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25.06.10

Rezept: Spargel an Orangensauce

Spargel an Orangensauce

Nein, ich lebe noch, war auch (leider) nicht in Urlaub. Nur unser Leben findet fast überwiegend im Garten statt, da komme ich vor lauter Planschbecken, Bobby-Car-Rennen zu wenig. Die Spargelsaison haben wir voll ausgekostet. Die ging zwar offiziell nur bis gestern, aber die Beelitzer Spargelbauern bieten noch bis morgen an. Also hier mal ein tolles Rezept für Spät-Entschlossene. Auch unser kleiner Gourmet hat den Spargel für sich entdeckt. Sie ist nach wie vor ein Muttermilch-Fan, aber mit ihren 9 1/2 Monaten erkundet sie langsam die kulinarischen Feinheiten. Spargel ist ihr Lieblingsgemüse, da zeigt sie beim Essen die meiste Ausdauer. Daher gab es dieses Essen für uns zwei öfter. Es ist wunderbar schnell gekocht und man kann dem Baby ganz wunderbar etwas abgeben. Ich habe es jetzt schon mehrfach gekocht und auch andere davon probieren lassen. Optisch nicht so der Kracher harmoniert die feine Süße des Spargels ganz hervorragend mit der fruchtigen Säure des Orangensaftes. Nachkochen sehr empfohlen!!

spargel-fuer-das-baby.jpg

Zutaten

Für 1 Erwachsenen + Baby

  • 500 g weißer Spargel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 gehäufter EL brauner Zucker
  • 100 ml Orangensaft
  • Salz
  • 50-100 ml Sahne
  • 1/2 Bund Petersilie

Zubereitung

  1. Spargel schälen, schräg in Scheiben schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, den Zucker darin zerlassen und die Spargelstücke darin karamellisieren. Orangensaft angießen, kurz umrühren. Deckel aufsetzen und 5-10 Minuten (je nach Scheibendicke) köcheln lassen.
  2. Die Spargelstücke für das Baby herausheben, leicht abkühlen lassen. Den verbliebenen Spargel salzen (große Prise), mit der Sahne aufgießen und offen nochmals aufkochen lassen. Petersilie waschen, trockenschütteln und fein hacken.
  3. Petersilie untermischen, nochmals mit Zucker, Salz und ggf. Pfeffer abschmecken.

Zubereitungszeit: fertig in 30 Minuten (mit Schälen)

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

Dazu schmeckt: Pellkartoffeln, dem Erwachsenen auch Neue Kartoffeln in Schale

14.06.10

Rezept: Mediterraner Kartoffelsalat

mediterraner Kartoffelsalat

Blog-Event LVII - Essen für unterwegs (Einsendeschluss 15. Juni 2010)Letztes Wochenende wurde hier das 5. Hausfest gefeiert. Neben buntem Grillgemüse (dieses Mal: Aubergine, Zucchini, Paprika-Mix, Zwiebeln, Lauchgrün, Oregano) steuerte ich auch noch einen mediterranen Kartoffelsalat aus meinem neuen Kochbuch von Eckart Witzigmann bei. Die Arbeitszeit kann ich nicht genau angeben, weil ich das Gemüse für beides gleichzeitig geschnippelt habe. Etwas länger war es doch, als ich es eingeschätzt hatte. Außerdem kamen da noch die Vorratsbedingten Änderungen: Rotweinessig war wider Erwarten ausgegangen, wurde durch einen milden Sherryessig ersetzt. Knoblauch war auch nicht mehr daheim, also Schnittknoblauch genommen, Staudensellerie (hier irgendwie geächtet) wurde spontan durch Fenchel aus der Bio-Kiste ersetzt. Laut Rezept waren kleine Kapernbeeren vorgesehen, die habe ich auf die Schnelle auch nicht gefunden und statt dessen ein Glas mit Kapernäpfeln geöffnet. Ergebnis: genial lecker!! Superaromatisch, schön leicht und toll sommerlich. Der kleine Rest schmeckte auch am nächsten Tag noch super, der Rucola war zwar nicht mehr knackig, aber die Würze blieb. Damit also ein idealer Kandidat für das laufende Koch-Event, Thema dieses Mal von Stefanie.

Zutaten

Reicht als eine unter mehreren Beilagen so für 8 Personen

  • 500 g festkochende Kartoffeln
  • 4 Tomaten
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Olivenöl
  • Zitronensaft
  • 1 Zucchini
  • 2 Stangen Staudensellerie (bei mir: 1 Fenchelknolle)
  • 4 Schalotten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln (hier 3 enthalten, lt. Rezept 4)
  • 2 Knoblauchzehen (hier: 1 Bund Schnittknoblauch)
  • 6 EL feiner Rotweinessig (hier: milder Sherryessig)
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 8-10 entsteinte grüne Oliven
  • 8-10 entsteinge schwarze Oliven
  • 2 EL feine Kapern (1 Handvoll Kapernäpfel genommen)
  • 1/2 Bund Rucola (1 ganzes, recht großes genommen)
  • 1/2 Bund Basilikum

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln in Salzwasser kochen. Die Tomaten lt. Rezept überbrühen und häuten (nicht gemacht), vierteln, Kerne herauskratzen, Fleisch in Streifen schneiden. Die Tomatenstreifen mit Salz, Pfeffer, Zucker besträuen und mit Olivenöl und Zitronensaft beträufeln.
  2. Zucchini waschen, in ca. 3-4 mm dicke Scheiben schneiden. Fenchel (bzw. Staudensellerie) e ebenfalls putzen, Strund rausschneiden, in feine Streifen schneiden. Schalotten schälen, fein hacken. Von den Frühlingszwiebeln das Grün abschneiden (für was anderes nehmen), das Hellgrüne und Weiße in Streifen schneiden. Knoblauch schälen, fein hacken.
  3. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, darin zuerst die Zucchin- und Fenchelstreifen golden anschwitzen, herausnehmen, auf Küchenkrepp etwas abtropfen lassen. Ggf. noch etwas Olivenöl angießen, darin die Schalotten-, Knoblauch- und Frühlingszwiebeln golden anschwitzen. Mit dm Essig ablöschen, mit der Brühe aufgießen und 5 Minuten einköcheln lassen.
  4. Dann den Senf einrühren, sehr pikant mit Meersalz, Pfeffer abschmecken. Alles Gemüse und Brühe in eine große Salatschüssel geben.
  5. Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden, alles in der Salatschüssel vorsichtig mischen, 20 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit Rucola und Basilikum putzen, hacken.
  6. Zuletzt die Oliven und Kapern mit Rucola und Basilikum unterheben, nochmals abschmecken.

Zubereitungszeit: etwa 40 Minuten Arbeits- + 20 Minuten Wartezeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: etwas variiert nach Witzigmanns Kochbuch für die ganze Familie, S. 123

Schmeckt zu: gegrilltem, besonders zu Fisch, auch pur echt lecker!

Kochbuch: Witzigmanns Kochbuch für die ganze Familie

witzigmanns-kochbuch-fuer-die-ganze-familie.jpgUnsere Große fängt schon an, beim Kochen zu helfen. Zwar noch kleine Arbeiten wie Schälen oder Kleinschneiden, Rühren im Topf findet sie ganz großartig. Im Laden konnte ich an dem Buch dann nicht vorbeigehen. Untergliedert ist das Buch nach Monaten, die jeweils weiter unterteilt sind. Die Rezepte stehen jeweils unter einem Motto wie z.B. "Nachmittag mit der Familie", hier verbergen sich Rezepte wie Heiße Schokolade, Bananenbrot, 2 Gugelhupfrezepte. Unter dem Stichwort wird zunächst die Vorteile eines Nahrungsmittels wie Kartoffeln oder Eier. Dazu gibt es natürlich auch noch einige Rezepte.

Jeden Monat gibt es einen kleinen Exkurs von Prof. Pfefferkorn. Eines der Experimente ist beispielsweise Naturjoghurt, der mit Honig gesüßt wurde und dann mit Lebensmittelfarbe versetzt wird. Schmecken die unterschiedlich gefärbten Becher anders? Auch andere Ideen zu kulinarischen Experimenten mit Kindern bietet Prof. Pfefferkorn. Die Rezepte sind nicht alle bebildert, was ich schade finde, denn gerade jüngere Kinder entscheiden sich ja gerne nach Bild. Die Rezepte selber sind übersichtlich, die Zutatenliste am Rand, die Arbeitsschritte gut untergliedert geschrieben. Die getesteten Rezepte waren durchweg lecker. Leider fehlt eine ungefähre Arbeitszeitangabe. Auch Nährwertangaben fehlen. Die Rezepte können aber sehr gut mit Kindern nachgekocht werden, insbresondere, weil hier tatsächlich Rezepte angeboten werden, die Kindern entgegen kommen, tolle Erfolgserlebnisse bieten.

Das Buch ist aktuell im Handel oder bei Amazon erhältlich. Daraus schon vorgestellt:

13.06.10

Babykost

Babykost

Während die WM im Fernseher läuft, mal ein kleiner Zwischenbericht: Vielleicht hat sich die eine oder der andere schon mal gefragt, warum hier keine Breichen-Rezepte mehr auftauchen. Nun, unsere Kleine mag die einfach nicht. Wir hatten mit Möhrenbrei angefangen, inzwischen Möhren-Kartoffelbrei, Kürbis-Kartoffelbrei und auch den Pastinaken-Kartoffelbrei ausprobiert. Allerdings wurden wir durch die verschiedensten Infekte und sonstige Vorkommnisse im Baby-Leben immer wieder ausgebremst. Über 2 Löffel kamen wir nicht hinaus. Als ich merkte, dass sie mehr Apfelschnitz als Apfelmus isst, habe ich eingelenkt. Ich lasse den Umweg über die Breie weg. Sie kann mit ihren 9 Monaten sitzen, darf am Esstisch sitzen und bekommt einfach immer was vom gedünsteten Gemüse ab, auch Brot wird begeistert angenommen. Mein Boden ist wischfest, Tischdecken hatte ich mir schon bei der Großen abgewöhnt. Also darf sie jetzt gleich das richtige Essen für sich entdecken. Bis jetzt ist das sehr spielerisch, so richtig verstanden, dass man davon satt wird, hat sie noch nicht. Wir stillen also weiter...

12.06.10

Rezept: Holunderblüten-Panna-Cotta

Holunderblüten-Panna-Cotta

Garten-Koch-EventZum Geburtstag gab es natürlich auch ein leckeres Essen. Erst Spargel in Orangen-Sud, danach diese Panna Cotta, die mit Holunderblüten aromatisiert wurde. Die Holunder-Sträucher habe ich auf dem Fahrradweg zur Kita entdeckt und die ganze Zeit gewartet, dass sie endlich blühen. Gestern war es dann soweit, eine ganze große Tüte habe ich an mehreren Sträuchern eingesammelt. Das Rezept hatte ich bei Küchenlatein entdeckt, vorher bei Kochen für Schlampen gekocht. Superlecker!! Bei uns kamen der Holundergeschmack schön zur Geltung. Für das Erdbeerpüree reichten die wenigen (gemackten) Erdbeeren nicht aus, die die Große übrig gelassen hatte. Aber wenn das Kind so gerne Erdbeeren mag - wer kann da schon nein sagen. Das Rezept ist genial lecker, ein würdiges Geburtstags-Dessert. Danke den Vorkochenden für das Rezept, kann ich nur weiterempfehlen!! Da es so schön passt, gleich ein Beitrag zum Garten-Koch-Event.

Zutaten

Für 4 als Dessert

  • (6-) 8 Holunderblütendolden
  • 500 ml Sahne
  • 30 g Zucker
  • 1 Vanilleschote (im Originalrezept gemahlene Vanille)
  • 4 Blatt weiße Gelatine

Zubereitung

  1. Holunderblüten vorsichtig abspülen, damit die evtl. noch vorhandenen Tiere weg sind. Die Sahne kurz erhitzen, nicht kochen lassen. Vom Herd nehmen, die Holunderblüten mit dem Stiel nach oben einlegen und mind. 30 Minuten (bei mir 4 Stunden) ziehen lassen.
  2. Dann die Holunderblüten wieder herausnehmen, die Sahne mit dem Zucker aufkochen. Vanilleschote halbieren, auskratzen, Mark und Vanilleschote in die Sahne geben. Alles 10 Minuten köcheln und etwas einreduzieren lassen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
  3. Die Sahne vom Herd nehmen, sobald sie nicht mehr köchelt, die Gelatine gut ausdrücken, mit dem Schneebesen gründlich einrühren. In Schälchen abfüllen und mind. 3 Stunden kalt stellen.

Zubereitungszeit: etwa 25 Minuten Arbeitszeit (unterbrochen) + 30-4 Stunden Warte- + 3 Stunden Kühlzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: gefunden bei Küchenlatein

Genial-lecker schon 4 Jahre alt!

Mein Blog hat(te gestern) Geburtstag! Quasi das älteste Kind - schon 4 Jahre alt! 1085 Posts gab es seither!! Entschuldigt, gestern dachte ich zwar oft daran, aber Zeit zum bloggen fand sich gestern einfach nicht. Ich habe viele Leute kennen gelernt und habe viele treue Leser und denen möchte ich hier ganz herzlich danken!! Auch wenn ich es nicht immer schaffe, auf jeden Kommentar persönlich zu antworten, so freue ich mich sehr darüber! Insbesondere auch bei meinen kommentierenden Nicht-bloggenden Lesern möchte ich danken, da freue ich mich immer besonders!

Was wird sich ändern, was bleibt? Ich werde weiter werbefrei bleiben, allerdings weiter Produktrezensionen schreiben. Die werde ich weiterhin kennzeichnen und auch nur solche Produkte annehmen, bei denen ich in der Wertung offen bin. Außerdem wird sich wohl die Posting-Rate reduzieren, denn ich werde im Herbst wieder anfangen, Vollzeit zu arbeiten, beide Mädels haben einen tollen Kita-Platz, wo sie sich wohlfühlen. Wie viel Zeit dann noch für den Blog bleibt, wird sich zeigen, ich hoffe, dass ich weiter regelmäßig dazu komme.

Ich freue mich auf das nächste (kulinarische) Jahr, hoffe, Ihr bleibt mir auch in der kommenden Zeit treu! Ich freue mich über jeden Leser!

2.06.10

Rezept: Maracuja-Möhren

Maracuja-Möhren

Jetzt rächt es sich bitter, dass ich so weit mit dem Bloggen hänge, ca. 2 Monate, um genau zu sein. Seid mir bitte nicht böse, aber ich genieße die letzte Zeit meiner Elternzeit mit meinen beiden Mädels sehr. Außerdem habe ich noch ein wichtiges Projekt für mein "echtes" Leben am Laufen, bei dem ich nicht so voran komme, wie ich mir das wünschen würde. Deswegen geht momentan eigentlich jede freie Minuten dorthinein. Doch jetzt zum eigentlichen Rezept. Ich habe es vor etlicher Zeit (im März) bei Alexander Herrmann entdeckt. Im April dann gemacht. Leider muss ich jetzt aus dem Gedächtnis schreiben, etwas schwierig, also nehmt alles nur als Anhaltspunkt. Ich bekam trotz intensiver Suche keinen Maracuja-Saft, sondern nur Nektar, anders als im Rezept angegeben. Deswegen wurde es wohl auch nicht so, wie es beschrieben wurde. Vorstellen kann ich es mir ganz fantastisch, leider verlor es durch den Nektar deutlich. Was die Zutaten nicht alles ausmachen. Zumindest mein Besuch war skeptisch und positiv überrascht, wurde wie vorgeschlagen zu Vanilleeis serviert, anders würde ich es auch nicht auf den Tisch bringen.

Zutaten

Für 4 Portionen als Dessert

  • 400 g Möhren (geschält gewogen)
  • 1 EL Akazienhonig
  • 1 EL Butter
  • 200 ml Maracuja-Saft
  • Vanilleeis

Zubereitung

  1. Die Möhren waschen, schälen, in Julienne-Stifte schneiden. Butter in einem Topf zerlassen, darin die Möhren anschwitzen, mit Akazienhonig beträufeln, mit dem Saft aufgießen.
  2. Alles dicklich einköcheln lassen, bis es grobe Blasen wirft. Lauwarm abkühlen lassen, zu Vanilleeis servieren.

Zubereitungszeit: brauchte ca. 30 Minuten + Abkühlen

Schwierigkeit: für mich war kein Saft auffindbar, musste auf Nektar zurückgreifen

Quelle: frei aus dem Gedächtnis nach Alexander Herrmann