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29.11.06

Rezept: Kartoffelsalat mit Fleischwurst

Kartoffelsalat mit Fleischwurst

Ich hatte mir Fleischwurst gekauft, die eigentlich für einen Schwäbischen Wurstsalat gedacht war. Nur hatte ich darauf keine Lust, sondern wollte viel lieber einen Kartoffelsalat. Warum beides nicht verbinden? Leider hatte ich nur Rezepte für Kartoffelsalat mit Fleischsalat gefunden. Also laut Rezept einfach Fleischsalat mit Kartoffeln im Verhältnis 1:1 mischen. Fertig. Das habe ich dann sehr frei variiert und ein leckeres Joghurtdressing dazu gemacht. Es war genial lecker. Hier meine Variante, die auch ein Beitrag zum Garten-Koch-Event Kartoffeln ist.

Zutaten

Für 4 Personen als Imbiss

  • 500 g Kartoffeln festkochend (Cilena)
  • 300 g Fleischwurst
  • 5 Essiggurken
  • 1/2 Dose Mais (muss nicht sein, war aber hübsch für die Optik)
  • 200 g Joghurt (1,5 % Fett)
  • 3 EL Salatcrème
  • 3 EL Essiggurkenessig
  • Gewürze: Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln waschen, kochen, pellen, etwas auskühlen lassen und in Scheiben schneiden.
  2. Die Fleischwurst in Streifen schneiden und dazu geben. Die Essiggurken ebenfalls in Streifen schneiden und zugeben.
  3. Den Mais gemeinsam mit dem Joghurt, der Salatcrème und dem Essig in die Schüssel geben, vorsichtig wenden und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Etwa 30 Minuten durchziehen lassen, vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Zubereitungszeit: etwa 40 Minuten Arbeitszeit + Kartoffelkochzeit 30 Minuten + Kühlzeit 30 Minutent

Schwierigkeit: leicht

Quelle: inspiriert von Dr. Oetker - Die besten Nudelsalate & Kartoffelsalate, S. 32

Tipp: wer es essigbetont mag, nimmt Aceto di balsamico bianco; ein Ei klein gehackt wäre auch lecker

Anmerkung: Schmeckt auch am nächsten Tag im Büro noch lecker

27.11.06

Rezept: Gefüllte Zwiebeln

Gefüllte Zwiebeln

Passend zum von Zorra ausgerufenen Zwiebeltag habe ich Gemüsezwiebeln mit Hackfleisch gefüllt. Das Hack wird mit Majoran lecker gewürzt. Zugegeben, es ist doch etwas kniffelige Arbeit, die sich jedoch unbedingt lohnt. Ich koche dieses Rezept schon seit längerem und es hat bislang jeden begeistert. Ich habe mir aus mehreren Rezeptvorlagen mein eigenes zusammengestellt.

Zutaten

Für 2 Personen

  • 2 Gemüsezwiebeln
  • 2 l Salzwasser
  • 200 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 Ei (M)
  • 2 EL Semmelbrösel
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß, 1 EL Majoran
  • 3 EL Zwiebelwasser
  • 100 ml Sahne
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Gemüsebrühenpulver
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, 1 EL Kümmel

Zubereitung

  1. Die Zwiebeln schälen, Salzwasser zum Kochen bringen, die Zwiebeln einlegen und bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten sieden lassen.
  2. In der Zwischenzeit das Hackfleisch mit dem Ei, den Semmelbröseln, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Majoran pkant abschmecken.
  3. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Die Zwiebeln aus dem Salzwasser nehmen. Oben einen Deckel abschneiden. Dann vorsichtig (am besten mit einem spitzen Messer) das Innere entfernen, dabei die äußeren 3 Schichten stehen lassen. VORSICHT heiß!
  5. Das Hackfleisch in die Zwiebeln füllen.
  6. Das restliche Zwiebelfleisch grob würfeln, in eine Auflaufform geben. Mit dem Zwiebelwasser, der Sahne, Senf, Gemüsebrühenpulver, Salz, Pfeffer und Kümmel abschmecken. Die gefüllten Zwiebeln einsetzen.
  7. Im vorheizten Ofen auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten garen lassen.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten + 15 Minuten Kochzeit + 30 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: etwas kniffelig

Quelle: ein Zwischending zwischen gefüllte Zwiebel aus Dr. Oetker Schulkochbuch (alte Auflage), S. 186 und Dr. Oetker - Grundkochbuch, S. 149

Dazu schmeckt: Pellkartoffeln

Zubereitungsvariante: gut auch aus dem Schnellkochtopf, dafür ab Schritt 6 die Zwiebelwürfel in etwas Öl anbraten, die Zwiebeln einsetzen und mit 100 ml Zwiebelwasser ablöschen (statt 3 EL) und 2 TL Gemüsebrühenpulver verwenden. Auf dem 2. Ring für 15 Minuten garen.

So sieht es dann angeschnitten aus:

Gefüllte Zwiebel quer

26.11.06

Drink: Caipirinha

caipirinha.jpgEndlich stelle ich auch diesen Klassiker unter den Cocktails vor: den Caipirinha. Seine unangefochtene Stellung unter den bekanntesten Drinks besteht zu Recht, denn die Kombination der Säure der Limette mit der Süße des Rohrzuckers, der Kühle des Crushed Ice kombiniert mit Cachaca ist einfach bombastisch. Vom Geschmack her dominiert eindeutig das fruchtig-säuerliche Element der Limette.

Er ist schnell gemixt und auch völlige Neulinge hinter dem Thresen können ihn problemlos mixen. Einfach ein Cocktail, der gute Laune garantiert. Auch wenn ich ihn erst jetzt vorstelle, ist er doch eher ein Sommerdrink. Wer jedoch eine Cocktail-Party plant, der sollte diesen Drink unbedingt mit in das Programm nehmen. Wenn man noch Wodka neben den Cachaca stellt, hat man auch gleich die Variante: den Caipirovka.

Zutaten

Für ein 300 ml Glas

  • 1 Biolimette
  • 1 EL brauner Zucker
  • Crushed Ice
  • 6 cl Cachaca

To Do

  1. Die Limette achteln, mit dem Zucker in das Glas geben. Mit einem Stösel oder mit einem Löffel den Saft auspressen.
  2. Mit Crushed Ice auffüllen, den Cachaca darüber geben und kurz umrühren.
  3. Mit Strohhalm (und Limette garniert) servieren.

Quelle: GU - Cocktails (Gaymanns Bargeflüster), S. 8

Buch: GU - Cocktails Gaymanns Bargeflüster

GU Cocktails Gaymanns BargeflüsterHier stelle ich noch ein Cocktail-Buch vor. Alleine beim Durchblättern hat man hier eine Menge Spass, denn die Zeichnungen sind wirklich herrlich und toll auf die Drinks abgestimmt. Da kommt schon beim Aussuchen des Drinks gute Stimmung auf.

Es werden hier überwiegend die Klassiker vorgestellt. Wer lieber einen Cocktail trinken geht und nur hin und wieder mal selber mixen möchte, der ist mit diesem kleinen Buch bestens bedient. Die Anleitungen selbst sind gut verständlich und man bekommt das auch nach einmal durchlesen so hin.

Wer allerdings öfters mal mixen möchte, der ist mit einem der beiden anderen Bücher, die ich hier schon vorgestellt habe (Cocktails und Cocktail Basics, beide von GU) deutlich besser dran, da hier die Rezeptvielfalt viel größer ist.

Wer hin und wieder mixt, der ist mit diesem Buch gut bedient. Aktuell ist es reduziert im Handel erhältlich und kann jetzt Amazon bestellt werden.

Aus diesem Buch schon vorgestellt:

25.11.06

Post: Mein Fresspaket von DFssgF 2 ist da

fresspaket-dfssgf2.jpg

Gestern kam mein Fresspaket von DFssgF 2, das netterweise Rosa von Schnuppensuppe organisiert hat. Mein hessisches Paket bekam ich von Katja von Kaffebohne mit oben abgebildetem gigantischen Inhalt. Bislang noch nicht auf meiner Seite verraten: Ich habe über 5 Jahre in Gießen gelebt und studiert. Ich bekam richtig sentimentale Gefühle, als ich die ganzen Leckereien ausgepackt habe.

Neben einem sehr netten Brief mit Erklärung waren das im Einzelnen:

  • Kiwis aus dem Nachbarort - extra für das Foto noch nicht probiert.
  • 1 Päckchen bunte Hülsenfrüchte, für das sie ihre Pasta e fagioli empfiehlt
  • ein Pärchen Hot-Chili-Würste, sehr lecker!! Hat mein Mann gleich für sich entdeckt.
  • ein Glas Kürbis-Kokos-Mus, das sowohl als Chutney als auch als Marmelade gegessen werden kann. Werde ich probieren, sobald ich weniger als 6 angefangene Marmeladen im Kühlschrank habe.
  • dann (extra lecker): selbst gebackene Bethmännchen, die ich als frankfurter Weihnachtsleckerei kennen gelernt hatte. So lecker waren meine damals allerdings nicht. Die 3 Mandeln stehen für 3 Söhne der Bankiersfamilie Bethmann. Die werden - fürchte ich - den heutigen Tag nicht überleben.
  • ein Kürbisbuch - für mich Kürbisfan und Kochbuchverrückte ja immer toll. Ich habe schon geschmökert und schon ganz viele Ideen zum Nachkochen bekommen.
  • Ein Familienrezept für Grie Soß. Ich hatte mal bei einem hessischen Kollegen Eier mit Grie Soß gegessen und das war echt lecker. Die Mensa-Version hatte damit recht wenig zu tun (obwohl die Gießener Mensa damals im Vergleich mit mir bekannten anderen Mensen in Deutschland echt nicht schlecht war). Das wird es nächstes Frühjahr mal geben. FREU ;-)
  • Last but not least ein paar kleine Leckerein mit Sesamini und Latte-Macchiato-Schokolade von Rapunzel.

Insgesamt ein supertolles Päckchen, über das ich mich super gefreut habe. Vielen, vielen DANK an Katja!! Da ist ihr echt ein Treffer gelungen.

23.11.06

Rezept: Rotkraut

Rotkraut

An dieser Beilage kommt man in den Wintertagen kaum vorbei: Rotkraut. Aber wieso denn immer aus der Konserve, wo es doch selbst gemacht um so vieles besser schmeckt? Hier also mein Rezept, für das ich mal wieder auf meinen Schnellkochtopf zurückgegriffen habe, wodurch es doch recht schnell fertig wird. Durch die mitgekochten Gewürze ist es herrlich aromatisch.

Zutaten

Für 6 Personen als Beilage

  • 1 1/4 kg Rotkohl
  • 1 mittelgroßer Apfel
  • 50 g Speck
  • 3 EL Balsamicoessig
  • 1/8 l Rotwein
  • 3 Gewürznelken
  • 3 Wacholderbeeren
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz
  • 2 EL Preiselbeerkonfitüre (aus dem Glas)

Zubereitung

  1. Den Rotkohl von den äußeren Blättern befreuen, vierteln, Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden oder hobeln.
  2. Den Apfel (wer mag: schälen), vierteln, Kerngehäuse entfernen und würfeln.
  3. Den Speck im 5l Schnellkochtopf auslassen, den Rotkohl zufügen und kurz anschwitzen.
  4. Mit Essig und Rotwein ablöschen, die Nelken, Wacholderbeeren, Lorbeer und Apfelwürfel zugeben.
  5. Schnellkochtopf verschließen, auf dem 2. Ring 4 Minuten garen, dann von der Kochstelle nehmen und langsam abdampfen lassen.
  6. Den Restdampf langsam ablassen und den Topf öffnen, mit Preiselbeerkonfitüre und Salz abschmecken. Vor dem Servieren die Gewürze möglichst entfernen.

Zubereitungszeit: 30 Minuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: Dr. Oetker - Schulkochbuch (alte Auflage), S. 293

Wer keinen Schnellkochtopf hat, der kann das selbe Rezept kochen, dann aber (je nach Größe des geschnittenen Rotkohls) 20-30 Minuten im geschlossenen Topf bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Kochbuch: Dr. Oetker Schulkochbuch

Dr. Oetker SchulkochbuchHier stelle ich mein allererstes Kochbuch vor: Dr. Oetker Schulkochbuch. Zu meiner Auflage habe ich leider kein Bild bekommen, daher hier das Foto der aktuellen Auflage. Der Stil in der neuen Auflage ist ähnlich zu meiner: viele Informationen, tolle Grundrezepte und jede Menge Basics. Das alles so erklärt, das jeder absolute Anfänger mit den Rezepten zurechtkommt und es gut nachvollziehen kann. Trotz meiner umfangreichen Kochbuchsammlung ist es nach wie vor unverzichtbar, da ich hieraus etliche meiner Standardrezepte entnommen habe, die ich doch gelegentlich noch einmal nachlesen muss.

Wer noch kein Kochbuch hat, aber kochen gerne lernen möchte, der wird an diesem Buch viel Spaß haben.

Die Schwachstellen sind weiterhin klassisch Dr. Oetker: Rezepte, die über 2 Seiten gehen, nicht alle Rezepte mit Foto versehen. Dennoch ein Buch, das sich insbesondere für den Anfänger sehr lohnt. Auch Fortgeschrittene Köche finden hier bestimmt spannende Hintergrundinfos (Abbildungen, welches Fleisch von wo im Tier stammt, etc.). Ich finde jedoch 1 Kochbuch für die Basics ausreichend, da es sich doch wiederholt.

Die aktuelle Auflage ist im Handel erhältlich und kann jetzt bei Amazon bestellt werden.

Meine Auflage (von 1984) ist nur noch gebraucht bei Amazon bestellbar.

Aus meiner Auflage schon vorgestellt:

21.11.06

Rezept: Süße Mäuse

Süße Mäuse

Hefeteig einmal anders: Geformt zu kleinen Mäusen mit Schokoaugen und Schwanz - einfach lecker. Zugegeben, es steckt doch etwas Arbeit darin, aber gottseidank braucht Hefeteig weniger Arbeit als vielmehr nur Zeit. Das Formen der Mäuse ist ein klein wenig kniffelig, aber bei der 2. klappt es schon viel leichter.

Wenn man die Mäuse kleiner formt und in den Teig noch Kräuter einarbeitet, könnte ich sie mir auch auf einer Käseplatte sehr schön und lecker vorstellen. Dann die Augen durch getrocknete Tomatenstückchen ersetzen.

Zutaten

Für 8 Mäuse in Brötchengröße

  • 100 ml warme Milch
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 400 g Mehl
  • 100 g zartschmelzende Haferflocken (hier lohnt sich die Marke)
  • 50 g Butter
  • 50 g Schlagsahne
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Honig
  • 1 Ei (M)

Für die Optik

  • 1 Eigelb
  • 16 Schokotropfen (alternativ Rosinen)
  • Puderzucker

Zubereitung

Wer wenig Erfahrung in Hefeteig hat, der findet hier einige Tipps.

  1. Die Milch ggf. erwärmen, die Hefe reinbröseln und mit dem Zucker verquirlen. An einem warmen Ort stehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat (etwa 15 Minuten bei frischer Hefe).
  2. In der Zwischenzeit die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben. Mit dem Hefevorteig verkneten.
  3. An einem warmen Ort abgedeckt etwa 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen wieder verdoppelt hat (im Zweifelsfall der Backofen bei 50°C).
  4. Ein Blech mit Backpapier auslegen.
  5. Den Hefeteig in 8 gleich große Bälle formen. Diese vorne etwas spitz zulaufen lassen. Aus dem hinteren Teil vorsichtig einen Teil herausziehen (Nicht abreißen!!) und daraus einen Schwanz formen.
  6. Auf das Blech legen und mit einer Küchenschere 2x an derStelle der Ohren einschneiden, mit den Fingern etwas formen.
  7. Jeweils 2 Schokotropfen als Augen eindrücken
  8. Das Blech abgedeckt 15 Minuten ruhen lassen (warmer Ort).
  9. Mit dem Eigelb bepinseln, den Ofen auf 180°C Umluft schalten und in 20 Minuten fertig backen.
  10. Auf ein Gitter legen und etwas auskühlen lassen.
  11. Vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.

Zubereitungszeit: Arbeitszeit 40 Minuten + 90 Minuten Ruhezeit (unterbrochen) und 20 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: leicht fortgeschritten

Quelle: variiert nach GU - Brot und Brötchen, S. 120

Die erste Maus ist fertig:

geformte süße Maus

Jetzt die ganze Bande auf dem Blech versammelt:

Süße Mäuse auf dem Blech

Backbuch: GU - Brot und Brötchen

GU Brot und BrötchenAus dieser Reihe habe ich schon 2 Bücher vorgestellt: GU - Lieblingskuchen einfach gut und GU - Tortenzauber einfach köstlich. Wie in den beiden anderen auch, sind die Rezepte in diesem Buch sehr vielfältig und gelingsicher. Die Rezepte sind unterteilt nach hellen, dunklen und internationalen Broten, gefolgt von knusprigen Brötchen und den süßen Broten und Brötchen. Der Untertitel verspricht knusprig frisch aus Backofen oder Brotbackautomat. Zumindest was den Ofen betrifft, wird die Zusage auch eingehalten (ich habe keinen Brotbackautomaten).

Die Zutatenliste ist sehr übersichtlich, die Zubereitungs-, Back- und Ruhezeit ist jeweils separat gekennzeichnet. Die Arbeitsschritte selbst sind gut untergliedert und leicht nachvollziehbar. Jedes Rezept ist mit Foto bebildert, damit man auch weiß, was er sich da gerade köstliches zaubert. Oft sind neben Tipps auch gleich noch Varianten angegeben, die das Spektrum nochmals erweitern. Mein größtes Problem ist, dass ich nicht alle geforderten Mehlsorten im Supermarkt finde, aber auch da wird sich eine Lösung finden lassen.

Wer gerne selbstgebackenes Brot isst und sich dabei nicht auf Backmischungen beschränken möchte, der wird in diesem Buch eine tolle Auswahl verschiedener Rezepte finden. Als kleines Schmankerl sind auf den letzten Seiten nochmals wichtige Tipps zum sicheren Nachbacken zusammengefasst und auch einige Brotaufstriche sind enthalten.

Das Buch ist aktuell noch im Handel erhältlich und kann bei Amazon bestellt werden.

Aus diesem Buch schon vorgestellt:

19.11.06

Rezept: Kartoffelgratin mit Birnen und Speck

Kartoffelgratin mit Birnen und Speck

Passend zum aktuellen Garten-Koch-Event Kartoffeln hier ein Beitrag von mir. Das Gratin ist eine perfekte Beilage zu Wild. Ich habe es zum ersten Mal getestet und war begeistert! Ich hatte allerdings die Kartoffeln auf dem Herd vergessen, so dass sie schon deutlich weicher gekocht waren, als im Original-Rezept vorgesehen, aber ich habe einfach die Backzeit verkürzt und so doch ein sehr leckeres Gratin hinbekommen. Da ich eine rote Zwiebel verwendet habe, ist die Zwiebel-Speck-Haube optisch etwas dominant, aber auf dem Teller sieht es dann richtig gut aus.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 700 g festkochende Kartoffeln (Cilena)
  • 1 Zwiebel
  • Salzwasser
  • 60 g durchwachsener Speck
  • 2 EL Butter
  • 1 TL Thymian
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 2 reife Birnen
  • Pfeffer aus der Mühle
  1. Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser 10 Minuten kochen, abgießen und abdampfen lassen.
  2. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Speck in der Pfanne auslassen. Die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, alles aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer und Thymian kräftig abschmecken.
  3. Die Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen und in Spalten schneiden. Die Kartoffeln in Spalten schneiden.
  4. Die Kartoffeln und Birnen abwechselnd in eine Auflaufform schichten. Mit der Zwiebel-Speck-Sauce übergießen.
  5. Im Ofen bei 180°C Umluft (nicht vorgeheizt) 30 Minuten garen.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten + 30 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: leicht

Quelle: GU Küchenbibliothek - Aufläufe und Gratins, S. 27

Kochbuch: GU Küchenbibliothek - Aufläufe und Gratins

GU Küchenbibliothek - Aufläufe und GratinsNoch ein Buch aus der mittlerweile nicht mehr erhältlichen GU Küchenbibliothek: Aufläufe und Gratins. Wie in den anderen schon vorgestellten Büchern (Kartoffeln, Fisch und Meeresfrüchte) ist auch dieses Buch mal wieder umfassend: eine tolle Einführung über die Unterschiede von Gratin, Auflauf, Soufflé und Flan mit super Tipps, die zum gelingsicheren Kochen beitragen. Dazu eine Warenkunde über verschiedene Käse und Gewürze, die in diesen Gerichten eine tragende Rolle spielen. Im Rezeptregister hilft ein Wegweise schnell das passende Gericht (einfach, gut vorzubereiten, für Gäste z.B.) zu finden.

Jedes Rezept ist mit einem Foto versehen, oft auch die Zwischenschritte mit Foto bebildert. Gelegentlich findet sich eine Getränkeempfehlung zum Rezept. Die Zutatenliste ist übersichtlich und die Rezepte gut nachvollziebar beschrieben mit deutlich untergliederten Arbeitsschritten, auch die ungefähre Arbeitszeit wird angegeben.. Für Ernährungsbewusste sind die Kalorien- und Nährwertangaben vermerkt.

Fazit: Ein Buch an dem Anfänger genauso viel Freude haben, wie schon etwas fortgeschrittene Hobbyköche. Die Rezepte sind umfassend. Zu den bereits vorgestellten Kochbüchern gibt es nur wenig Überschneidungen, die Variationen hier sind wirklich klasse.

Leider ist das Buch aktuell nicht mehr im Handel erhältlich. Es wird aber noch gebraucht geführt und kann jetzt bei Amazon bestellt werden.

Aus diesem Buch schon vorgestellt:

18.11.06

Rezept: Kürbisrisotto

Kürbisrisotto

Mich schaute doch gestern ein kleines Reststück Kürbis vorwurfsvoll aus meinem Kühlschrank an. Außerdem hatte sich Besuch angesagt. Also habe ich den armen Kürbis in ein genial leckeres Risotto alla Zucca verwandelt. Es erforderte etwas Schnippelarbeit, die sich aber extrem gelohnt hat. Nachkochen unbedingt empfohlen.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 75 g guter Bauchspeck
  • 1 Zwiebel
  • 500 g Kürbis (geschält und ohne Kerne)
  • 1,2 l Hühnerfond
  • 400 g Risotto-Reis
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, 1/2 Bund Petersilie
  • 25 g Butter
  • 4 EL frisch geriebener Parmesan

Zubereitung

  1. Den Speck in feine Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen und fein hacken. Den Kürbis schälen (nicht bei Hokkaido), Kerne herauskratzen, Fruchtfleisch in sehr feine Würfel schneiden.
  2. Den Hühnerfond aufsetzen.
  3. Den Speck in einem Topf auslassen, darin die Zwiebeln glasig andünsten. Die Kürbiswürfel zugeben, die Hitze reduzieren (4/9) und unter Rühren etwa 10 Minuten garen, bis es überwiegend musig und zerfallen ist.
  4. Den Risotto-Reis zugeben glasig anschwitzen.
  5. Jeweils schöpfkellenweise den Hühnerfond zugeben und einköcheln lassen. Das ganze so oft wiederholen, bis der Reis schön bissfest ist.
  6. Die Petersilie fein hacken, Butter und Parmesan zugeben, vom Herd nehmen und 3 Minuten ruhen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Petersile garniert servieren.

Zubereitungszeit: 50 Minuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: Risotto-Kochbuch, S. 64

16.11.06

Rezept: Sauerkrautsalat mit Möhren

Sauerkrautsalat mit Möhren

Ein echter Fitnessteller: frisches Sauerkraut mit geraspelten Möhren und Ananas angemacht mit Olivenöl und Zitronensaft, dazu ein wenig Schnittlauch: lecker, leicht und extrem gesund durch eine extra-Portion Vitamine. Insgesamt recht schnell zubereitet schmeckt der Salat sehr lecker zur Brotzeit, als Vorspeise ist er mir etwas zu defig und zu einseitig (außer man läßt Schweinebraten folgen). Das Originalrezept empfiehlt zusätzlich noch Essig, was mir dann aber zu sauer wäre.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 6 Möhren
  • 400 g frisches Sauerkraut
  • 2 Scheiben Ananas (oder gleich in Stücken)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 EL Olivenöl
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker
  • 1 Bund Schnittlauch

Zubereitung

  1. Die Möhren schälen und raspeln.
  2. Das Sauerkraut zerpfücken und ggf. mit der Küchenschere in etwas kürzere Streifen schneiden, zu den Möhrenraspeln geben.
  3. Die Ananas in Stücke schneiden und ebenfalls zugeben.
  4. Mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Zucker anmachen.
  5. Den Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in Ringe schneiden, alles wenden.
  6. Vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: variiert nach Mildessa, S. 64

Kochbuch: Mildessa

Das große Mildessa Kochbuch Sauerkraut strotzt vor Vitamin C und ist im Winter ein echter Hochgenuss. Noch besser natürlich, wenn es selbst gemacht wurde, aber dazu hat man ja nicht immer die Möglichkeit. Dieser Hersteller hat also ein eigenes Kochbuch herausgebracht, in dem sich alles um das Wunderkraut dreht. Es ist im Unipart-Verlag erschienen, der auch die Dr. Oetker- Bücher verlegt, der Stil ist ähnlich.

Die Rezepte sind überwiegend für 4 Personen angegeben, die Zutatenliste ist deutlich hervorgehoben. Die Arbeitsschritte selbst sind deutlich untergliedert und gut nachvollziehbar. Allerdings steht etwas wie "im vorgeheizten Ofen" im Fließtext, also entweder Umluft einschalten oder einmal vorher durchlesen (was ich eigentlich immer tue). Die Arbeitszeit muss man nach eigener Erfahrung schätzen, auch Nährwertangaben fehlen gänzlich.

Nach einer gelungenen Einführung und etwas Eigenwerbung folgen die eigentlichen Rezepte. Die Reihenfolge der Rezepte ist nicht ganz einleuchtend, da zunächst "alles aus einem Topf als Überschrift gewählt wurde, darunter aber auch Aufläufe zu finden sind. Danach folgt die "leichte Küche" mit insbesondere Salatrezepten, die alle sehr lecker sind. Als letztes Kapitel folgt die "deftige Küche", die ähnliche Rezepte zum 1. Kapitel bietet.

Die Rezepte sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Nur wenige Rezepte habe ich in anderen Kochbüchern gefunden. Bei den von mir ausprobierten fand ich es meistens etwas wenig Sauce, da ich ungern ganz trocken esse. Sonst sind die von mir probierten Ideen große Klasse und zum Nachkochen zu empfehlen.

Das Buch ist aktuell nicht mehr im Handel erhältlich, kann aber gebraucht bei Amazon bestellt werden.

Aus diesem Buch schon vorgestellt:

14.11.06

Rezept: Kürbissauce

Kürbissauce

Hier mal wieder eine genial leckere Pastasauce. Sie passt perfekt zu Tortellini mit Käsefüllung. Ich würde nur beim nächsten Mal deutlich weniger Ingwer nehmen (im Rezept schon reduziert), da der Kürbisgeschmack unter dem Ingwer etwas unterging.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 750 g Hokaido-Kürbis
  • 1 Zwiebel
  • 20 g frischer Ingwer (lt. Rezept 50 g)
  • 2 EL Butter
  • 150 ml Orangensaft
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 20 g Kürbiskerne
  • Gewürze: Salz, Pfeffer
  • 1 Bund Dill

Zubereitung

  1. Den Kürbis schälen, entkernen und das feste Fruchtfleisch würfeln.
  2. Die Zwiebeln schälen und grob würfeln, den Ingwer schälen und fein hacken.
  3. Die Butter in einem Topf zerlassen und erst die Zwiebelwürfel, dann den Kürbis und Ingwer kurz anschwitzen.
  4. Mit Orangensaft und Brühe ablöschen und etwa15 Minuten köcheln lassen (größere Würfel = länger köcheln).
  5. Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
  6. Mit einem Pürierstab sämig pürieren, mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Den Dill waschen und fein hacken, unter die Sauce rühren. Mit Kürbiskernen bestreut servieren.

Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten Arbeits + 15 Minuten Kochzeit

Schwierigkeit: leicht

Quelle: Dr. Oetker - Nudelsaucen, S. 72

Must have: ein Pürierstab

Schmeckt zu: Käsetortellini, was dann so aussieht:

Kürbissauce auf Käsetortellini

12.11.06

Rezept: Hefezopf

Hefezopf

Hier noch ein sehr leckeres Frühstücksgebäck! Ähnlich zu den Buchteln oder dem Frühstücksbrot ist der Hefezopf ein sehr leckeres Hefeteiggebäck zum Frühstück. Mit Butter oder selbstgemachter Marmelade schmeckt er sehr lecker. In den klassischen Hefezopf gehören noch Rosinen, da mein Mann aber eine Rosinenallergie hat, ist dieser Hefezopf ohne gebacken, wodurch etwas die Süße verloren geht.

Leider fehlte mir das im Rezept vorgesehene Eigelb zum Bestreichen, weswegen der Zopf nicht ganz so schön glänzt, war trotzdem lecker, leider optisch nicht so perfekt.

Zutaten

Für einen Zopf für 6-8 Personen

  • 1 Würfel Hefe
  • 1/8 l lauwarme Milch
  • 2 EL Zucker
  • 500 g Mehl
  • 80 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • geriebene Schale 1 Zitrone
  • 1 Ei (M)
  • 1 Vanillezucker
  • 1 Eigelb
  • 2 Handvoll Hagelzucker

Zubereitung

Wer noch wenig Erfahrung mit Hefeteig hat, der findet hier ein paar Tipps.

  1. Die Hefe in die Milch bröseln und mit den 2 EL Zucker verquirlen und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Vorteig verdoppelt hat.
  2. In der Zwischenzeit alle Zutaten für den Teig (Mehl, Butter, Zucker, Salz, Zitronenschale, Ei, Vanillezucker) in eine Schüssel geben, den Hefevorteig zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten, der nicht an der Hand kleben bleiben darf.
  3. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Den Teig an einem warmen Ort abgedeckt stehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat. Dann nochmals den Teig verkneten und in 3 gleich große Stücke teilen und zu 3 Rollen formen und einen Zopf flechten. Auf einem Backblech nochmals gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat, mit dem Eigelb bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.
  5. Den Zopf auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten braun glänzend backen.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten + Wartezeit 60-90 Minuten + Backzeit 30 Minuten.

Schwierigkeit: Geduld !!!

Quelle: variiert nach GU Hefekuchen, S. 11

11.11.06

Rezept: Tofu mit Bambussprossen

Tofu mit Bambussprossen

Ich hatte mal wieder Lust auf ein leckeres, vegetarisches Gericht. Was also liegt näher, als etwas Tofu im Wok schön scharf anzubraten und mit Bambussprossen und Chinakohl in Sojasauce schön pikant abzuschmecken? Ich habe zusätzlich noch etwas Chinagewürz zugegeben, da es mir nach Rezept etwas zu fad war. Das Ergebnis ist genial lecker. Es ist schnell zubereitet und auch für Gäste geeignet. Dazu schmecken chinesische Nudeln sehr lecker.

Zutaten

Für 4 Personen

  • 500 g Tofu
  • Sesamöl
  • 100 g Bambussprossen (aus dem Glas)
  • 50 g eingelegte Gurke (gerne chinesisch - bei mir Essiggurke, war auch lecker)
  • 100 g Chinakohl (laut Rezept 75 g Spinat)
  • 2 EL dunkle Sojasauce
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Chinagewürz (Fuchs)
  • 1/2 EL Sesamöl

Zubereitung

  1. Den Tofu würfeln und in reichlich heißem Sesamöl scharf anbraten.
  2. Die Bambussprossen abtropfen lassen, den Chinakohl abbrausen und in Streifen schneiden.
  3. Beides zum Tofu geben und mit Sojasauce ablöschen, mit Gemüsebrühe angießen und etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze schmurgeln lassen. Mit Salz und Chinagewürz abschmecken.
  4. Vor dem Servieren mit etwas Sesamöl beträufeln.

Zubereitungszeit: etwa 30 MInuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: variiert nach GU-Wok - Vielfalt ohne Grenzen, S. 66

10.11.06

Rezept: Glühweinkuchen

Glühweinkuchen

Die kalte Jahreszeit beginnt. Da trinkt man doch gerne abends mal einen leckeren Glühwein, der dann einsam und angefangen im Kühlschrank vergessen wird. Den noch trinken - danke nein. Daraus einen leckeren Kuchen zaubern?! Perfekt!! Hier also mein ultimativer Glühweinkuchen, sehr lecker, extra schokoladig und auch am Folgetag noch nicht trocken. Ein perfekter Kuchen für Adventssonntage. Durch den Glühweinguss wird der Geschmack noch etwas verstärkt und es gibt einen leichten Zuckerkick.

Zutaten

Für eine 30-cm Kastenform

Für den Teig:

  • 250 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 6 Eier (M)
  • 250 g Mehl (405)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 250 g Schokostreusel
  • 3 EL Backkakao
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 1/8 l Glühwein
  • Fett für die Form

Für den Guss

  • 3 EL Puderzucker
  • 1 1/2 EL Glühwein

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Die Margarine mit dem Zucker schaumig rühren, bis es nicht mehr knirscht.
  3. Dann einzeln die Eier und nach und nach die restlichen Zutaten zugeben. Der Teig ist perfekt, wenn er langsam vom Löffel herabfällt.
  4. Die Form fetten und den Teig einfüllen. Auf mittlerer Schiene etwa 60 Minuten backen. Die Spießprobe machen (einen Schaschlik-Spieß in den Kuchen stecken - bleibt Teig dran kleben: weiterbacken, ansonsten ist der Kuchen fertig).
  5. Den Kuchen auf ein Gitter geben und auskühlen lassen.
  6. Für den Guss Puderzucker mit etwas Glühwein verrühren. Auf die Mitte des Kuchens geben und langsam verteilen.

Zubereitungszeit: 20 Minuten Arbeits- + 60 Minuten Backzeit + Auskühlzeit

Schwierigkeit: leicht

Quelle: meine Studienfreundin Astrid

Variationen: lecker auch, wenn ein Teil des Mehles durch gemahlene Nüsse ersetzt wird. Wer keinen Glühwein im Haus hat, der nimmt Rotwein und etwas mehr Zimt.

So sieht der Kuchen auf dem Teller aus:

angeschnittener Glühweinkuchen

8.11.06

Rezept: Wildschweinkoteletts mit Pilzsauce überbacken

Wildschweinkoteletts mit Pilzsauce überbacken

Ich bin mit dem Fahrrad am Wochenmark entlang gefahren. Dort war ein Stand, der ganz frisches Wild verkaufte. Mein restliches Bargeld reichte gerade für 3 Wildschweinkoteletts, für die ich nach langem Blättern in verschiedenen Büchern in Teubner Edition - Das große Buch vom Wild nicht nur ein sehr leckeres Rezept gefunden hatte, sondern auch eines, zu dem ich alle nötigen Zutaten noch im Haus hatte.

Die Wildschweinkoteletts waren extrem lecker. Ich bin nur in der Bratenzeit von der Empfehlung des Buches abgewichen und habe dem Händler vertraut mit nur 2 Minuten braten pro Seite - und er hatte Recht: das Fleisch war perfekt. Dazu gab es die eingefrorenen restlichen Maronengnocchi, die ich noch übrig hatte, die passten genial. Ich hatte sie nur noch mal kurz in Butter geschwenkt.

Zutaten

für 2 Personen

  • 3 Wildschweinkoteletts (4 wären besser)
  • Gewürze: Salz, Pfeffer
  • Öl für die Pfanne
  • 400 g Pilze (Champignons)
  • 30 g Butter
  • 2 Schalotten
  • Gewürze: Salz, weißer Pfeffer
  • 100 ml Weißwein
  • 300 ml Sahne
  • 2 Eigelbe
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • 1/2 TL gehackter Thymian
  • 60 g mittelalter Gouda
  • 1 Prise Paprikapulver edelsüß

Zubereitung

  1. Die Wildschweinkoteletts abspülen und trockentupfen, in dem heißen Öl von jeder Seite 2 Minuten anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen, warm stellen.
  2. Den Ofen auf Ober-/Unterhitze 250°C vorheizen (besser: niedrigste Grillstufe)
  3. Für die Sauce die Schalotten fein würfeln, die Pilze putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  4. Die Butter schmelzen lassen, erst die Schalotten und dann die Pilze andünsten, mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Die Sahne zugeben und auf die Hälfte einkochen lassen, vom Herd nehmen, die Kräuter unterühren, nochmals abschmecken.
  6. Die Wildschweinkoteletts in eine feuerfeste Form geben, die Pilzsauce darüber gießen, mit Käse und Paprikapulver bestreuen.
  7. Im Ofen etwa 5 Minuten überbacken (bei Grill etwas schneller).

Zubereitungszeit: 30 Minuten + Backzeit

Schwierigkeit:leicht fortgeschritten

Quelle: Teubner Ediition - Das große Buch vom Wild, S. 108

Dazu schmeckt: Maronengnocchi

So sieht es dann auf dem Teller aus:

Gratiniertes Wildschweinkotelett auf dem Teller

Kochbuch: Teubner Edition: Das große Buch vom Wild

Teubner Edition: WildHier stelle ich mal ein Kochbuch für ambitionierte Köche vor. Denn alleine 60 Seiten werden dem historischen Überblick, der Warenkunde und dem Zerlegen des (kompletten) Tieres gewidmet. Wobei hier auch Wildvögel enthalten sind. Weitere 10 Seiten gebühren der Warenkunde der Beilagen mit einigen Rezeptideen insbesondere zu Saucen und Gelees (werde ich noch ausprobieren). Erst nach weiteren 14 Seiten Grundrezepte für Saucen und Fonds geht es mit den "eigentlichen" Rezepten los. Hier werden die einzelnen Rezepte nach Zubereitungsart sortiert.

Das Buch besticht durch seine hochwertige Ausstattung: tolle Fotos, dickes Papier, gebunden mit Schutzeinschlag. Die Rezepte selbst sind fast alle bebildert und fast immer sind auch die wichtigsten Arbeitsschritte mit Foto dargestellt. Die Zutatenliste ist übersichtlich. Die Arbeitsanweisung ist im Fließtext gestaltet. Von einigen Verweisen innerhalb des Buches abgesehen, wird relativ knapp formuliert.

Zeitangaben sind nur für die Brat- und Backzeiten angegeben, die Gesamtarbeitszeit sucht man vergeblich in diesem Buch. Dennoch sind die Rezepte gigantisch, denn in keinem anderen Buch habee ich zu einer derartigen Vielfalt an Wildprodukten so viele verschiedene Rezepte gefunden.

Fazit: Wer etwas Erfahrung im Kochen hat, der wird an diesem Buch viel Spaß haben. Das Buch ist aktuell noch im Handel erhältlich und kann jetzt bei Amazon bestellt werden.

Aus diesem Buch schon vorgestellt:

5.11.06

Rezept: Birnen-Rosinen-Konfitüre

Birnen-Rosinen-Konfitüre

Gestern habe ich die letzten Birnen dieses Jahres eingekocht (bis auf die wenigen, an die ich nicht rankam). Ich habe nochmal eine Marmelade eingekocht: dieses Mal Birnen gemeinsam mit Rosinen. Da ich das Rezept schon mal ausprobiert hatte und es im Original etwas rosinenlastig ist, habe ich dieses Mal die Rosinen deutlich reduziert und sie auch gehackt, dadurch harmonieren sie deutlich besser mit den Birnen. Leider war es schon spät und ich habe irgendwann vergessen, die Gläser immer wieder zu drehen, weswegen die Obststückchen jetzt etwas ungleichmäßig verteilt sind. Durch den eingemischten Zimt schmeckt sie etwas winterlich und extrem lecker.

Zutaten

Für 6 Gläser je 200 ml

  • 1 kg Birnen (vorbereitet gewogen; vorher etwa 1,2 kg)
  • 1 Biozitrone
  • 100 g Rosinen
  • 500 g Gelierzucker 3:1
  • 1 Messerspitze Zimt

Zubereitung

  1. Die Birnen schälen, entkernen und sehr fein würfeln.
  2. Die Zitrone waschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Die Birnenwürfel mit dem Saft beträufeln (damit sie nicht braun werden).
  3. Die Rosinen fein hacken.
  4. Alles in einen großen Topf geben (etwa 5 Liter) und mit dem Gelierzucker verrühren.
  5. Alles aufkochen und etwa 3 Minuten kochen lassen (wenn man auf mittlerer Flamme langsam aufkocht, zerfallen einige Birnenstückchen und es wird etwas musiger).
  6. Die Gläser in heißes Wasser legen.
  7. Die Gelierprobe machen (etwas von der Konfitüre auf eine Untertasse geben, wenn es nicht fester wird, 1 Päckchen Zitronensäure unterrühren).
  8. MIt einem Trichter in die Gläser füllen, darauf achten, dass der Rand sauber bleibt, fest verschließen und 5 min auf dem Deckel stehen lassen.
  9. Bis zum Erkalten alle 30 Minuten umdrehen, damit sich die Obststückchen gleichmäßig verteilen.

Zubereitungszeit: etwa 60 Minuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: Dr. Oetker - Einmachen, S. 24

Ich nehme für Birnen den 3:1 Zucker, da sie wohl relativ wenig Pektin enthalten und nicht so leicht gelieren. Der 2:1 Zucker reichte bei mir nicht, mit dem 3:1 Zucker klappt es aber ganz gut.

4.11.06

Rezept: Birnen-Karamell-Konfitüre

Birnen-Karamell-Konfitüre

Da mein Birnbaum immer noch wie verrückt Birnen getragen hat und wir schon öfters leckeren Birnenkuchen gegessen hatten, habe ich mich mal an Birnen-Konfitüre versucht. Das Rezept klingt eigentlich recht simpel: in einem Topf wird Zucker karamellisiert, danach darin die Birnen gekocht. Obwohl ich die doppelte Menge an Gelierzucker verwendet habe, ist sie nicht ganz fest geworden. Aber auf dem Brot geht es aber noch. Die Konfitüre schmeckt sehr lecker, wenn auch das Karamell nicht so ganz durchkommt.

Ich habe die Marmelade schon vor 2 Wochen gekocht, aber ich hatte bislang noch keine Zeit, sie zu bloggen. Die Gläser sind schon reduziert, da wir schon fleissig gegessen und verschenkt haben.

Zutaten

Für 5 Gläser mit je 200 ml

  • 100 g Zucker
  • 50 ml kaltes Wasser
  • 50 ml heißes Wasser
  • 800 g Birnen (vorbereitet gewogen, etwas mehr als ein kg vorher)
  • 1 Zitrone
  • 1 Päckchen Zitronensäure
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 500 g Gelierzucker 3:1(+1 Paket Gelfix extra)
  • 50 ml Birnenschnaps

Zubereitung

  1. Den Zucker mit dem kalten Wasser in einem sehr großen Topf (>5 l) aufkochen lassen, bis das Karamell gebräunt ist, dann vom Herd nehmen und mit dem kochenden Wasser losrühren, beiseite stellen.
  2. Die Birnen schälen, entkernen und in sehr kleine Würfel schneiden. Die Zitrone auspressen und immer wieder etwas von dem Saft über die Würfel geben, damit sie nicht braun werden.
  3. Die Gläser in heißes Wasser legen.
  4. Die Birnen zusammen mit dem Gelierzucker, der Zitronensäure und dem Vanillezucker zu dem Karamell geben. Unter Rühren zum Kochen bringen und etwa 3 Minuten kochen lassen. Den Birnenschnaps unterrühren.
  5. Die Gelierprobe machen: wenig Konfitüre auf eine Untertasse geben. Wenn es langsam fester wird, ist alles gut, wenn nicht, noch etwas Zitronensäure unterrühren.
  6. Mit einem Trichter in die vorbereiteten Gläser füllen. Darauf achten, dass der Rand sauber bleibt und etwa 5 Minuten auf den Deckel stellen, danach regelmäßig wenden, bis die Konfitüre fest geworden ist (oder auch nicht).

Zubereitungszeit: etwa 60 Minuten

Schwierigkeit: leicht

Quelle: Dr. Oetker - Einmachen, S. 20

Kochbuch: Dr. Oetker - Einmachen

Dr. Oetker - EinmachenIch stelle hier ein zweites Buch nur über das Einmachen vor. Es verspricht über 70 gelingsichere Rezepte, die im Buch auch eingelöst werden. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Marmeladen und eingelegtem Obst, aber auch die Chutneys sind sehr lecker. Es gibt nur wenige Rezepte für eingelegten Käse oder Paprikas. Wer jedoch seine Gartenernte einkochen möchte, oder regionales Obst oder Gemüse lecker in Gläser bringen möchte, der findet hier garantiert das richtige Rezept. Die Ideen sind überwiegend relativ klassisch gehalten, da jedoch zu jedem Obst mehrere Rezeptideen enthalten sind, wird es nicht langweilig im Kellerregal.

Ich besitze das Buch schoh länger und habe bislang überwiegend die Marmeladenrezepte ausprobiert, die alle sehr lecker waren. Die Gläser haben die angegebene Mindesthaltbarkeit (laut Rezept) nie erlebt, da sie vorher von meiner Familie verfrühstückt worden waren.

Die Rezepte sind übersichtlich gestaltet, die Zutatenliste ist übersichtlich am Rand zusammengefasst und die Arbeitsschritte sind deutlich struktueriert, so dass auch der Anfänger sehr gut damit klar kommt. Schön sind auch angegebene Ideen für Variationen oder Tipps zum gelingsicheren Nachkochen.

Auf den letzten vier Seiten sind einige Tipps und Begriffserläuterungen zusammengestellt. Hier fehlen leider Fotos. Auch ist der Inhalt etwas einseitig, was die empfohlenen Hilfsmittel betrifft, aber da muss man sich ja nicht dran halten.

Fazit: ein tolles Buch, das insbesondere Obst klasse zur Geltung bringt und für fortgeschrittene und unerfahrene Köche gleichermaßen geeignet ist. Leider ist es aktuell nicht mehr im Handel erhältlich, es kann aber gebraucht bei Amazon bestellt werden.

Aus diesem Buch schon vorgestellt:

2.11.06

Rezept: Betas elixas (Rote Bete Salat)

Rote Bete Salat

Wieder mal ein Rezept des Apicius, der Jamie Oliver der Römer. Übersetzt bedeutet es gekochte Rote Bete, ich empfinde es aber eher als Salat, da es auch kalt serviert wird. Durch das Dressing schmeckt es sehr lecker. Beim nächsten Mal würde ich noch etwas Zitronensaft zugeben, da es doch noch etwas Frische vertragen kann.

Zutaten

Für 4 Personen als Salat

  • 500 g gekochte Rote Bete, geschält
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 4 EL Distelöl
  • 2 EL Sherryessig (lt. Rezept Kräuteressig)
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, 1/2 TL Koriander
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung

  1. Die Rote Bete in Scheiben schneiden und auf einer Platte anrichten.
  2. Die übrigen Zutaten in einer Schüssel zu einem Dressing verrühren und über die Rote-Bete-Scheiben geben.
  3. Abgedeckt im Kühlschrank etwa 30 MInuten durchziehen lassen.

Zubereitungszeit: etwa 10 Minuten + 30 Minuten Wartezeit

Schwierigkeit: leicht

Quelle: Kochbuch der alten Römer, S. 222

1.11.06

Rezept: Bananenkuchen

Bananenkuchen

Im Winter haben Bananen Saison. Wenn man 2 überreife Bananen hat, so werden sie meistens nicht mehr gegessen. Aber in genau diesem Zustand sind sie perfekt für diesen wunderbaren Rührteigkuchen. In etwa 20 Minuten Arbeitszeit ist der Kuchen fix und fertig in der Form und der Backofen erledigt den Hauptteil der Arbeit. Wer mag, kann noch eine Schokoglasur überziehen und mit getrockneten Bananen dekorieren. Da ich nicht so der Fan von Bananenchips bin, habe ich diese Deko-Idee ignoriert und nur etwas Puderzucker übergestäubt. Ein extrem leckerer Kuchen für kalte Abende.

Zutaten

Für eine 30 cm Kastenform

  • 2 reife Bananen
  • 150 g weiche Butter
  • 100 g brauner Zucker
  • 3 Eier (M)
  • 1 TL Ingwerpulver
  • 250 g Mehl (Typ 405)
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • Fett für die Form
  • etwas Puderzucker für die Deko (oder eben Schokoglasur)

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Die Bananen schälen und mit einer Gabel zu Mus zerdrücken.
  3. Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren (es darf nicht mehr knirschen), die Eier einzeln unterrühren.
  4. Dann das Ingwerpulver gemeinsam mit dem Mehl und dem Backpulver unterrühren, die Bananen zugeben und ebenfalls gut unterrühren.
  5. Die Backform fetten und den Teig hineingeben.
  6. Auf mittlerer Schiene etwa 40 Minuten backen.
  7. Vor dem Stürzen aus der Form etwas auskühlen lassen, auf einem Gitter erkalten lassen, mit Puderzucker bestäubt servieren.

Zubereitungszeit: 20 Minuten Arbeits- + 40 Minuten Backzeit

Schwierigkeit: leicht

Quelle: GU - Lieblingskuchen einfach gut, S. 62

Der Kuchen gelingt besonders gut in der Backform La Forme von Kaiser