« Mai 2009 | Main | Juli 2009 »

29.06.09

Rezept: Lauwarmer Kartoffelsalat mit Mizuna

lauwarmer Kartoffelsalat mit Mizuna

Schon vor einiger Zeit gab es bei uns diesen lauwarmen Kartoffelsalat. Eigentlich soll er mit Löwenzahn zubereitet werden, aber die Saison war schon vorbei. Ich habe mich dann mit der Verkäuferin beraten und sie hat mir Mizuna empfohlen. Es ist ähnlich zu Löwenzahn leicht bitter, ist mit dem Kohl verwandt und stammt aus Asien (mehr Infos bei Wiki). Es harmonierte super miteinander, war leicht bitter, was wir Erwachsenen toll fanden, nur die Kinder wollten lieber den Klassiker.

Zutaten

Reicht als Beilage locker für 5

  • ca. 1 kg festkochende Kartoffeln (Cilena)
  • 1 Zwiebel
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Kleehonig (oder Apfeldicksaft)
  • 4 EL Apfelessig
  • 1 EL Senf (mittelscharf)
  • Salz (am besten Kräutersalz)
  • Pfeffer
  • 3 Handvoll Mizuna (lt. Rezept: 8 junge Löwenzahnrosetten )
  • 1/2 Bund Radieschen
  • 1/2 Salatgurke

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln waschen, kochen, pellen, leicht abkühlen lassen. Die Zwiebel in der Zwischenzeit schälen, fein hacken und in dem Öl glasig anschwitzen.
  2. In der Zwischenzeit die Gemüsebrühe aufkochen, mit dem Honig, dem Essig und dem Senf abschmecken. Die Kartoffeln in Scheiben schneiden, in eine Schüssel geben und mit der Gemüsebrühe übergießen, 5 Minuten ziehen lassen.
  3. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken, die Zwiebelwürfel mit dem Öl zugeben.
  4. Jetzt den Mizuna (oder den Löwenzahn) putzen und in gabelgerechte Stücke zupfen oder schneiden. Radieschen putzen und fein hobeln, Gurke abspülen und ebenfalls hobeln.
  5. Mizuna mit Radieschen und Gurke unterheben, nochmals abschmecken und servieren. Schmeckt lauwarm am besten.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 45 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: deutlich variiert nach Gabriele Kurz - Natürlich gut essen, S. 113

28.06.09

Rezept: Pfannkuchen mit Spinat gefüllt

Pfannkuchen mit Spinat gefüllt

Ich habe auf dem Balkon etwas Spinat gezogen, die Samen dazu hatte ich geschenkt bekommen. Funktionierte wunderbar im Blumenkasten! Ich habe Eierkuchen für das Kind gemacht, für uns habe ich diese mit Spinat und Parmesan-Sauce gefüllt und kurz im Ofen gratiniert. Herrlich würzig und genial lecker!! Eine tolle und relativ rasche Improvisation! Nachmachen empfohlen!

Zutaten

Für 2 Personen

  • 4 Eierkuchen z.B. nach diesem Rezept
  • 600 g Blattspinat
  • 1 EL Olivenöl
  • 50 g Parmesan
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 große Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 100 ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung

  1. Eierkuchen ausbacken. Den Spinat waschen und die Stiele entfernen, grob hacken. Olivenöl in der Pfanne erwärmen, darin den Spinat anschwitzen, Deckel aufsetzen und in 2 Minuten zusammenfallen lassen. Vom Herd nehmen. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Parmesan reiben, Knoblauch und Zwiebel schälen und fein hacken. Knoblauch und Zwiebel in einem kleinen Topf in der Butter anschwitzen. Mit Milch ablöschen, den Parmesan unterrühren, unter Rühren den Parmesan schmelzen lassen. Mit Salz, Muskat und Pfeffer kräftig abschmecken, den Spinat unterheben, nochmals abschmecken.
  3. Jeweils ein Viertel der Spinatmasse auf jedem Eierkuchen verteilen, eng aufrollen und nebeneinander in eine Auflaufform legen. Auf mittlerer Schiene 10 Minuten gratinieren.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 45 Minuten

Schwierigkeit: Parmsansauce nicht anbrennen lassen

Quelle: eigenes Rezept

24.06.09

Sommerlektüre

Die Genussmousse hat aufgerufen, einige "normale" Bücher für die Sommerlektüre vorzustellen. Aber gerne doch!! Hier also einige meiner absoluten Favoriten:

Terry Pratchett - Total verhext, Einfach göttlichIch oute mich jetzt: ich bin ein absoluter Fan der Scheibenwelt! Geschaffen wurde sie von Terry Pratchett. In dieser Welt mit ihren ganz eigenen Gesetzen leben sehr viele eigenwillige, liebenswerte, leicht schrullige Personen und um sie herum ganz viel Magie. Die Scheibenwelt ist eine Scheibe, die auf dem Rücken von 4 Elefanten ruht, die wiederum auf dem Rücken von Groß A´-Tuin stehen. Er oder sie wandert durch das Universum. In diesem Doppelband sind zwei herrlich geschriebene Romane vereint. In "Total verhext" retten 3 Hexen (unschlagbar: Oma Wetterwachs!) ein Mädchen vor der Macht von Geschichten. Denn vielleicht möchte Aschenputtel den Prinzen ja gar nicht heiraten? In "Einfach göttlich" ist Gott Om eine Schildkröte statt wie früher ein imposanter Stier. Gar nicht so einfach, in dieser Figur seine Gläubigen zu überzeugen, insbesondere, wenn nur noch einer so recht an ihn glauben mag... Wem diese Geschichten gefallen, findet in Rincewind, der Zauberer, dem unfähigsten Zauberer, der je über den Rand der Scheibenwelt gestürzt ist, vier wunderbare weitere Geschichten. Hier warten weitere wunderbare Charaktere, beispielsweise Zweiblum, der erste Tourist der Scheibenwelt.

Cornelia Funke - TintenherzZuletzt las ich die Tintenherz-Trilogie. Diese Bücher sind echt nicht nur für Kinder geeignet. Meggie lebt mit ihrem Vater Mo, einem Buchbinder, glücklich inmitten alter Bücher bis eines Tages ein Unbekannter auftaucht. Ab geht es in ein phantastisches Abenteuer rund um die Macht der Wörter und die Kunst des Vorlesens, in der auch Meggies Mutter wieder erscheint. Verändern Geschichten die Akteure oder Akteure die Geschichten? Wer den ersten Band gelesen hat, muss die beiden Folgebände auch gelesen haben! Hier besteht echte Suchtgefahr.

Rebecca Gablé - Das Lächeln der FortunaWer historische Romane liebt, wird Rebecca Gablé vermutlich schon kennen. In diesem ersten Teil einer losen Trilogie wird Robin von Waringham vorgestellt. Sein Vater wird als Verräter verurteilt und er muss sich seinen Platz in der Gesellschaft erst wieder erobern. Er wird letztlich zum Berater am Hof und trifft auf seinen alten Todfeind aus Kindertagen. Die Personen sind sehr lebendig beschrieben und die Handlung sehr dicht beschrieben, man fühlt sich fast ins 14. Jahrhundert versetzt. Dieses Buch konnte ich nur ganz schwer aus der Hand legen, denn das Rad der Fortuna dreht sich immer weiter...

Ken Follet - Die NadelMittlerweile kennen viele Ken Follett überwiegend als Autor historischer Romane wie "Die Säulen der Erde", doch seinen internationalen Durchbruch schaffte er mit diesem Thriller, der in der Zeit des Zweiten Weltkrieges spielt. Ein deutscher Spion, der rücksichtslos seine Ziele durchsetzt, hat brisante Informationen beschafft. Jetzt muss er nur noch an Bord eines U-Bootes, das ihn nach Deutschland bringen wird. Unterschlupf findet er übergangsweise bei einer jungen englischen Frau und ihrem kleinen Sohn. Wird sie ihn durchschauen? Eng geschrieben kommt die Verfilmung meiner Meinung nach lange nicht an die Atmosphäre des Buches heran.

So, ich hoffe, ich habe einige Anregungen gegeben. Auch wenn die meisten Autoren doch sehr bekannt sind... Ich könnte jetzt noch ewig weiterempfehlen, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Ich bin mal gespannt, was für Tipps sonst noch gegeben werden!

22.06.09

Rezept: Rhabarberkuchen mit Vanillecreme

Rhabarberkuchen mit Vanillecreme

Zum Ende der Rhabarbersaison gab es bei uns nochmal einen Rhabarberkuchen. Für CrockyBlog ist es das perfekte Rhabarberkuchenrezept, also Zeit, es endlich einmal nachzubacken. Der Göttergatte nahm sich seiner kuchensüchtigen Frauen an und werkelte fleißig. Das Ergebnis war genial lecker, doch der Aufwand ist doch erheblich größer, als in unserem letzten Rhabarberkuchen. Auf die Schnelle wird es den wohl nicht geben, aber ein superleckerer Obstkuchen.

Zutaten

Für 1 Backblech

Für den Rhabarber:

  • 1 kg Rhabarber
  • 2 EL Zucker

Für den Rührteig:

  • 200 Gramm Butter
  • 175 Gramm Zucker
  • 1 Pack. Vanillezucker
  • 4 Eier (M)
  • 150 Gramm Schmand
  • 350 Gramm Mehl
  • 2 Teel. Backpulver, gehäuft

Für die Vanillecrème:

  • 2 Päckchen Vanillepuddingpulver zum Kochen (für 500 ml Milch)
  • 100 Gramm Zucker
  • 700 ml Milch
  • 250 Gramm Schmand

Für die Streusel:

  • 300 Gramm Mehl
  • 150 Gramm Zucker, braun
  • 1 Pack. Vanillezucker
  • 200 Gramm Butter
  • Zimt nach Geschmack

Zubereitung

  1. Rhabarber schälen, in 1 cm große Stücke schneiden, mit dem Zucker mischen. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Für den Rührteig Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Einzeln die Eier unterrühren. Schmand unterrühren, Mehl und Backpulver mischen und portionsweise unterrühren.
  3. Blech einfetten, den Rührteig darauf glatt streichen und auf mittlerer Schiene 15 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen.
  4. Für die Vanillecrème mit dem Zucker und der Milch einen Vanillepudding kochen, den Schmand unterziehen, etwas abkühlen lassen.
  5. Für die Streusel alle Zutaten rasch verkneten. Rhabarberstücke in ein Sieb geben, kurz abtropfen lassen.
  6. Die Vanillecrème auf dem Rührteigboden verteilen, darauf die Rhabarberstücke verteilen, mit den Händen die Streusel darüber verteilen.
  7. Auf mittlerer Schiene 30-35 Minuten backen. Abkühlen lassen, bis er lauwarm ist, damit die Vanillecrème fest wird. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Zubereitungszeit: etwa 50 Minuten Arbeits- + 45 Minuten Backzeit (unterbrochen)

Schwierigkeit: einfach

Quelle: CrockyBlog

17.06.09

Rezept: Tagliatelle mit süßer Tomatensauce und gebackenem Ricotta

Bandnudeln mit süßer Tomatensauce und gebackenem Ricotta

Bei diesem ewigen tristen Wetter wollten wir zumindest uns den Sommer ein wenig auf den Teller zaubern. Wir haben ein wenig gestöbert und wurden bei Jamie Oliver fündig. Die Zubereitung wunderte uns zunächst ein wenig, aber schon der Duft nach Kräutern, der aus dem Ofen kam, war umwerfend. Die Tomatensauce alleine ist schon sehr lecker, wobei es sich hier echt lohnt, in etwas hochwertigere und teurere Dosentomaten zu investieren. Wir haben aus einem Feinkostgroßhandel eine ganze Ladung italienischer Dosentomaten mitgebracht und die sind echt kein Vergleich mit den hiesigen Produkten: viel tomatiger und süßer, also ideal geeignet, um diese Sauce zu veredeln. Unser Lohn: Sommer auf dem Teller, Bella Italia, wenn auch nur, bis der letzte Rest verspeist war...

Zutaten

Für 2 Portionen

Für den gebackenen Ricotta:

  • 250 g Ricotta
  • Olivenöl, richtig gutes
  • Meersalz, schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Oregano, getrocknet
  • 1/2 getrocknete Chilischote (weggelassen wg. Kleinkind)

Für die Nudeln mit der süßen Tomatensauce:

  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 400 g Dosentomaten (Eiertomaten aus Italien genommen)
  • 3 EL Aceto di Balsamico
  • 1/2 TL Zucker
  • 250 g Tagliatelle (frische aus dem Kühlregal genommen)
  • 1/2 Bund Basilikum

Zubereitung

  1. Für den Ricotta den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Ricotta überall mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer bestreuen. Zuletzt den Oregano darüber streuen und die Chilischote darüber zerbröseln.
  2. Alles in eine kleine ofenfeste Form setzen und im vorheizten Ofen auf mittlerer Schiene 20 Minuten backen, bis er leicht goldgelb und stichfest geworden ist.
  3. In der Zwischenzeit Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Die Butter in einem Topf zerlassen, Olivenöl zugeben und beides darin goldgelb anschwitzen.
  4. Alles mit den Dosentomaten ablöschen und 15 Minuten köcheln lassen. Dabei die Tomaten beim Rühren mit dem Löffel etwas zerdrücken, damit sie zerfallen. Mit Zucker und Essig abschmecken, lange Rühren, bis eine richtig tolle Tomatensauce entstanden ist.
  5. In der Zwischenzeit schon mal Salzwasser aufsetzen und die Nudeln darin nach Packungsanleitung al dente kochen. Vom Nudelwasser etwas abnehmen, dann die Nudeln in ein Sieb abgießen, unter die Tomatensauce heben. Falls die Nudeln etwas kleben, das restliche Nudelwasser zugeben.
  6. Basilikum waschen, in Streifen schneiden und unterheben. Mit dem gebackenen Ricotta zusammen servieren. Den dann mit dem Löffel einfach über die Pasta geben und genießen.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 40 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Jamie Oliver - Essen ist fertig, S. 201

So dann die Köstlichkeit vor dem ersten Genuss:

Bandnudeln mit süßer Tomatensauce und gebackenem Ricotta

15.06.09

Rezept: Schmandkuchen mit Rhabarber

Schmandkuchen mit Rhabarber

Es gab nochmal Rhabarberkuchen, nach Meinung des Göttergatten der beste dieses Jahr! Ähnlich zu unserem normalen Schmandkuchen wird hier ein sehr fester Vanillepudding gekocht, in den zusätzlich noch Schmand und Ei(er) untergezogen werden. Sehr mild, in der Süße genau richtig! Wurde vom Verkoster gleich 3 Tage später selber gebacken. Absolut empfehlenswert!

Zutaten

Für eine 28-cm-Springform

Für den Mürbeteig:

  • 300 g Mehl
  • 160 g Margarine oder Butter
  • 1 TL Backpulver
  • 120 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Für den Belag:

  • 500 g Rhabarber
  • 3/8 l Milch
  • 1 Vanille-Puddingpulver (zum Kochen für 500 ml Milch)
  • 100 g Zucker
  • 60 g Butter (nur 10 g genommen)
  • 2 Eier (M)
  • 400 g Schmand

Außerdem:

  • Fett für die Form
  • Backpapier und Linsen zum Blindbacken

Zubereitung

  1. Für den Teig alle Zutaten rasch miteinander verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. In der Zwischenzeit den Rhabarber schälen und in etwa 1,5 cm lange Stücke schneiden. Den Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Aus der Milch, dem Zucker und dem Vanillepuddingpulver einen Pudding kochen, Butter unterrühren, etwas abkühlen lassen. Dann die Eier und den Schmand unterziehen.
  4. Die Form einfetten, den Teig darin glatt verteilen, einen etwa 3 cm hohen Rand formen. Mit Backpapier auslegen und 10 Minuten blind backen.
  5. Den Rhabarber unter den Vanillepudding heben. Backpapier mit Linsen entfernen. Vanillepuddingmasse auf dem Boden verteilen und für weitere 50-60 Minuten auf der 2. Schiene von unten backen.
  6. Schmeckt warm und kalt.

Zubereitungszeit: etwa 40 Minuten Arbeits- + 70 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: SWR

13.06.09

Rezept: Gratinierter Spargel mit Ziegenkäse

Gratinierter Spargel mit Ziegenkäse

Als Ulrike zum Brotbackkurs da war, hatte ich eine Kleinigkeit für mittags vorbereitet. Der Spargel wird kurz in Butter etwas angebraten und dann mit einem Ziegenkäse überbacken. Das Rezept blieb recht ungenau und Ziegenkäse gibt es ja nicht nur einen. Ich habe mich für einen Edelschimmelkäse aus Ziegenmilch entschieden, der wirklich toll harmonierte. Gut vorzubereiten musste nur noch der Ofen aufgeheizt werden. Mit neuen Kartoffeln war es ein vollwertiges Mittagessen. In kleineren Formen und etwas Baguette könnte ich es mir auch gut als Vorspeise vorstellen.

Zutaten

Für 2 als Hauptspeise

  • 500 g weißer Spargel
  • 1 EL Butter
  • 1 gestrichener TL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Weißwein
  • 125 g Schmand (Saure Sahne genommen)
  • 1 Eigelb (M)
  • Pfeffer
  • 125 g Ziegenkäse (verwendet: Edelschimmelkäse aus Ziegenmilch, gut sicher auch ein Ziegenfrischkäse)
  • 1/2 Bund Schnittlauch

Zubereitung

  1. Den Spargel schälen, schräg in etwa 2 cm lange Stücke schneiden. Butter in einer beschichteten Pfanne zerlassen, Zucker hineinstreuen, etwas karamellisieren lassen. Spargelstücke mit Salz zugeben, darin andünsten.
  2. Mit dem Weißwein ablöschen und auf mittlerer Hitze (5/9) etwa 8 Minuten dünsten.
  3. Den Spargel in Portionsförmchen geben. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Den Schmand in die Pfanne geben, verrühren. Eigelb unterrühren, mit Pfeffer und Salz abschmecken. Den Ziegenkäse würfeln. Die Hälfte der Würfel mit in die Pfanne geben, gut zerdrücken, damit eine homogene Masse entsteht.
  5. Die Ziegenkäsecreme über den Spargel geben, mit den restlichen Käsewürfel bestreuen. Auf mittlerer Schiene etwa 15 MInuten gratinieren.
  6. Schnittlauch waschen, trockenschütteln, in Röllchen schneiden. Die Gratins mit etwas Schnittlauch bestreut servieren.

Zubereitungszeit: etwa 25 Minuten Arbeits- + 15 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: NGV - Spargel, S. 94

12.06.09

Rezept: Apfelsülzchen mit Minze

Apfelsuelzchen mit Minze

Blog-Event XLVI - Sülzen, Pasteten Terrinen (Abgabeschluss 15. Juni 09)Ich mag Sülzen sehr gerne, aber irgendwie kam ich nicht dazu, etwas zum laufenden Blogevent zu machen. Doch Andre (immer noch bloglos) sah das Thema und brachte neulich zum Dessert diese Apfelsülzchen mit. Schön fruchtig und durch die Minze auch erfrischend. Ideal für den Sommer und toll für ein Buffet und Gäste, da man es ideal vorbereiten kann. Wir alle hätten es mit Cidre noch ein klein wenig spannender gefunden als mit Apfelsaft, aber beim nächsten Mal werden wir das sicher ändern. Dazu wurde eine Vanillesahne gereicht, mal wieder genial lecker und Andres Beitrag zum laufenden Blog-Event.

Zutaten

Für 4 als Dessert

  • 6 Blatt weiße Gelatine
  • 400 g Apfel
  • 250 ml Apfelsaft oder Cidre
  • 50 g Zucker
  • 2 Stängel Minze
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Prise Nelkenpulver

Zubereitung

  1. Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen.
  2. Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse herausschneiden und würfeln. Parallel den Apfelsaft mit dem Zucker aufkochen lassen, die Apfelwürfel einlegen und 10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Sie sollen weich, aber nicht musig sein.
  3. Die Minze waschen, trockenschütteln, Blätter abzufpen und fein hacken. Gemeinsam mit dem Zitronensaft und dem Nelkenpulver in den Apfelsaft geben, unterrühren.
  4. Die Gelatineblätter gut ausdrücken und nacheinander unter den warmen Apfelsaft rühren. Jeweils das nächste zugeben, wenn das letzte komplett aufgelöst ist.
  5. Die Apfelmischung etwas abkühlen lassen. 4 Förmchen oder Gläser (für etwa 150 ml Inhalt) kalt ausspülen. Die Apfelmischung erneut etwas durchrühren und in die Gläser füllen.
  6. Im Kühlschrank mindestens 4 Stunden kalt stellen.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten Arbeits- + 4 Stunden Kühlzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: GU - Sweet Basics, S. 81

11.06.09

Rezept: Holunderblütenkaltauszug

Holunderblütenkaltauszug

Auf den Genial-lecker-Geburtstag wird heuer alkoholfrei angestoßen. Hier sind die Holunder schon wieder kurz vorm Verblühen und mich lachte dieser Kaltauszug richtig an. Nachdem die Dolden gesammelt sind, ist es komplett unkompliziert zuzubereiten, nur ein klein wenig Geduld braucht es schon. Dafür wird man mit einem schönen frischen Getränk belohnt. Im Rezept wurde noch ein wenig Honig für die Süße vorgeschlagen, aber ich brauchte das gar nicht, denn so kommt der Holundergeschmack ganz wunderbar durch. Eine echte Alternative als frühlingshafter, alkoholfreier Auftakt zu einem gemütlichen Abendessen bei warmen Wetter!

Zutaten

Ergibt 1 Liter

  • 5 große Holunderblütendolden (oder entsprechend mehr, wenn nur kleine gefunden werden)
  • 1/2 Biozitrone
  • 1 Liter kaltes Wasser
  • 1 TL bis 1 EL Kleehonig (alternativ Agavendicksaft) zum Süßen, bei uns weggelassen
  • 12 Eiswürfel

Zubereitung

  1. Die Holunderblüten sammeln. Zitrone heiß abspülen, 3 Scheiben abschneiden. Zitronenscheiben mit Holunderblüten in einen Topf geben, mit dem kalten Wasser übergießen. Abgedeckt für 24 Stunden ziehen lassen.
  2. Am nächsten Tag die Blüten herausheben, Zitronenscheiben entfernen (jeweils 1 schöne Dolde und 1 Scheibe Zitrone für die Deko aufheben. Durch ein Sieb in einen Krug gießen.
  3. Bei Bedarf mit etwas Kleehonig abschmecken (es muss unbedingt ein ganz milder Honig sein, es ist ein ganz feiner Geschmack, der wird schnell überdeckt!!), Eiswürfel zugeben, Zitronenscheibe und Dolde wieder einlegen. Servieren und genießen!

Zubereitungszeit: 2 x 5 Minuten Arbeits- + 24 Stunden Ruhezeit

Schwierigkeit: superleicht

Quelle: Gabriele Kurz - Natürlich gut essen, S. 130

Kochbuch: Gabriele Kurz - Natürlich gut essen

Gabriele Kurz - Natürlich gut essenIch mag die vegetarische Küche sehr, auch wenn der Göttergatte nichts gegen ein Stücklein Fleisch auf dem Teller einzuwenden hat. Gabriele Kurz ist ja mit eine der Vorreiterinnen der vegetarischen Küche. In ihrem Buch beschreibt sie auch immer wieder ihren (kulinarischen) Lebensweg, der sie aktuell nach Dubai geführt hat. Dadurch bekommt es eine sehr persönliche Note. Das Buch an sich besticht schon äußerlich: Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändel. Pro Doppelseite sind 1-2 Rezepte aufgeführt, jeweils mit großem Foto, die wirklich wunderschön und abwechslungsreich gestaltet sind. Die Zutatenliste ist übersichtlich am Rand gehalten, die Arbeitsanleitung untergliedert und gut nachvollziehbar. Ofentemperaturen sind nicht hervorgehoben, aber auf das Vorheizen wird an entsprechender Stelle im Rezept hingewiesen. Auch die ungefähre Zubereitungszeit sowie Back-, Kühl- oder Marinierzeit wird angegeben, wodurch das Rezept recht gut abgeschätzt werden kann. Häufig ist noch ein Tipp oder verschiedene Anregungen für gelingsicheres Zubereiten, eigene Herstellung von z.B. Sauerkraut in einem kleinen Kasten angegeben. Bei schwierigeren Zwischenschritten sind diese bebildert dargestellt.

Die Rezepte selbst sind nach dem Ursprung der Hauptzutat geordnet: Garten und Feld, Wiese und Wald, Weide und Stall. Dabei arbeitet sie viel auch mit Wildkräutern (Gundelrebe, Löwenzahn, Lungenkraut,...). So hat sie sich in Dubai auch einen eigenen Kräutergarten zugelegt und Gärtner sind hier auch klar im Vorteil, denn nicht immer bekommt man (insbesondere als Stadtmensch) das entsprechende Kraut. Abgerundet wird das Buch durch einige Grundrezepte wie Gemüsetee oder Teigrezepte. Das Register führt leider nur die Rezepttitel auf, was ich persönlich immer etwas erschwerend finde.

Insgesamt haben bisher alle Dinge, die ich daraus getestet habe, hervorragend geschmeckt und alle Testesser und -trinker begeistert. Dabei ist das Buch so wunderschön gestaltet, dass man es immer wieder gerne in die Hand nimmt und darin blättert und sicher das eine oder andere findet, was noch getestet werden sollte. Daran werden sicher nicht nur Vegetarier ihre Freude haben.

Diese Rezension entstand auf Grundlage eines Belegexemplares, das mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Es ist aktuell im Handel oder bei Amazon erhältich.

Daraus schon vorgestellt:

3 Jahre genial-lecker

Vor 3 Jahren hatte mich Jan überredet, doch auch endlich einen eigenen Blog zu versuchen. Der Name fürs Kind war leichter gefunden als der des Blogs. Auch viele Kinderkrankheiten habe ich mit Jans Hilfe gut überstanden. Dennoch wird es Zeit, dass sich hier ein klein wenig etwas ändert, nicht alles - keine Sorge!

Ich werde diesen Blog weiter werbefrei halten. Doch ich trage dafür eben die Server-Kosten und die URL-Gebühren. Daher habe ich mich entschieden, zusätzlich zum Partner-Programm bei Amazon auch Rezensionen über Küchenequipment und Kochbücher zu schreiben, die mir hierfür vom Handel oder einem Verlag zur Verfügung gestellt wurden. Ich werde immer darauf hinweisen, wenn es sich um ein Belegexemplar handelt, ebenso wie ich den Bezugspartner nennen werde. Das ist nur fair zu wissen. Ich werde aber nicht nur Blümchenmalerei betreiben, sondern weiter meine Meinung zu Buch oder Produkt sagen. Gleich heute werde ich mit meinem ersten Rezension beginnen, für die ich das Buch freundlicherweise vom Verlag erhielt: Gabriele Kurz - Natürlich gut essen.

Außerdem werde ich mich auch nicht von anderen Seiten, Foren oder ähnlichem vereinnahmen lassen. Ich hatte da vor einigen Wochen eine Anfrage (nein, ich sage jetzt nicht, von wem), ob ich nicht eine Kooperation eingehen möchte, dafür wäre mein Blog quasi unter ihrer Flagge gelaufen für "einen noch zu vereinbarenden Anteil an Werbeeeinnahmen". Ich habe hier dankend abgelehnt, denn das war eine Frechheit. Auch getarnte Werbelinks in Kommentaren werde ich weiter gnadenlos als Spams markieren, denn das brauche ich gar nicht. Nichts gegen Links, aber nicht um kommerzielle Seiten zu unterstützen.

Über Kommentare freue ich mich immer ungemein, insbesondere wenn konstruktive Ideen enthalten sind. Schön finde ich auch, dass zunehmend mehr Non-Foodies kommentieren. Ich selbst habe in letzter Zeit weniger bei anderen kommentiert. Das heißt nicht, dass ich andere Blogs nicht verfolge. Es braucht einfach noch mehr Zeit im Netz und das wirkliche Leben fordert einfach mehr Raum ein. Da ich entweder in meinem Blog weniger machen müsste oder die Kommentare bei anderen einschränken konnte, hoffe ich, dass die anderen Foodies es mir nachsehen, wenn ich nicht immer eine Bemerkung hinterlasse, wenn es auch noch so spannend und verlockend klingt.

Bei den Rezepten werde ich mir treu bleiben, überwiegend alltagstaugliche, schnelle und doch leckere Gerichte. Auch die Fotosqualität wird wohl bleiben. Denn auch wenn meine Kamera wohl demnächst das zeitliche segnen wird, so wird es bei einer kleinen Kompaktkamera bleiben.

Ich freue mich auf das nächste Jahr, mal sehen, welche Rezepte mir so über den Weg laufen. Das eine oder andere Brot wird jetzt - dank Ulrike - sicher dabei sein.

10.06.09

Rezept: Dinkelvollkornbrot mit ganzen Körnern

Dinkelvollkornbrot mit ganzen Körnern

Wenn es im Hause genial-lecker so verführerisch nach frischem Brot duftet, kommt meistens ein misslungenes Etwas aus dem Ofen. Doch dieses Mal ein tolles, schön aufgegangenes Dinkelbrot, was Kind so gerne isst. Zu verdanken haben wir es der tollen Nachhilfe von Ulrike von Küchenlatein. Sie brachte fertigen Sauerteig, jede Menge Tipps mit und empfahl dieses Rezept, das im Original von Meister Süpke stammt. Nicht nur, dass ich gestern eine Menge über Sauerteig und Brotbacken im Allgemeinen gelernt habe, es war auch ein netter und toller Nachmittag, bei dem sich mal wieder 2 Foodies im echten Leben kennen lernen durften! Vielen Dank für die Tipps und den netten Besuch!!

Zutaten

Für 1 Brot in einer 30-cm Kastenform

Für den Sauerteig:

  • 340 g grob gemahlener Dinkelschrot
  • 10 g reifer Roggensauer (100 % Hydration)
  • 340 g Wasser, Temperatur 25°C

Für das Kochstück:

  • 200 g Dinkelkörner
  • 400 ml Wasser

Für das Quellstück:

  • 200 g Dinkelvollkornmehl
  • 20 g Salz
  • 120 ml Wasser

Außerdem:

  • 190 g Dinkelvollkornmehl
  • 40 g Honig
  • 10 g frische Hefe
  • 1/4 TL gemahlener Anis

Zutaten

  1. Für den Sauerteig alle Zutaten mischen und 16 Stunden bei Raumtemperatur mischen, stehen lassen (übernahm netterweise Ulrike).
  2. Für das Quellstück Mehl mit Salz und Wasser verkneten, mindestens 3 Stunden stehen lassen.
  3. Für das Kochstück die Körner mit dem Wasser aufkochen und auf niedriger Flamme mit aufgesetztem Deckel 40 Minuten köcheln lassen. Stehen lassen. Mindestens 30 Minuten vor dem Mischen absieben und gut abtropfen lassen.
  4. Sauerteig mit Quell- und Kochstück vermischen, das restliche Mehl, Honig und Anis zugeben, Hefe darüber bröseln. Alles auf kleinster Stufe mit der Küchenmaschine 20 Minuten kneten. Abgedeckt 1 Stunde ruhen lassen.
  5. Erneut für 10 Minuten auf niedrigster Stufe kneten. Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  6. Den Teig in eine Kastenform geben, mit nassen Fingern glatt streichen.
  7. Auf der 2. Schiene von unten in den Ofen schieben, die Hitze auf 170°C Ober-/Unterhitze reduzieren und für 100 Minuten backen. Aus der Form lösen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Zubereitungszeit: etwa 2 Stunden Arbeitszeit (unterbrochen, vieles macht die Küchenmaschine alleine) + 16 Stunden Ruhezeit + 100 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: wahrscheinlich ein einfaches Brot, für mich trotzdem etwas kniffelig

Quelle: Küchenlatein

Da ihre Tipps so hilfreich waren, hier nochmal bei mir:

  • Den Salz ans Quellstück, etwa 10% der Mehlmenge. Dadurch wird das Aroma besser und wohl auch die Bekömmlichkeit.
  • Ruhe- und Quellzeiten einhalten, damit sich die Aromen entwickeln können.
  • Knetzeiten sind wichtig, um das Gluten (den "Kleber" im Mehl) freizusetzen, also hier nicht kürzen, macht ja die Küchenmaschine ;-)
  • Der Teig ist von der Konsistenz ähnlich wie Hefeteig, eher etwas kleberiger.
  • Honig kann nach Belieben dosiert werden, Anis z.B. durch Brotgewürz ersetzt werden.

Weil es so lecker war und ist, hier noch eine Brotscheibe, schmeckt auch toll nur mit Butter:

Dinkelvollkornbrot mit ganzen Körnern

9.06.09

Rezept: Hähnchen-Rhabarber-Curry

Hähnchen-Rhabarber-Curry

Ehe sich die aktuelle Rhabarbersaison verabschiedet, gab es noch mal ein pikantes Rhabarber-Gericht. Wir haben ein Curry daraus gemacht. Dazu verwendeten wir eine grüne Currypaste, die wir geschenkt bekommen hatten. Mir fehlte ein wenig die süßliche Komponente, mein Mann war begeistert. Das nächste Mal allerdings mit Frühlingszwiebeln statt normaler Zwiebel und evtl. noch roter oder gelber Paprika.

Zutaten

Für 2 Personen

  • 1 Doppelhähnchenbrustfilet à 400 g
  • 350 g Rhabarber
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Öl
  • 1 Päckchen grüne Currypaste
  • Salz, Pfeffer, Honig

Zubereitung

  1. Fleisch abspülen, trockentupfen und in Streifen schneiden. Rhabarber schälen, Enden kappen und in etwa 1 cm lange Stücke schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken.
  2. Öl im Wok erhitzen, das Hähnchen darin scharf anbraten, zuletzt Zwiebel und Rhabarber zugeben. Currypaste zugeben und mit Salz, Pfeffer (beides wenig) und Honig abschmecken.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 30 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: eigenes Rezept

7.06.09

Rezept: Kartoffel-Gurken-Salat

Kartoffel-Gurken-Salat


Rezepte für Kartoffelsalat kann frau ja gar nicht genug haben. Also bringe ich zum gemeinsamen Grillen gerne mal einen Kartoffelsalat mit. Ich habe hier diesen Klassiker ausprobiert, der ja eine typische Beilage zu Wiener Schnitzel ist. Aber auch zu Steak und Co schmeckt es hervorragend. Allerdings sollte er schnell serviert werden, da er lauwarm am besten schmeckt, kalt ist er zwar auch nicht schlecht, verliert aber deutlich. Nachmachen empfohlen! Wer es senfbetont mag, muss etwas mehr nehmen, er rundet hier nur das Dressing ab, dominiert nicht.

Zutaten

Für 4(-6) als Beilage (ja nachdem was noch so gereicht wird)

  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • 1 Salatgurke
  • 6 Schalotten
  • 1 EL Butter
  • 300 ml Brühe
  • 1-2 EL Weißweinessig (1 1/2 genommen)
  • 1 EL Dijon-Senf, grobkörnig
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln kochen, schälen und komplett auskühlen lassen (kann gut am Vortag gemacht werden). Gurke schälen, halbieren, Kerne herauskratzen, fein hobeln. Schalotten schälen und fein hacken.
  2. Butter in einem kleinen Topf zerlassen, Schalotten darin anschwitzen, Brühe zugeben, mit dem Essig aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen.
  3. In der Zwischenzeit die Kartoffeln in Scheiben schneiden, mit den Gurken mischen.
  4. Das Dressing über die Kartoffeln geben, vorsichtig mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 60 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: leicht variiert nach Tim Mälzer - Born to Cook, S. 63

Kochbuch: Tim Mälzer - Born to Cook

Tim Mälzer - Born to cookDieses Buch steht schon so lange in meinem Regal, ich habe eine ewige Liste mit Rezepten, die ich unbedingt nachkochen will, aber irgendwie kommt immer was dazwischen. Damit tue ich Tim Mälzer und seinem ersten Kochbuch allerdings Unrecht. Denn hier sind Klassiker genauso zu finden wie neue Ideen. Er mixt und variiert fröhlich, genauso wie die Rezepte seiner damaligen Kochshow bei V.O.X. war. Dabei ist alles recht unkompliziert zuzubereiten. Die Rezepte sind fast durchweg bebildert, wobei weniger auf die Deko geachtet wird, es ist eher so angerichtet, wie es man oder frau daheim hinbekommt. Häufig sind Hauptgericht und Beilage nebeneinander gestellt, so das langes Blättern wie in vielen anderen Kochbüchern entfällt.

Die Rezepte selbst sind nicht in gängigen Kategorien angeordnet, sondern folgen einem eigenen Schema: Hall of Fame - Tims Lieblingsgerichte, Banalitäten, Sonntagsbraten, Family Food, Cooking for Two, ...vom Küchenbullen, Klassiker - Huldigung und Tschuldigung, Men´s Health, Sweeties, Fisherman´s Friend, Back to Basics. Das Register listet leider nur Titel und nicht Zutaten auf.

Die Rezepte selber haben eine etwas gedrängte Zutatenliste mit mehreren Zutaten pro Zeile, die Arbeitsanleitung ist gut nachvollziehbar beschrieben, aber im Fließtext gehalten. Ofentemperaturen und Zeiten sind nicht extra hervorgehoben. Das hat er in seinen späteren Büchern deutlich verbessert.

Von diesen kleinen Mängeln abgesehen ist das Buch echt empfehlenswert, denn sowohl fortgeschrittene Hobbyköche finden hier neue Ideen, auch Kochanfänger werden hiermit sicher glänzen. Das Buch ist aktuell noch im Handel oder bei Amazon erhältlich. Daraus schon vorgestellt:

6.06.09

Rezept: Spargelquiche mit Räucherlachs

Spargelquiche mit Räucherlachs

Wir hatten Freunde zu Besuch. Ich habe einfach schon mal was vorbereitet und diese Quiche gebacken. Spargel passt ja hervorragend zu Räucherlachs, hier werden sie noch mit einem Eierguss und Dill umschmeichelt, gebettet auf krossen Mürbeteig. Manchmal kann Genuss so einfach sein! Ich habe wohl neue Quiche-Fans gewonnen. Da die Quiche kalt besser als warm schmeckt, lässt sie sich perfekt vorbereiten, auch zu einem Brunch passt sie hervorragend!

Zutaten

Für eine 26-cm Springform

Für den Mürbeteig:

  • 300 g Mehl (Typ 405)
  • 1 TL Salz
  • 150 g Butter
  • 1 Ei (M)

Für den Belag:

  • 600 g weißer Spargel
  • Wasser, Salz, Zucker, 1 EL Butter
  • 250 g Räucherlachs
  • 100 ml Sahne
  • 150 ml Milch
  • 3 Eier (L)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Bund Dill

Außerdem:

  • Fett für die Form
  • Backpapier und Linsen zum Blindbacken

Zubereitung

  1. Für den Mürbeteig alle Zutaten rasch verkneten und mind. 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen.
  2. In der Zwischenzeit den Spargel schälen, dabei die Enden ggf. etwas kürzen, schräg in etwa 3 cm große Stücke schneiden. Salzwasser mit 1 EL Zucker und der Butter aufkochen und die Spargelstücke darin in 4 Minuten (je nach Dicke) bissfest garen, gut abtropfen lassen.
  3. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Scheiben des Räucherlachses trennen, in Streifen schneiden.
  4. Die Form einfetten, den Teig darin auslegen, einen etwa 3 cm hohen Rand formen. Mit Backpapier auslegen, mit Linsen bedecken und 10 Minuten blind backen.
  5. Die Sahne mit Milch und Eiern verquirlen, mit Salz, Pfeffer würzen. Dill waschen, trockenschütteln, fein hacken, untermischen.
  6. Backpapier samt Linsen entfernen, Räucherlachs und Spargelstücke etwas durchmischt darauf verteilen. Die Eiersahen darüber gießen.
  7. Auf mittlerer Schiene ca. 35 Minuten backen. Schmeckt kalt besser als warm.

Zubereitungszeit: etwa 45 Minuten Arbeits- + 35 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: etwas variiert nach NGV - Spargel, S. 24

5.06.09

Rezept: Entenbrust mit Rhabarber-Confit

Entenbrust mit Rhabarber-Confit

Als ich dieses Rezept bei Brot und Rosen gesehen habe, wusste ich sofort, was es bei uns an Pfingsten geben sollte. Ich wollte etwas leckeres, aber möglichst unaufwändig, da ich mich viel lieber um unseren Besuch kümmern wollte. Unsere Entenbrüste waren aber wohl deutlich größer, zumindest klappte es mit der Garzeit so gar nicht. Nach einer Stunde habe ich auf 100°C "erhöht", insgesamt benötigten sie fast 2 Stunden im Ofen. Dafür entschädigte das Confit, alle anderen konnten sich Rhabarber zu Ente nicht vorstellen, aber es harmoniert ganz wunderbar. Die Sauce ist schlichtweg der Hammer! Hochgenial!! Vielen Dank für das Rezept!! Werde ich sicher wieder machen!

Zutaten

Für 6 Personen

Für die Entenbrüste:

  • 3 Entenbrüste à ca. 330 g
  • Salz, Pfeffer

Für das Rhabarber-Confit:

  • 500 g Rhabarber
  • 150 ml Wasser
  • 100 g Zucker
  • 2 EL Aceto Balsamico di Modena

Für die Sauce:

  • 50 ml Sud vom Rhabarber-Confit
  • 50 ml trockener Wermut (Noilly Prat genommen)
  • 100 ml Weißwein
  • 200 ml Geflügelfond
  • ca. 30 g Butter
  • 2 EL Doppelrahm (vergessen, wurde nicht vermisst)
  • Zitronensaft, Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Entenbrüste abwaschen, trockentupfen, die Hautseite schräg einschneiden. Eine Pfanne aufsetzen und richtig heiß werden lassen. Eine Form auf mittlerer Schiene in den Ofen stellen und auf 75°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Die Entenbrüste mit der Hautseite nach unten in die Pfanne einlegen und das Fett 3 Minuten ausbraten. Dann wenden und nochmals 3 Minuten braten. Von beiden Seiten salzen und pfeffern, in die Auflaufform legen und im Ofen 2 Stunden garen.
  3. Für das Rhabarber-Confit den Rhabarber schälen und in 3 cm lange Stücke schneiden. Wasser mit Zucker und Essig aufkochen, die Rhabarberstücke hineinlegen. Bei kleiner Hitze (3/9) in etwa 7 Minuten bissfest garen. Die Stücke dürfen nicht zermusen! Passiert ganz schnell!! Mit einem Schaumlöffel aus dem Sud heben und auf einen Teller legen.
  4. Vom Sud 50 ml für die Sauce abmessen, beiseite stellen. Den Rest auf starker Hitze sirupartig einkochen, über die Rhabarberstücke geben und stehen lassen.
  5. Für die Sauce den Großteil des ausgetretenen Entenfetts abgießen. Die benötigten Zutaten schon mal abmessen.
  6. Soblad die Entenbrüste fertig sind (geben bei Druck leicht nach und federn schnell zurück - ähnlich einem gespannten Daumenballen), aus der Form heben, auf einem Teller im Ofen warm stellen. Den Bratensatz mit dem Geflügelfond in die Pfanne spülen. Den beiseite gestellten Sud vom Rhabarber-Confit, Weißwein zugießen und bei starker Hitze auf die Hälfte reduzieren lassen. Die Butter unterschlagen.
  7. Bei Bedarf noch mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Entenbrüste schräg aufschneiden. Mit Rhabarber-Confit und Sauce anrichten und servieren.

Zubereitungszeit: etwa 45 Minuten Arbeits- + 2 Stunden Garzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: etwas abgewandelt (Zeit und Vergesslichkeit) nach Brot und Rosen

4.06.09

Rezept: Pikantes Erdbeerrisotto

pikantes Erdbeerrisotto

Ich liebe Erdbeeren!! Ich bekam einige, die leider Transportschäden erlitten hatten. Gewaschen und geputzt waren sie zwar noch toparomatisch, aber leider wenig ansehlich. Was lag da näher, als endlich mal wieder ein kulinarisches Experiment zu wagen und Erdbeeren mit reichlich Pfeffer in ein Risotto zu verwandeln? Das Rezept stand schon lange auf meiner Nachkochliste (ich habe nur den Erdbeeranteil erhöht), klang es doch spannend, auch wenn ich Mühe hatte, es mir vorzustellen. Ich war mal wieder einfach begeistert! So lecker, außergewöhnlich, ohne sonderlich anspruchsvoll in der Zubereitung zu sein! Das wird es sicher wieder geben! Nachkochen absolut empfohlen!

Zutaten

Für 6 Personen

  • 700 g Erdbeeren, vorbereitet gewogen (bei mir waren dafür gut 900 g nötig, hatten aber viele Macken)
  • 2 Schalotten
  • 1,5 l Hühnerfond
  • 50 g Butter
  • 500 g Risotto-Reis (Arborio)
  • 2 große Glas Rotwein (etwa 400 ml
  • 5 EL Crème double
  • 6 EL frisch geriebener Parmesan
  • Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle (eher grob gemahlen)
  • Parmesan zum Bestreuen!

Zubereitung

  1. Die Erdbeeren waschen, puzten, etwa 200 g schöne halbieren und beiseite stellen. Die restlichen Erdbeeren würfeln. Die Schalotten schälen und fein hacken. Den Hühnerfond in einem Topf zum Kochen bringen, auf kleiner Hitze am Sieden halten.
  2. Während der Hühnerfond langsam wärmer wird, in einem zweiten, großen Topf die Butter zerlassen. Darin die Zwiebelwürfel glasig anschwitzen, dann den Reis zugeben und unter Rühren ebenfalls glasig andünsten. Die Erdbeeren zugeben, Hitze auf 1/2 Maximal reduzieren. Zügig mit 1 Glas Rotwein ablöschen, komplett einkochen lassen. Das zweite Glas Rotwein zugießen und erneut einköcheln lassen.
  3. Dann unter stetem Rühren schöpfkellenweise den Fond zugeben und jeweils einköcheln lassen. Jeweils so viel Fond zugeben, dass der Reis knapp bedeckt ist. Die Erdbeeren zermusen dabei langsam. Den Parmesan reiben.
  4. Sobald der Reis al dente ist, also noch leichten Biss hat, den Topf vom Herd nehmen, die Crème double gemeinsam mit dem Parmesan untermischen und mit Salz und reichlich Pfeffer abschmecken, 2 Minuten ruhen lassen.
  5. Portionsweise mit den beiseite gestellten Erdbeeren garnieren, ggf. noch mit etwas Parmesan bestreuen.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 50 Minuten (hängt vom Aufwand bei den Erdbeeren ab, kann auch schneller gehen)

Schwierigkeit: leicht, bei aromatischen Erdbeeren!

Quelle: Risotto-Kochbuch, S. 144

3.06.09

Rezept: Spargelsalat mit Erdbeeren

spargelsalat-mit-erdbeeren.jpg

Als ich beim Spargelstand vorbeilief kam gerade eine frische Lieferung. Ich konnte einfach nicht widerstehen, frischer geht es doch gar nicht, morgens noch in der Erde, abends bei uns. Ich hatte eine Spargelquiche mit Räucherlachs vorbereitet und dafür Spargel gegart. Ich habe einfach etwas mehr gemacht und für unser Abendessen mal wieder einen Spargelsalat gemacht. Da es auch herrliche Erdbeeren gab, wollten die natürlich auch mit in den Salat wandern. Ergebnis: genial lecker, auch wenn die grünen Pfefferkörner so gar nicht harmonierten, die kommen da nicht mehr rein!

Zutaten

Für 2 Personen

  • 300 g weißer Spargel
  • 200 g Erdbeeren
  • 2 EL Orangensaft
  • 50 g Crème fraîche
  • 1 EL Estragon-Essig
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Estragonzweiglein
  • 1 TL grüne Pfefferkörner (würde ich weglassen, passte gar nicht!)

Zubereitung

  1. Den Spargel schälen und in etwa 3 cm dicke Stücke schneiden. Salzwasser mit Zucker und etwas Butter aufkochen, darin den Spargel in etwa 7 Minuten bissfest garen. Erdbeeren waschen, putzen, Druckstellen entfernen und ggf. halbieren oder vierteln. In eine Schüssel oder auf eine Platte geben.
  2. Für das Dressing die Saure Sahne mit dem Essig und Orangensaft verrühren, abschmecken. Estragon waschen, trockenschütteln. Dressing über den Spargel geben, Estragon grob darüber zupfen.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 40 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: NGV - Spargel, S. 68