« September 2010 | Main | November 2010 »

30.10.10

Rezept: Lauwarmer Bohnensalat

lauwarmer Bohnensalat

Wir hatten einige Stangenbohnen dieses Jahr, allerdings erst spät, die wollten am Anfang nicht so wachsen. Wenn ich Bohnen gekocht hatte, habe ich den Rest oft als lauwarmen Bohnensalat gemacht. Ich habe einfach immer die Zwiebeln in ordentlich Öl angeschwitzt, mit Apfelessig abgelöscht, Honig eingerührt, etwas Bohnenkraut gehackt dazu, Bohnen kurz durchgeschwenkt und fertig. Schnell und lecker!

Zutaten

Für 4 als Beilage

  • 500 g gekochte Stangenbohnen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Salatlöffel Olivenöl
  • 2 Salatlöffel Apfelessig
  • 1 ordentlicher TL Honig
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Zweig Bohnenkraut

Zubereitung

  1. Die Bohnen ggf. noch in gabelgerechte Stücke schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken.
  2. Pfanne heiß werden lassen, Olivenöl rein geben, Zwiebeln goldig anschwitzen, mit Apfelessig ablöschen, Herd ausschalten. Honig einrühren, salzen und pfeffern.
  3. Bohnenkraut waschen, trockenschütteln und hacken, unterrühren.
  4. Bohnen kurz in der Pfanne durchschenken, rasch servieren.

Zubereitungszeit: fertig in knapp 10 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

26.10.10

Rezept: Kürbis-Ketchup

Kürbis-Ketchup

Passend zu Halloween am kommenden Wochenende habe ich mit der Großen einen Kürbis geschnitzt. Ich habe zu einem Early Harvest, dem typischen Halloween-Kürbis, gegriffen. Doch den nur aushöhlen, um ihn zum Leuchten zu bringen, nein, da bin ich viel zu schwäbisch. Denn sein Fleisch ist gut in Suppen, Kuchen und Pürees. Ich habe mich für Kürbis-Ketchup entschieden, sehr würzig, pikant, leicht scharf, perfekt!!! Das wird sicher gut beim Fondue oder Raclette harmonieren, auch zu gebratener Hähnchenbrust sicher toll.

Zutaten

Ergit 4 Gläser à 250 ml

  • 1 kg Kürbisfleisch (eigentlich Muskatkürbis)
  • Salz
  • 1 TL Zimt
  • 2 TL rote Currypaste (eigentlich Harissa)
  • 1 TL zerstoßener, schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Currypulver
  • 300 ml Orangensaft
  • 100 ml weißer Balsamico-Essig
  • 200 g Zucker

Zubereitung

  1. Die Kürbiskerne auskratzen, Fruchtfeisch ebenfalls auskratzen. Salzwasser zum Kochen bringen, darin das Fruchtfleisch weich kochen (etwa 20 Minuten).
  2. Zimt, Currypaste und -pulver, Pfeffer und Orangensaft dazu stellen, gemeinsam mit Essig und Zucker. Alles sehr fein pürieren.
  3. Auf dem Herd erneut aufkochen, auf kleiner Flamme (2/9) etwa 20 Minuten unter häufigem Rühren einköcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  4. In saubere Gläser abfüllen, verschließen.
  5. Im Kühlschrank aufbewahren, soll etwa 2-3 Monate halten.

Zubereitungszeit: dauert etwa 90 Minuten mit Einkochzeiten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Lust auf Genuss 10/09, S. 37

25.10.10

Rezept: Birnen-Schmand-Sorbet

Birnen-Schmand-Sorbet

Garten-Koch-Event Oktober 2010: Birnen [31. Oktober 2010]Ich hatte richtig überreife Birnen, zum So-Essen schon viel zu reif. Aber ich hatte Lust auf Eis, leider fand ich kein passendes Rezept und habe zum ersten Mal ein Eisrezept improvisiert, harmonierte toll, sehr frisch, schön birnig! Wenn keine Kinder mitessen, kann noch ein Schuss Williamsbrand zugegeben werden, das würde alles sicher noch ein wenig heben. Wer keinen Schmand hat, Frischkäse würde wohl auch passen. So habe ich nach längerer Pause mal wieder ein passendes Rezept für den Garten-Koch-Event Birne! Denn Nachmachen kann ich sehr empfehlen!!

Zutaten

Für 4-6 Personen als Dessert

  • 6 sehr reife Birnen
  • 200 g Schmand
  • 4 EL Agavensirup
  • 2 cl Williamsbrand (wer mag)

Zubereitung

  1. Birnen schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und grob würfeln. Schmand zugeben, mit dem Agavensirup alles fein pürieren.
  2. Alles in die Eismaschine geben und 1 Stunde gefrieren lassen. Wer mag, kann 10 Minuten vor Ende der Gefrierzeit noch den Williams zugeben.

Zubereitungszeit: etwa 15 Minuten Arbeits- + 60 Minuten Gefrierzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

20.10.10

Babykost - vom Stillbaby zum Gourmet

Leckermäulchen

Unsere "Kleine" ist jetzt auch schon groß, kann alleine mit dem Löffel essen, aus der Tasse trinken und isst am Tisch mit. Zeit für mich also, mich von dem Kapitel "Babybreie" zu verabschieden. Ich freue mich über die vielen Mails, die ich deswegen bekomme, wer noch Fragen hat, darf mich immer gerne kontaktieren (rikeatgenial-lecker.de), nur bitte nicht böse sein, wenn die Antwort mal etwas länger dauert...

Doch jetzt nochmal eine kleine Übersicht, was mir wichtig war, welche Erfahrungen ich gemacht habe. Unsere beiden Mädels waren ganz unterschiedlich, was ihren Einstieg ins "normale" Essen betraf. Ich habe immer mind. 6 Monate voll gestillt, so dass ich auch beim Brei-Kochen nicht mehr auf ganz so viel achten musste. Die Große war sehr unkompliziert und hat sich nach ersten Anlaufschwierigkeiten zum Brei-Liebhaber gemausert. Die Kleine hat die Breie komplett verschmäht, mochte sie gar nicht, also gab es immer stückige Kost und ich habe noch etliches aus der Kategorie "Pimp-your-Babynahrung" auf der Festplatte, denn wenn ich eh für die Kleine frisch kochen musste, habe ich das immer auch gegessen und nach 3 Wochen konnte ich kein gedünstetes, salzfreies Gemüse mehr sehen... Die werde ich noch bei Gelegenheit hoffentlich nachliefern. Hier also worauf ich geachtet habe:

Ich habe die Breie selber gekocht, warum?

  1. billiger, ich habe umgerechnet etwa 20 Cent pro Breiportion gezahlt, selbst bei Fleischbreien lag ich trotz Bio-Qualität bei etwa 60 Cent.
  2. besser, probiert mal die Fertig-Dinger und dann einen selbstgekochten... Die von mir getesteten schmeckten noch nicht mal nach dem, was drauf stand
  3. der Fettgehalt in einigen Gläsern nicht optimal ist, auch die Ölqualität wird nicht immer angegeben.
  4. nicht immer nur das drin ist, was vorne drauf steht (vergleicht mal die Zutatenliste!!)

Ich habe immer mittags angefangen, etwa 20 Minuten, ehe sie erfahrungsgemäß wieder Hunger hatten, dann löffelweise füttern und danach stillen. Sobald sie etwa 100 g gegessen hatten, habe ich das Stillen weggelassen.

Sobald der Mittagsbrei etabliert ist, kann ein zweiter Brei eingeführt werden, ein Getreide-Obst-Brei am Nachmittag oder der Abendbrei. Gut verträglich am Anfang ist Apfel oder Birne als Obstsorte. Die zunächst pur als gedünsteten Brei einführen, dann Getreide dazu (am Anfang glutenfrei!), dann umstellen auf frisch gerieben, dadurch ist der Vitamingehalt noch höher. Besonders am Apfel ist, dass darüber auch die Stuhlfrequenz etwas mit reguliert werden kann. Mit Schale gerieben ist er abführend, ohne Schale und etwas stehen gelassen, bis er braun ist, dämpft er etwas. Den Nachmittagsbrei habe ich gerne vorbereitet und mitgenommen, der schmeckt auch kalt. Bei mir gab es dann diese Breie:

Sobald beide Breisorten eingeführt sind, also 2 Stillmahlzeiten entfallen, kann der Abendbrei gegeben werden, ein Getreide-Milch-Obst-Brei, gleiche Regeln wie beim Nachmittagsbrei, bei mir dann in diesen Varianten:

Praktisch fand und finde ich das BPA-freie Aufbewahrungssystem für Babynahrung, denn darin können die Breie portioniert werden, eingefroren, aufgetaut. Sie passen in die gängigen Fläschchen-Wärmer z.B. beim Babyschwimmen. Meiner Erfahrung nach schmecken die aufgetauten Breie nur, wenn sie im Topf wieder aufgewärmt werden, über Nacht im Kühlschrank auftauen, dann Öl im Topf erwärmen und den Brei darin aufwärmen. Nach em Einfrieren haben sie eine komische Konsistenz, die verlieren sie durch das aufwärmen im Topf. Frisch abgefüllt, halten sie so 2 Tage im Kühlschrank. Ich habe nur 1x pro Woche Brei gekocht, so dass ich frischen Brei hatte, wenn ich unterwegs war.

Achtet beim Einkauf auf Bioqualität, Ihr seid trotzdem noch billiger als Gläschen, nur 1 Lebensmittel pro Woche einführen. Wer in der Nähe von Potsdam wohnt, das Seminar von Anja-Lydia im Geburtshaus Apfelbaum kann ich nur empfehlen!! Bei weiteren Fragen bitte Mailen, habe noch einiges, aber das sprengt hier den Rahmen.

19.10.10

Rezept: Spinat-Erdnuss-Tarte mit Cranberries

Spinat-Erdnuss-Tarte mit Cranberries


Lecker!! Das muss ich mal vorneweg schicken! Alleine schon der Boden aus Erdnussmürbeteig, toll, der Belag ist wunderbar, superausgewogen: der Crunch der Erdnüsse, das Salzige des Fetas, dazu der weiche Guss mit dem Aroma des Spinats kombiniert mit der Süße der Cranberries, das schmeckt einfach genial lecker! Im Originalrezept sind Rosinen vorgesehen, doch da der Göttergatte darauf allergisch ist, wurden die mal wieder ausgetauscht. Alle Mitesser waren begeistert! Da ich mal ein neues, tolles Backbuch ausprobiert habe, ist das gleich ein passendes Rezept für den laufenden Event.

Zutaten

Für eine 28-cm-Tarteform

Für den Boden:

  • 50 g gesalzene Erdnüsse
  • 125 g Weizenmehl Typ 405
  • 125 g Weizen-Vollkornmehl (Typ 1800)
  • 100 g kalte Butter
  • Salz
  • 1 Ei (M)
  • 1 EL Weinessig
  • 2 EL kaltes Wasser
  • 1 Eiweiß (M), das Eigelb kommt in die Füllung

Für die Füllung:

  • 400 g Blattspinat (frisch gewogen)
  • Salz
  • 1 Zwiebel
  • 4 EL braune Butter
  • 80 g Parmesan
  • 1 Knoblauchzehe
  • 30 g getrocknete Cranberries oder Rosinen
  • 50 g geröstete Erdnüsse
  • 1/2 bis 1/3 Bund glatte Petersilie (1 EL gehackte nötig)
  • 150 g Frischkäse
  • 150 ml Milch
  • 80 g Sahne
  • 1 Eigelb (M)
  • 3 Eier (M)
  • Pfeffer
  • milder, gemahlener Chili
  • Muskat
  • 120 g Feta (Schafskäse)

Außerdem:

  • Salzwasser
  • flüssige Butter für die Form
  • Backpapier und Linsen zum Blindbacken

Zubereitung

  1. Für den Boden die Erdnüsse mahlen, beide Mehlsorten in eine Schüssel sieben, Butter in Flocken darüber verteilen. Die restlichen Zutaten zugeben und alles mit dem Knethaken zu einem Teig kneten. Mit den Händen eine Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.
  2. Den Spinat gründlich waschen, putzen, Stiele entfernen. Salzwasser zum Kochen bringen, den Spinat darin kurz blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Zwiebel schälen, fein würfeln, Parmesan grob reiben, Erdnüsse hacken, Petersilie waschen, trockenschütteln, hacken. Spinat gut ausdrücken, hacken.
  4. Die Form mit flüssiger Butter einpinseln, den Teig auf 30 cm ausrollen und einlegen (oder wie ich einfach in der Form fest drücken). Den Teig mit der Gabel mehrfach einstechen.
  5. Den Boden mit Backpapier auslegen, die Linsen darauf verteilen und auf der 2. Schiene von unten 10 Minuten blind backen.
  6. Pfanne aufsetzen, 1 EL der Butter darin erhitzen, Zwiebel darin goldig anschwitzen, vom Herd nehmen und restliche Butter zugeben. Dann noch Spinat, Parmesan, Knoblauch, Cranberries, Erdnüsse und Petersilie untermischen.
  7. Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen und weitere 15 Minuten backen.
  8. Für den Guss den Frischkäse, Milch, sahne, Eigelb und Eier aufmixen (geht am besten mit dem Stabmixer), mit Salz, Pfeffer, 1-2 Prisen Chili und etwas geriebener Muskatnuss kräftig würzen.
  9. Das Eiweiß verquirlen, den Boden damit einstreichen, weitere 2 Minuten backen.
  10. Mit der Spinatmasse mischen, nochmals abschmecken. Die Hälfte der Masse auf dem Boden verteilen, die Hälfte des Fetas darüber bröseln, restliche Spinatmasse darüber geben und den restlichen Feta darüber bröseln.
  11. Auf der untersten Schiene in 40 Minuten goldgelb backen.

Zubereitungszeit: insgesamt 4 Stunden, davon 1 Stunde Ruhe- + 40 Minuten Backzeit + etliche Wartepausen

Schwierigkeit: anspruchsvoller

Quelle: Raffinierte Tartes - süß und pikant, S. 52 und 177

Backbuch: Raffinierte Tartes - süß und pikant

Raffinierte Tartes - süß und pikantWenn sich zwei Autoren wie Alfons Schuhbeck und Annik Wecker zusammentun, um ein Backbuch zu schreiben, dann verspricht das schon viel. Im Buchladen habe ich es durchgeblättert und etliche Rezepte sagten unwiderstehlich: "Backmichnach, bachmichnach, nimmmichmit!" Naja, ich konnte ja schlecht nein sagen. Wir haben jetzt schon mehrere Tartes daraus nachgebacken. Alle waren genial lecker, zwar nicht immer sehr einfache Rezepte, aber alle superlecker! Die Rezepte sind in pikante und süße Tartes unterteilt, die dann jeweils in Klassiker, Außergewöhnliche, Schnelle Rezepte. Dann kommt noch ein recht umfassender Teil über Basics und Grundteige.

Jedes Rezept hat (bis auf wenige Ausnahmen) eine Doppelseite mit großformatigem, appetitanregendem Foto. Die Zutatenliste ist sehr übersichtlich, die Größe der Tarteform ist jeweils angegeben. Die Zutatenliste ist untergliedert in Boden, Füllung, Belag und Guss unterteilt, das macht es sehr übersichtlich. Die Arbeitsliste ist gut und sehr ausführlich beschrieben, es lässt sich alles leicht nachvollziehen. Die Ofentemperaturen sind immer an entsprechender stelle angegeben, Backzeiten ebenfalls in der Arbeitsanleitung.

Das Buch richtet sich ingesamt eher an Hobbyköche, die schon etwas Erfahrung haben. So ist auch die Arbeitszeit nicht angegeben, die muss abgeschätzt werden. Auch wird häufig auf ein Rezept für den Boden im Kapitel der Grundrezepte verwiesen. Die aber sind der Hammer, da habe ich schon den Hefeteig für meinen normalen Zwiebelkuchen übernommen, der ist einfach zu lecker bei Zwiebelkuchen!!

Das Buch ist aktuell noch im Handel oder bei Amazon erhältlich. Daraus schon vorgestellt:

12.10.10

Rezept: Spinat-Kürbis-Taschen

Spinat-Kürbis-Taschen

Das schönste am Herbst neben den bunten Blättern, Drachensteigenlassen? Endlich gibt es wieder Kürbis. Dazu gab es dann noch Spinat aus unserer Biokiste. Da stolperte ich in der aktuellen Schrot und Korn über ein passendes Rezept. Ich hbe nur den Strudelteig gegen Blätterteig ausgetauscht, dadurch ging es schneller. Warm war das alles ja schon nicht schlecht, aber kalt hat es nochmal deutlich gewonnen. Ideal also, um als kleine äppchen auf einem Buffet angerichtet zu werden oder als Snack für Zwischendurch auf einem langen Ausflug. War echt lecker!

Zutaten

Ergab 6 große Teigtaschen, machen 1 Erwachsenen gut satt

  • 500 g Kürbis (Hokkaido genommen), vorbereitet gewogen, war 1 kleiner à ca 550 g
  • 300 g Spinat
  • 200 g Feta
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 3 Packungen Blätterteig (Kühlregal)
  • 1 Ei (wer mag)

Zubereitung

  1. Den Kürbis waschen (wer keinen Hokkaido hat, muss schälen), halbieren, Kerne herauskratzen, achteln, grob raspeln (hat die Küchenmaschine übernommen).
  2. Spinat gründlich waschen, Stiele abschneiden, gut abtropfen lassen. Zwiebel schälen, fein hacken. Feta fein würfeln.
  3. Pfanne aufsetzen, heiß werden lassen. Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwiebel und Kürbis im Öl anschwitzen, Hitze reduzieren und unter gelegentlichem Wenden den Kürbis weich dünsten. Spinat zugeben, Deckel drauf und zusammenfallen lassen. Vom Herd nehmen, Feta unterheben und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  4. Blätterteig ausrollen, jeweils halbieren. Die Füllung darauf verteilen, überall 2 cm Platz zum Rand halten. Auf der kurzen Seite den Teig über die Füllung klappen, dann von der breiten Seite her fest aufrollen. Mit der Nahtstelle nach unten auf das Backpapier vom Backblech legen. Wer mag, verquirlt noch ein Ei und bestreicht die Taschen damit.
  5. Auf der 2. Schiene von unten ca. 30 Minuten goldbraun backen.

Zubereitungszeit: etwa 25 Minuten Arbeits- + 30 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Schrot und Korn 10/10, S. 15

11.10.10

Rezept: Salzburger Nockerl

Salzburger Nockerl

Ich hatte von meinem Geburtstagskuchen massenhaft Eiweiß übrig. Was nur damit machen? Also habe ich mich an die göttlichen Salzburger Nockerl von Andre erinnert, mir sein Rezept ausgeliehen und noch nette Mitesser eingeladen, denn die wollen ja frisch verzehrt werden. Meine Erkenntnis des Tages: genial lecker, perfekte Konsistenz, aber ich brauche dringend noch eine Teigkarte, damit ich die so schön aufhäufeln kann. Also optisch noch nicht perfekt, alles ander genial lecker!

Zutaten

für 4 als recht üppiges Dessert

  • 4 Eiweiß (M)
  • 3 Eier (M)
  • 100 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 20 g Mehl Typ 405

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen, die Form mit Butter einfetten.
  2. Eiweiß in eine große Schüssel geben, die Eier trennen, die Eiweiße zu Eischnee schlagen. Sobald er halbfest ist, den Zucker einrieseln lassen, zu sehr festem Eischnee schlagen.
  3. Vanillezucker und Eigelbe unterziehen. Mehl darüber sieben, unterheben. Mit einer Teigkarte 4 Portionen abteilen und zu kleinen Bergen hochziehen und in die Form setzen.
  4. Auf der 2. Schiene von unten ca. 9 Minuten backen, bis sie oben goldbraun sind, innen aber noch saftig sind.
  5. Heiß mit Puderzucker bestäubt servieren.

Zubereitungszeit fertig in etwa 30 Minuten

Schwierigkeit: das Geheimnis: ganz steifer Eischnee

Quelle: Plachutta - Meine Wiener Küche

10.10.10

Küchenhelfer: Braun Multiquick 7 schnurlos

Braun Multiquick 7

Auch ich habe wie Brot und Rosen den Braun Multiquick 7 schnurlos getestet. Genau wie sie halte ich meinen Blog werbefrei, doch für interessante Produkte bin ich immer offen, so auch hier.

Zunächst zur Optik: Schwarzes Plastik mit mattiertem Edelstahl. Enthalten sind neben dem Motorteil mit Ladeschale ein Ansteckteil für Stabmixer, ein Mixbecher, ein weiterer Mixmesser samt Becher sowie noch einen weiteren Zusatz für Crushed Eis. Ich habe mehrere Zusätze getestet und bin rundum begeistert!! Das Motorteil liegt gut in der Hand, ergonomisch, da man 2 Tasten gleichzeitig drücken muss, ist es sicher genug, dass meine kochbegeisterte Große (2 1/2 Jahre) es nicht alleine in Gang bekommt. Im Griffbereich ist es dank Gummierung echt rutschfest, auch wenn die Finger mal dreckig oder nass sind. Überall ist der Motorteil leicht aufzustecken, alles leicht auseinander baubar und sehr gut und einfach zu reinigen.

Ich habe den Pürierstab mehrfach getestet, so zum Beispiel beim Rahmspinat extra die Stiele dran gelassen, die bleiben ja gerne stückig, auch wickelt sich oft alles um den Pürierstab, aber es war sehr schnell und toll püriert. Für mich toll: es schnurrt wie ein Kätzchen, leise, wenn eines der Mädels auf dem Sofa döst, wird sie nicht durch das Arbeiten aufgeschreckt. Auch Erdnüsse wurden superfein gemahlen und gehackt.

gemahlene Erdnüsse

Besonders angenehm finde ich das kabellose Arbeiten, ich kann jetzt am Küchentisch mit dem Gerät arbeiten, was wirklich vieles erleichtert, auch auf dem Herd, vorher hing mein Kabel gerne mal in einem anderen Topf, das hat sich jetzt erledigt. Wirklich einziger Krigitkpunkt ist der Stecker, der leider nicht abgeknickt ist, sondern gerade aus der Steckdose geht, das ist etwas lästig, wenn man wie ich mehrere Geräte hat, die eigentlich näher an der Wand stehen sollten.

Ansonsten kann ich das Gerät echt nur empfehlen, so ab 120 - 130 € inkl. Versand (auch bei Amazon erhältlich) ist die Preis-Leistung echt fair, die Messer sind schärfer als von meinem Krups-Gerät, das ich bislang benutzt habe.

Die Rezension entstand auf Grundlage eines Rezensionsexemplares, das ich freundlicherweise vom Hersteller gestellt bekommen habe.

2.10.10

Rezept: Hochzeitstorte

Hochzeitstorte

Der backbegabte Bruder hat für seinen besten Freund und seine Braut (herzlichen Glückwunsch auch von mir!!) eine 3-stöckige Hochzeitstorte gezaubert. Ganz alleine in einer Nachtschicht wurden kiloweise Zucker, Eier, Mehl, Mandeln und ähnliche Köstlichkeiten zu diesem leckeren Kunstwerk veredelt. Die Deko wurde dann von dem ganz kleinen, künstlerisch begabten Bruder übernommen.

Doch die Vorarbeit hatte sich über Wochen, ja fast Monate erstreckt: Er hatte sich echt lange Gedanken gemacht, um alle Wünsche des Brautpaares zu berücksichtigen: 2 Etagen ohne Alkohol, gewünschte Farbfolge: unten weiß, Mitte rosa, oben weiß (sollte ja schließlich zur Deko passen). Viele Probetorten wurden gebacken, testverziert und immer wechselnden, geradezu genötigten Testessern "aufgezwungen", die dann unter steigenden Waage-Anzeigen sich zu mehr Sport genötigt sahen. Aufgrund der großen Entfernung blieb mir der Angriff auf mein Hüftgold versagt, ich durfte nicht testessen.

Doch nun zur eigentlichen Torte:

Unterste Ebene

Für eine 32-cm-Springform

Der untere Boden ist eine Sachertorte mit einer etwas atypischen Verzierung. Das Rezept hatte er ja auch schon für die Tauftorte der Kleinen abgewandelt. Das Rezept wurde für eine 32-cm Springform angepasst, die Menge der 26-cm Springform dafür mit Faktor 1,5 vervielfältigt, wunderbar!! Statt die Sachertort mit einer dunklen Kuvertüre zu überziehen, verwendete er eine Mischung aus weißer Kuvertüre und Marzipan, die ebenfalls in dieser Art schon für die Tauftorte verwendete. Der Guss selbst wurde verdoppelt, wäre sonst zu dünn gewesen, nicht dass brauner Biskuit durch die weiße Torte blitzt. Hier wurde noch mit gekauften Schokoladenblumen dekoriert (angeklebt mit weißer Kuvertüre).

Mittlere Ebene

Für eine 26-cm Springform

Die Basis hier ist seine ebenfalls schon hier veröffentlichte Puder-Rosa-Ranch-Torte, die 1:1 übernommen wurde. Nur etwas mehr gehackte Mandeln wurden geröstet, mit denen die unten angegebenen roten Herzen noch zusätzlich verziert wurden.

Obere Ebene

Für eine 20-cm Springform

Zuoberst dann eine krönende Schwarzwälder Kirschtorte. Da das ursprüngliche Rezept ebenfalls für eine 26-cm-Springform angegeben ist, wurde hier mit Faktor 0,7 die Menge angepasst (also 5 M-Eier). Dadurch konnte der Tortenboden oben großzügig geglättet werden und es gab eine ausreichende Sahne-Menge für die Dekoration.

Zusammenfassend blieb zu sagen, dass es nicht mal dem Profi-Fotografen vergönnt war, ein Foto der unangeschnittenen Torte zu machen, da das Brautpaar und Gesellschaft nicht auf das Anschneiden warten konnte. Tatsächlich konnte bei großem Kuchen- und Tortenaufkommen 1 Stück Sachertorte für das Katerfrühstück des Bruders gerettet werden.

Das Brautpaar hatte sich ein komisches Brautpaar auf der Torte verbeten, also wurde für die abschließende, krönende Deko eine Alternative gesucht. Hierfür wurden:

  • 125 ml Kirschsaft (von den eingemachten Kirschen der Puder-Rosa-Ranch-Torte bzw. der Schwarzwälder Kirsch-Torte)
  • 1/2 Päckchen Tortenguss rot
  • 1 EL Zucker

Der Kirschsaft mit Tortenguss-Inhalt und Zucker verrühren, aufkochen, auf einen flachen Teller gießen, im Kühlschrank fest werden lassen. 2 Herzen ausstechen, auf die Torte betten und sie auf "Sahne-Wolken" schweben lassen.