Silvester)
  • 200 g geriebenem Emmentaler

Soviel zu den "typischen" Geschmäckern von Kindern. So einiges wurde natürlich nicht belegt, sondern verkostet. Ich lasse meine Mädels viel probieren, sie müssen nicht alles aufessen, aber eigentlich alles kosten. Dinge, die sie nicht essen dürfen, kommen nicht auf den Tisch. Durch die Neugier finden sie an vielem Interesse, möchten von sich aus vieles probieren. Sie dürfen mitkochen, die Große kann schon recht gut kochen, hilft mit beim Kleinschneiden und natürlich dürfen die Kinder mitentscheiden, was gekocht wird. Denn das wird dann meistens auch gegessen. Entgegen weitläufiger Meinung kommen dann auch sehr oft "gesunde" Wünsche wie Kürbissuppe, Rote-Bete-Risotto oder ähnliches. Ich freue mich auf die weiteren Entdeckungen mit unseren Kindern und psst, zum 3. Geburtstag gibt es (unter anderem) ein Kinder-Kochbuch.

9.01.11

Rezept: Safranrisotto mit Kürbis und Spinat

Safranrisotto mit Kürbis und Spinat


Ich habe ähnlich wie Foodfreak Kontakt mit dem Betreiber von vital-safran.de, auch ich bekam ein Probe-Gläschen. Auch ich war vom Duft beim Öffnen begeistert. Ich kaufe immer guten Safran im Feinkostgeschäft, wo ich echt nur tolle Ware bekomme, aber damt kann mein sonstiger Safran nicht mithalten und der Preis ist mehr als fair. Auch ich kann den Shop echt nur empfehlen.

Zum eigentlichen Rezept: Ich habe es gekocht, da eine Freundin von uns derzeit schwanger ist und sie eine echte Abneigung gegen Fleisch hat (kann ich nachvollziehen, hatte ich mit Schokolade). Es war wieder Muskatkürbis in der Biokiste, Spinat gab es saisonbedingt nur in TK-Qualität. Laut Rezept wird Gemüse und Reis separat gekocht, das passt, weil das Gemüse sonst sehr verkocht wäre. Den Safran gibt einen leichten feinen Geschmack, ich würde beim nächsten Mal den Safran allerdings beim Reis mitkochen und auch die Menge etwas erhöhen. Ist zwar ein etwas älteres Rezept, aber der Geschmack ist echt lecker! Da ich hierfür mein zuerst gekauftes rein vegetarisches Kochbuch verwendet habe, ist das Rezept gleich ein wunderbarer Kandidat für das laufende DKduW.

Zutaten

Für 6 Personen

  • 500 g Blattspinat (TK)
  • 3 Schalotten
  • 6 getrocknete Steinpilze (lt. Rezept Tonkupilze, nicht bekommen)
  • 12 EL warmes Wasser
  • 300 Muskatkürbis, fertig (Hokkaido geht auch), etwa 350 g vorher
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 6 TL Olivenöl
  • 300 g Risotto-Reis (Arborio genommen)
  • 100 ml Weißwein
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Döschen Safran (1 große Prise genommen, beim nächsten Mal: 2 Prisen)
  • Meersalz
  • Pfeffer
  • 30 g Kürbiskerne
  • Muskatnuss
  • 50 g Parmesan
  • 2 EL Kürbiskernöl
  • 1 EL Butter

Zubereitung

  1. Spinat auftauen lassen, ausdrücken, hacken. Schalotten schälen, fein hacken. Die Pilze in warmen Wasser für 15 Minuten einweichen. Kürbis von Kernen entfernen, schälen, fein hacken. Knoblauch schälen und fein hacken. Die Frühlingszwiebeln putzen, in feine Ringe schneiden. Gemüsebrühe erhitzen, zum Sieden bringen und dabei halten.
  2. Die Hälfte des Olivenöls in einem großen Topf erhitzen, die Hälfte der Schalottenwürfel mit dem Risottoreis glasig anschwitzen, Safran zugeben, mit dem Weißwein ablöschen und komplett einkochen lassen. Die Hitze auf 3/9 reduzieren, schöpfkellenweise die Brühe zugeben und jeweils einköcheln lassen.
  3. Pilze aus dem Wasser heben, fein hacken. Das Wasser durch ein Kaffeefilter geben und auffangen.
  4. In der Zwischenzeit das restliche Olivenöl in einem zweiten großen Topf erhitzen, darin die restlichen Schalottenwürfel mit Knoblauch, Kürbis anschwitzen, den Spinat zugeben. und damit das Kürbisgemüse ablöschen. Die Pilze und das Einweichwasser zugeben. Deckel aufsetzen und etwa 3 Minuten dünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  5. Sobald der Reis al dente ist, Gemüse unter den Reis heben. Parmesan reiben, gemeinsam mit Kürbiskernöl, Frühlingszwiebeln und Butter unterheben.
  6. Während das Risotto ruht, eine Pfanne heiß werden lassen, Kürbiskerne kurz durchwenken. Risotto mit den Kprbiskernen garniert servieren.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 45 Minuten

Schwierigkeit: eigentlich ganz einfach

Quelle: variiert nach Die besten vegetarischen Gerichte für Genießer, S. 93

Kochbuch: Die besten vegetarischen Gerichte für Genießer

Die besten vegetarischen Gerichte für GenießerIch stelle hier mein erstes, erworbenes, rein vegetarisches Kochbuch vor. Es ist die Neuauflage in anderem Verlag aus der GU Küchenbibliothek. Damals waren noch viele vegetarischen Kochbücher so Körner-lastig, das mochte ich noch nie. Doch hier finden sich echt viele, schöne und sehr abwechslungsreiche vegetarische Gerichte. Vieles erscheint noch etwas altbacken, aber lecker ist es immer! Eingeleitet wird das Buch mit einer Rezeptübersicht mit den Rezepten, Zubereitungszeit, Kalorien- und Fettgehalt pro Portion sowie den unterschiedlichen Merkmalen nach schlanke LInie, leicht, schnell, preiswert, gut vorzubereiten, braucht Zeit, für Gäste, vollwertig und ohne Milch und Eier. Danach eine schöne, übersichtliche Warenkunde und ein Saisonkalender. Beides bietet für erfahrenere Hobbyköche wenig neues, aber gerade für Anfänger echt schön gestaltet. Danach noch eine Übersicht über Garmethoden. Die Rezepte selbst sind unterteilt nach Vorspeisen, Snacks und Salaten; Suppen und Eintöpfe; Nudeln und Reis; Getreide und Hülsenfrüchte; Gemüse und Früchte und zum Schluss noch ein übersichtliches Register.

Die Rezept selbst sind wunderschön gestaltet. Pro Seite werden 1-2 Rezepte vorgestellt, jeweils mit großformatigem Foto. Diese sind nicht ganz so ästhetisch wie in moderneren Kochbüchern, sondern so, wie das Gericht in den meisten Haushalten auch auf den Tisch kommt, was es gerade uns mit den Kindern beim Aussuchen einfacher macht, wo der Auflauf auch als Auflauf abgebildet ist. Die Zutatenliste ist sehr übersichtlich in Tabellenform und die ZUbereitung gut beschrieben, untergliedert. Die Zutaten sind überwiegend gut erhältlich und auch mit knappem Budget gut nachkochbar. Warum also wurde das Buch erst jetzt vorgestellt? Keine Ahnung, denn gekocht habe ich auch in letzter Zeit öfters daraus.

Das Buch ist leider vergriffen und wird derzeit nicht mehr aufgelegt, es werden höchstens Restexemplare oder gebrauchte Exemplare gehandelt. Es eignet sich sehr gut als vegetarisches Basisbuch in einem nicht rein vegetarischen Haushalt. Denn da braucht es etwas mehr Auswahl an Rezepten, insbesondere kommen hier die eiweißliefernden Rezepte etwas zu kurz. Aus diesem Buch schon vorgestellt:

6.01.11

Rezept: Fenchelkraut

fenchelkraut.jpg

Die Beilage zu unserem gebratenen Karpfen war dieses Fenchelkraut. Es ist eine wunderbare Beilage, insbesondere zu Fisch, kann ich echt nur empfehlen! Die Kartoffeln dabei hätten wir selber gar nicht gebraucht, die gab es insbesondere für die Kinder. Nicht über die Anrichteweise wundern, alles Grünzeug wird derzeit nicht gemocht, also ohne Kräuter gekocht und diese dann separat auf den Tisch gestellt.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 3 Fenchelknollen mit Grün (insgesamt etwa 500 g)
  • Salz
  • 50 g Butter
  • 200 ml Brühe, am besten selbstgemachte Gemüsebrühe
  • 50 ml Weißwein
  • Pfeffer
  • 1 Bund Petersilie

Zubereitung

  1. Fenchel putzen, das Grün abschneiden und beiseite stellen, die Fenchelknollen in feine Streifen schneiden oder hobeln. Den Fenchel salzen, über 15 Minuten ziehen lassen.
  2. Den Fenchel gut abtropfen lassen. Die Hälfte der Butter in einem Topf zerlassen, den Fenchel darin anschwitzen.
  3. Mit Weißwein ablöschen, mit Brühe aufgießen, salzen und pfeffern. Bei geschlossenem Deckel 10 - 15 Minuten bei kleiner Hitze (3/9) weich dünsten.
  4. In der Zwischenzeit das Fenchelgrün und die Petersilie waschen, trockenschütteln und fein hacken.
  5. Die Brühe abgießen und auffangen, die restliche Butter zugeben und mit dem Pürierstab aufmixen.
  6. Den Fenchel mit den Kräutern mischen, mit der Sauce servieren.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 45 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Alfons Schuhbeck - Das neue bayrische Kochbuch, S. 181

5.01.11

Rezept: Gebratener Karpfen

Karpfen gebraten

Blog-Event LXIII - Gute Vorsätze für das Neue Jahr (Einsendeschluss 15. Januar 2011)Wir wurden nach den guten Vorsätzen gefragt. Privat ist mein Leben mal wieder turbulent und der Jahreswechsel hat einige Veränderung mit sich gebracht. Kulinarisch möchte ich wieder mehr mit Fisch kochen. Schaut man in den aktuellen Fischratgeber vom WWF so hat man völlig unbedenklich eigentlich eine noch sehr gute Auswahl. Also habe ich mich mal an Karpfen versucht. An Karpfen blau habe ich aus meiner Kindheit keine sonderlich guten Erinnerungen, was auch am Fisch gelegen haben mag. Also sollte der gebraten werden und ich suchte mir ein recht altes Buch von Schuhbeck aus. Schon die Beschaffung der Zutaten stellte mich vor Probleme: Schweinenetz, unbestellbar bei meinem Metzger (entgegen der Ankündigung der Verkäuferin bei der Bestellung), der neuerdings nur noch seine Tiere an den Schlachthof liefern, aber nicht selber schlachten darf. Schweinenetz bekomme man nicht mehr. Da stand ich nun ich armer Tor, was tun? Weggelassen, Karpfen blau wollte ich nicht haben, für einen anderen Metzger reichte die Vorlaufzeit nicht mehr. So würde doch keiner mehr kochen *umpf* Nächstes Problem: die Gräte sollte von innen entfernt werden, das Ganze wäre also nur von dem nicht vorhandenen Schweinenetz zusammengehalten worden, ging also auch nicht. Also blieb die Gräte drin und der Fisch wurde selber ausgenommen, ganz klassisch. Das Rezept ist superlecker, aber ohne Schweinenetz klebte der Karpfen total in der Pfanne an, die Haut hing in Fetzen und das oben ist schon die schönere Seite... Wie auch immer, Fenchel und Fisch harmonieren prächtig, das Rezept selber ist sehr gut, aber irgendwie muss ich mir was einfallen lassen, wie das ohne Netz gehen kann. Hier also mein kulinarischer guter Vorsatz Nummer 1: mehr Fisch, bestands- und umweltverträglich in Form eines gebratenen Karpfens mit Fenchelkraut.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 1 Karpfen (küchenfertig ca. 1,2-1,5 kg)
  • 1 Fenchelknolle
  • Salz, Pfeffer
  • 2-3 EL Zitronensaft
  • 3 EL Öl
  • 30 g Butter
  • 1 Rezept Fenchelkraut

Zubereitung

  1. Das Fenchelkraut kann am Vortag nach diesem Rezept gekocht werden.
  2. Für den Fisch den Karpfen schuppen. Von außen und innen abspülen und trocken tupfen. Den Fenchel putzen, waschen, in feine Streifen schneiden und salzen. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Den Fisch von innen und außen salzen, pfeffern, mit wenig Zitronensaft beträufeln. Den Fenchel ausdrücken und in den Fisch füllen. Die Öffnung gut zudrücken und ggf. feststecken.
  4. In einem flachen Bräter das Öl erhitzen und den Fisch darin von beiden Seiten anbraten. Das fertige Fenchelkraut außen um den Karpfen verteilen. Die Butter in Flocken auf den Fisch setzen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C etwa 20 Minuten backen.

Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten Arbeits- + 20 Minuten Kochzeit + Fenchelkraut am Vortag

Schwierigkeit: so dann recht einfach

Quelle: gezwungenermaßen variiert nach Alfons Schuhbeck - Das neue bayrische Kochbuch, S. 84