« März 2010 | Main | Mai 2010 »

29.04.10

Rezept: Kalbsbraten

Kalbsbraten

Ich hatte aus dem Urlaub in Bayern noch wunderbares Kalbfleisch aus der Schulter im Tiefkühl. Jetzt habe ich es endlich mal zubereitet. Ich habe es recht simpel gehalten, einfach mit etwas Gemüse gemütlich auf dem Herd geschmort, vorher mit etwas Weißwein abgelöscht. Die Sauce habe ich einfach gebunden, indem ich das Gemüse anpüriert habe. Alle waren begeistert, sogar die sonst eher fleischverachtende Große hat ordentlich zugegriffen. War einfach mal wieder genial lecker.

Zutaten

Für 3 Personen

  • 500 g Kalbfleisch aus der Schulter
  • 2 Schalotten
  • 2 Möhren
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 cm dicke Scheibe Knollensellerie
  • 2 EL Butterschmalz
  • 200 ml Weißwein
  • 500 ml Kalbsfond
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 50 g Sahne

Zubereitung

  1. Das Kalbfleisch abspülen, trockentupfen, ggf. noch vorhandene Sehnen entfernen. Das Gemüse putzen, ggf. schälen, in 1 cm große Würfel schneiden, Schalotten fein hacken.
  2. Butterschmalz in einem Schmortopf erhitzen, darin zunächst den Kalbsbraten von allen Seiten anbraten, herausheben. Das Gemüse im Topf anschwitzen, mit dem Weißwein ablöschen, einkochen lassen. Mit dem Fond auffüllen. Das Fleisch wieder einlegen. Salzen und pfeffern. Die Petersilie waschen, trockenschütteln, komplett einlegen.
  3. Auf mittlerer Hitze (3/9) bei geschlossenem Deckel 2,5 Stunden schmoren lassen. Da mein Braten nicht komplett im Sud lagn, habe ich ihn so 3-4 mal gewendet.
  4. Dann das Fleisch herausheben, im Ofen bei 50°C ruhen lassen. Die Petersilie herausheben, Sahne zugeben, kurz mit dem Stabmixer hineingehen. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Fleisch quer zur Faser aufschneiden, mit der Sauce servieren.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten Arbeits- + 2,5 Stunden Schmorzeit

Schwierigkeit: recht einfach

Quelle: eigenes Rezept

23.04.10

Rezept: Lachsforelle aus dem Bratschlauch

Lachsforelle aus dem Bratschlauch

Unser Essen von Karfreitag fehlt ja noch! Wir hatten mit befreundeten Nachbarn mal wieder eine Lachsforelle zubereitet. Der Fisch ist schnell vorbereitet, in der Bratfolie bleibt er toll saftig. Ich konnte keinen großen Unterschied zur Zubereitung in der Alufolie feststellen. Da der Bratschlauch deutlich umweltfreundlicher in der Herstellung ist, werden wir ab sofort wohl öfter darauf zurückgreifen. Wir haben die Ofenzeit genutzt, um nicht nur die Beilage (Süßkartoffelstampf mit Bärlauch) zuzubereiten, sondern auch um mit unseren Lütten fleißig Lego-Türme zu bauen. Die waren von der Extra-Zeit aller Erwachsenen natürlich begeistert. Der Fisch hat auch den Kleinen gut geschmeckt, ihre Stücke waren eben etwas zerpflückter, damit sie wirklich grätenfrei waren. Das Rezept ist echt zu empfehlen, toll vorzubereiten und richtig lecker für Gäste! Das Foto ist noch das Beste, die anderen waren noch unschärfer, entschuldigt das bitte.

Zubereitung

Für 4 Erwachsene + 2 Kleinkinder

  • 1 Lachsforelle, unsere hatte knapp 1500 g
  • 1 Biozitrone
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Fischgewürzmischung
  • Bratschlauch, Küchengarn
  • 200 ml Weißwein

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Die Lachsforelle abspülen, trockentupfen. Die Zitrone heiß abspülen, abtrocknen, in Scheiben schneiden. Den Bratschlauch auf die gewünschte Länge zurechtschneiden, auf der einen Seite mit Küchengarn fest verschließen.
  3. Die Forelle von innen und außen salzen und pfeffern. Das Fischgewürz im Inneren verteilen, die Zitronenscheiben in die Forelle einlegen. Die Forelle in den Bratschlauch gleiten lassen. Weißwein zugießen und die andere Seite fest zubinden.
  4. Auf einem Blech auf der 2. Schiene von unten 70 Minuten garen.
  5. Auf eine Platte legen, dort die Folie am Tisch öffnen und den Fisch tranchieren. Mit dem Weißweinsud servieren.

Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten Arbeits- + 70 Minuten Garzeit

Schwierigkeiteinfach

Quelle: eigenes Rezept

22.04.10

Rezept: Bärlauchspätzle

Bärlauchspätzle

Noch vor dem Infekt hatte ich aus Bärlauch gemeinsam mit dem Göttergatten diese Bärlauchspätzle gemacht. Eigentlich sind es ja Knöpfle, da wir eine Knöpfle-Reibe genommen haben. Unser Tipp: Den Teig eher fest machen, weil der Bärlach noch etwas Wasser mitbringen kann. Es ist leichter, noch etwas Sprudel unterzurühren, als den Teig mit Mehl wieder fester zu bekommen. Die Würze des Bärlauchs in den Spätzle ist toll, bei uns als Beilage zum Braten, passt aber auch hervorragend zur jetzt wieder begonnenen Spargelsaison.

Zutaten

Für 6 als Beilage

  • 8 Eier (M)
  • ca. 700 g Mehl Typ 405
  • 1 Bund Bärlauch
  • Sprudel, ca. 50 ml
  • Salzwasser
  • 3 EL Butter

Zubereitung

  1. Eier verrühren, Mehl nach und nach einrühren.Bärlauch waschen, gut trockenschütteln und fein hacken, unterrühren. Salzwasser zum Kochen bringen.
  2. Den Teig mit Sprudel den Teig auf die gewünschte Konsistenz bringen. Salz gehört nicht in den Teig, das Wasser also gut salzen!! Den Teig mit dem Knöpfle-Hobel portionsweise ins siedende Wasser geben, mit dem Seiher herausheben.
  3. So alle 2 Portionen etwas von der Butter darauf geben, etwas durchmischen. Im Ofen bei 50°C warm halten, bis alle fertig sind.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 45 Minuten

Schwierigkeit: etwas anspruchsvoller

Quelle: eigenes Rezept

21.04.10

Rezept: Frühlingsdip mit Räucherlachs

Frühlingsdip mit Räucherlachs

Jubiläums-Blog-Event LVI - Brunch & Giveaway (Einsendeschluss 15. Mai 2010)Im Frühling habe ich immer Lust auf schöne, leichte und dabei würzige Dips. Schön mit vielen Kräutern, doch die beiden Mädels waren krank und ich war nicht wirklich zum Einkaufen gekommen. Mich lachte das Rezept an und wollte es unbedingt machen, also wurde auf den Kühlschrank-Inhalt zurückgegriffen. Beim nächsten Mal würde ich die Kräuter mischen, das würde noch etwas mehr Pepp reinbringen, den Räucherlachs feiner schneiden (leider hatte ich es eilig, "akuter Hungertod" der Gr0ßen), aber sonst echt genial lecker! Ein tolles Frühlingsgericht, toll zu Kartoffeln, aber auch als Brotaufstrich total genial. Ich habe es 3 Tage später gleich nochmal gemacht, dieses Mal mit einem Kästchen Kresse, harmonierte auch wunderbar. Da es sowohl zum Brot als auch zu Kartoffeln wunderbar passt, stelle ich es gleich mal auf Zorras Brunch-Buffet.

Zutaten

Für 2 Personen mit Kartoffeln ein Hauptgericht

  • 200 g Saure Sahne
  • 50 g Sahne
  • 1 TL Senf (mittelscharf genommen)
  • 1 TL Sahnemeerrettich (war nicht da, weggelassen)
  • 1 Bund Petersilie (o. andere Kräuter, Kresse war auch toll)
  • 200 g Räucherlachs in Scheiben
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft

Zubereitung

  1. Die Saure Sahne mit Sahne, Senf, Meerrettich verrühren. Petersilie waschen, trockenschütteln, fein hacken, zur Sahne geben.
  2. Räucherlachs in möglichst feine Streifen schneiden, alles vorsichtig untermischen, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft (evtl. noch etwas Senf) abschmecken.
  3. Schmeckt toll zu (Früh-)Kartoffeln, kann toll vorbereitet werden.

Zubereitungszeit: etwa 15 Minuten Arbeitszeit

Schwierigkeit: kinderleicht

Quelle: Baby und Familie 4/10

20.04.10

Rezept: Bärlauchbutter

Bärlauchbutter

Ich hatte etlichen Bärlauch bekommen, leider bekamen dann alle Frauen im Hause genial-lecker nacheinander eine fiese Magen-Darm-Grippe. Ehe es mich erwischte durfte der restliche Bärlauch nicht leiden. Also musste er haltbar gemacht werden. Auf ein Bärlauchpesto hatte ich keine Lust. Aber letztes Jahr hatte ich keinen Bärlauch mehr übrig, als ich daraus eine Bärlauchbutter machen wollte. Also gleich das Rezept herausgekramt und den Mittagsschlaf der beiden Mädels genutzt. Ich habe dann die Butter in Frischhaltefolie in Rollen portioniert und im Tiefkühl zwischengelagert. Der verschonte Göttergatte taute die erste Portion jetzt zum Grillen wieder auf und war begeistert!! Tolle Bärlauchnote, schön würzig. Gut zu Fleisch, zu Fisch sicher super, ich fand es zu Folienkartoffeln einfach umwerfend. Nachmachen empfohlen!!

Zutaten

Für etwa 3 Rollen mit ca. 90 g

  • 250 g Butter
  • 1 Bund Bärlauch (ergab 4 gut gehäufte EL gehackten Bärlauch)
  • 1-2 TL Zitronensaft
  • 2 EL scharfer Senf (hatte nur mittelscharfen da)
  • Meersalz, Pfeffer
  • Frischhaltefolie

Zubereitung

  1. Die Butter aus dem Kühlschrank nehmen, sollte zimmerwarm und weich werden. Den Bärlauch gründlich waschen, sehr trocken schütteln und fein hacken (geht gut mit einem Wiegemesser).
  2. Butter mit Zitronensaft und Senf vermischen, den Bärlauch untermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Die Frischhaltefolie ausbreiten, darauf die Bärlauchbutter längs ausbreiten, etwas in Form drücken, zu Rollen formen, die Enden verknoten. Im Kühlschrank fest werden lassen, ggf. im TK einfrieren.

Zubereitungszeit: etwa 25 Minuten Arbeitszeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: variiert nach Bärlauch - Frisch aus dem Frühlingsparadies, S. 75

Tipp: Ich habe noch eine andere Version, die etwas milder ist gemacht. Das Rezept dazu findet Ihr hier.

19.04.10

Rezept: Osterkekse

Osterkekse

Bei uns herrschte letzte Woche eine fiese Magen-Darm-Grippe. Der Bärlauch-Vorrat wurde komplett verkocht, aber jetzt gibt es erstmal noch Essen aus dem "Vorrat": Für unsere Große war es mit ihren 2 Jahren das erste bewußt erlebte Ostern. Also haben wir natürlich mit Freunden Eier gefärbt (extra welche zum Kaltfärben besorgt), außerdem die dann noch mit Lebensmittelstiften verziert. Dazu wurden dann noch Kekse gebacken. Um es etwas mehr zu entspannen, haben wir einen eierfreien Keksteig vorbereitet, der wunderbar immer wieder ausgestochen werden kann. Natürlich wurden die Hasen noch verziert, schmeckten wiklich wunderbar!

Zutaten

Für 2-3 Backbleche

  • 250 g Mehl (Typ 405)
  • 2 EL Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 150 g weiche Butter
  • 50 g Sauerrahm
  • 1 Biozitrone (nur die Schale)
  • 1 Schuss Milch zum Bestreichen
  • Nüsse und Zuckerstreusel zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Das Mehl mit dem Puderzucker, dem Vanillezucker, Salz, Butter und Sauerrahm in eine Schüssel geben. Zitrone heiß abspülen, abtrocknen, abreiben, zugeben und verkneten. In Frischhaltefolie wickeln um im Kühlschrank mind. 60 Minuten kühl stellen.
  2. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig daraus ausrollen. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit Milch bestreichen und mit Nüssen oder Zuckerstreuseln verzieren.
  4. Auf mittlerer Schiene 13 Minuten goldgelb backen.

Zubereitungszeit: etwa 15 Minuten Vorbdereitungszeit + Ausstechen, Verzieren und Backzeit ca. 13 Minuten

Schwierigkeit: leicht, toll für Kinder

Qelle: variiert nach Kinderausstecher

12.04.10

Rezept: Käsespätzle mit Bärlauch

Käsespätzle mit Bärlauch

Ich bekomme schon wieder Bärlauch, als eines der ersten Rezepte habe ich klassische Käsespätzle einfach mal variiert. Ich mache immer mehr Spätzle und friere die portionsweise ein, die sind perfekt für Käsespätzle. Der Bärlauch bringt eine tolle würzige Note, als Beilage zu kurzgebratenem Fleisch oder Fisch einfach großartig, aber auch mit einem Salat ein leckeres vegetarisches Hauptgericht. Auch unsere Große war begeistert!

Zutaten

Für 3 als üppige Beilage, für 2 als Hauptgericht

  • 1 Bund Bärlauch
  • 400 g Spätzle, am besten selbstgemacht
  • 100 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 100 g geriebener Käse, Emmentaler genommen, mittelalter Gouda auch gut

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Bärlauch waschen, trockenschütteln, die Blätter in Streifen schneiden. Mit den Spätzle mischen.
  2. Sahne mit Salz, Pfeffer, Muskat pikant würzen, gemeinsam mit der Hälfte des Käses unter die Spätzle-Bärlauch-Mischung heben. Den restlichen Käse darüber streuen.
  3. Auf mittlerer Schiene 15-20 nMinuten überbacken.

Zubereitungszeit: etwa 10 Minuten Arbeits- + 20 Minuten Gratinierzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

8.04.10

Babybrei: Möhrenbrei

Babybrei Möhrenbrei

Blog-Event-LV - Ohne (Einsendeschluss 15. April 2010)Unsere Kleine ist auch schon groß (fast 7 Monate). So groß, dass sie unbedingt richtig essen möchte. Nur ein Löffel oder eine rohe Möhre zum drauf rumlutschen reicht nicht mehr. Sie möchte richtig essen. Leider gibt es hier momentan nur Kürbis aus Argentinien zu kaufen. Also musste ich von meinem Plan wie bei der Großen mit Kürbisbrei anzufangen eben abweichen. Alternativ als Starterbrei gibt es einen reinen Pastinakenbrei oder eben Möhrenbrei. Ich möchte die Breie wieder selber kochen, denn die schmecken auch mir besser als die fertigen Gläschenbreie (also hoffentlich auch der Lütten). Leider kann ich in den Mengenangaben nur ca bemessen, da ich zwar abgewogen habe, aber die große Schwester beim Kochen für die kleine Schwester mithelfen wollte und da wanderte so das eine oder andere Möhrenstückchen schon mal in einen anderen Mund... Dafür hat sie hinterher beim Füttern geholfen und war ganz begeistert, dass es der Kleinen für das erste Mal richtig gut geschmeckt hat. Ganze 6 Löffel wurden vertilgt. Nicht schlecht! Da der Brei Möhre pur ist, ist das gleich noch ein guter Beitrag zum Event ohne - schließlich kommt der Brei ohne alles andere aus!

Zutaten

Für ca. 4 Portionen à 100 g

  • ca. 400 g Möhren (4 große genommen)
  • Wasser, für Babynahrung geeignet
  • je 100 g Brei 1 TL gutes Öl, kaltgepresstes Raspöl genommen

Zubereitung

  1. Die Möhren gründlich schälen, gemackte Stellen großzügigst entfernen. Möhren grob würfeln. Eine Bodendecke Wasser in einen Schnellkochtopf geben, gelochten Einsatz darauf (Wasser sollte ranschwappen), auf 2. Ring 10 Minuten dämpfen.
  2. Abdampfen lassen, Möhren in einen hohen Topf geben, esslöffelweise vom Kochwasser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, bei mir ca. 10 EL. Ich mache den Brei aber immer etwas fester als die Gläschenware, ich finde, das kann man besser füttern.
  3. Den Brei 100g-weise abfüllen. Beim Aufwärmen jeweils 1 TL Öl zugeben.

Zubereitungszeit: fertig in 25 Minuten

Schwierigkeit: kindereinfach

Quelle: eigenes Rezept

5.04.10

Rezept: Geschmorter Hirschrücken

geschmorter Hirschrücken


Einer unserer Nachbarn ist Jäger. Von ihm hatte ich schon vor einiger Zeit diesen wunderbaren Hirschrücken bekommen. In meinen ganzen neueren Kochbüchern fand ich nur Rezepte für ausgelöste Rückenfilets. Aber ich wollte die schöne Sauce, die ich aus dem Knochen ziehen konnte nicht verlieren. Also habe ich in den alten Kochbüchern geschmökert und wurde fündig. Allerdings habe ich die Zubereitung der alten Schule (mit viel Fett, hohe Hitze, kurze Garzeit) verändert. Gutes Olivenöl, dazu noch leckeres Gemüse und ein guter Rotwein, was zusammen mit dem schönen Knochen die wunderbare Sauce ergab. Gegen das Austrocknen hatte ich den Rücken mit Speckscheiben abgedeckt, außerdem länger bei niedriger Hitze gegart. Das Fleisch war nicht mehr rosa, aber perfekt zart. Da kleine Kinder mitgegessen haben, war es so eindeutig perfekt, zumindest unsere Gäste waren alle begeistert!! Dazu wurde Rotkraut mitgebracht und wir haben die Pfefferkirschen dazu gemacht, die toll mit dem Fleisch harmonierten. Außerdem noch Spätzle, ein genial leckeres Osteressen!

Zutaten

Für 6 Personen

  • 1 Hirschrücken mit Knochen, ca. 3 kg
  • 1 Liter Buttermilch
  • 1/2 Lorbeerblatt
  • 1 Nelke
  • 4 Wacholderbeeren
  • 6 Pfefferkörner
  • 1/2 Knolle Sellerie
  • 4 Möhren
  • 1 Petersilienwurzel
  • 2 Zwiebeln
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Flasche Rotwein
  • 6 Scheiben Bauchspeck
  • 1 ordentlicher Klacks kalte Butter
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Hirsch abspülen, die Buttermilch in eine Schale geben, den Hirschrücken darin über Nacht ruhen lassen.
  2. Ca. 4 Stunden vor dem Essen den Hirschrücken aus der Buttermilch heben, abtupfen. Falls vorhanden, die Faszie und die Silberhäute entfernen. Durch das Rückenmark einen Metallstift (2 metallische Grillspieße von beiden Seiten genommen) schieben, damit sich der Rücken schön gerade bleibt. Am Rückenknochen entlang etwa 2 cm tief das Fleisch ablösen. Lorbeer, Nelke, Wacholder und Pfeffer in einem Mörser fein zermahlen. Beide Filets mit dem Gewürz einmassieren. Im Kühlschrank 30 Minuten marinieren lassen.
  3. Den Ofen auf 140°C Ober-/Unterhitze vorheizen. In der Zwischenzeit das Gemüse schälen und würfeln.
  4. Butter und Olivenöl im Bräter erhitzen, den Hirschrücken erst von der Fleischseite schön anbraten, danach auf die Knochenseite drehen. Das Gemüse darum herum legen, ebenfalls anschwitzen, mit dem Rotwein ablöschen (nicht über das Fleisch gegossen, sonst sind ja alle Gewürze runter). Den Rücken mit den Speckscheiben belegen.
  5. Im Ofen auf der 2. Schiene von unten 2 1/2 - 3 Stunden garen. Die Kerntemperatur sollte 80°C erreichen.
  6. Den Rücken aus dem Bräter heben, in Alufolie wickeln. In den angelehnten, ausgeschalteten Ofen ruhen lassen.
  7. Die Sauce durch ein Sieb passieren, auf hoher Hitze auf die Hälfte einkochen lassen. Mit Salz, ggf. Pfeffer abschmecken. Mit kalter Butter aufmontieren.

Zubereitungszeit: etwa 1 stunde Arbeits- + 3 Stunden Garzeit + 15 Minuten für die Sauce

Schwierigkeit: anspruchsvoller

Quelle: deutlich variiert nach Teubner Edition - Das große Buch vom Wild, S. 111