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28.02.10

Rezept: Rotwein-Schmorbraten

Rotwein-Schmorbraten

Ich hatte bei meinem Metzger ein wunderbares Stück Rinderbraten bekommen. Es war zwar nicht (wie im Rezept gefordert) aus der Hochrippe, aber wunderbar marmoriert, es rief geradezu nach einem gemütlichen Schmurgeln im Ofen, während sich der Duft langsam in der Wohnung ausbreitete und durch einige Ritzen auch in das Treppenhaus zu kommen. Das Rezept ist mal wieder klassisch Lea Linster! Gute Zutaten werden pefekt veredelt! Ein guter Wein ist hier wichtig, wir hatten den empfohlenen Burgunder genommen, recht gute Qualität, schön fruchtig! Die Sauce ist der Hammer, das Fleisch ganz zart (das waren die einzigen 2 Scheiben, die nicht ausfransten beim Schneiden...), wir brauchten eigentlich gar keine Messer!

Zutaten

Für 6 Personen

  • 1,5 kg Rinderbraten, am besten aus der Hochrippe
  • 2 Möhren
  • 3 Zwiebeln + 6 Zwiebeln
  • 1/2 Knollensellerie
  • 30 g Butterschmalz
  • 40 g Butter
  • Fleur de Sel
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Zweige glatte Petersilie
  • 3 Zweige Thymian
  • 2 Flaschen Burgunder (schön kräftig)

Zubereitung

  1. Den Rinderbraten vom Metzger richtig schön küchenfertig machen lassen. Ruhig mit etwas Fett oben. Zuhause mit Küchengarn schön in Form binden (so alle 3 cm). Das Gemüse putzen, 6 der Zwiebeln nur halbieren, das restliche Gemüse in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Das Fleisch mit Fleur de Sel und etwas Pfeffer würzen.
  2. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. In einem Bräter den Butterschmalz zerlassen, darin das Fleisch von allen Seiten gut anbraten. Das Fleisch herausnhemen, das Fett ggf. abgießen.
  3. Das Gemüse (außer der halbierten Zwiebeln) kurz anschwitzen. Lorbeer, Petersilie und Thymian zusammenbinden (Bouquet garni) und auflegen, den Braten aufsetzen, die halbierten Zwiebeln drumrum legen.
  4. Den Rotwein angießen, Dckel aufsetzen und auf 2. Schiene von unten 90 Minuten garen lassen. Dann den Deckel entfernen und weitere 60 Minuten schmoren lassen. (Die Zeit braucht nicht nur das Fleisch, auch die Sauce wird ein Gedicht!!)
  5. Den Braten aus dem Bräter nehmen, Küchengarn entfernen und in Alufolie wickeln. Den eingewickelten Braten in den leicht geöffneten, ausgeschalteten Ofen zum Ruhen legen. Die halbierten Zwiebeln in eine Schüssel geben, mit Teller abdecken und ebenfalls im Ofen warm halten.
  6. Den Bratensieb duch ein feines Sieb in einen Topf gießen. Auf mittlerer Hitze (4/9) in 30 Minuten auf etwa 1/3 einkochen lassen, sie sollte leicht sirupartig sein.
  7. Die Sauce ggf. mit etwas Wasser wieder verdünnen. Wer will, etwas kalte Butter einrühren.
  8. Den Braten quer zur Faser aufschneiden, mit der Sauce und den halbierten Zwiebeln servieren.

Zubereitungszeit: etwa 60 Minuten Arbeits- + knapp 3 Stunden Schmorzeit + 30 Minuten Kochzeit

Schwierigkeit: mit guten Zutaten recht einfach

Quelle: Lea Linster - einfach fantastisch, S. 90

26.02.10

Rezept: Wirsing in Senfrahm

Wirsing in Senfrahm

Wirsing war für mich lange Zeit einfach nur langweilig, reizte mich so gar nicht. Doch inzwischen habe ich echt tolle Rezepte gefunden, bin immer wieder begeistert, was man aus diesem so unscheinbar wirkendem kleinen Krauskopf so machen kann. Hier wird er kurz angeschwitzt und bekommt noch eine Senfsahne-Sauce. Der Göttergatte wollte gerne Fleisch dazu, aber ich habe mich einfach durchgesetzt und habe etwas Fisch auf den Wirsing gelegt und im Dampf sanft gegart - einfach schlicht und genial lecker!

Zutaten

Für 4 als Beilage (wenn nur diese, reicht es für 3)

  • 1 kleiner Wirsingkopf (ca. 500-600 g)
  • 1 Zwiebel
  • 1 1/2 EL Butter
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Crème fraîche
  • 2 EL grober Senf
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung

  1. Den Wirsing waschen, vierteln, Strunk herausschneiden, in feine Streifen schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken.
  2. Butter in einer großen Pfanne zerlassen, Zwiebel darin kurz andünsten, Wirsing zugeben und kurz unter Wenden anschwitzen. Mit der Gemüsebrühe ablöschen. Deckel aufsetzen und bei mittlerer Hitze (4/9) 10 Minuten dünsten.
  3. Dann Crème fraîche und Senf unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Wirsing hatte bei uns noch leichten Biss.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 30 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: GU - Landküche, S. 135

24.02.10

Rezept: Schönbrunner Torte

Schönbrunner Torte

Wir haben vor kurzem eine kleine Dankeschön-Party gegeben. Denn ich hatte letztes Jahr eine echt furchtbare Schwangerschaft, immer mit drohender Fehlgeburt. Ich habe fast alle Probleme mitgenommen, die es da so gibt. Dabei war unsere "Große" ja auch noch ganz klein. Doch unsere Freunde haben uns ganz tatkräftig geholfen und hatten daher ein Dankeschön verdient. Den Jahrestag des Beginns der Probleme nahm ich dann als Anlass für diese Party.

Die Torte konnte ich wunderbar vorbereiten, echt dankbar auch für ungeübte Tortenbäcker wie mich. Sie ist total fruchtig, wirkt nicht so schwer, blieb fast nix übrig. Zum Abendessen hatte ich diese vegetarische Möhren-Lauch-Tarte gebacken und es gab noch das Möhrengulasch, bei dem ich für die ganzen Kinder den Möhrenanteil deutlich erhöht hatte. Es war ein wunderschöner Nachmittag/ Abend! Vielen Dank nochmal für Eure tolle Unterstützung, ohne Euch gäbe es unsere kleine Kleine sicher nicht!!

Zutaten

Für eine 26-cm-Springform

Für den Rührteig:

  • 70 g weiche Butter
  • 140 g Zucker
  • 6 Eier (M)
  • 1 gehäufter EL Vanillezucker
  • 175 g gemahlene Mandeln
  • 100 g geraspelte Schokolade
  • 1 EL Rum (weggelassen)

Für die Füllung und den Belag:

  • 220 g Pfirsichkonfitüre
  • 250 g Sahne
  • 1 gehäufter EL Vanillezucker
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 2-3 EL Schokostreusel

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Backpapier in die Springform einlegen.
  2. Für den Teig die Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Eier trennen, Eigelbe mit Vanillezucker unterrühren. Vanillezucker, Mandeln und Schokolade unterrühren. Zuletzt aus den Eiweißen Eischnee schlagen, unterheben.
  3. Den Teig in die Springform geben, glatt streichen. Auf der 2. Schiene von unten 45-50 Minuten (laut Rezept 20-30 Minuten, aber da war er bei uns noch halb flüssig innen) backen. Etwas abkühlen lassen. Aus der Springform lösen, auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen (bei mir über Nacht).
  4. Den Teig quer halbieren (einfach am Rand eine Rinne mit einem Messer einschneiden, mit einem Zwirn umlegen, durchziehen). Den unteren Boden mit der Pfirsichkonfitüre bestreichen, den oberen Boden auflegen.
  5. Die Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif sehr fest schlagen, mit einem großen Messer oben und am Rand der Torte glatt verstreichen. Mit Schokostreuseln am Rand verzieren.
  6. Bis zum Servieren kalt stellen. Nach Belieben dekorieren.

Zubereitungszeit: etwa etwa 60 Minuten Arbeits- + 50 Minuten Back- + mind. 5 Stunden Kühlzeit

Schwierigkeit: für eine Torte sehr leicht

Quelle: GU Tortenzauber einfach köstlich, S. 20

23.02.10

Rezept: Verwurzeltes Apfelhuhn

verwurzeltes Apfelhuhn

Garten-Koch-Event Februar 2010: Pastinake [28. Februar 2010]Fast scheint es, unsere Biokiste wusste um das Garten-Koch-Event, so hatten wir tolle Pastinaken in der Kiste. Ich habe am Wochenende daraus die Beilage zu einem Brathähnchen improvisiert. Die Gemüsebeilage war (ganz bescheiden) echt superlecker!! Blieb nix von übrig! Dass Äpfel mit Brathähnchen harmonieren, hatte ich ja schon getestet, die Pastinake, sowie Möhren und Maronen runden aber alles nochmal perfekt ab. Die Zubereitungszeit war einem Museumsbesuch beim Sandmännchen geschuldet, schließlich sollte es dann zügig Abendessen geben, damit die kleinen Rabauken ins Bett können. Dadurch wurde die Haut nicht so kross wie sonst. Aber saftig und lecker war es wirklich!! Dazu gab es ganz einfach Reis.

Zutaten

Für 4 Erwachsene und 2 fleischverachtende Kleinkinder

  • 4 Äpfel
  • 4 Pastinaken
  • 2 Möhren
  • 1 große Zwiebel
  • 2 kleine Stangen Lauch
  • etwa 4 cm langes Stück Ingwer
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL brauner Zucker
  • 300 ml Weißwein
  • 1 TL Hühnerbrühenpulver
  • 2x1 TL Thymian (getrocknet)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Brathähnchen (à 1,3 kg)
  • 100 g Maronen (vorgekocht, vakuumiert)

Zubereitung

Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse rausschneiden, grob würfeln. Pastinaken und Möhren schälen, in ähnlich große Würfel schneiden. Zwiebel schälen, relativ fein hacken. Lauch gut putzen, in Ringe schneiden. Ingwer schälen, sehr fein hacken. Olivenöl im Bräter erwärmen, den Zucker darin schmelzen lassen. Alles Gemüse (außer der Maronen) darin anschwitzen, mit dem Weißwein ablöschen. Mit Salz, Pfeffer, 1 TL Thymian und dem Brühenpulver würzen. Alles vom Herd nehmen. Das Brathähnchen abspülen, trockentupfen, von außen und innen mit Salz und Pfeffer würzen, innen noch 1 TL Thymian. 3 EL vom Gemüse abnehmen, in das Hähnchen füllen. Dann Flügel und Keulen mit Küchengarn wieder ans Hähnchen binden. Mit der Brust nach oben auf das Gemüse auflegen. Bräter mit Deckel verschließen. Im Ofen bei 100°C Ober-/Unterhitze (erst angemacht, als reingestellt) 2 Stunden sanft garen lassen. Dann die Temperatur auf 180°C Ober-/Unterhitze hochstellen, den Deckel entfernen, weitere 30 Minuten garen. Dann die Haut mit einer Rouladennadel einpiksen, Maronen um das Hähnchen verteilen, weitere 15-20 Minuten garen. Hähnchen tranchieren, mit dem Gemüse servieren.

Zubereitungszeit: etwa 40 Minuten Arbeits- + 3 Stunden Garzeit

Schwierigkeit: recht einfach

Quelle: eigenes Rezept

Dazu passt: Reis

22.02.10

Küchenhelfer: Vulkanus Messerschärfer

MesserschärferIch habe einige sehr gute, neue Messer von WMF. Dann auch noch die alten, die ich von meiner Oma geerbt hatte, die kurz vor meinem Abi starb. Die Messer haben mich mein Studium über begleitet, die beste Zeit haben sie eigentlich schon hinter sich. Der kleine Laden hier schleift auch keine Wellenschliff-Messer. Sie in die Stadt zu tragen, hatte ich bislang keine Lust, schließlich brauche ich sie nicht wirklich, bringe es aber nicht über mich, mich von ihnen zu trennen. Für meine neuen Messer habe ich einen Wetzstahl, ziehe sie vor jeder Benutzung einmal ab, dadurch bleiben sie recht gut. Jetzt wurde ich gefragt, ob ich diesen Vulkanus-Messerschleifer testen möchte. Klar! Zunächst zur Optik: Edelstahl, nimmt nicht viel Platz weg, wirkt richtig edel. Er steht stabil und kippsicher.

Ich habe zwei verschiedene Messertypen getestet, die wirklich schon alt und abgenutzt waren. Je nach Messertypen müssen die Messer unterschiedlich durchgezogen werden:

Das gerade Messer muss gerade mit der Spitze nach unten durchgezogen werden. Das fand ich recht einfach, aber es fiel einiges an Metallstaub an, für die wenigen Schleifgänge, die ich gemacht habe. Hier wäre es interessant zu wissen, wieviel Materialverlust bei einem anderen Messerschleifen anfällt. Aber es war ein deutlicher Effekt zu merken, das Messer wieder recht scharf, wenn es auch noch nicht wie neu schnitt.

Das Wellenschliff-Messer muss schräg durchgezogen werden, so dass die Seite mit dem Schliff mehr Druck abbekommt. Beim ersten Messer klappte es auch wunderbar, beim zweiten allerdings habe ich mir einen richtigen Grat eingeschliffen, den ich über mehrere Gänge auch nicht wieder herausbekommen habe. Das ist ein echter Minuspunkt. Dabei war es bereits das zweite Messer, ich hatte den Dreh eigentlich raus. Auch war der Grat vorher nicht da gewesen, das ist beim Schärfen passiert.

Der Messerschärfer wurde auch bei Stiftung Warentest geprüft, hier kam er nicht so gut weg (ich habe mir den Test extra erst hinterher durchgelesen, um unbeeinflusst meine Erfahrungen zu machen), da er auch hier Klingen ausfranste. Wenn ich jetzt den Preis (3-stellig) mit dem hiesigen Kosten für eine professionelle Schärfung (2,50€ für gerade, bis zu 5€ für Wellenschliff) im Laden vergleiche, rechnet es sich eher für die älteren Messer, an denen frau hängt, die aber nicht so teuer waren, dass sich eine derartige Überarbeitung lohnt.

Mein Fazit: einfache Handhabung, der Besuch im Laden entfällt. In der Küche ist der Messerschleifer durchaus schick anzusehen, nimmt auch nicht zu viel Platz weg. Ich würde es für Steakmesser sowie nieder- bis mittelpreisige Messer empfehlen. Meine teuren Messer würde ich weiter eher vom Profi nachschleifen lassen und zwischendurch weiter nur mit einem Wetzstahl pflegen (europäisches Fabrikat).

Hinweis: Der Messerschärfer wurde mir vom Hersteller zum Test überlassen.

21.02.10

Rezept: Sauerkrautrisotto

Sauerkraut-Risotto

Schon ewig liegt dieses Rezept von Lamiacucina in meiner Nachkochliste. Gestern war endlich der Sauerkrautstand wieder auf dem Markt. Der ist bei noch nicht geschmolzenen Schnee- und Eismassen zwar weiter deutlich verkleinert, aber immerhin, es gab wieder Sauerkraut! Die Große ist da eigentlich nicht so der Fan von, aber in dieser Version hat sie es geliebt! Das nächste Mal mache ich etwas mehr, war von der Menge sehr knapp für uns drei. Ich hatte noch Lorbeer und Nelke ergänzt, war herrlich ausgewogen und rund, tolles Rezept!!! Danke!

Zutaten

Für 2-3 Personen

  • 200 g Risotto-Reis (Arborio genommen)
  • 1 Schalotte
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 30 g Butter
  • Olivenöl
  • 150 ml Weißwein
  • 100 g Sauerkraut
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Nelken
  • 20-40 g Parmesan
  • 50 g Schlagsahne
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Reis abwiegen, Schalotte schälen, fein hacken. Gemüsebrühe aufsetzen. Die Hälfte der Butter mit etwas Olivenöl in einem Topf zerlassen, darin Schalotte und Reis anschwitzen, mit der Hälfte des Weißweins ablöschen. Sauerkraut zerpflücken, ggf. noch mit einer Schere etwas klein schneiden.
  2. Einkochen lassen, den restlichen Weißwein mit Sauerkraut zugeben. Unter Rühren erneut einköcheln lassen. Dann Lorbeer und Nelken einlegen, die Gemüsebrühe schöpfkellenweise zugeben, unter Rühren jeweils einköcheln lassen.
  3. Sobald der Reis bissfest ist (dauerte bei mir etwa 20 Minuten), den Topf vom Herd nehmen. Lorbeer und Nelken heraussuchen, Parmesan darüber hobeln, restliche Butter mit der Schlagsahne zugeben, gut umrühren, etwa 2 Minuten ruhen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 35 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Lamiacucina

20.02.10

Rezept: Mittelalterliches Rehragout

mittelalterliches Rehragout

Einer der Nachbarn geht selber jagen. Von ihm bekommem ich ab und an ein schönes Stück Fleisch. Noch im alten Jahr habe ich mal wieder aus meinem Mittelalter-Buch ein Rehragout daraus gekocht. Eines der wichtigsten Gewürze in diesem Rezept ist der Ingwer, was aber gut passt. Zum einen geschmacklich, zum anderen war das Jagdrecht damals dem Adel vorbehalten, auch Ingwer stand als teures Gewürz nur in reichen Haushalten zur Verfügung. Gebunden wird ganz bodenständig mit Roggenbrot. Insgesamt genial lecker!

Zutaten

Für 4 Personen

Für die Marinade:

  • 750 g Rehfleisch (muß kein dolles sein, wird eh gebeizt)
  • 1000 ml Buttermilch

Für das Ragout:

  • 75 g durchwachsener Speck
  • 1 Bund Petersilie
  • 3-4 Blätter Salbei
  • 10 g Schmalz
  • 1 EL Mehl Typ 405
  • 300 ml Fleischbrühe
  • 2 Scheiben Roggenbrot
  • etwa 4 cm langes Stück Ingwer
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Essig (möglichst guter, Rotweinessig genommen)

Zubereitung

  1. Das Rehfleisch in mundgerechte Stücke schneiden, dabei Sehnen entfernen. In der Buttermilch im Kühlschrank abgedeckt 24 Stunden beizen.
  2. Den Speck würfeln. Reh abtropfen lassen, abspülen, gut trocken tupfen. Petersilie und Salbei waschen, trockenschütteln und fein hacken.
  3. Speck mit dem Schmalz auslassen, darin das Fleisch von allen Seiten gut anbraten. Mit dem Mehl bestäuben, leicht anschwitzen. Mit der Brühe angießen. Auf kleiner Flamme (3/9) bei aufgelegtem Deckel mind. 45 Minuten schmoren lassen.
  4. In der Zwischenzeit die Rinde vom Roggenbrot trennen, nur die Rinde zerbröseln. Den Ingwer schälen, fein hacken oder reiben.
  5. Nach den 45 Minuten die Rinde in das Ragout bröseln. Den Ingwer zugeben, alles kurz ziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken.

Zubereitungszeit: 24 Stunden Beizen + ges. 30 Minuten Arbeits- + 45 Minuten Schmorzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Kochbuch des Mittelalters, S. 161

19.02.10

Rezept: Rosenkohl mit Rosinen

Rosenkohl mit Rosinen

Im Gegensatz zum Göttergatten mag ich Rosinen richtig gerne. Die in Kombination mit frischem Rosenkohl? Ich konnte es mir nicht so recht vorstellen, aber wollte das Rezept unbedingt ausprobieren, als der Göttergatte mal nicht mitessen konnte. Ich war echt angetan, die Kombination ist mal was anderes, harmoniert richtig gut. Bei mir gab es das einfach zu Kartoffeln, aber auch zu Hackbällchen kann ich es mir richtig gut vorstellen.

Zutaten

Für 4 als Beilage:

  • 500 g Rosenkohl
  • Salz
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 4 EL Rosinen
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • Pfeffer, Muskat

Zubereitung

  1. Rosenkohl putzen (äußere Blätter entfernen, Strunk kreuzweise einschneiden). Salzwasser parallel zum Kochen bringen, den Rosenkohl darin in etwa 10 Minuten kochen lassen (sollte nicht zu weich sein).
  2. Zwiebel schälen, hacken. Butter in einer Pfanne zerlassen, Zwiebel darin glasig anschwitzen, Rosenkohl zugeben, Rosinen untermischen, mit der Gemüsebrühe ablöschen. Deckel aufsetzen und 5 Minuten köcheln lassen.
  3. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Zubereitungszeit: etwa 35 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: GU - Landküche, S. 135

18.02.10

Rezept: Chicorée-Kartoffel-Suppe

Chicoree-Kartoffel-Suppe

Wir hatten Chicorée in der Biokiste. Der ist immer superfrisch, aber jetzt war er leider schon etwas grün. Für einen Salat war er mir eindeutig zu bitter. Aber in der Suppe konnte diese Bitterkeit etwas abgemildert werden, ich habe einfach etwas Honig zugegeben. Die Kombination schmeckte richtig gut!! Vor allem die Krabben geben einen letzten Kick! War echt nicht schlecht! Die Suppe gab es sicher nicht zum letzten Mal!

Zutaten

Für 4 große Teller

  • 1 Zwiebel
  • 350 g Kartoffeln
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 Lorbeerblatt
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 2 Chicorée
  • 100 ml Schlagsahne
  • Salz, Pfeffer
  • 100 g Nordseekrabben

Zubereitung

  1. Die Zwiebel und Kartoffeln schälen, würfeln. Butterschmalz in einem Topf zerlassen, beides darin schnell anschwitzen, Lorbeer zugeben, mit Gemüsebrühe ablöschen. Deckel aufsetzen und auf mittlerer Hitze 25 Minuten köcheln lassen.
  2. In der Zwischenzeit die Chicoréestauden abspülen, das vordere Drittel in feine Streifen schneiden und abgedeckt beiseite stellen. Den restlichen Chicorée halbieren, Strunk herausschneiden, in grobe Streifen schneiden. Zur Suppoe geben und abgedeckt weitere 5 Minuten kochen.
  3. Das Lorbeerblatt herausnehmen und die Suppe mit der Sahne pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken (und ggf. mit 1 TL Honig).
  4. Mit den Chicoréestreifen und den Krabben bestreut servieren.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 45 Minuten, davon 15 Minuten Arbeitszeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Essen und Trinken für jeden Tag 2/10, S. 52

17.02.10

Rezept: Gratinierter Kartoffelsalat

gratinierter Kartoffelsalat

Wir haben diesen Winter öfters mal Raclette gemacht. Denn irgendwie steht mir bei diesem Wetter der Sinn nach schön deftigem. Mein Vor-Schwangerschaftsgewicht habe ich schon fast wieder erreicht, darf also ruhig mal schlemmen. Am nächsten Tag finden sich dann oft noch Reste der gekochten Kartoffeln und Raclette-Käse. Dafür fand ich bei Chili und Ciabatta ein leckeres Rezept. Kam vermutlich nicht ganz an ihre Version heran, da unsere Kartoffeln schon vom Vortag waren, auch die Käsemenge reichte bei uns nicht mehr ganz. Aber das Rezept kann ich auf jeden Fall nur wärmstens weiterempfehlen!! Es ist die perfekte Raclette-Reste-Verwertung! Danke für die Anregung!

Zutaten

Für 2 Personen

  • 500 g Kleine Salatkartoffeln (z.B. Sieglinde, bei uns vom Vortag)
  • Salz
  • 150 g Lauch (eine kleine Stange)
  • 1/2 EL mittelscharfer Senf
  • 2 EL Weißweinessig
  • 80 ml Geflügelfond
  • Schwarzer Pfeffer
  • 50g durchwachsener Speck; in Scheiben
  • 50 g Gänseschmalz; evtl. mit Grieben
  • 125 g Gruyère oder Raclettekäse (bei uns etwas weniger, Rezept sollte eingehalten werden)
  • 1 Bund Schnittlauch (war nicht im Reste-Kühlschrank, weggelassen)

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln waschen, in Salzwasser kochen, schälen und leicjht ausdampfen lassen. In der Zwischenzeit den Lauch putzen, in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden, ca. 5 Minuten blanchieren (kurz in der Pfanne angeschwenkt).
  2. Den Speck in Streifen schneiden, in einer Pfanne mit dem Schmalz das Fett auslassen. (darin habe ich den Lauch angeschwitzt). Alles aus der Pfanne nehmen, warm stellen. In der heißen Pfanne aus dem Bratfett, Senf, Essig und Fond eine Sauce anrühren. Lauch und Speck zugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Kartoffeln in möglichst dünne Scheiben schneiden, vorsichtig unterheben. Alles 30 Minuten ziehen lassen. Mit dem Käse belegen und unter dem Grill kurz gratinieren. Schnittlauch (wenn vorhanden) waschen, trockenschütteln, in Röllchen schneiden, über den Salat geben. Schmeckte uns lauwarm am besten.

Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten Arbeits- + 30 Minuten Ruhe- + ca. 5 Minuten Gratinierzeit (+ Kartoffeln kochen)

Schwierigkeit: einfach

Quelle: leicht abgewandelt nach Chili und Ciabatta

15.02.10

Rezept: Grießbrei mit Vanille

Grießbrei

Blog-Event-LIII: Weiß wie der Schnee (Einsendeschluss 15. Februar 2010)Bei dem tristen Winterwetter brauchen wir kleine Seelentröster. Die Große liebt selbstgemachten Grießbrei. Entgegen seltsamer Vorurteile dauert der selbstgemachte nicht länger, als der fertige aus der Tüte. Dafür weiß ich aber, was drin ist. Natürlich darf sie auch beim Kochen helfen: auf einem Stuhl stehend, liebt sie das Umrühren in den Töpfen und findet das Essen danach noch besser. Schließlich ist sie ganz stolz darauf, dass sie das selber gekocht hat. Da ist es doch gleich noch ein guter Beitrag zum laufenden Kochevent, das dieses Mal von Jan ausgerichtet wird.

Zutaten

Reicht für 3 zum Sattessen oder für 6 als Dessert

  • 1000 ml Milch
  • 10 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 75 g Zucker
  • 1 Biozitrone (nur die Schale)
  • 1 Vanilleschote
  • 125 g Weichweizengrieß

Zubereitung

  1. Die Milch in einen Topf mit dem Salz, dem Zucker und der Butter aufkochen. Dabei immer wieder umrühren. Die Zitrone heiß abspülen, trocknen, Schale abreiben. Vanilleschote längs halbieren, Mark herauskratzen.
  2. Sobald die Milch kocht, den Weichweizengrieß unter stetem Rühren einrieseln lassen. Zitronenschale und Vanillemark zugeben, gut umrühren und unter häufigem Rühren ca. 15 Minuten ausquellen lassen

Zubereitungszeit: fertig in 25 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: findet sich in jedem Grundkochbuch zu finden

12.02.10

Rezept: Schwarzwurzelquiche mit Spinat

Schwarzwurzelquiche mit Spinat

Wir hatten mal wieder Schwarzwurzeln in der Biokiste. Da das nur ein gutes Pfund war, habe ich mich mal wieder mit unseren kochbegeisterten Freunden zusammengetan. Da der Göttergatte geschäftlich unterwegs war und ich von den beiden Mädels gut auf Trab gehalten wurde, wurde ich mal verwöhnt: Ich habe nur meine Schwarzwurzeln abgegeben, das ausgesuchte Rezept von Chili und Ciabatta gemailt und konnte dann einfach nur genießen. Wir hätten allerdings den Blätterteig (TK verwendet) vorgebacken, war etwas durchgeweicht. Außerdem können wir uns auch Gorgonzola richtig gut in dem Guß vorstellen. Oder ein Zitronendip, schön mit Kräutern. Ansonsten genial lecker! Danke für den Tip!!

Zutaten

Für eine 28 cm Tarteform, reicht gut für 4 mit Hunger

  • 200 g TK-Blätterteig
  • 150 g TK-Blattspinat
  • 500 g Schwarzwurzeln (1 kg genommen, ergab gut 500 g geputzt)
  • 200 ml Milch
  • 200 ml Wasser
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz
  • 300 g Crème fraîche
  • 4 Eier (M)
  • 100 g Parmesan-Käse
  • Frisch gemahlener Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 2 Prisen Piment d'Espelette oder gemahlene Chilis (nicht im Original)

Zubereitung

  1. Den Blätterteig und den Spinat auftauen. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Platten nebeneinander legen, ausrollen, in die gefettete Form legen, dabei einen etwa 2 cm hohen Rand formen.
  2. In der Zwischenzeit die Schwarzwurzeln (am besten mit Handschuhen) schälen, in etwa 3 cm lange Scheiben schneiden. Milch mit Wasser, Zitronensaft und etwas Salz aufkochen, darin die Schwarzwurzeln bissfest (ca. 10 Minuten) kochen.
  3. Den Blätterteigboden mit Backpapier bedecken, mit Linsen auslegen und 10 Minuten blind backen.
  4. Für den Guss die Crème fraîche mit den Eiern verrühren. Parmesan reiben, Spinat gut ausdrücken, grob hacken, untermischen. Zuletzt die Schwarzwurzeln zum Guss geben. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat (wer mag nimmt noch Piment d`Espelette) gut abschmecken und auf dem Blätterteig verteilen.
  5. Auf mittlerer Schiene 30 Minuten backen.

Zubereitungszeit: etwa 40 Minuten Arbeits- + 40 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: Schwarzwurzeln putzen

Quelle: Chili und Ciabatta

10.02.10

Rezept: Hähnchenbrust auf Kürbisgemüse

Hähnchenbrust auf Kürbisgemüse

Während sich draußen der Schnee und Eis weiter türmen (heute gibts wieder dicke Flocken), kann frau sich drinnen schön wärmen. Ich hatte eine Hähnchenbrust auf dem Markt mitgenommen - mit Knochen, das liebt der Göttergatte so sehr. Wir hatten noch einen halben Butternut-Kürbis, der wollte dem Hähnchen so gerne Gesellschaft leisten. Also wurde alles geschnibbelt, kurz karamellisiert und dann gemeinsam im Ofen geschmort. Wir waren echt angetan, war eine leckere Improvisation.

Zutaten

Für 2 Personen

  • 1/2 Butternut-Kürbis
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer
  • 1 Zwiebel
  • 1 kleiner Apfel
  • 2 EL Butterschmalz
  • 2 EL Zucker
  • 100 ml Apfelsaft
  • 100 ml Geflügelbrühe
  • 1 Hähnchenbrust mit Knochen
  • Salz, Pfeffer, Curry

Zubereitung

  1. Aus dem Kürbis die Kerne herauskratzen, schälen, in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Ingwer schälen, fein würfeln. Zwiebel schälen, fein hacken. Apfel waschen, vierteln, Kerngehäuse rausschneiden, würfeln.
  2. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Butterschmalz in einer Servierpfanne zerlassen, Zucker darin schmelzen, Kübis- und Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Apfel und Ingwer zugeben und gut durchmischen. Mit Apfelsaft und Geflügelbrühe ablöschen. Das Gemüse mit Salz, Pfeffer abschmecken.
  3. Die Hähnchenbrust waschen, trockentupfen, auflegen, mit Salz, Pfeffer und Curry bestreuen, die Pfanne mit Deckel (oder Alufolie) verschließen, auf mittlerer Schiene 40 Minuten garen.
  4. Dann den Deckel abnehmen, die Haut mit einer Nadel einstechen und weitere 15-20 Minuten bräunen.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten Arbeits- + 60 Minuten Garzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

9.02.10

Rezept: Armer Ritter

Armer Ritter

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de Ich stelle hier mal einen Klassiker vor: der arme Ritter, der eigentlich gar kein armer Ritter mehr ist. Ideal, um die Reste eines Hefezopfes, der überzähligen Hefebrötchen vom Sonntagsfrühstück zu verarbeiten. Denn die (ruhig schon etwas härteren) Hefestücke werden in einer Eier-Sahne-Mischung schön eingeweicht, in Butterschmalz ausgebacken und schön mit Zimtzucker bestreut, dann noch Kompott dazu - einfach genial lecker! Resteessen als kulinarischer Luxus- bleiben da noch Wünsche offen?

Zutaten

Für 2 Personen als Dessert

  • 2 kleine alte Hefebrötchen (gut auch Rosinenbrötchen)
  • 2 Eier (M)
  • 200 ml Sahne
  • 1 EL Vanillezucker
  • Butterschmalz
  • Zimtzucker
  • Kompott

Zubereitung

  1. Die Brötchen in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Eier mit Sahne und Vanillezucker in einer flachen Schüssel verquirlen.
  2. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen (mild, 7/9). Die Hefescheiben in der Eier-Sahne kurz einweichen, dann in der Pfanne von beiden Seiten goldgelb ausbacken. Auf Küchenkrepp abtrocknen lassen.
  3. Mit Zimtzucker bestreuen, mit Kompott servieren.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 25 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Familienrezept

7.02.10

Rezept: Süßes Osterlämmchen

Osterlämmchen


Meine "Große" ist ein echter Shaun das Schaf-Fan. Also musste es natürlich noch was "schafiges" auf dem Geburtstagstisch geben. Quasi ein "Hefe-Shaun". Hefeteig ist ja mit erfreulich wenig Arbeitszeit, dafür mit viel Ruhezeiten ja recht dankbar, wenn frau nur früh genug anfängt. Also wurde morgens um sieben (da war ich dank des Geburtstagskindes schon eh 1,5 h wach) der Vorteig angesetzt, der eigentliche Hefeteig durfte dann 3 Stunden gehen, ehe ich die Schnecken geformt habe. War genial lecker, auch Ostern sicher toll! Das Rezept kann ich echt nur empfehlen!

Zutaten

Für 1 Backblech-großes Lämmchen

  • 500 g Weizenmehl Typ 405
  • 1 Würfel Hefe (42 g)
  • 125 ml lauwarme Milch
  • 125 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier (M)
  • 60 g zimmerwarme Butter
  • 1 Päckchen backfertige Mohnmischung (250 g)
  • 1 Ei (zum Bestreichen)
  • 1 Rosine

Zubereitung

  1. Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine sieben. Eine Vertiefung hineindrücken, die Hefe reinbröseln, Milch zugießen und mit einer Gabel etwas verquirlen. Zucker darüber streuen. Alles abgedeckt ca. 30 Minuten stehen lassen, bis der Vorteig anfängt aufzugehen.
  2. Dann das Salz, die Eier und die Butter zugeben, in der Küchenmaschine verkneten (auf Stufe 2/4), dann nochmal 3 Minuten auf der höchsten Stufe kneten lassen. Dann abdecken und mind. 3 Stunden gehen lassen.
  3. Vom Teig 2 Bälle abnehmen (für Kopf und Beine), den Rest möglichst dünn rechteckig ausrollen. Den Teig dabei immer wieder ruhen lassen, geht dann leichter.
  4. Das Blech mit Backpapier belegen. Den ausgerollten Teig mit der Mohnischung bestreichen. Von der Längsseite her aufrollen, daraus ca. 1,5 cm dicke Scheiben abschneiden. Die Schnecken eng zusammen auf das Blech legen, dabei den Körper des Lämmchens formen. Aus dem beiseite gestellten Teig den Kopf mit Ohr sowie 2 Beine formen.
  5. Das Lämmchen nochmals mindestens 30 Minuten ruhen lassen. Zwischendurch den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Ei verquirlen und alles damit bestreichen. Die Rosine als Auge reindrücken.
  6. Auf der mittleren Schiene 25-30 Minuten backen. Abkühlen lassen, auf ein Brett legen. Wer mag, noch mit Puderzucker bestäuben.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten Arbeits- + gesamt 4 Stunden Ruhe- + 30 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Teig nach Teubner - Das große Teubner-Backbuch, S. 96 (für Hefe-Mohn-Kranz). Idee aus Dr. Oetker - Modetorten zum Verschenken, S. 108

Backbuch: Dr. Oetker - Modetorten zum Verschenken

Oetker-Modetorten zum verschenkenIch merke, dass ich zu sehr wenig momentan komme. Denn dieses Buch steht schon Jahre in meinem Bücherregal. Immer mal wieder, blättere ich es durch und nehme mir was vor. Denn die Rezepte sind echt schön: Sortiert nach "Für ganz besondere Anlässe", "Hits für Kids", "Für Hobby und Freizeit", "Für Sport und Spiel", "Saisonales Backen", "Große und kleine Aufmerksamkeiten". Die zu jedem Rezept vorhandenen Fotos sind großformatig und geben einen tollen Anhalt für die fertiggestellte Torte. Viele Rezepte kommen mit dem (im Vergleich zu Biskuit weniger anspruchsvollen) Rührteig aus. Neben Klassikern wie kaltem Hund werden Torten für Silberhochzeit, Taufen, zum Führerschein, Skitorten oder unterschiedliche Brettspiel-Torten (wie Mühle) vorgestellt.

Die Rezepte selber sind gut unterliedert. Schon die Zutatenliste ist nach den Hauptschritten gegliedert, also Teig, Füllung, Belag, Deko, etc. Die Ofentemperaturen sind ebenso wie die Backzeiten deutlich hervorgehoben. Die Arbeitanleitung ist übersichtlich, untergliedert und sehr verständlich beschrieben. Leider griff auch hier die Oetker-Krankheit, bei der innerhalb eines Rezeptes umgeblättert werden muss.

Insgesamt finden sich viele tolle Ideen, die man auch leicht dem eigenen, entsprechenden Anlass anpassen kann. Das Buch ist leider schon recht alt, daher nur noch gebraucht bei Amazon erhältlich. Aus diesem Buch schon vorgestellt:

5.02.10

Rezept: Apfelwaffeln

Aapfelwaffeln

Wir hatten Besuch von ganz lieben Freunden, die wir schon wieder lange nicht gesehen hatten. Ich hatte Waffeln versprochen und mir wegen der winterlichen Apfelschwemme (immer aus der Biokiste) dieses Waffelrezept ausgesucht. Aber ich war enttäuscht. Zum ersten schmeckt es so gar nicht nach Äpfeln, dann noch nicht mal sonderlich überzeugend. Schade eigentlich! Dafür triefte mein Waffeleisen danach so richtig. Also Fazit: nicht nachmachen!

Zutaten

Ergibt etwa 8 Waffeln im Herzwaffeleisen

  • 200 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 kleine Biozitrone '(nur die Schale)
  • 1/2 TL Zimt (eigene Ergänzung)
  • 3 Eier (M)
  • 250 g Mehl Typ 405
  • 250 g Äpfel
  • 50 ml Sprudel
  • 1 Klacks Butter für das Waffeleisen

Zubereitung

  1. Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Zitrone heiß abspülen, trocknen, die Schale abreiben, gemeinsam mit dem Zimt unterrühren. Die Eier einzeln unterrühren. Dann das Mehl unterrühren.
  2. Äpfel schälen, fein reiben, mit dem Sprudel unterrühren.
  3. Waffeleisen erhitzen, darin portionsweise die Waffeln ausbacken.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 35 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Dr. Oetker - Apfelkuchen, S. 116

Das Rezept empfiehlt dazu eine Nußsahne. Hierfür:

  1. 50 g gemahlene Haselnüsse etwa 1 Stunde vor dem Servieren in einer Pfanne ohne Fett anrösten, auskühlen lassen.
  2. 250 ml Schlagsahne steif schlagen, 3 EL Puderzucker darüber sieben, gemeinsam mit den gemahlenen Nüssen unterziehen.

2.02.10

Rezept: Schneller Apfel-Karamell-Kuchen

Apfel-Karamell-Kuchen

Unsere "Große" ist am Wochenende ganze 2 (!) Jahre alt geworden. Das wurde natürlich groß gefeiert, schließlich ist sie schon sehr stolz, dass sie so groß ist. Die Geschenke wurden ausführlich ausprobiert, außerdem hatte sie einige Freunde eingeladen. Da ich aber nicht den ganzen Tag in der Küche stehen wollte, wurden die Kuchen einfach gehalten. Einen fruchtigen wollte ich gerne backen, meine Wahl fiel auf diesen fruchtigen Apfelkuchen. Ich war positiv überrascht, denn er war superschnell gebacken und schmeckte genial lecker!! Das ganze Blech war fast aufgegessen, der Rest war am nächsten Tag auch noch lecker!

Zutaten

Für 1 Backblech

Für den Teig:

  • 200 g Magerquark
  • 200 g Mehl (Typ 405)
  • 1 Prise Salz
  • 200 g kalte Butter

Für den Belag:

  • 60 g Butter
  • 60 g Zucker
  • 100 g Sahne
  • 1 EL Mehl
  • 750 g saure Äpfel

Außerdem:

  • Fett für die Form
  • Mehl zum Ausrollen
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Für den Teig alle Zutaten rasch verkneten. Das Blech einfetten, den Teig darauf ausrollen, abdecken und kalt stellen.
  2. Für den Belag die Butter in einem Topf schmelzen, Zucker einrühren, schmelzen lassen. Sahne zugießen und aufkochen lassen. Alles 2 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen. Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen, grob raspeln (durch die Küchenmaschine erledigt), unter die Sahne rühren. Die Äpfel auf den Teig verteilen.
  4. Auf mittlerer Schiene 30 Minuten backen.
  5. Den Kuchen abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben.

Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten Arbeits- (mit Küchenmaschine) + 30 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: GU Lieblingskuchen - einfach gut, S. 35