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Küchengötter, die Zweite

Nachdem ich mich neulich etwas über die AGBs sowie den negativen Bescheid der Küchengötter-Redaktion über die Rezept-Verwendung geärgert hatte, bekam ich gestern nun wieder eine Email. Meine Anfrage sei missverständlich beantwortet worden. Tatsache sei, dass - wie in der Bloggerszene üblich - die Rezepte durchaus verwendet werden dürften, wenn denn die Quelle angegeben sei. Ebenso bitten sie um eine Mitteilung, dass das Rezept verwendet wurde. Die AGBs sollen demnächst angepasst werden, wie in der Mail versprochen wurde.

Im Wortlaut klang das dann so: "Selbstverständlich erlauben wir die in Foodblogs übliche Vorgehensweise, Textmaterial von unserer Seite mit entsprechender Quellenangabe zu verwenden. Mit Rücksicht auf die Urheberrechte unserer Fotografen ist die Verwendung von Bildmaterial leider nicht möglich. Offensichtlich berücksichtigen unsere Nutzungsbedingungen diese Form der Verwendung in Blogs bisher unzureichend, das werden wir anpassen, um der gängigen Praxis, die Sie ja selbst schon länger ausüben, Rechnung zu tragen. Im Sinne unserer Autoren freuen wir uns, wenn Sie uns zudem über die Verwendung eines Rezepts von uns informieren."

Gerne, liebe Redaktion der Küchengötter, auch darauf freuen wir uns. Es scheint sich dort also etwas bewegt zu haben. Bleibt nur die Frage, warum man sich seitens der Redaktion so unzureichend über die Gepflogenheiten der Bloggerszene informiert hatte, ehe man ein solches Projekt startete. Dennoch freue ich mich über den jetzt lockereren Umgang mit den Rezepten.

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Comments

So ganz locker wird sich dann doch nicht gegeben. Die erneute mail dürfte dann dem doch kleinen Rauschen in der Blogwelt geschuldet sein, welches dann wohl erstmal zu Klärungsbedarf führte, wie die Umgangsformen angepasst werden können an übliche Praxis ohne größeren Imageverlust.

Merkwürdig eigentlich nur, dass der Verlag selber keine Quellen der Rezepte anzugeben wagt, aber gerne als Urheber erscheinen will für so vieles, was schon lange bekannt ist. Irgendetwas ist da also samt Abgabe von Nutzungsrechten durch BenutzerInnen immer noch nicht stimmig...

Du triffst den Nagel auf dne Kopf, Rike: "Bleibt nur die Frage, warum man sich seitens der Redaktion so unzureichend über die Gepflogenheiten der Bloggerszene informiert hatte, ehe man ein solches Projekt startete"...
Ich kann mir genau vorstellen, wie das da ablief: Ein Brainstorming des Marketing-Teams, bei dem möglichst viele Web-Buzzwords in den Raum geschmissen wurden. "Wir brauchen auch was mit interactivity, community und user feedback" - und so entstand stargötter, küchencookers oder wie hießen die noch gleich?

Hört sich ja stark nach Schadensbegrenzung an.

Mit dem Urheberrecht kommst Du auf jeden Fall nur in Konflikt, wenn Textpassagen 1 zu 1 kopiert werden.

b man da überhaupt noch Lust hast, auf diese Seite zu gehen?.....

Nun denn, ich denke bis auf die Rzepte von El Bulli ist es wohl schwer, ein copyright auf ein Rezept zu erreichen, denn wenn man schon eine Zutat ändert, ist es nicht mehr das Rezept.....

Ich hab auch die Reaktion bei Sebastian Dickhaut im Blog gelesen... natürlich ist man an allen Ecken um Schadensbegrenzung bemüht, und das ist ja auch gut und richtig so. Es gibt im Web genug Vereine die sich da anders verhalten...

Die Argumentation, das Problem sei der Unerfahrenheit mit der Bloggerszene zu schulden, finde ich allerdings, sagen wir, kreativ. Worum es im vorliegenden Fall geht ist nicht Blog-Gebaren sondern das gute alte Urheberrechtsgesetz, also eine Kernkompetenz eines jeden Verlagshauses, mit der man sich sehr wohl auskennt.

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