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28.12.10

Rezept: Rehkalbsrücken mit Maronenpolenta

Rehkalbsrücken mit Maronenpolenta

Unser Hauptgang im Weihnachtsmenu stand fest, als mein Nachbar mir einen wundervollen Rücken vom Rehkalb mitbrachte. Ich schmökerte ein wenig in meinen Büchern und stolperte über ein Rezept für einen Hirschkalbsrücken. Der sollte allerdings ausgelöst werden, die Knochen vermutlich für einen Wildfond verwendet werden. Ich habe also das Rezept etwas abgewandelt. Das Fleisch wurde wie geplant eingelegt und über 2 Tage mariniert, doch dann am Knochen gelassen und für längere Zeit im Ofen gegart. Dann habe ich von der Sudflüssigkeit etwas abgenommen und daraus die Sauce gezogen. Das Fleisch war zwar perfekt, aber für mitessende Kinder etwas zu blutig, daher habe ich es nochmal kurz in der Pfanne angebraten, bis es nur noch leicht rosa aber nicht mehr blutig war. Die Maronenpolenta harmoniert ganz wunderbar, ein kulinarischer Höhepunkt unseres diesjährigen Weinachtsmenus. Sogar unsere beiden Mädels waren begeistert, Fleisch, Sauce und Polenta kamen richtig gut an.

Zutaten

Für 4 Personen

Für den Hirschkalbsrücken mit der Sauce:

  • 1 Bund Suppengrün
  • 2 rote Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Pimentkörner
  • 1/2 TL Wacholderbeeren
  • 1/2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 4 Zweige Thymian
  • 500 ml trockener Rotwein
  • 100 ml roter Portwein
  • 50 ml Aceto balsamico
  • 1,5 kg Rehkalbsrücken (unserer war etwas weniger, eher 1,2 kg)
  • Salz
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 Schalotten
  • 1 EL Butter
  • 100 ml Wildfond
  • 1 TL kalte Butter
  • Fleur de Sel
  • Pfeffer

Für die Maronenpolenta:

  • 1000 ml Geflügelfond
  • 150 g Polenta
  • 75 g Maronen (vorgegart, vakuumverpackt)
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 50 g Parmesan
  • 2 TL Butter
  • Fleur de Sel
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Für die Marinade des Rehkalbsrückens dsa Suppengemüse putzen, waschen und schälen, in kleine Würfel schneiden, Zwiebeln und Knoblauch ebenfalls schälen und hacken. Den Rehkalbsrücken mit dem Gemüse, 2 Zweigen Rosmarin und Thymian und dem Lorbeer in einen Bräter oder hohe Schüssel geben. Piment-, Pfefferkörner und Wacholderbeeren grob zerstoßen und ebenfalls zugeben. Rotwein und Portwein mit dem Aceto balsamico aufgießen und abgedeckt im Kühlschrank 2 Tage marinieren lassen.
  2. 2 Tage später das Fleisch aus der Marinade heben, trockentupfen. Den Ofen auf 120°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Olivenöl in einem flachen Bräter (mit Deckel) erhitzen, das Fleisch darin rundum anbraten, salzen. Die Marinade durch ein Sieb gießen, auffangen und zum Fleisch geben. Gewürze und Gemüse wegwerfen. Das Fleisch in der Marinade im zugedeckten Bräter im vorgeheizten Ofen mind. 90 Minuten garen.
  3. In der Zwischenzeit die Maronenpolenta vorbereiten. Dafür den Geflügelfond aufkochen, die Polenta unter Rühren einrieseln lassen. Die Hitze reduzieren (2/9) und unter gelegentlichem Rühren quellen lassen. Die Maronen in einer Pfanne ohne Fett mit dem Rosmarin anrösten, herausnehmen und grob hacken. Parmesan reiben. Sobald die Polenta ausgequollen ist (lt. Rezept 30 Minuten), bei mir ca. 20 Minuten Parmesan, Butter und gehackte Maronen zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, warm stellen.
  4. Für den Rehkalbsrücken das Fleisch aus dem Ofen nehmen, in Alufolie wickeln und im ausgeschalteten Ofen ruhen lassen. Für die Sauce von dem Sud 100 ml abmessen. Die Schalotten schälen, fein hacken. Butter in einem kleinen Topf zerlassen, die Schalotten darin glasig anschwitzen, mit dem abgemessenen Bratsud ablöschen und sirupartig einkochen lassen. Mit dem Wildfond ablöschen und auf die gewünschte Konsistenz einköcheln lassen, die kalte Butter unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Jetzt das Fleisch vom Knochen lösen, dabei die kleinen Filets (die echten sind oben, die kleinen auf der Bauchseite) nicht vergessen. Wenn sie zu roh sind, in zerlassener Butter kurz (ca 1/2 Minute) von allen Seiten nochmals anbraten, dann in Scheiben schneiden. Gemeinsam mit der Maronenpolenta und der Sauce anrichten.

Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten Arbeits- + 2 Tage Marinier- + 30 Minuten Koch- + 90 Minuten Gar- + 30 Minuten abschließender Arbeitszeit

Schwierigkeit: anspruchsvoll, aber es lohnt sich!

Quelle: variiert nach Polettos Kochschule, S. 123

26.12.10

Rezept: Maronensuppe mit gebratenen Jakobsmuscheln

Maronensuppe mit gebratenen Jakobsmuscheln

Der erste Gang unseres gestrigen Weihnachtsmenus bestand aus dieser wunderbaren Maronensuppe, die wunderbar kontrastiert wurde durch den leicht säuerlichen Radicchio, der angebraten und mit Essig abgeschmeckt wurde, dazu dann die edle und feine Jakobsmuschel. Die Suppe alleine ist schon herrlich aromatisch, ein absolutes Gedicht. Laut Rezept sollen frische Maronen verwendet werden, das würde es wohl noch aromatischer machen, aber der Aufwand war uns dann doch zu hoch, da wir ja auch mit unseren Mädels die Weihnachtsgeschenke ausprobieren und damit spielen wollten. Ein echt gelungener Auftakt unseres winterlichen Weihnachtsmenus.

Zutaten

Für 4 als Vorspeise

Für die Maronensuppe:

  • 200 g Maronen (vorgegart, vakuumverpackt)
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Möhre
  • 2 Stangen Staudensellerie (ca. 100 g Knollensellerie genommen)
  • 50 g Butter
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 Zweig Salbei
  • Fleur de Sel
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 50 ml weißer Portwein
  • 500 ml Geflügelfond
  • 250 g Sahne
  • Pfeffer aus der Mühle
  • alter Aceto balsamico
  • 50 g geschlagene Sahne

Für die Einlage:

  • 8 Radicchioblätter
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL feingeschnittene Kräuter (gemischt Thymian, Rosmarin, Petersilie)
  • alter Aceto balsamico
  • 4 Jakobsmuscheln (ausgelöst)

Zubereitung

  1. Die Maronen grob hacken. Schalotten und Knoblauch schälen, fein hacken. Möhre und Sellerie ebenfalls schälen, würfeln.
  2. Butter in einem Topf zerlassen, darin das Gemüse mit den Maronen anschwitzen, die Kräuterzweige zugeben. MIt Fleur de Sel würzen, mit dem Weißwein und dem Portwein ablöschen. Alles auf die Hälfte einkochen lassen, dann mit dem Fond und der Sahne aufgießen. Die Suppe um ein Drittel einköcheln lassen.
  3. Die Kräuterzweige herausnehmen, mit dem Stabmixer pürieren. Mit Fleur de Sel und Pfeffer abschmecken. Ggf noch etwas Fond oder Sahne zugießen. Warm halten.
  4. Für die Einlage die Radicchioblätter waschen, trockentupfen und in Streifen schneiden. Die Kräuter waschen, trockenschütteln und fein hacken. In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen und darin den Radicchio anschwitzen. Die Kräuter (gehackt) zugeben, mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Aceto balsamico abschmecken. Den Radicchio warm stellen.
  5. Die Jakobsmuscheln waschen, trockentupfen. Das restliche Olivenöl erhitzen, die Jakobsmuscheln darin von beiden Seiten goldbraun anbraten, mit etwas Fleur de Sel bestreuen. Vorsicht, sie sollten nicht zu durch gebraten sein, innen noch leicht glasig, bei uns etwa 1,5 Minuten/Seite in der heißen Pfanne.
  6. Die Radicchioblätter in vorgewämte Teller legen, die Suppe darüber geben und jweils eine Jakobsmuschel auf die Suppe setzen. Rasch servieren.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten Arbeits- + 15 Minuten Kochzeit

Schwierigkeit: etwas anspruchsvoller

Quelle: Polettos Kochschule, S. 42

24.12.10

Frohe Weihnachten

Weihnachtsengel

Mit diesem selbstgebastelten Weihnachtsengel von meiner "Großen" wünsche ich allen ein wunderschönes, besinnliches Weihnachtsfest. Viel Zeit mit und für die Familie wünsche ich allen Lesern, allen Mit-Bloggern, bei denen ich nicht überall vorbeischauen kann, um es persönlich mitzuteilen.

Rezept: Winterhähnchen mit würzigem Apfelkompott

Winterhähnchen

Ich liebe Brathähnchen, Hähnchen, die im ganzen zubereitet werden, sind einfach saftiger, als die ausgelösten Einzelteile. Wir wollten mal wieder mit Freunden kochen und ich schlug dieses Rezept vor. An Brathähnchen schätze ich einfach, dass sie so wunderbar vorbereitet werden können, so auch dieses hier. Bietet sich perfekt für die Feiertage an. Würzig, fruchtig, die Kinder liebten es sehr, war genial lecker!! Allerdings war es etwas trocken, es fehlte die Flüssigkeit, um die Kartoffeln zu garen, vielleicht auch, weil wir die geschält hatten. Wir haben einfach gegen Ende etwas Apfelsaft angegossen, auch Weißwein wäre eine gute Alternative. Für uns war das die einzige Änderung und wir würden es auch nur mit etwas Flüssigkeit wiederholen. Aber so dann perfekt lecker! Auf dem Teller sah es dann so aus:

winterhaehnchen-teller.jpg

Zutaten

Für das Brathähnchen:

  • 1 Brathähnchen, ca. 1,2 kg
  • 400 g kleine Kartoffeln (möglichst Bio-Qualität)
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1/2 Bund Majoran
  • 20 g frische Butter
  • Salz, Paprika (jeweils 1 TL genommen)
  • Olivenöl, ca. 3 EL
  • 150 g kleine Zwiebeln (möglichst Perlzwiebeln, habe ich nicht bekommen)
  • 10 Knoblauchzehen (wegen Arbeit am Folgetag weggelassen, würde sicher gut schmecken)
  • 250 ml Apfelsaft oder Weißwein (bei uns)

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Das Hähnchen innen und außen abspülen, trockentupfen. Die Kartoffeln waschen, bei der jetzt erhältlichen hiesigen Qualität mit dicken Schalen habe ich geschält, laut Rezept aber nicht. Die Kartoffeln halbieren. Petersilie und Majoran waschen, trockenschütteln, Blätter abzupfen.
  3. Das Hähnchen innen mit der Butter in Flocken und den Kräutern füllen. Die Öffnungen mit Zahnstochern zustecken. Flügel und Unteschenkeln mit Küchengarn festbinden. Olivenöl mit Salz und Paprika verrühren, das Hähnchen von außen damit einreiben.
  4. Das Hähnchen in einen Bräter legen, die Zwiebeln schälen. Unsere waren recht groß, deswegen habe ich sie geviertelt. Die Knoblauchzehen (wenn gewünscht) schälen, leicht anklopfen, zugeben. Kartoffeln rundum verteilen.
  5. Den Bräter auf der 2. Schiene von unten in den Ofen schieben, insgesamt 75 Minuten garen. Nach 30 Minuten haben wir den Apfelsaft angegossen und danach etwa alle 20 Minuten mit etwas von der Flüssigkeit begossen.
  6. In der Zwischenzeit das Kompott nach diesem Rezept zubereiten. Unbedingt gemeinsam servieren!

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten Arbeits- + 75 Minuten Garzeit

Schwierigkeit: recht einfach

Quelle: Witzigmanns Kochbuch für die ganze Familie, S. 179

23.12.10

Rezept: Würziges Apfelkompott

würziges Apfelkompott

Dieses Rezept ist der Oberhammer! Eigentlich ja nur eine Beilage zu dem Winterhuhn haben wir es in der Zwischenzeit nochmal gemacht, einfach zu lecker! Die Kombination mit den Trockenfrüchten und den Gewürzen (Sternanis, Zimtstange, Vanille) sowie Orange und Zitrone ist einfach unschlagbar, habe ich auch nochmal einfach mit Vanilleeis serviert, harmonierte wunderbar. Hat einfach mehr Würze, verschiedene Geschmacksnuancen als "einfaches" Apfelkompott", kann ich nur empfehlen, gab es nicht zum letzten Mal!

Zutaten

Reicht für 4 als Beilage

  • 1 Bio-Zitrone (nur die Schale)
  • 1 Bio-Orange (nur die Schale)
  • 50 g getrocknete Aprikosen
  • 50 g getrocknete Zwetschgen
  • 250 g Äpfel
  • 100 g Zucker
  • 1 EL Butter
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Sternanis
  • 1 Zimtstange
  • 100 ml lieblicher Weißwein

Zubereitung

  1. Zitrone und Orange heiß abspülen, abtrocknen. Aprikosen und Zwetschgen halbieren oder vierteln (je nach Größe). Die Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse herausschneiden und in Spalten schneiden. In einer Pfanne Zucker gemeinsam mit der Butter schmelzen lassen, die Äpfel darin in 2-3 MInuten glasieren.
  2. Vanille längs aufschlitzen, Mark herauskratzen und beides zugeben. Sternanis und Zimtstange zugeben. Die Schalen von Zitrone und Orange abreiben, zu den Äpfeln geben. Trockenobst zufügen und mit dem Weißwein ablöschen.
  3. Kurz aufkochen lassen, vom Herd nehmen, abkühlen lassen, dabei mehrmals vorsichtig wenden.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 25 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Witzigmanns Kochbuch für die ganze Familie, S. 179

15.12.10

Rezept: Sektsorbet

Sektsorbet

Von dem Sorbet war ich positiv überrascht. Auch wenn es eigentlich wieder zu viel war für meine arme Eismaschine, war es wunderbar! Es hat noch richtig geprickelt, auch am nächsten Tag noch. Es hatte eine wunderbare ausgewogene Mischung, auch wenn es mal echt nicht kindertauglich ist, ein Degistif zum Essen.War sehr lecker, alle, die davon probieren durften, waren extrem begeistert, einige werden es wohl nachmachen. Ich habe statt des Pfirsichsaftes, den ich nicht bekommen hatte, den vorhandenen Aprikosennektar verwendet, harmonierte wunderbar.

Zutaten

Ergibt ca. 1,5 Liter Sorbet (lt. Rezept 800 ml, unsere 1,5 Liter-Maschine lief über)

  • 120 g brauner Zucker
  • 120 ml Wasser
  • 100 ml Pfirsichsaft (Aprikosennektar genommen)
  • 600 ml Sekt oder Champagner

Zubereitung

  1. Zucker mit Wasser unter Rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis der Zucker vollständig gelöst ist. Wieder abkühlen lassen. Den Zuckersirup gemeinsam mit dem Pfirsichsaft und dem Sekt in die Eismaschine geben.
  2. In der Eismaschine gefrieren lassen.

Zubereitungszeit: etwa 10 Minuten Arbeits- + 60 Minuten Gefrierzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Eis, S. 30

13.12.10

Rezept für den kulinarischen Adventskalender: Penne mit Rehleber

Penne mit Rehleber

Kulinarischer Adventskalender 2010 mit Wettbewerb - Türchen 13Dieses Jahr darf ich auch wieder ein Türchen des Kulinarischen Adventskalenders öffnen. Auch dieses Jahr gibt es für fleißige Leser tolle Preise zu gewinnen. Ich wollte mir selber einen Gefallen tun, denn in Schwangerschaften und Stillzeiten sollte ich ja nicht so viel Innereien, insbesondere Leber essen. Ein Nachbar von uns ist Jäger und brachte uns eine Rehleber mit, die wollte ich in einer winterlichen Kombination genießen. Ich hatte gestöbert und ein Rezept gefunden, das eigentlich für Kalbsleber gedacht ist, aber auch mit der Rehleber ganz wunderbar harmoniert. Es lässt sich sehr gut vorbereiten. Die Kombination von Wildgeschmack und Leber hat uns echt verblüfft, hatte ich noch nie gegessen und kam bei allen gut an. Leider habe ich für das Foto etwas lange gebraucht, dadurch hat der Radicchio etwas von seiner Farbe verloren. Es kommt leider nicht so raus, aber es gibt auf dem Teller ein kleines Gemälde, wirklich wunderschön und genial lecker. Ein schönes Gericht für den 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag. Wer es im Original nachkochen möchte, nimmt Kalbsleber und Kalbsfond, das waren meine einzigen Änderungen.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 400 g Penne
  • Salzwasser
  • 2 Köpfe Radicchio
  • 1 EL Essig
  • 2 Rote Zwiebeln
  • 200 g Rehleber
  • 3 Zweige Thymian
  • 1/2 Bund Petersilie (gebraucht werden 1 EL gehackt)
  • 2 EL Butter
  • Fleur de Sel
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 50 ml rote Portwein
  • 50 ml Wildfond
  • 2 EL alter Aceto balsamico
  • 8 dünne Scheiben Tiroler Speck
  • 1 EL Olivenöl
  • Parmesan nach Belieben

Zubereitung

  1. Radicchio waschen, welke Blätter entfernen, die restlichen Blätter ablösen, den weißen Strunk herausschneiden. Essig in lauwarmes Wasser geben und die Radicchio-Blätter darin waschen. Die Blätter trocken schütteln und in Streifen schneiden.
  2. Die Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden. Die Leber putzen, alle restlichen Silberhäute entfernen, waschen, trockentupfen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Thymianblättchen abstreifen, durchhacken. Petersilie waschen, trockenschütteln und fein hacken.
  3. Die Nudeln nach Packungsangabe in reichlich Salzwasser al dente kochen.
  4. Die Hälfte der Butter in eine heiße Pfanne geben, die Zwiebelstreifen darin glasig dünsten, leicht mit dem Fleur de Sel salzen und pfeffern. Mit dem Rot- und Portwein ablöschen, alles einköcheln lassen. Kalbsjus und Essig zugeben und einmal kurz aufkochen lassen, vom Herd nehmen.
  5. Eine zweite Pfanne aufsetzen, die restliche Butter darin schmelzen und die Leberwürfel anbraten, ebenfalls mit Fleur de Sel und Pfeffer abschmecken. Hier ist die Kunst, die Leber durch zu braten (Wildtier) ohne sie zu Schuhsohlen zu braten, war etwa 2 Minuten von 2 Seiten bei mir. Kommt sehr auf die Würfeldicke an, ggf. 1 Würfel mal durchschneiden und testen.
  6. Eine dritte Pfanne aufsetzen (oder die Leberwürfel herausnehmen, warm halten und mit einem Küchenkrepp auswischen), Olivenöl in die heiße Pfanne geben, die Speckscheiben darin knusprig anbraten. auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
  7. Die Penne abgießen und gemeinsam mit den Leberwürfeln zu den Zwiebeln geben.
  8. Zuletzt Radicchio-Streifen, Kräuter untermischen, kurz durchschwenken, jetzt sollte es zügig gehen, sonst wird der Radicchio schnell farblos! Alles nochmal abschmecken, ggf. noch kurz aufkochen.
  9. Alles mit den Speckscheiben in tiefen Tellern anrichten, wer will hobelt noch Parmesan darüber, was ich echt nur empfehlen kann.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 40-45 Minuten

Schwierigkeit: recht einfach

Quelle: Polettos Kochschule, S. 56

12.12.10

Rezept: Gebratene Polenta

gebratene Polenta


Ich liebe Polenta und meine beiden Mädels auch. Also bin ich immer wieder auf der Suche nach leckeren Rezepten und dieses hier gehört ab sofort zu meinen Favoriten. Vielleicht kenne ich mich da auch nicht so aus, denn Polenta habe ich erst in den letzten Jahren so richtig für mich entdeckt, aber der Lorbeer da drin, der gibt einen wunderbaren Geschmack und eine feine Note, harmoniert ganz wunderbar mit kurzgebratenem oder Fisch. Meine Mädels habens pur genossen, so lecker fanden sie es. Kann ich echt nur empfehlen.

Zutaten

Für 4 Personen als Beilage

  • 500 ml Hühnerbrühe (am besten selbstgemacht)
  • 1 Lorbeerblatt
  • Fleur de Sel
  • 100 g grobe Polenta
  • 1 EL Butter

Zubereitung

  1. Die Brühe mit dem Lorbeerblatt aufkochen und noch ein wenig salzen. Die Polenta unter Rühren einrieseln lassen.
  2. Die Hitze reduzieren und unter gelegentlichem Rühren ca. 20-30 Minuten köcheln lassen. Ich habe zwar keine Instant-Polenta, trotzdem braucht die bei mir nie die geforderten 30 Minuten.
  3. Die Polenta mit Butter und Fleur de Sel nachwürzen, Lorbeerblatt entfernen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen.
  4. Eine beschichtete Pfanne erhitzen, die Polenta portionieren und von beiden Seiten kross anbraten.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 50 Minuten, davon 30 Minuten Koch- und Ruhezeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Polettos Kochschule, S. 137

Kochbuch: Polettos Kochschule

Polettos KochschuleIch war schon im Sommer am Ende meiner Elternzeit einmal bummeln und habe ein wenig gestöbert, da fiel mir dieses Buch in die Hände und ich konnte einfach nicht widerstehen. Cornelia Poletto stellt in diesem Buch viele Rezepte vor, die mit vielen Step-by-Step-Fotos auch von ungeübten nachgekocht werden können. Neben Klassikern wie dem Vitello tonnato findet man hier viele Rezepte, die zwar relativ einfach anmuten aber dennoch raffiniert sind. Die Rezepte leben von der Qualität der Zutaten. Untergliedert werden sie nach Antipasti, Suppen, Pasta & Risotto, Fisch & Meeresfrüchte, Geflügel & Wild, Fleisch und Dolci. Die einzelnen Kapitel sind mit farbig unterlegten Seitenzahlen abgrenzbar.

Jedes Rezept nimmt eine Doppelseite ein, jeweils ein großformatiges Foto mit 4 kleinen Step-by-Step-Fotos. Auf der jeweils anderen Seite eine übersichtliche Zutatenliste mit angegebener Personenzahl (in der Regel für 4 Personen), die Arbeitsschritte sind untergliedert und gut nachvollziehbar verschrieben, unter den Fotos jeweils eine Beschreibung des abgebildeten Arbeitsschrittes. Dazu noch jeweils kleine Tipps, was zum besonderen Gelingen des Rezeptes beitragen kann, manchmal Zutatentipps, dann wieder Hinweise über alternative Verwendungen von Zutaten oder Alternativen, wenn bestimmte Zutaten nicht erhältlich sind.

Die Fotos sind eine echte Augenweide und machen Appetit auf mehr. Viele Rezepte sind scheinbar einfach gehalten, sind durch die Kombination aber immer raffiniert. Ein echt schönes Kochbuch mit eher winterlich gehaltenen Desserts. Das Buch ist aktuell noch im Handel oder bei Amazon erhältlich. Daraus habe ich schon folgendes vorgestellt:

2.12.10

Rezept: Feldsalat mit lauwarmer Vinaigrette

Feldsalat mit lauwarmer vinaigrette

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de Ich liebe derzeit lauwarme Vinaigrettes, die kommt derzeit an (fast) jeden Salat. Ich finde, zu Feldsalat passt sie besonders gut, die Äpfel karamellisiere ich immer noch ein wenig, derzeit meine Lieblingsvorspeise, wenn ich ein leckeres Winteressen für Freunde gekocht habe.

Zutaten

Für 4 als Vorspeise

  • 100 g Feldsalat
  • 2 Äpfel
  • 100 g Speckwüfel
  • 1 EL Zucker
  • 1 Salatlöffel Walnussöl
  • 2 Salatlöffel Himbeeressig (aus dem DFssgF-Paket, sehr lecker!)
  • Meersalz, schwarzer Pfeffer
  • Honig

Zubereitung

  1. Feldsalat gründlich putzen und waschen. Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen, in Spalten schneiden, wer will: stifteln (bietet sich an, wenn kleine Kinder mitessen).
  2. Speck in einer Pfanne auslassen, herausheben, warm stellen. Den Zucker einstreuen, karamellisieren lassen, die Äpfel zugeben und kurz anschwitzen, das Walnussöl zugeben und mit dem Essig ablöschen.
  3. Pfanne vom Herd nehmen, den Speck wieder reingeben und mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken.
  4. Feldsalat auf Tellern anrichten, die Vinaigrette darüber träufeln.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 15-20 Minuten (hängt vom Putzaufwand des Salates ab)

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept