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27.02.07

Rezept: Maronen-Apfel-Püree

maronen-apfel-pueree.jpg

Wir haben zu unserem Perlhuhn am Wochenende auch noch dieses Püree zubereitet. Es ist wirklich schnell und simpel zuzubereiten. Ich finde es lauwarm am besten, da dann die Maronen am besten geschmacklich herauskommen. Eine perfekte Beilage zu Wild, Ente oder Gans. Außerdem wirklich gut vorzubereiten.

Zutaten

Für 4 als Beilage

  • 2 Boskop
  • 125 ml naturtrüber Apfelsaft
  • 125 g gekochte, vakuumverpackte Maronen
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Zubereitung

  1. Die Äpfel schälen, halbieren, Kerngehäuse entfernen und in Spalten schneiden.
  2. Mit dem Apfelsaft köcheln lassen, Maronen zugeben und nach weiteren 5 Minuten pürieren.
  3. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Zubereitungszeit: insgesamt 25 Minuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: GU - Pute, Gans und Ente, S. 10

Must Have: Ein Pürierstab

Kochbuch: GU - Pute, Gans und Ente

GU - Pute, Gans und EnteGeflügelliebhaber werden dieses Buch lieben. Denn hier werden Rezepte vorgestellt, in denen Geflügel knusprig und fein gewürzt die Hauptrolle spielt. Nach 8 Kurzrezepten für pfiffige Beilagen folgen die eigentlichen Rezepte, unterteilt nach Vorspeisen und Suppen, geschnetzelt und gewürfelt, Brust und Keule, große Stücke. Die Rezepte an sich sind überwiegend raffiniert, dabei ist die Zubereitungsschwierigkeit eher einfach gehalten. Kompliziertere Rezepte sind mit Fotos zu den Zwischenschritten versehen. Auch in der Einleitung gibt es nochmals einige Tipps, wie man häufige Schritte einfach durchführen kann. Wie zum Beispiel zerlege ich einen ganzen Vogel? Die Antwort findet man auf S. 9.

Die Rezepte sind fast alle für 4 Personen angegeben. Auch wenn man schon mehrere Kocbücher besitzt, findet man hier noch Rezepte, die so in Grundkochbüchern nicht enthalten sind. Dabei variieren die Geschmacksrichtungen sehr voneinander. Neben der asiatischen Küche finden sich Varianten der bekannten Klassiker. Erfreulicherweise halten sich die Rezepte für alle 3 Geflügelsorten die Waage (in meinen anderen Geflügelkochbüchern dominiert meist die Pute). Es ist aktuell noch im Handel erhältlich und kann auch aktuell bei Amazon bestellt werden.

Aus diesem Buch schon vorgestellt:

26.02.07

Rezept: Kartoffel-Nuß-Plätzchen

kartoffel-nuss-plaetzchen.jpg

Diese Plätzchen haben wir zum Perlhuhn gegessen. Sie sind aber insgesamt eine tolle, superleckere Beilage zu Fleisch, insbesondere Wild. Allerdings muss man bei der Verarbeitung des Teiges doch relativ zügig arbeiten, da er leicht Feuchtigkeit zieht und klebrig wird.

Zutaten

Für 4 Personen als Beilage

  • 500 g mehlig kochende Kartoffeln (Adretta)
  • 2 Eier (M)
  • 1 EL Speisestärke
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
  • 100 g gehackte Haselnüsse
  • 2 EL Mehl (für die Arbeitsplatte)
  • 4 EL Butter (zum Ausbacken)

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und kochen, abgießen und etwas auskühlen lassen.
  2. Die Eier trennen, aus den Eiweissen Eischnee schlagen.
  3. Mit der Kartoffelpresse die Kartoffeln zu den Eigelben in eine Schüssel pressen, Speisestärke, Gewürze und Haselnüsse zugeben und alles zügig zu einem Teig verarbeiten. Den Eischnee unterheben.
  4. Auf der bemehlten Arbeitsfläche aus dem Teig eine etwa 5 cm dicke Rolle formen, diese in gleich dicke Scheiben schneiden.
  5. Die Butter in einer Pfanne schmelzen lassen und bei mittlerer Temperatur (6/9) die Plätzchen ausbacken, auf einem Küchenkrepp etwas ruhen lassen und warm servieren.

Zubereitungszeit: Insgesamt 45 Minuten (davon 20 MInuten Kochzeit für die Kartoffeln)

Schwierigkeit: etwas fortgeschritten

Quelle: GU Küchenbibliothek - Geflügel und Wild, S. 117

25.02.07

Rezept: Perlhuhn

perlhuhn.jpg

Wir hatten gestern Abend spontan Besuch und haben ein extra großes Perlhuhn dafür in den Ofen geschoben. Insgesamt war es recht wenig Arbeit und das Fleisch war ganz zart. Ich kann es nur empfehlen. Dazu gab es dann Kartoffel-Nuß-Plätzchen und Maronen-Apfel-Püree, was toll harmonierte.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 1 Perlhuhn, küchenfertig ausgehnommen à 1200 g
  • 2 Zweige Thymian
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Möhren
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Petersilienwurzeln
  • Öl
  • 2 Lorbeerblätter
  • 400 ml Geflügelfond (oder 1/2 Weißwein und Fond)
  • 2 EL Madeira
  • 100 g Saure Sahne

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Das Perlhuhn von außen und innen unter fließendem Wasser abspülen, trockentupfen. Die Thymianzweige hineinstecken, innen und außen salzen und pfeffern, mit Küchengarn Keulen und Flügel festbinden.
  3. Zwiebeln, Möhren, Knoblauch und Petersilienwurzeln schälen und rel. fein würfeln.
  4. Öl in einem hohen Bräter heiß werden lassen und das Huhn von allen Seiten darin anbraten. Das Gemüse zugeben und kurz anschwitzen, mit dem Fond ablöschen. Lorbeerblätter und Madeira zugeben. Mit einer Nadel die Haut an den fetteren Stellen einpiksen.
  5. Im Ofen ca. 60 Minuten braten, dabei gel. mit dem Sud begießen (so 4x insgesamt).
  6. Nach Ende der Bratzeit das Perlhuhn auf eine vorgewärmte Platte geben, Küchengarn entfernen.
  7. Für die Sauce die Lorbeerblätter entfernen und alles passieren oder mit dem Pürierstab durchmixen. Nochmals aufkochen, Saure Sahne unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Madeira abschmecken.

Zubereitungszeit: etwa 2 Stunden gesamt, davon 1 Stunde Bratzeit

Schwierigkeit: leicht

Quelle: GU Küchenbibliothek - Geflügel und Wild, S. 117

Dazu schmeckt: Kartoffel-Nuß-Plätzchen und Maronen-Apfel-Püree

23.02.07

Rezept: Quark-Apfel-Torte

Quark-Apfel-Torte

Ich habe eine leckere Apfeltorte mit Quark gebacken. Die Torte kommt ohne Teig (=ohne Boden) aus, was das Ganze noch etwas feiner macht. Man könnte es auch Käsekuchen mit Apfel nennen. Ich hatte die Menge halbiert und eine kleinere Form (18 cm) genommen. Das ist aber noch so aufgegangen, dass es übergelaufen ist. Außerdem hätte es noch 5 Minuten gebraucht - wenn in der Mitte Risse entstehen, ist jeder Käsekuchen perfekt. Tja- habe mich an meine eigene Regel nicht gehalten, war innen noch nicht ganz perfekt (fest, aber doch noch mit Zerfalltendenz). 5 Minuten mehr hätten nicht geschadet. Lecker ist es allemal. Werde mir jetzt mal eine 20 oder 22-cm Springform zulegen. Hier die Mengenangaben für 28 cm Springform.

Zutaten

für eine 28-cm Springform

  • 175 g weiche Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200 g Zucker
  • 4 Eier (M)
  • 1 Prise Salz
  • 1 kg Magerquark
  • 1 Biozitrone
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Päckchen Pudding-Pulver Vanille
  • 25 g Weichweizengrieß
  • 500 g Äpfel (Idared) komplett gewogen

Zubereitung

  1. Die Springform fetten und den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Die Butter mit dem Vanillezuckerund dem Zucker schaumig rühren.
  3. Die Eier trennen, jedes Eigelb einzeln unterrühren, das Eiklar mit 1 Prise Salz zu Eischnee steif schlagen.
  4. Den Magerquark unter die Eigelbe unterrühren.
  5. Die Zitrone waschen, die Schale abreiben und zur Quarkmasse geben. Backpulver, Pudding-Pulver und Grieß vermischen und gemeinsam unterrühren.
  6. Die Äpfel waschen, schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in feine Spalten schneiden, 1x halbieren. Unter die Quarkmasse heben. Danach den Eischnee unterheben.
  7. In die Springform füllen und auf mittlerer Schiene etwa 60 Minuten backen (bis in der Mitte Risse enstanden sind und die Oberfläche gebräunt ist.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten Arbeits- + 90 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: relativ leicht

Quelle: Dr. Oetker - Apfelkuchen, S. 98

Tipp: Im Originalrezept sind 125 g Rumrosinen enthalten, die gemeinsam mit den Äpfeln untergerührt werden (nur weggelassen, da Rosinenallergiker anwesend)

So dann ohne Rand:

Quark-Apfel-Torte

Backbuch: Dr. Oetker - Apfelkuchen

Dr. Oetker - ApfelkuchenEin Backbuch nur für Apfelkuchen, das klingt doch nach Nonsense! Dabei ist es so genial! Denn es gibt unendliche Variationen mit Apfel für Torten, Kuchen, Kleingebäck, wie es im Untertitel versprochen wird. Das Buch habe ich mir schon in meiner Studienzeit gekauft und schon vieles daraus nachgebacken.

Es gibt im Anhang eine kleine Apfelkunde, denn nicht nur Boskop, den ich am liebsten verwende, sondern auch andere Apfelsorten eignen sich hervorragend zum Backen. Sortiert sind die Rezepte nach der Art des Kuchens: vom Blech, aus der Form, Torten und Kleingebäck. Bei jedem Rezept ist die Zutatenliste nach Teig, Belag, etc. geordnet, in einem extra Kästchen die Zubereitungszeit, Backzeit, sowie die Ofeneinstellungen aufgelistet. Zusätzliche Nährwertangaben müssen zum echten Genuss einfach ignoriert werden.

Es sind nicht alle Rezepte mit Foto bebildert, aber die, bei denen ein Foto dabei ist, bekommt man auch so hin. Insgesamt 75 Rezepte machen Lust auf mehr. Die Vielfalt und die doch unterschiedlichen Geschmackskomponenten haben mich fasziniert. Ich backe immer wieder gerne daraus. Fehlt nur noch der Apfelbaum im Garten.

Das Buch ist - wie so viele meiner Sammlung - leider nicht mehr im Buchladen erhältlich und kann aktuell auch bei Amazon nur gebraucht vorbestellt werden.

Aus diesem Buch schon vorgestellt:

21.02.07

Rezept: Gröschtete Maultaschen

Gröschtete Maultaschen

Hier stelle ich mal wieder einen schwäbischen Klassiker vor. Es gibt unzählige Varianten, um Maultaschen zuzubereiten. Die gröschteten werden mit Rührei angemacht. Ich persönlich liebe es sehr puristisch mit Zwiebeln und Champignons, aber da gibt es unzählige Abwandlungen. Mein Mann bevorzugt Paprika und Tomaten.

Zutaten

Für 4 Personen zum Sattessen

  • 500 g Maultaschen (fertig gekauft - am besten vom Metzger)
  • 1 Zwiebel
  • 250 g Champignons
  • 2 El Öl
  • 4 Eier (M)
  • 100 ml Milch
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß
  • Gemischte Kräuter, hier Petersilie und Schnittlauch

Zubereitung

  1. Die Maultaschen in Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
  2. Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden oder halbieren (je nach Größe).
  3. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, zunächst die Zwiebel goldig anbraten. Dann die Maultaschen zugeben und unter Wenden Farbe nehmen lassen.
  4. Die Champignons ebenfalls zugeben, Hitze reduzieren und ebenfalls etwas anbraten.
  5. Milch und Eier verquirlen, Gewürze unterrühren. Die Eiermilch über die Maultaschen geben, gelegentlich umrühren (wie beim Rührei).
  6. Die Kräuter waschen und hacken, vor dem Servieren zugeben.

Zubereitungszeit: etwa 25 Minuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: Familienrezept

Dazu schmeckt: Grüner Salat

20.02.07

Rezept: Portweinbutter mit Schalotten

Portweinbutter mit Schalotten

Ein recht schneller Dip zu Lamm oder Rind, eine echte Alternative zur klassichen Kräuterbutter. Dabei ist die Butter mit relativ wenig Aufwand zubereitet und schmeckt umwerfend lecker. Ich kann es nur weiterempfehlen.

Zutaten

Für 1 kleines Schälchen

  • 3 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 120 g weiche Butter
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 100 ml Portwein
  • Gewürze: Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Schalotten und Knoblauch schälen und sehr fein hacken.
  2. 20 g von der Butter in einer Pfanne zerlassen, die Zwiebel und den Knoblauch darin glasig dünsten. Den Rosmarinzweig mitdünsten lassen.
  3. Alles mit dem Portwein ablöschen und unter glegentlichem Rühren einkochen lassen, bis alles geleeartig eingedickt ist.
  4. Den Rosmarinzweig entfernen und alles aus der Pfanne in ein Schälchen geben. Mit der restlichen Butter mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Bis zum Servieren kalt stellen.

Zubereitungszeit: fertig in 30 MInuten + 30 Minuten Kühlzeit

Schwierigkeit: leicht

Quelle: GU einfach clever - Saucen und Dips, S. 69

Tipp: Koch-Event Pasta

Blog-Event XXI - PastaErstmal herzlichen Glückwunsch an Spülkönig und Kitchenqueen zum Gewinn des letzten Koch-Events mit ihren Dschungel-Ziegenkäse-Ravioli. Ich muss mir jetzt nur noch überlegen, welches Rezept denn dafür in Frage kommt.

19.02.07

Rezept: Wildschweinragout

Wildschweinragout

Meine Schwiegereltern waren über das Wochenende da. Ich hatte auf dem Markt mal wieder Wild eingekauft. Ich habe dort einen wunderschönen ausgelösten Wildschweinrücken bekommen. Den habe ich zu Ragout klein geschnitten und über Nacht mariniert. Am nächsten Tag dann mit viel Zeit und Geduld lecker geschmort. Ich fand die Sauce noch einene Tick zu dünnflüssig, aber geschmacklich wirklich bombastisch. Das mit dem Mehl abbinden werde ich wohl noch etwas üben müssen. Ich hatte noch fertig gekochte Maronen, die ich noch in das Ragout gegeben hatte, was auch sehr gut passte. Dazu gab es dann handgeschabte Spätzle, die perfekt harmonierten.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 800 g Wildgulasch vom Wildschwein (aber auch für jedes andere Wild übertragbar)

Für die Marinade:

  • 500 ml Rotwein (trockener)
  • 250 ml Wasser
  • 1 Bund Suppengrün
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Gewürznelken
  • 8 Pfefferkörner
  • 5 Wacholderbeeren
  • 1 EL Preiselbeerkompott
  • 1 EL Olivenöl

Zum Kochen

  • 3 EL Olivenöl
  • Gewürze: Salz, Pfeffer
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Stück Zitronenschale
  • 400 ml Wildfond
  • 200 g Sahne
  • 1 EL Mehl

Zubereitung

  1. Das Fleisch abpülen, trockentupfen, ggf. noch in Würfel schneiden. In eine Schüssel geben.
  2. Das Suppengrün putzen und sehr fein würfeln, zugeben. Die Gewürze in Teesäckchen geben und zum Fleisch legen.
  3. Mit dem Rotwein und dem Wasser übergießen, Kompott und Olivenöl zugeben, mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht (besser 24h) kühl stellen.
  4. Am nächsten Tag Das Fleisch abgießen, dabei sowohl die Marinierflüssigkeit als auch das Gemüse auffangen. Gewürzbeutel heruasnehmen.
  5. Das Fleisch trockentupfen, mit Salz und Pfeffer würzen und im heißen Öl im Schmortopf portionsweise anbraten. Danach das Gemüse kurz andünsten. Das Fleisch wieder zugeben und mit Wildfond ablöschen. Zitronenschale und Tomatenmark zugeben.
  6. Die Marinade erwärmen und wie beim Risotto portionsweise hinzufügen. Insgesamt das Ragout bei mittlerer Hitze für 75 Minuten schmoren lassen.
  7. Das Fleisch herausheben. Das Gemüse durch ein Sieb in die Flüssigkeit passieren, die Sahne zufügen und alles köcheln lassen. Das Mehl mit Wasser verquirlen ud zugeben. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren
  8. .

Zubereitungszeit: 30 Minuten Arbeits- + 24 h Marinierzeit + 2 h Arbeits- und Kochzeit

Schwierigkeit: etwas kniffeliger

Quelle: GU - Wild, S. 29

Dazu schmeckt: Spätzle

Kochbuch: GU - Wild

GU - WildNoch ein Buch über Wild (Hier und hier schon vorgestellte). Wild haben wir erst jetzt so richtig für uns entdeckt. Früher war es uns eher zu teuer und wenn auch nur als Tiefkühlware erhältlich. Seit wir hierher gezogen sind, bekomme ich auf dem Markt auch sehr leckeres Wildfleisch. Dieses kleine Buch gibt einen wirklich guten Überblick über das, was man aus Wild alles zaubern kann. Der Anfang wird durch eine kurze Küchenkunde gemacht, wo auf Besonderheiten des Einkaufs, der Lagerung, etc. hingewiesen wird. Dazu dann noch ein Überblick über die verschiedenen Fleischsorten und ein Grundrezept Wildfond. Dazu dann kurze Beilagenrezepte. Die eigentlichen Rezepte sind unterteilt in Vorspeisen, Schalenwild, Wildhase und Kaninchen sowie Federwild. Zu Beginn jeden Kapitels gibt es nochmal eine kurze Übersicht über die darin enthaltenen Rezepte. Pro Doppelseite sind je zwei Gerichte mit Foto dargestellt. Dabei gibt es jeweils eine übersichtliche Zutatenliste, die Zubereitung ist nach Zwischenschritten gegliedert.

Schön finde ich, dass es immer eine Übersicht gibt, in der Marinier-, Arbeits- und Garzeit sowie eine Nährwertangabe enthalten sind. Etwas störend finde ich die wechselnde Personenangaben. Ansonsten aber ein wirklich gelungenes Buch, in dem überwiegend klassische Wildgerichte enthalten sind.

Das Buch ist aktuell noch im Handel erhältlich oder kann bei Amazon bestellt werden.

Aus diesem Buch schon vorgestellt:

17.02.07

Rezept: Orangen-Aioli

Orange-Aioli

Wir haben neulich Lammfilets bei Fondue gehabt. Dazu habe ich diesen Dip zubereitet, der genial lecker passte. Wir haben es sehr genossen. Eine klassische Grillsauce, schön viel Knoblauch, der mit der Fruchtigkeit der Orange kombiniert ist: einfach herrlich!

Zutaten

  • 1 Bio-Orange
  • 7 Knoblauchzehen
  • 1/2 Scheibe Weißbrot
  • 1 EL Weißweinessig
  • 100 ml Walnussöl
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung

  1. Die Orange heiß abspülen und die Schale abreiben, Orange auspressen.
  2. Knoblauch schälen und grob hacken. Das Weißbrot entrinden und zerbröseln.
  3. Orangenschale, Knoblauch und Brotwürfel in ein hohes Gefäß geben. Weißweinessig dazugeben.
  4. Alles mit dem Mixer gut durchmixen, dabei das Walnussöl langsam einlaufen lassen.
  5. MIt Orangensaft, Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken, nochmals aufmixen und servieren.

Zubereitungszeit: 20 MInuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: GU einfach clever - Saucen und Dips, S.71

Kochbuch: GU einfach clever - Saucen und Dips

GU einfach clever - Saucen und DipsNoch ein Buch über Saucen und Dips (hier das schon vorgestellte). Das schöne an einem solchen Buch ist, dass man die normalen Alltags-Rezepte unendlich abwandeln kann, indem man einfach mal eine andere Sauce dazu reicht. In diesem Buch gibt es zunächst eine kleine Einleitung mit Pannenhilfe, Variationsideen und auch Aufpeppmöglichkeiten für Fertigsaucen im Alltag. Dazu dann gleich ein paar Grundrezepte. Die eigentlichen Rezepte sind sortiert nach Gelegenheit: Pasta, Fleisch und Fisch, Salat und Gemüse sowie Dessert. Je Doppelseite sind zwei ähnliche Saucen mit Foto und Rezept dargestllt. Häufig gleich noch eine Variationsidee oder eine Empfehlung (insbes. im Fleisch- und Desserkapitel) wozu diese Sauce denn besonders gut passt. Die Personenangaben variieren etwas. Auch die Zutatenliste ist etwas gequetscht mit mehreren Zutaten pro Zeile. Dafür sind die Zubereitungsschritte gut beschrieben und gelegentlich sogar mit Zwischenschritt-Fotos erläutert.

Insgesamt ein Buch, das ich jedem empfehlen kann, der gerne mal etwas variiert. Hier sind die klassischen Varianten eher als Alternative angegeben und andere Rezeptideen in den Vordergrund gerückt. Besonders gut finde ich auch, dass es viele relativ schnelle Ideen gibt, auch die angegebene Zubereitungszeit stimmt beim ersten Mal nachkochen (wo man ja doch eher mal länger braucht).

Das Buch ist aktuell noch im Handel erhältlich, kann auch bei Amazon bestellt werden.

Aus diesem Buch schon vorgestellt:

15.02.07

Rezept: Weißkohl

Weißkohl

Der Weißkohl ist eine perfekte Gemüsebeilage zu Buletten (Fleischküchle) und Kartoffelbrei. Es ist schön rezent. Der Kümmel verbessert nicht nur die Verträglichkeit sondern gibt auch noch eine leckere Geschmackskombination ab. Für die Zubereitung habe ich mal wieder den Schnellkochtopf verwendet, was die Kochzeit wesentlich verkürzt.

Zutaten

Für 4 Personen als Beilage

  • 600 g Weißkohl
  • 1 Zwiebel
  • 100 g Speck
  • 1/4 l Gemüsebrühe
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, 1 TL Kümmel

Zubereitung

  1. Den Weißkohl vierteln, in feine Streifen schneiden oder hobeln. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
  2. Den Speck im 3l Schnellkochtopf auslassen. Die Zwiebel glasig andünsten. Den Kohl zugeben und unter gelegentlichem Rühren etwa 3 Minuten glasig andünsten.
  3. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, mit Salz, Pfeffer und dem Kümmel würzen.
  4. Den Topf verschließen und auf dem 2. Ring etwa 10 Minuten
  5. Langsam abdampfen lassen. Vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Zubereitungszeit: etwa 25 Minuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: Dr. Oetker - Grundkochbuch, S. 141

Tipp: wer keinen Schnellkochtopf besitzt, sollte das Gemüse bei mittlerer Hitze etwa 60 Minuten schmoren lassen.

14.02.07

Rezept: Gurken-Curry-Suppe

Gurken-Curry-Suppe

Hier mal wieder eine echt leckere Suppe, die obendrein noch figurfreundlich ist. Sie ist ruckzuck fertig und kann daher auch nach der Arbeit noch relativ rasch gezaubert werden. Damit konnte ich meinen Liebsten auch abends noch verwöhnen.

Zutaten

Für 2 Personen

  • 1 Salatgurke
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 mittelgroße mehligkochende Kartoffel
  • 2 El Öl
  • 1 TL Currypulver
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • Gewürze: Salz, Pfeffer
  • 2 EL Saure Sahne

Zubereitung

  1. Die Gurke, Zwiebel und Kartoffel jeweils schälen, die Zwiebel fein, Gurke und Kartoffel etwas gröber würfeln.
  2. Öl heiß werden, lassen, darin die Zwiebel andünsten, Curry zugeben und unter rühren anrösten, dann die Gemüsebrühe und die Kartoffel zugeben und alles bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel für 5 Minuten köcheln lassen.
  3. Die Gurke zugeben und erneut 5 Minuten köcheln lassen.
  4. Alles pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit der Sauren Sahne garniert servieren.

Zubereitungszeit: mit Tischdecken fertig in 20 MInuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: GU - Kalorien-Sparbuch, S. 39

Must have: ein Pürierstab

12.02.07

Rezept: gratinierter Ziegenkäse

gratinierter Ziegenkäse

Mein Mann hatte sich für das Blog-Event XX: Käse auch etwas ausgesucht. Wir hatten vor einiger Zeit in einer kleinen schnuckeligen Tapas-Bar in Berlin gratinierten Ziegenkäse gegessen, den er nachempfunden hat, was ihm auch ziemlich gut gelungen ist. Vielleicht hat ja jemand das Original-Rezept. Ansonsten ist das hier auch sehr zu empfehlen. Ein Außer-Konkurrenz-Beitrag.

Blog-Event XX: Käse

Zutaten

Für 2 Personen als Vorspeise

  • 2 Scheiben Ziegenkäserolle
  • 4 EL Honig (Lavendelhonig passt besonders gut)
  • 1/2 TL getrocknete gemahlene Chilischote (1 kleine frische wäre besser)
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 EL Olivenöl

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Den Ziegenkäse in 2 Portionsauflaufformen setzen. Den Honig um den Käse verteilen.
  3. Die Chilischote außenrum streuen. Einige Rosmarinnadeln abstreifen und in den Honig legen, den restlichen Zweig auf den Ziegenkäse legen.
  4. Alles mit Olivenöl beträufeln und im vorheizten Ofen etwa 10 Minuten gratinieren.
  5. Heiß servieren.

Zubereitungszeit: etwa 5 Minuten Arbeit + 10 Minuten Ofen

Schwierigkeit: leicht

Quelle: aus dem Gedächtnis einer Tapas-Bar nachempfunden

Dazu schmeckt: Baguette oder Fladenbrot

10.02.07

Rezept: Sauerbraten

aufgeschnittener Sauerbraten

Wie schon länger versprochen, kommt jetzt hier unser Sauerbratenrezept. Nachdem ich ihn eingelegt hatte, durfte ihn mein Bruder vollenden (seine Saucen sind jedes Mal bombastisch). Es war mal wieder genial lecker. Beim Aufschneiden darauf achten, dass man senkrecht zur Faser schneidet, dadurch wirkt das Fleisch noch mürber.

Zubereitung

Für 6 Personen

  • 1 eingelegter Sauerbraten à 1,5 kg - Rezept hier
  • 750 ml der Marinier-Flüssigkeit
  • 4 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • Gewürze:5 Pfefferkörner, 1 Lorbeerblatt, 3 Nelken, 3 Pimentkörner, Salz,
  • dunkler Saucenbinder
  • 200 g Schmand

Zubereitung

  1. Den Braten aus der Flüssigkeit nehmen und trockentupfen. 750 ml der Flüssigkeit abmessen (ggf. mit Rotwein auffüllen).
  2. Möhren und Zwiebel schälen, würfeln.
  3. Öl in einem 5 l Schnellkochtopf erhitzen, darin erst die Zwiebel, dann das Fleisch von allen Seiten anbraten.
  4. Mit der Flüssigkeit ablöschen, Gewürze und Möhren zugeben, Rand sauberwischen und verschließen.
  5. Langsam abdampfen, öffnen, Fleisch auf eine Platte geben. Alle Gewürze aus der Sauce fischen.
  6. Sauce nochmals aufkochen. Mit einem Pürierstab sämig pürieren (das Karottenmus bindet schon mal). Wem es noch zu flüssig ist, mit dunklem Saucenbinder abbinden. Schmand unterrühren, servieren.

Zubereitungszeit: 15 MInuten Arbeits- + 60 Minuten Koch- + 10 MInuten Arbeitszeit

Schwierigkeit: relativ leicht

Quelle: Familienrezept

Dazu schmeckt: Spätzle, jede Form von Knödeln oder wie bei uns an Weihnachten Semmelknödelgugelhupf

Die Sauce:

Sauerbratensauce

9.02.07

Rezept: Paprika-Omelett

Paprika-Omelett

Als Erinnerung an unsere tollen Flittertage in Barcelona (tolle Stadt!!) hatte ich meinem Mann ein spanisch-Kochbuch geschenkt, da er der absolute Fan der spanischen Küche ist. Also gab es endlich mal wieder Spanien in unserer Wohnung. Da das Omelett zu den huevos (Eierspeisen) gehört, wird es dort als Vorspeise gegessen, wir haben es zu zweit als Hauptgericht genossen.

Zutaten

Für 4 als Vorspeise oder 2 als Hauptgericht

  • 4 reife Tomaten
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Paprikaschoten
  • 150 g guter Schinken in dicken Scheiben
  • 6 Eier (M)
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • Gewürze: Salz, Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl für die Pfanne

Zubereitung

  1. Die Tomaten kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser überbrühen, kurz stehen lassen, die Haut abziehen, entkernen und das Fruchtfleisch würfeln. Die Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden.
  2. Die Paprikaschoten waschen, Kerne entfernen und in Streifen schneiden. Den Schinken in Streifen schneiden.
  3. Die Eier in einer Schüssel mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer verquirlen. Knoblauch schälen und dazupressen, gut verrühren.
  4. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel anbraten, dann die Paprika zugeben, etwa 3 Minuten anschwitzen.
  5. Tomatenwürfel und Schinken zugeben, alles schön verteilen und die Eiermasse darüber gießen. Die Hitze reduzieren (4/9), etwa stocken lassen.
  6. Noch warm servieren.

Zubereitungszeit: insgesamt 30 Minuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: GU - Spanien, S. 58

Kochbuch: GU - Spanien

GU SpanienDer Untertitel ist Programm: Kochen und verwöhnen mit Originalrezepten. Die Rezepte alleine lassen schon eine Urlaubsstimmung aufkommen. Dabei sind die Zutaten hier auch einfach erhältlich und die Rezepte sind so einfach beschrieben, dass sie problemlos nachgekocht werden können. Dabei decken sie einen schönen Querschnitt durch die spanische Küche ab.

Angefangen von Tapas (Kleinigkeiten) über Ensaladas (Salate) und die unverzichtbaren huevos (Eier), Sopas (Suppen), Pescados y mariscos (Fisch und Meeresfrüchte), Carnes (Fleisch) und natürlich Postres (Dessert). Die Rezepte stammen auch aus unterschiedlichen Regionen Spaniens, so dass auch hier ein schöner Querschnitt gefunden wird und man bestimmt mind. eines der Gerichte aus dem letzten Urlaub hier wiederfindet.

Die Rezepte sind wieder durchgehend bebildert und oft auch mit Tipps oder Hinweisen zu Gepflogenheiten der spanischen Küche versehen. Häufig finden sich zusätzlich Variationsvorschläge. Bei jedem Rezept ist eine Getränkeempfehlung vorhanden, die jedoch relativ unverbindlich ist (z.B. leichter Rotwein). Zu Beginn jeden Rezeptes finden sich Zubereitungs-, Ruhe-, Backzeiten sowie Kalorienangaben. Die Rezepte sind überwiegend für 4 Personen angeben, leider wechselt das aber gelegentlich, da muss man also einmal hinschauen. In der übersichtlich gestalteten Zutatenliste sind sogar die wichtigsten Arbeitsutensilien wie Springform oder Spritzbeutel angefügt. Dafür sind die Ofentemperaturen im Text der Arbeitsanleitung enthalten, da muss man also schon mal suchen.

Fazit: Ein Buch, das sich für jeden Fan der spanischen Küche lohnt. Das Buch ist aktuell noch im Handel erhältlich und kann jetzt bei Amazon bestellt werden.

Aus diesem Buch schon vorgestellt:

8.02.07

Rezept: Schmandkuchen

Schmandkuchen

Das ist einer unserer klassischen Familien-Wochenendskuchen. Denn wir sind alle totale Hefeteig-Fans. Der Belag ist einfach köstlich. Warm schmeckt er am besten. Insgesamt braucht er wieder etwas länger, die reine Arbeitszeit hält sich allerdings in Grenzen.

Zutaten

Für 1 Blech

Für den Teig

  • 1/8 l Milch
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 EL Zucker
  • 500 g Mehl (Typ 405)
  • 80 g Zucker
  • abgeriebene Schale 1 Zitrone
  • 1 Beutel Vanillezucker
  • 80 g Butter
  • 1 Ei (M)

Für den Belag

  • 500 ml Milch
  • 2 Beutel Vanillepudding zum Kochen (für je 500 ml Milch)
  • 8 EL Zucker
  • 1 Ei (M)
  • 2 Becher Schmand à 200 g
  • Rosinen nach Belieben

Zubereitung

Wer wenig Erfahrung mit Hefeteig hat, der findet vielleicht hier ein paar Tipps.

  1. Die Milch lauwarm erwärmen, die Hefe reinbröseln, den Zucker einstreuen, an einem warmen Ort stehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  2. In der Zwischenzeit die restlichen Zutaten für den Hefeteig in eine Schüssel geben. Dann die Hefemilch (den Vorteig) zugeben und alles gut zu einem glatten Teig verkneten. Mit einem Küchentuch an einen warmen Ort stellen und wieder so lange gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  3. Für den Belag, mit der Milch, Zucker und Puddingpulver den Pudding wie gewohnt kochen. Sobald der Pudding fertig ist, Schmand und Ei unterrühren.
  4. Das Blech fetten, den Teig darauf glatt ausrollen, mit einer Gabel etwas einstechen, damit er nicht so aufgeht. Die Rosinen auf dem Teig verteilen und die Puddingmasse darauf verteilen.
  5. Auf mittlerer Schiene bei 160°C Umluft etwa 30 Minuten backen. Noch warm servieren.

Zubereitungszeit: reine Arbeitszeit etwa 25 Minuten, insgesamt mind. 90 Minuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: Familienrezept

7.02.07

Rezept: Sauerbraten einlegen

eingelegter Sauerbraten

Ich habe ja schon länger versprochen, mein Sauerbratenrezept noch online zu stellen. Es ist zwar wieder mal mit Schnippelarbeit verbunden, aber es schmeckt noch mal klassen besser, als der vom Fleischer. Wobei hier auch der mal wieder extrem wichtig ist. Denn man sollte ein schönes Stück Rindfleisch nehmen, das nicht zu durchwachsen ist und gut abgehangen. Mein Fleischer geht dann meist noch mal nach hinten und holt ein tolles Stück für mich. Da das Fleisch durch das Einlegen weniger wird, sollte man ruhig großzügig mit der Fleischmenge sein. Ich rechne immer mit mind. 250 g Fleisch/ Person, das kommt dann meistens hin.

Zutaten

Für 6 Personen

  • 1,5 kg Rindfleisch
  • 2 Bund Suppengrün (ohne Lauch)
  • 2 Zwiebeln
  • 20 Pfefferkörner
  • 8 Pimentkörner
  • 5 Nelken
  • 2 Lorbeerblätter
  • 500 ml Weißweinessig
  • 750 ml Wasser

Zubereitung

  1. Das Fleisch gut abspülen und in eine hohe Schüssel legen.
  2. Suppengrün und Zwiebeln putzen und fein würfeln, zugeben. Die Gewürze zugeben.
  3. Essig mit dem Wasser mischen und über den Braten gießen, so dass das Fleisch komplett bedeckt ist.
  4. Mit Frischhaltefolie abdecken und mind. 4 Tage im Kühlschrank kühl stellen, nach 2 Tagen das Fleisch 1x wenden. Täglich kontrollieren, ob das Fleisch noch in der Flüssigkeit liegt, sonst nochmal Essig-Wasser-Mischung nachgießen.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten + 4-7 Tage Wartezeit

Schwierigkeit: leicht

Quelle: Dr. Oetker - Grundkochbuch, S. 92

Wie weiter? So kann man den eingelegten Sauerbraten dann fertig zubereiten.

So sah die Schüssel von der Seite aus:

eingelegter Sauerbraten von der Seite

5.02.07

Rezept: Seelachs mit Spinatkruste

Seelachs mit Spinatkruste

Es gab mal wieder Fisch: Lecker mit einer Spinatkruste, die mit getrockneter Tomate, Croutons und Feta extrem lecker aromatisiert war. Dabei auch mal etwas figurfreundlicher von den Zutaten her. Das gibt es bei uns bestimmt mal wieder! Denn mit 15 Minuten Zubereitung auch sehr alltagsfreundlich.

Zutaten

Für 2 Personen

  • 2 Scheiben Brot (hier Kartoffelbrot, lt. Rezept Toast)
  • 100 g TK - Blattspinat (aufgetaut)
  • 2 getrocknete Tomaten in Öl
  • 100 g Feta
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Seelachsfilets (à etwa 200 g)
  • 1/2 Zitrone

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Das Brot toasten und in Würfel schneiden. Den Spinat ausdrücken und fein hacken. Die Tomaten abtupfen und ebenfalls fein hacken. Feta grob und Knoblauchzehe fein würfeln. Alles vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Die Seelachsfilets in Portionsförmchen legen, mit Zitronensaft beträufeln, Salz und Pfeffer würzen.
  4. Die Spinatmasse darauf verteilen.
  5. Auf mittlerer Schiene 20 Minuten überbacken bis es oben leicht gebräunt ist.

Zubereitungszeit: etwa 15 Minuten Arbeits- + 20 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: leicht

Quelle: GU einfach clever - Fisch und Meeresfrüchte, S. 74

So dann im Querschnitt:

Seelachs mit Spinatkruste quer

Kochbuch: GU einfach clever - Fisch und Meeresfrüchte

GU einfach clever - Fisch und MeeresfrüchteNoch ein Buch über Fisch und Meeresfrüchte (schon vorgestellte findet man hier, hier und hier). Ich liebe den Geschmack. Da ich sehr gerne Fisch esse, kann ich diesen Kochbüchern immer nur schwer widerstehen. Anders als das Dr. Oetker Fischkochbuch setzt dieses hier auf etwas ausgefallenere und auch nobler daherkommende Rezepte. Dabei reicht die Schwierigkeit von sehr einfach bis zu anspruchsvolleren Rezepten. Sortiert sind die Rezepte selbst nach Gelegenheiten (Vorspeisen, Snacks und Salate gefolgt von Suppen und Eintöpfen, Für alle Tage und Für besondere Anlässe). Eingeleitet wird das Buch durch eine sehr gelungene Übersicht über verschiedene Fischsorten, Lagerung, Tipps für Einkauf, Frischezeichen, etc. Hier fehlt mir alleine der Unterschied zwischen Süß- und Salzwasserfischen. Ansonsten insbesondere für Anfänger wirklich eine gelungene Einführung.

Die "normalen" Fischgerichte sind in für alle Tage zusammengefasst. Die Rezepte hier sind eher ausgefallene Variationen bekannter Gerichte und lohnen sich wirklich. Das Fisch-Cordon bleu auf Aprikosen steht schon auf der Nachkochliste und wartet auf die Aprikosen-Saison.

Bei allen Rezepten ist die Personenzahl mit angegeben, die allerdings variiert, hier muss man also aufpassen. Die Zutatenliste ist übersichlich und die Zubereitung gut nachvollziehbar beschrieben, so dass auch Neulinge am Herd es nachvollziehen können. Kompliziertere Schritte sind bei wenigen Rezepten auch mit Foto bebildert dargestellt. Gelegentlich findet sich eine Tauschbörse oder Zusatztipps oder Variationsideen.

Insgesamt ein Buch, das zu sehr fairem Preis tolle Rezepte liefert. Die Fotos sind ansprechend gestaltet und machen gleich Appetit. Das Buch ist aktuell noch im Handel erhältlich und kann jetzt bei Amazon bestellt werden.

Aus diesem Buch schon vorgestellt:

3.02.07

Rezept: Rehschnitzel in Cantuccini-Panade mit Birnen-Gewürz-Ragout an Quarkknöpfle

Rehschnitzel in Cantuccini-Panade mit Birnen-Gewürz-Ragout an Quarkknöpfle

Wir hatten auf dem Markt Rehschnitzel ergattert (endlich mal früh genug hingegangen). Das mussten wir natürlich genießen. Wir haben erst dieses Jahr das Wild so richtig für uns entdeckt (als Studenten war uns das immer zu teuer). Daher haben wir noch eine recht große Liste an unbedingt-ausprobieren mit Wild. Uns hat dieses Mal ein Lafer-Rezept angelacht. Das war zwar eigentlich für Hirsch gedacht, aber das konnte uns nicht abhalten.

Beim Abschmecken war ich etwas skeptisch. Wir haben uns relativ exakt an das Rezept gehalten (nur 1 EL geschlagene Sahne dann doch durch 1 EL Sauerrahm ersetzt). Die Quarkknöpfle waren für sich relativ enttäuschend. Das Ragout fast schon zu kräftig. Aber die Kombination war ein Geschmacksfeuerwerk. Es hat uns beide zwar ganz schön beschäftigt aber es hat sich so was von gelohnt: das Fleisch ganz zart, dazu die Süße der Panade mit dem Mandelaroma der Cantuccini, kombiniert mit den Gewürzen der Orangensauce. Sogar die Quarkknöpfle haben jetzt nach Quark geschmeckt. Wenn ich jetzt ehrlich bin, hätte Hirsch auch noch einen Tick besser gepasst als Reh. Nachkochen lohnt sich!

Zutaten

Für 2 Personen

Für die Quarkknöpfle (hier bleibt zwar was übrig, aber weniger Teig macht kaum Sinn)

  • 4 Eier (M)
  • 100 g Quark
  • Salz, Pfeffer (wenig!!)
  • 250 g Mehl

Für das Birnen-Gewürz-Ragout

  • 400 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 2 Zimtstangen
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 3 Sternanis
  • 4 Kardamonkapseln
  • 2 Gewürznelken
  • 1 1/2 EL Honig
  • 2 Birnen (Williams)
  • 1 EL Speisestärke
  • 2 EL Birnenschnaps (Willi)

Für die Schnitzel

  • 2 Rehschnitzel
  • 200 g Cantuccini
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Eier (M)
  • 1 EL Sauerrahm (eigentlich 1 EL geschlagene Sahne)
  • 50 g Mehl
  • viel Butter

Zubereitung

  1. Für die Spätzle die Eier mt dem Quark verrühren, mit wenig Salz, etwas Muskat und ganz wenig Pfeffer aus der Mühle würzen. Das Mehl dazusieben, alles zu einem glatten Teig verrühren.
  2. Wasser zum Kochen bringen, mit einer Spätzlepresse, geschabt, hier mit einem Knöpflehobel portionsweise ins kochende Wasser geben, sobald sie oben schwimmen mit einem Schaumlöffel abseihen, warm stellen.
  3. Für das Birnen-Gewürz-Ragout die Birnen schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen.
  4. Den Orangensaft mit dem Gewürzen zum Kochen bringen, die Birnen hineingeben, die Hitze auf 1/3 maximal reduzieren. Deckel schließen und mind. 10 Minuten warm ziehen lassen.
  5. Für die Schnitzel die Cantuccini im Mixer mahlen. Die Schnitzel selbst zwischen Frischhaltefolie flach klopfen, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
  6. Für die Panierstrasse Mehl auf einen Teller, die Sahne mit den Eiern im 2. Teller verquirlen und die gemahlenen Cantuccini auf den 3. Teller geben. Dann die Schnitzel erst im Mehl, dann in den Eiern und zuletzt in den Cantuccini wenden.
  7. Butter in einer großen Pfanne zerlassen und die Schnitzel von beiden Seiten darin bei relativ starker Hitze (8/9) von beiden Seiten etwa 3 Minuten anbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  8. Schnaps mit Speisestärke mischen, das Ragout damit binden, nochmals aufkochen.
  9. Alles anrichten und servieren.

Zubereitungszeit: Zu zweit 50 Minuten Arbeit

Schwierigkeit: nicht ganz einfach, da 3 Sachen relativ gleichzeitig fertig werden mussten

Quelle: Kerners Köche, S. 106

Kochbuch: Kerners Köche

Kerners KöcheDas Buch habe ich vor etlicher Zeit von Freunden bekommen. Ich bin ein echter Fan der Sendung, auch wenn es relativ schwer ist, dabei keinen Hunger zu bekommen. In dem Buch werden die besten Rezepte zusammengefasst. Leider sind nicht alle Rezepte mit Foto versehen und öfters ist auch nur Kerner mit dem Koch oder Köche abgebildet statt dem Gericht. Dafür sind die Rezepte wirklich super. Sortiert nach Vorspeisen und Suppen, Kleinigkeiten, Fisch, Geflügel und Fleisch, einfach - macht viel her und Desserts sind die Rezepte der einzelnen Köche bunt durcheinander gemischt. Die Rezepte sind überwiegend für 4 Personen ausgelegt. Die Zutatenliste ist extrem detailiiert und die Zubereitungsschritte gut nachvollziehbar beschrieben. Häufig gibt es noch einen extra Tipp.

Das Buch ist insgesamt ein gutes Zusatzkochbuch, ersetzt aber kein Grundkochbuch. Dafür ist die Rezeptauswahlt wirklich groß. Insbesondere, wenn man etwas ausgefallenere Ideen sucht, um Leute zu beeindrucken, ist das Buch extrem gut geeignet.

Ich habe bislang nur wenige Rezepte ausprobiert, war aber jedes Mal extrem begeistert. Man kann die Rezepte zwar auch auf der Seite des ZDF als PDF herunterladen, allerdings fehlt dann das Register und es ist insgesamt etwas unübersichtlich.

Das Buch ist aktuell noch im Handel erhältlich und kann jetzt bei Amazon bestellt werden.

Aus diesem Buch schon vorgestellt:

2.02.07

Rezept: Paprika-Chutney

Paprika-Chutney

Ich habe mal wieder ein Chutney gemacht. Das war fast schneller gegessen als vorbereitet. Wir fanden es extrem lecker. Laut Rezept ist es für eine rote und eine grüne Paprikaschote vorgesehen, da mir das aber mengenmäßig etwas viel geworden wäre, hier mit nur einer gelben Paprika.

Zutaten

Für 1 Schälchen oder 1 Einmachglas mit 150 ml

  • 1 Tomate
  • 1 gelbe Paprikaschote
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Messerspitze getrocknete und gemörserte Chilischote
  • 1 Messerspitze Paprika edelsüß
  • 1 Kardamon, gemörsert
  • 3 EL Weißweinessig
  • 35 g Zucker
  • 2 Prisen Salz

Zubereitung

  1. Die Tomate kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser übergießen, kurz stehen lassen, abschrecken und die Haut abziehen. Die Kerne herauskratzen und würfeln.
  2. Die Paprika waschen, halbieren, von den Kernen befreien und in sehr feine Streifen schneiden.
  3. Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und fein hacken.
  4. Alle Zutaten in einen Topf geben, bei mittlerer Hitze aufkochen, etwa 50 MInuten köcheln lassen, öfters mal umrühren.

Zubereitungszeit: etwa 15 MInuten schnibbeln, insgesamt 70 Minuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: GU Küchenbibliothek - Fondue, S. 27

1.02.07

Rezept: Geschnetzeltes in Apfelsauce

Geschnetzeltes in Apfelsauce

Ich bin gerade mal wieder am Experimentieren. Beim Schmökern fiel mir das Rezept auf und da man nicht viel braucht, wurde es am nächsten Tag in die Tat umgesetzt: Das Rezept ist relativ fix und extrem lecker. Es kommt auf dem Foto nicht ganz so schön raus, wie es in der Schüssel gewirkt hat. Im Vergleich zum Kochbuchfoto haben meine Äpfel wohl etwas länger geschmort, obwohl ich mich ziemlich an das Rezept gehalten habe, dann noch die unprofessionellere Kamera. Was soll´s, empfehlen kann ich es auf jeden Fall und nachkochen werde ich es auch. Vorstellen kann ich es mir auch mit Pute.

Zutaten

Für 2 Personen

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Apfel (Boskop)
  • 350 g Schweinelende (statt Filet, war aber gerade im Angebot)
  • Gewürze: Salz, Pfeffer
  • 2 EL Butter
  • 80 ml Weißwein
  • 125 ml Rinderfond
  • 80 ml Apfelsaft
  • 100 g Saure Sahne
  • 1 EL Majoran

Zubereitung

  1. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Den Apfel vierteln, Kerngehäuse entfernen und in Stücke schneiden.
  2. Das Schweinefleisch abspülen, trockentupfen und in Streifen schneiden.
  3. Die Butter in der Pfanne zerlassen, das Fleisch darin anbraten, salzen, pfeffern, herausnehmen und warm stellen.
  4. Die Zwiebelwürfel in der restlichen Butter glasig anschwitzen, die Äpfel zugeben und ebenfalls anschwitzen. Den Honig darüber träufeln. Mit Weißwein ablöschen, Rinderfond und Apfelsaft dazugießen, das Fleisch zugeben und alles kurz aufkochen lassen, etwa 5 Minuten auf kleiner Flamme ziehen lassen.
  5. Die Saure Sahne einrühren, Majoran zugeben und servieren.

Zubereitungszeit: etwa 40 Minuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: GU - Landküche, S. 156

Dazu schmeckt: Spätzle