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27.02.09

Rezept: Chicoréesalat

Chicoreesalat

Wir hatten neulich mal wieder Pizza gemacht (beim nächsten Mal kommt auch mein ultimatives Pizzateigrezept). Dazu habe ich den Chicoréesalat gemacht, wie es ihn immer bei meiner Mutter gab. Da wir keine so großen Salatesser waren, hat sie das Dressing immer mit Sanostol (das richtige, nicht das mit Eisen) aromatisiert. Dadurch gibt es eine leichte Orangennote und auch eine gewisse Süße. Auch unsere Kleine fand ihn umwerfend, dafür hat sie sogar die Pizza ignoriert!

Zutaten

Für 4 Personen

  • 500 g Chicorée (etwa 3 Stauden)
  • 2 EL Salatcrème (Miracel)
  • 2 EL Joghurt
  • 2 EL Sanostol
  • 1 Handvoll Rosinen
  • falls vorhanden: 1 Mandarine

Zubereitung

  1. Vom Chicorée den Ansatz abschneiden, unschöne Stellen entfernen, halbieren, Strunk entfernen und den Chicorée in feine Streifen schneiden.
  2. Chicorée waschen, gut abtropfen. Salatcrème mit dem Joghurt und dem Sanostol verrühren, Rosinen unterrühren und den Salat gut mit dem Dressing vermischen.
  3. Den Salat einige Minuten durchziehen lassen, vor dem Servieren nochmal wenden. Wenn vorhanden die Mandarine schälen, Filets heraustrennen und vorsichtig untermischen.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 15 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Familienrezept

Probleme Kommentarfunktion: gelöst

Ich hatte mich schon ein wenig gewundert, dass so wenig Kommentare eingingen, als mich gestern Foodfreak darauf aufmerksam machte, dass beim Kommentieren eine Fehlermeldung auftritt. Gottseidank habe ich ja den technikbegabten Jan als Freund, auf dessen Server auch meine Seite liegt. Denn ich habe zwar so ein klitzekleines bischen Ahnung von html, aber sobald es an tiefschürfendes geht, verstehe ich nur noch chinesisch. Die Funktion hatte sich gelöscht, wie auch immer. Jan hat das gestern im Eiltempo behoben. Hier nochmal mein Dank an Jan für die schnelle und tolle Hilfe und Foodfreak für den Hinweis!

26.02.09

Rezept: Schneegestöber mit Amaretto

Schneegestöber

Der backbegabte und -begeisterte Bruder hat - passend zum winterlichen Wetter - mal wieder für die Familie eine Torte gezaubert. Diese Torte war eine seiner ersten und er empfiehlt sie insbesondere für Torteneinsteiger, da sie recht unkompliziert zuzubereiten ist, dadurch gelingt sie fast immer. Beeindrucken kann man damit problemlos, genial lecker ist sie obendrein.

Zutaten

1 Springform à 26 cm

Für den Biskuit-Teig:

  • 4 Eier (M)
  • 3 EL warmes Wasser
  • 130 g Zucker
  • 200 g Haselnüse (gemahlen)
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt gemahlen

Für die Füllung:

  • 400 g Sahne
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 50 g Raspelschokolade
  • 3 EL Amaretto

Für den Guss:

  • 125 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier belegen.
  2. Die Eier trennen, die Eiweiße zu Eischnee schlagen, die Eigelbe mit Wasser und Zucker sehr schaumig rühren. Die Haselnüsse mit dem Backpulver und dem Zimt mischen und portionsweise unterrühren, zuletzt den Eischnee unterheben. Den Teig in die Form füllen, glatt streichen.
  3. Auf mittlerer Schiene 25-30 Minuten backen, leicht abkühlen lassen, Ring ablösen, auf ein Gitter stürzen und das Backpapier abziehen. Den Biskuit gut auskühlen lassen.
  4. Die Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen. Zuletzt die Schokolade und den Amaretto unterziehen, den Biskuit komplett mit der Sahne überziehen.
  5. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, unter Rühren leicht abkühlen lassen. Die Kuvertüre langsam auf die Sahne gießen und unter Rühren mit einer kleinen Gabel unter die Sahne ziehen.
  6. Vor dem Servieren nochmals mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Zubereitungszeit: Etwa 40 Minuten Arbeits- + 30 Minuten Back- + etwa 4 Stunden und nochmals 30 Minuten Kühlzeit

Schwierigkeit: recht einfach

Quelle: GU - Tortenzauber einfach köstlich, S. 116

24.02.09

Rezept: Kalbsbraten mit Tomaten-Pilzgemüse

Kalbsbraten mit Tomaten-Pilzgemüse

GKE_Februar09_130x250Wir hatten aus dem Weihnachtsurlaub noch hier schwer und nur teuer erhältlichen Kalbsbraten mitgebracht, der im Tiefkühl schlummerte. Passend zum laufenden Garten-Koch-Event wurde daraus ein Sonntagsbraten zubereitet, der alle schwer begeisterte. Allerdings hatten wir auch Glück mit dem Gemüse, da der Bioladen hier einfach tolle und für die Jahreszeit sehr aromatische Waren da hatte. Wir waren sehr begeistert, tolles Rezept, auch wenn die angegebene Garzeit so gar nicht stimmte, da half aber unser Bratenthermometer, so dass wir den Braten retten konnten. Noch schlummert ein weiteres Stück Kalbsbraten im Tiefkühl und wenn ich nicht unbedingt weitere Rezepte testen wolte, wäre dieses ein heißer Kandidat.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 1000 g Kalbsbraten (Nuß)
  • Salz, Pfeffer
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 200 ml Kalbsfond (insg. 400 ml nötig)
  • 3 Thymianzweige
  • 6 Scheiben Bauchspeck
  • 500 g Tomaten
  • 500 g Champignons
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 g Sahne
  • 200 ml Kalbsfond
  • Zucker
  • Saucenbinder, falls gewünscht

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Fleisch abspülen und trockentupfen. 3 EL Olivenöl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch darin von allen Seiten anbraten, salzen und pfeffern. Tomatenmark zugeben, kurz anschwitzen und mit 200 ml Kalbsfond ablöschen. Hitze ausschalten und den Braten mit dem Thymian und den Speckscheiben belegen. Deckel aufsetzen.
  2. Den Braten auf unterer Schiene bei geschlossenem Deckel 20 Minuten garen. Dabei etwa alle 10-15 Minuten begießen.
  3. Die Tomaten waschen, den Strunk herausschneiden, oben kreuzweise einritzen und mit kochendem Wasser überbrühen, Haut abziehen, würfeln. Nach 20 Minuten der Bratzeit zugeben und weitere 40 Minuten garen.
  4. In der Zwischenzeit die Pilze putzen (z.B. etwas schneller), Pilze jenach Größe in Scheiben oder Viertel schneiden. Frühlingszwiebeln abspülen, Grün und Wurzeln großzügig abschneiden und in Ringe schneiden (Grün und Weiß extra lagern), Knoblauch schälen und fein hacken.
  5. Öl in einer beschicheten Pfanne erhitzen, darin die Pilze anbraten, zuletzt dengehackten Knoblauch und das Weiße der Frühlingszwiebeln zugeben und mit anschwitzen, beiseite stellen.
  6. Den Braten in Alufolie wickeln und im ausgeschalteten Ofen ruhen lassen (ich klemme immer ein zusammengerolltes Handtuch in die Tür, damit die Hitze nicht zu hoch ist). Die Tomaten aus dem Braten heben und zu den Pilzen geben.
  7. Den Bratensud mit der Sahne und den weiteren 200 ml Kalbsfond aufkochen, einreduzieren lassen (Speed: Saucenbinder binden), mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und das Gemüse darin erwärmen.
  8. Braten aufschneiden, mit dem Gemüse servieren.

Zubereitungszeit: etwa 40 Minuten Arbeits- + 60-70 Minuten Garzeit

Schwierigkeit: recht einfach

Quelle: GU - Sonntagsbraten, S. 33

Dazu schmeckt: Nudeln jeder Art oder Kroketten

23.02.09

Foodie-Treffen in Potsdam: neuer Termin gesucht

Nachdem keine weiteren Zusagen kamen, würde ich vorschlagen, dass wir einen Termin so ab Juni suchen, in der Hoffnung, dass dann mehr Foodies Zeit haben. Terminvorschläge gerne in den Kommentaren. Ich werde dann mit Sebastian einen neuen Termin festlegen, an dem die meisten können, Termin und Treffpunkt werde ich dann rechtzeitig bekannt geben.

21.02.09

Rezept: Steckrüben-Möhren-Suppe

Steckrüben-Möhren-Suppe

In der Biokiste war mal wieder eine Steckrübe gewesen. Ich hatte bei diesem Schneeregen mal wieder Lust auf Suppe, doch eine andere als die schon getestete. In diesem Rezept konnte ich alle restlichen Bestandteile der Biokiste verwerten: Steckrübe, Möhren und Kartoffeln. Sie war ingesamt etwas dickflüssig, was es aber fürs Kind deutlich einfacher machte, sie zu essen. Lecker war sie obendrein! Wir haben sie alle sehr genossen, ist allerdings sehr sättigend.

Zutaten

Für 6-8 Personen

  • 500 g Steckrübe
  • 750 g Möhren
  • 300g Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Honig
  • 1300 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Sahne
  • Salz, Muskat
  • Petersilie (war bei uns aus dem TK, die frische war extra traurig)

Zubereitung

  1. Steckrüben, Möhren und Kartoffeln schälen und würfeln. Zwiebeln schälen und fein hacken.
  2. Olivenöl in einem großen Schnellkochtopf (5 Liter) erwärmen, darin die Zwiebel golden anschwitzen, das restliche Gemüse zugeben und ebenfalls anbraten. Honig darüber träufeln und wenden.
  3. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, Deckel schließen und auf dem 2. Ring 15 Minuten garen. (Ohne Schnellkochtopf: 25 Minuten bei geschlossenem Deckel) Sahne aufgießen und pürieren.
  4. Mit Salz und frisch geriebener Muskatnuß abschmecken und mit etwas Petersilie bestreuen.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 40 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Schrot und Korn 02/09

Andere Suppen mit Möhren/ Karotten:

Andere Suppen mit Steckrübe:

19.02.09

Rezept: Rosenkohl mit Gorgonzola-Kräutersauce

Rosenkohl mit Gorgonzola-Kräutersauce

Wir kochen zwar noch regelmäßig, aber ich komme neben dem Familienleben und der Arbeit einfach nicht mehr so viel zum Bloggen. Doch dieses Rezept hat es einfach verdient - gab es auch erst im Dezember ;-). Eigentlich bin ich ja kein so Gorgonzola-Fan, aber wir hatten einen recht milden im Käseladen bekommen. Der Rosenkohl ist so richtig schön würzig, wir waren total begeistert. Den gab es als Beilage zu einer gebratenen Entenbrust, wozu es richtig gut passte. Das schmeckte uns so lecker, dass es mittlerweile schon mehrfach bei uns gekocht wurde. Nachkochen empfohlen!

Zutaten

Für 2 als üppige Beilage

  • 500 g Rosenkohl
  • 1 Schalotte
  • 20 g Butter
  • Salz
  • 80 ml Gemüsebrühe
  • 50 g Gorgonzola
  • 80 g Mascarpone (Halbfettstufe)
  • 3 EL Milch
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1/2 Bund Dill
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Rosenkohl putzen, den Strunk kreuzweise einschneiden. Schalotte schälen und fein hacken.
  2. Butter in einem Topf zerlassen, die Schalottenwürfel darin anschwitzen, dann den Rosenkohl zugeben und unter Wenden anbraten, etwas salzen.
  3. Mit Gemüsebrühe ablöschen, Deckel aufsetzen und in 10 Minuten bei mittlerer Hitze bissfest garen.
  4. Den Gorgonzola mit der Mascarpone und der Milch mit dem Pürierstab mischen, zum Rosenkohl geben und nochmals kurz aufkochen lassen, gut umrühren.
  5. Die Kräuter waschen, trockenschütteln und hacken, unterheben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zubereitungszeit: fertig in etwa 50 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: GU - Küchenbibliothek Gemüse, S. 137

17.02.09

Rezept: Schwarzwurzel-Gratin

Schwarzwurzel-Gratin

Ich hatte vor einige Zeit Schwarzwurzeln in meiner Biokiste (ich komme einfach nicht hinterher...). Die hatte ich noch vom letzten Jahr in schlechter Erinnerung (das ruinierte Top durfte ich damals rauswerfen), der dann getestete Salat war zwar richtig lecker, aber auf die Putzerei hatte ich ja so gar keine Lust. Doch die Biobäuerin meinte, nur putzen, kochen und danach schälen. Keine Schweinerei, ganz schnell und die ideale Verarbeitung für Schwarzwurzeln. Nicht faul wurden die vorhandenen Rezepte durchsucht und tatsächlich, wir fanden dieses Rezept für ein Gratin. Doch die angegebene Arbeitszeit haute überhaupt nicht hin, nicht nur, das die Schwarzwurzeln auch für den Spargeltopf viel zu lang waren (und ja nicht halbiert werden sollten), auch das Schälen stellte sich als sehr mühsam heraus. Zu dritt waren wir mit etwa 1 kg Schwarzwurzeln mindestens 20 Minuten mit Pellen beschäftigt, geht zwar nach Abschrecken etwas besser, aber so ideal ist das alles noch nicht. Wenn also jemand da einen ultimativen Tipp hat, ich wäre extrem dankbar. Bliebe noch über das Gratin zu sagen, dass es uns geschmacklich mit dem Aufwand völlig versöhnt hat, denn es schmeckte überragend lecker. Die Sauce harmonierte ganz wunderbar mit den Schwarzwurzeln und dem Schinken und der Käse gab noch einen extra Kick.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 1 kg Schwarzwurzeln
  • 1 gehäufter TL Salz
  • 2 EL Essig
  • Pflanzenöl für die Form
  • 8 dünne Scheiben gekochter Schinken
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 100 g Saure Sahne
  • 100 g Schlagsahne
  • 2 EL Zitronensaft
  • Pfeffer, schwarz
  • 100 g fester, recht junger Edelpilzkäse

Zubereitung

  1. Die Schwarzwurzeln mit einer Bürste unter fließendem Wasser gründlich schrubben, damit der ganze Dreck weg ist. Wasser in einem hohen Topf aufsetzen, sobald es kocht, Salz und Essig zugeben, Schwarzwurzeln darin 20 Minuten kochen.
  2. Die Schwarzwurzeln abschrecken und pellen (ringsum geht besser als längs, trotzdem eine Strafarbeit...). Die Form fetten. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Basilikum waschen, trockenschütteln und die Blättchen abzupfen. Jetzt die Schwarzwurzeln in 8 Portionen teilen, mit jeweils 1/8 der Basilikumblätter in eine Schinkenscheibe wickeln und mit der Naht nach unten in Form legen.
  4. Saure Sahne mit Schlagsahne und dem Zitronensaft verquirlen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, neben die Schwarzwurzeln gießen. Den Käse fein würfeln, über die Schwarzwurzeln streuen.
  5. Auf mittlerer Schiene 10 Minuten gratinieren.

Zubereitungszeit: etwa 80-90 Minuten Arbeits- + 20 Minuten Koch- + 10 Minuten Gratinierzeit

Schwierigkeit: Schwarzwurzeln putzen

Quelle: GU - Die echte Jeden Tag Küche, S. 168

15.02.09

Rezept: Fleischbrühe

Fleischbrühe

Blog-Event XLII - Eintopf - Einsendeschluss 15. FebruarMir geht es wie vielen bei diesem Event: ICH MAG KEINEN EINTOPF!! Die waren schon daheim nie ein wirklicher Genuss und jahrelange Mensaspeisung (die Gießener gehört noch zu den besseren) hat es mir dann komplett ausgetrieben. Das einzige, was annhähernd ein Eintopf sein könnte (unser Möhrengulasch und der Kohl-Hack-Eintopf) sind schon länger online und scheiden damit leider aus. Aber meine Fleischbrühe ist fast ein Eintopf. Denn ich koche immer gleich 2 Liter mit ganz viel Einlage, die gibt es dann an einem Tag so zu essen und die eigentliche Fleischbrühe dann am nächsten Tag mit extra Einlage oder wird eingefroren. Also hoffe ich, dass das als Eintopf durchgeht, zumindest die Zutaten könnten einer sein.

Zubereitung

Für etwa 2 Liter Suppe

  • 2 l Wasser
  • 2 Beinscheiben à etwa 400 g
  • 3 Bund Suppengrün
  • 4 Petersilienwurzeln
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Zweig Liebstöckel
  • Salz

Zubereitung

  1. Wasser in einen 5-Liter Schnellkochtopf geben. Beinscheiben abspülen, ins Wasser legen.
  2. Suppengrün und Petersilienwurzeln putzen und würfeln, Zwiebel schälen und hacken. Liebstöckel abspülen. Alles zu den Beinscheiben ins Wasser legen. 1 gestrichenen TL Salz zugeben.
  3. Deckel schließen und auf dem 2. Ring etwa 45 Minuten garen. Vom Herd nehmen und selber abdampfen lassen (dauert so 10-15 Minuten).
  4. Liebstöckel herausnehmen und entsorgen. Die Beinscheiben herausheben, das Fleisch auslösen und in mundgerechte Stücke schneiden, wieder in die Suppe geben, mit Salz abschmecken.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten Vorbereitungs- + 45 Minuten Kochzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Familienrezept

13.02.09

Rezept: Pilzpolenta

Pilzpolenta

Fremdkochen ChampignonsWir haben für das laufende Fremdkochen ein wenig in der ewigen Nachkochliste gestöbert und wurden fündig. Seit unendlicher Zeit schlummert dort die Pilz-Polenta der Kaffeebohne. Wir haben allerdings das Einweichwasser für die Brühe verwendet, dadurch wurde das Pilz-Aroma nochmals unterstützt. Auch bei uns dauerte das Ausquellen der Polenta deutlich kürzer als im Rezept, obwohl ich eine No-Name-Polenta verwendet habe. Eigentlich wollten wir es auf einem Blech ausquellen lassen und noch in etwas Butter anbraten. Aber das erste Probieren war so lecker, dass wir ganz schnell unser Hähnchengeschnetzeltes angebraten haben. Das Kind mag eigentlich keine Pilze, aber von der Polenta hat sie mindestens ein Drittel gegessen, ehe der Bauch fast platzte. Wir waren alle begeistert, das gab es nicht zum letzten mal, danke Katja!

Zutaten

Für 2-3 Personen als Beilage

  • 10 g getrocknete Steinpilze
  • 40 g Champignons
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 EL Pflanzenöl
  • Gemüsebrühenpulver für 500 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 125 g Polenta
  • 40 g Parmesan (frisch gerieben)
  • 3 Zweige Thymian

Zubereitung

  1. Die getrockneten Steinpilze für 30 Minuten in heißem Wasser einweichen. Die Champignons putzen und fein würfeln. Die Zwiebel schälen und fein hacken.
  2. Die Steinpilze aus dem Wasser nehmen und ebenfalls fein hacken. Das Einweichwasser durch einen Kafffeefilter gießen und dabei auffangen, mit Wasser auf 500 ml auffüllen.
  3. Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebelwürfel und die Champignons darin anschwitzen, die gehackten Steinpilze zugeben und mit dem Wasser ablöschen. Gemüsebrühenpulver und das Salz unterrühren.
  4. Aufkochen und die Hitze so reduzieren, dass die Brühe nur noch leise siedet. Dann die Polenta unter ständigem Rühren einrieseln lassen, darauf achten, dass keine Klümpchen entstehen. Die Hitze weiter reduzieren (etwa 3/9), so dass die Polente nur noch gelegentlich blubbert, unter häufigem Rühren ausquellen lassen (bei uns etwa 10-15 Minuten).
  5. Parmesan unterrühren und mit Salz abschmecken.

Zubereitungszeit: Pilze Einweichzeit 30 Minuten + nochmal etwa 40 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Quelle: PIlz-Polenta von der Kaffeebohne

11.02.09

Foodie-Treffen in Potsdam

fremdkochen-im-winter.jpg

Mit dieser Post fing alles an: Im Briefkasten fand ich das schön gewordene Fremdkochen im Winter-Buch der Hüttenhilfe. Gleichzeitig merkten Sebastian und ich, dass wir rein geographisch gar nicht so weit auseinander wohnen. So kam die Idee, sich doch auch mal in Natura zu treffen. Unsere Frage: Wer hat Lust sich anzuschließen?

Wir schlagen den Samstag, 07. März 2009 um 19 Uhr vor. Als Treffpunkt hätte ich das Ristorante Da Vinci vorgeschlagen.

Wer sich uns anschließen möchte, meldet sich bitte in den Kommentaren an oder mittels Email an rike(at)genial-lecker(dot)de. Sagt bitte bis spätestens Dienstag, 03. März Bescheid falls und wenn ja zu wie vielen Ihr kommt, damit ich den Tisch reservieren kann. Ich freue mich auf viele Leute!

Restaurant: Ristorante Da Vinci

Ich möchte Euch noch einen meiner Lieblings-Italiener in Potsdam vorstellen. Hier haben wir schon etliche schöne Abende verbracht. Der Eingang zum Ristorante Da Vinci liegt etwas versteckt, doch dahinter öffnet sich ein lauschiger Innenhof (leider ohne Sonne), dafür auch im Hochsommer angenehm kühl. Auch das Restaurant selber überrascht durch seine großzügige Raumwirkung. Im Restaurant ein großer Tresen und ein Steinofen, je nach Tisch kann man auch ein wenig in die Küche luken.

Die Karte wechselt saisonal. Auf einer großen Tafel gibt es immer noch eine Menu-Empfehlung des Tages. Die Karte bietet eine große Auswahl klassischer und gehobener italienischer Speisen. Für Freunde der Pizza werden verschiedene Varianten aus dem Steinofen angeboten. Doch auch, wer Pasta-Variationen, verschiedenste Fleisch- oder Fischspezialitäten sucht, hier wird jedeR sicher fündig.

Doch noch einmal zu dem Ambiente. An den Wänden gibt es gelegentlich wechselnde Kunstausstellungen mit (meist) geschmackvollen Bildern. Die Tische sind edel eingedeckt. Zusätzlich zu den Tischen im Erdgeschoss gibt es noch eine Empore ringsum auf der kleine Tische für 2-4 Personen stehen, perfekt für eine romantische Verabredung. Durch die Höhe wirkt das Erdgeschoss sehr großzügig.

Die Kellner sind alle toll, genau die richtige Mischung aus Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und Zurückhaltung, so dass man hier immer einen umsorgten, angeregten Abend verbringen kann. Wir haben es noch nie bereut, den Weinempfehlungen gefolgt zu sein. Wer einmal richtig genießen möchte, klappt die Karte zu und läßt sich vom Kellner ein Menu zusammestellen. Nicht immer entsprach das dem Tagemenu, aber immer unseren Vorstellungen. Ich habe dort noch nie etwas gegessen, was mir nicht geschmeckt hat. Allerdings kann ich nicht viel über die Pizzen sagen, da ich mich eigentlich immer von anderen Köstlichkeiten verführen lasse.

Das Restaurant ist immer einen Abstecher wert.

9.02.09

Rezept: Schokoladenblaukraut

Schokoladenblaukraut

Die Magen-Darm-Grippe hat uns noch immer in ihren Klauen. Auch wenn es dem Kind schon wieder recht gut geht, ist mir immer noch recht bäh, appetitlos. Jetzt hat es auch den Göttergatten erwischt und so ist weiter Schonkost angesagt. Aber ich habe noch so vieles, was ich noch nicht vorgestellt habe, wie das Schokoladenblaukraut, das wir zu unserer gebratenen Ente genießen durften, das auch als Beilage empfohlen wurde. Hier wird das Blaukraut durch Zartbitterkuvertüre abgerundet, was dem Blaukraut eine interessante Geschmacksnote gibt. Die Schokolade hält sich schön im Hintergrund und harmoniert ganz wunderbar mit der Ente. Aber auch zu Wild kann ich es mir hervorragend vorstellen. Diese Version werden wir sicher mal wieder machen!! Mitgebracht wurde es übrigens von den mitessenden Freunden, die sich bei diesem Festschmaus für die Beilagen und den Wein verantwortlich fühlten. Die Farbe kam bei der Nahaufnahme vom Blaukraut nicht sonderlich gut raus, auf dem Übersichtsbild ist sie näher am Original.

Zutaten

Für 4 Personen als Beilage

  • 800 g Rotkohl
  • 1 EL Puderzucker
  • 100 ml Portwein
  • 200 ml Rotwein
  • 125 ml Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 Pimentkörner
  • 1/2 TL Pfefferkörner (schwarz)
  • 1 Splitter Zimtrinde
  • 2-3 EL Apfelmus
  • 1 Streifen Bio-Orangenschale
  • 1 Scheibe frischer Ingwer
  • 20 g kalte Butter
  • 1 TL gehackte Zarbitterkuvertüre (etwa 30 g, wir waren großzügig)
  • Salz, Zucker
  • 1 EL Aceto balsamico (möglichst milder)

Zubereitung

  1. Vom Rotkohl die äußeren Blätter und den Strunk entfernen. Den Kohl in feine Streifen schneiden oder hobeln.
  2. In einem großen Topf den Puderzucker karamellisieren, den Port- und Rotwein zugeben und auf 1/3 reduzieren lassen.
  3. Rotkraut mit der Brühe zufügen und bei geschlossenem Deckel für 60 Minuten ziehen lassen (sollte nicht kochen!), dabei öfters umrühren.
  4. In der Zwischenzeit schon mal die Piment- und Pfefferkörner mit der Zimtrinde in ein Beutel (gut sind Teebeutel geeignet) geben, mit dem Lorbeerblatt zum Rotkraut geben und für weitere 30 Minuten ziehen lassen.
  5. Das Apfelmus unterrühren. Orangenschale und Ingwer einlegen und für einige Minuten (so 5-10) ziehen lassen. Gemeinsam mit dem Lorbeerblatt und dem Gewürzsäcken wieder herausnehmen.
  6. Jetzt die gehackte Schokolade unterrrühren. Mit Salz, Zucker und Aceto balsamico abschmecken.

Zubereitungszeit: etwa 35 Minuten Arbeits- + 90 Minuten Kochzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: Schuhbeck - Meine bayerische Küche, S. 285

7.02.09

Tipp: Champignons schnell geputzt

Pilze putzen

Passend zu den beiden Champignon-Events bei der Hüttenhilfe und bei der Gärtnerin (Thema von Sus) hier mal unsere superschnelle Pilz-Putz-Methode: Ich hatte ja vor einiger Zeit erwähnt, dass wir Pilze in Mehlwasser putzen, das wollte ich hier bei gegebenem Anlass mal richtig vorstellen. Die Methode habe ich mal bei Tim Mälzer gesehen, funktioniert mit Champignons am besten und auch mit Pfifferlingen recht gut!

Wichtig ist, dass man/ frau schnell arbeitet, denn die Pilze ziehen gerne Wasser. Das wird aber durch das Mehl verhindert, das wiederum als eine Art Schmirgelpapier wirkt. Funktioniert richtig gut! Zwar muss ich hinterher immer nochmal jeden Pilz schnell durchsehen und den Ansatz abschneiden, aber die Putzzeit beträgt maximal noch die Hälfte! Sehr zu empfehlen!!

Champignons putzen

Für das Putzen in einer Schüssel mit passendem Sieb (ich nehme dafür meine Salatschleuder) etwa 2 Liter Wasser mit 6 gehäuften EL Mehl aufschwemmen (am einfachsten mit dem Sieb immer wieder hoch und runter, bis das Wasser richtig schön trübe ist. Dann etwa 300 g Champignons hineingeben und mit beiden Händen sanft gegeneinander bewegen (damit sie schön aneinander schmirgeln). Dabei versuchen, alle Pilze zu erwischen. Dann mit dem Sieb herausheben, abtropfen lassen (auf einem Küchenkrepp), ggf. die restlichen Pilze putzen. Zuletzt alle Pilze einmal durchsehen und mit einem Küchenkrepp und Messer den verbliebenen (viel weniger) Schmutz abreiben und unschöne Stellen entfernen.

Bei Pfifferlingen müssen die Lamellen nochmals nachgeschaut und auch noch nachgereinigt werden, da kommt frau trotzdem nicht drum rum!

4.02.09

Rezept: Kalbsrahmbraten

Kalbsrahmbraten

Jetzt hat mich die Magen-Darm-Grippe vom Kind auch erwischt. Essen ist momentan extrem schwierig. Daher ist hier erst mal etwas weniger los. Daher hier noch ein Rezept aus dem letzten Urlaub:

Wir hatten für die Weihnachtsfeiertage noch einen Kalbsbraten von unserem dortigen Metzger besorgt. Unser Kochbuchvorrat ist dort beschränkt und mit Modem macht eine Internet-Suche nicht wirklich Spaß. Aber wir hatten dort dieses Kochbuch und wurden dort sofort fündig. Genial lecker!! Ein wirklich würdiger Festtagsbraten!

Zutaten

Für 4 Personen

  • 2 Zwiebeln
  • 1 Karotte
  • 100 g Knollensellerie
  • 2 reife Tomaten
  • 3 EL Öl
  • 1,5 kg Kabsbraten (am besten Kalbsnuss, bei uns waren es 1,3 kg)
  • 1 TL Puderzucker
  • 1 EL Tomatenmark
  • 150 ml Rotwein
  • 500 ml Geflügelbrühe
  • 10 g getrocknete Pilze (Steinpilze genommen, lt. Rezept Champignons o. Egerlinge)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Wacholderbeeren
  • 100 g Sahne
  • 2 Petersilienstiele
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Streifen Biozitronenschale
  • Salz, Cayennepfeffer

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwiebeln, Karotten und Sellerie schälen und alles würfeln (so etwa 1 cm groß). Tomaten waschen, halbieren, Strunk herausschneiden und achteln.
  2. 2 EL vom Öl im Bräter erhitzen und das Fleisch darin von allen Seiten anbraten. Fleisch herausheben und mit Küchenkrepp das Fett aus dem Bräter tupfen.
  3. Den Puderzucker im Bräter karamellisieren, das Tomatenmark unterrühren, kurz unter Rühren anschwitzen. Dann mit der Hälfte des Rotweins ablöschen und sirupartig einköcheln lassen, dann den restlichen Rotwein angießen und erneut sirupartig einreduzieren, dann mit der Brühe aufgießen.
  4. In der Zwischenzeit das restliche Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und das Gemüse (nicht die Tomaten!) darin anbraten. Gemüse mit den Tomaten in den Bräter geben und das Fleisch obenauf setzen.
  5. Bei geschlossenem Bräter im Ofen 3 Stunden schmoren, dabei öfters mal wenden (so alle 20-30 Minuten).
  6. Die Knoblauchzehe schälen und halbieren. 30 Minuten vor Ende der Garzeit die getrockneten Pilzen mit dem Lorbeerblatt und den Wacholderbeeren zum Braten geben. Die Sahne zugießen und Petersilie, Knoblauchhälften und Zitronenschale zugeben. Die restlichen 30 Minuten erneut bei geschlossenem Deckel weiterschmoren.
  7. Das Fleisch herausheben und nochmal kurz ruhen lassen, dann in Scheiben schneiden.
  8. Die Sauce durch ein Sieb gießen (haben wir gelassen, Kind bekam Sauce mit Gemüse, somit wir auch... Dafür dann die Gewürze herausfischen), gut ausdrücken. Mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Zum Fleisch servieren.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten Arbeits- + 3 Stunden Schmorzeit

Schwierigkeit: relativ einfach, aber gutes Fleisch nötig (Metzger!)

Quelle: Alfons Schuhbeck - Meine bayerische Küche, S. 205

1.02.09

Rezept: Russischer Apfelkuchen

Russischer Apfelkuchen

Unsere kleine Prinzessin ist schon ein Jahr alt geworden. Grund genug, einen wunderschönen Geburtstagskuchen zu backen. Meine Wahl fiel auf diese fruchtige Version eines Schokoladenkuchens. Nur der vorgesehene Vodka wurde durch Zitronensaft ersetzt und der Zuckerguß mit Vodka durch einen Schokoladenüberzug. Doch dann kam ein Magen-Darm-Virus dazwischen und das Geburtstagskind wollte den ganzen Tag nichts essen und war den ganzen Tag über krank! Den verbliebenen, erwachsenen Geburtstagsgästen schmeckte es aber richtig gut. Dazu gab es noch einen Marmorkuchen, der mit Smarties verziert wurde.

Zutaten

Für eine 26-cm-Springform (eigentlich 24 cm)

  • 500 g Äpfel
  • 1 EL Zitronensaft (eigentlich Vodka)
  • 100 g Zartbitterschokolade
  • 200 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 TL Zimtpulver
  • 2 TL Kakao
  • 4 Eier (M)
  • 1 Prise Salz
  • 300 g Mehl (Typ 405)
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • Fett für die Form

Für den Guß:

  • 200 g Kuvertüre
  • Zuckerfiguren nach Belieben
  • lt. Rezept 150 g Puderzucker + 2 EL Vodka

Zubereitung

  1. Die Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und quer in dünne Scheiben schneiden. Die Schokolade grob raspeln.
  2. Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Die Eier trennen, die Eigelbe zu der Butter rühren. Zimt- und Kakaopulver mit dem Vanillezucker unterrühren.
  3. Die Eiweiße mit dem Salz zu Eischnee schlagen. Den Eischnee auf die Buttermasse geben, das Mehl mit dem BAckpulver mischen und auf den Eischnee sieben. Alles unterheben.
  4. Zuletzt die Äpfel und die geraspelte Schokolade unterheben.
  5. Die Form fetten und auf mittlerer Schiene bei 160°C Umluft für (lt Rezept 45 Minuten) 60-90 Minuten backen. Das Rezept gab 45 Minuten an, da der Teig da innen noch komplett roh war, musste ich die Backzeit verdoppeln, könnte aber auch an der Apfelsorte liegen.
  6. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Dann den Rand der Springform abnehmen und komplett auskühlen lassen.
  7. Nach Belieben entweder die Kuvertüre schmelzen oder aus dem Vodka und dem Puderzucker eine Glasur anrühren und den erkalteten Kuchen damit überziehen.

Zubereitungszeit: etwa 60 Minuten Arbeits- + 60-90 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: einfach

Quelle: GU - Lieblingskuchen einfach gut, S. 90

So dann ein Stück auf dem Teller:

Russischer Apfelkuchen